PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Berufe sind unstressiger, machen mehr Spass und sind besser bezahlt als Arzt??



Seiten : 1 [2] 3 4 5

Leisure Suit Alex
20.02.2006, 09:21
Also ich kenne keinen BWLer der gleich groß ins Management eingestiegen ist, meistens erledigen die ja erstmal Kopierjobs und die Sachen, die die Vorgesetzten nicht machen wollen, häufig läuft das dann als Praktika und sie werden nicht mal bezahlt... Wenn sie Glück haben und schuften wie die Blöden kann es jedoch sein, dass sie vielleicht mal einen besseren Posten bekommen.
Anders hingegen wenn man gleich seine eigene Firma gründet, dann ist man logischerweise im Management, damit ist jedoch ein hohes Risiko verbunden und man braucht auch erstmal ein Startkapital.

Als Lehrer kommt es denke ich sehr auf die Schule und auch auf einen selber drauf an - auch ob man eher Ober- oder Unterstufe unterrichtet.
Ich denke auf dem Land Lehrer für die Oberstufe zu sein kann an manchen Schulen auch ein ganz schöner Job sein.

Naja und Jura stimmt, ohne Prädikatsexamen endet man später häufig mal als Taxifahrer.

funny
20.02.2006, 09:43
Natürlich kennst du keinen BWLer, der gleich ins große Management eingestiegen ist. Du kennst ja auch keinen Arzt, der sofort nach dem PJ Chefarzt der Charité wurde oder? Man nennt sowas auch Laufbahn :-))

MatzeXXL
20.02.2006, 09:48
Es geht auch nicht darum, sofort nach dem Studium den megatollen Job zu bekommen, das ist total unrealistisch. Es kommt mir schon auf längerfristige Perspektiven an.
Und wenn ein BWLer dann mal 9 Monate arbeitslos war, dann war er das halt.
Im Studienführer der "Zeit" steht z.B. daß die Verfahrenstechnik-Ingenieuere nach 12 Monate nur zu 74% beschäftigt waren, nach 16 Monaten aber schon zu über 85%.
Also sollte man kurzfristigen Daten nicht zuviel Aufmerksamkeit widmen, solange es längerfristig besser aussieht.

Ich hab einfach die negativen Sichtweisen etwas satt. Vor allem, weil sie eben einen selbst immer wieder durcheinanderbringen.
Es gibt eben überall Haare in der Suppe und anscheinend wird der Frust über die Gegebenheiten im Internet umso deutlicher, da verschüchterte frustrierte Seelen hier eine Plattform zum Aussprechen finden.

Ich für meinen Teil kenne auch sehr optimistischen Sichtweisen der Dinge, so z.B. von meinem Bekannten, der sich als zukünftiger BWLer in einer guten Ausgangslage sieht....und BWL hat doch, so würde ich mal sagen, eine der grössten Einsetzbarkeiten auf dem Arbeitsmarkt.
Um jetzt eben mal BWL als Beispiel herauszugreifen.

Sicher, man kann wieder sagen "das studiert jeder" aber es gibt ohnehin in jedem Bereich ausser Ingerieurwissenschaften zu viele Leute also was solls (wenn man nicht gerade Philosoph werden will).


Also nochmal zurück zu meiner Ausgangsfrage:
Was fallen euch für Jobs/Studiengänge ein (vielleicht Erfahrungen aus Bekanntenkreisen), bei denen trotz ausreichendem Privatleben die Kasse einigermassen stimmt?

Und: Finden die hier vertretenen Ärzte die Arbeitsbedingungen so dramatisch, wie es z.Zt. fast überall laut wird?

Leisure Suit Alex
20.02.2006, 10:00
Wollte damit eigentlich nur sagen dass es überall kein Zuckerschlecken ist, denn man muss in jedem Beruf/Studium sehr hart arbeiten um Erfolg zu haben.

"Was fallen euch für Jobs/Studiengänge ein (vielleicht Erfahrungen aus Bekanntenkreisen), bei denen trotz ausreichendem Privatleben die Kasse einigermassen stimmt?"
Arzt mit eigener Praxis (nicht jeder, aber die meisten), Zahnarzt mit eigener Praxis, Beamter und Lehrer sind zumindest in meinem Bekanntenkreis die Leute, die am meisten Freizeit bei überdurchschnittlichen Gehältern haben.

Shakespeareslady
20.02.2006, 10:02
Ich hab einfach die negativen Sichtweisen etwas satt. Vor allem, weil sie eben einen selbst immer wieder durcheinanderbringen.
Es gibt eben überall Haare in der Suppe und anscheinend wird der Frust über die Gegebenheiten im Internet umso deutlicher, da verschüchterte frustrierte Seelen hier eine Plattform zum Aussprechen finden.


ich fühle mich nicht angesprochen :-winky

und zur ausgangsfrage - auch wenn ich evtl. etwas wiederhole, da ich den thread nicht ganz gelesen habe:

gut verdienende im bekanntenkreis:

piloten
it-ler
architekten
chemiker
(maschinenbau)ingenieure
fitnessstudio-inhaber ;-)
personal trainer (studium sportwissenschaften)...auch so eine glückssache
versicherungsagentur

Phino
20.02.2006, 10:08
Und: Finden die hier vertretenen Ärzte die Arbeitsbedingungen so dramatisch, wie es z.Zt. fast überall laut wird?

Überall hört und sieht man, dass die Ärzte richtig richtig unzufrieden sind. Geh einfach mal ins Krankenhaus und sprich mit Assistenzärzten dann hast du Infos aus erster Hand. Hab ich auch gemacht.

Die Arbeitsbedingungen für Ärzte in Deutschland sind numal miserabel und das weiß eigentlich jeder.

Zukunft als Arzt = Ausland :-meinung

MatzeXXL
20.02.2006, 11:18
Naja das mit den "verschüchterten, frustrierten Seelen" war etwas hart ausgedrückt :) Ich brauche einfach mal die Sicht von ein paar positiven Leuten, es ist doch schon so, daß es hier im Forum sehr viel Negativität bzgl. Arbeitssituation gibt, auch von Leuten, die noch nichtmal im Studium sind (wobei ich keinen blinden Idealismus meine).

Ich habe eben immer wieder Motivationsphasen für den Arztberuf und dann lese ich 2-3 Threads, in denen es darum geht, wie stressig der Alltag ist, daß man extrem durchsetzungsfähig sein muss (bei mir nur mittelmässig ausgeprägt) und das Privatleben leidet.
Dann komm ich wieder ins Zweifeln.

Und meinen letzten Termin bei meiner Augenärztin hatte ich um 19.30 Uhr.....

Ich denke, der Arztberuf steht wegen seiner Wichtigkeit wie auch z.B. der Lehrerberuf besonders im öffentlichen Interesse. Deshalb wirkt der Beruf von den Arbeitszeiten her auch so unattraktiv, da eben andere Berufsgruppen sehr viel weniger genau unter die Lupe genommen werden. Hier wird sich dann mit solchen Dingen wie burn-out usw. beschäftigt und es entsteht der Eindruck, daß diese Effekte bei anderen Berufsfeldern nicht vorhanden sind.

Wer kennt sich denn in der Öffentlichkeit gut mit den Arbeitsbelastungen der BWLer, Juristen, Apotheker oder Ingenieuere aus? Ich denke im Vergleich sehr wenige.

Shakespeareslady
20.02.2006, 11:23
sorry...habe mich auch irgendwie schlecht ausgedrückt
und: bloss nicht zweifeln, ich freu mich riesig drauf, irgendwann mal in meinem traumjob arbeiten zu können (arbeitszeiten, bezahlung etc. hin oder her)
:-winky :-winky :-winky

MatzeXXL
20.02.2006, 11:39
Hast du denn schon ein Praktikum gemacht oder woher weisst du, daß es dein Traumjob ist?

Shakespeareslady
20.02.2006, 11:46
2 wochen praktikum in der 9. klasse, 3 monate facharbeit a.d. frühchen (intensiv)station, 3 monate kpp, 2 wochen anästhesie und op mit allem drum und dran ...mhh...und ab 6.3. bis ende juli wieder im krkh. *freu*

_Zahni_
20.02.2006, 12:09
mann, mann, mann - die Dame hat was vorzuweisen! Ging' ja auch schon sehr früh los bei dir.... Ich wünsch dir ein Auswahlgespräch ;-) Ich hab meinen Entschluss erst in der Kollegstufe gefasst.

Shakespeareslady
20.02.2006, 12:35
vielen dank ...ach ja, das wär schon toll :-nix

MatzeXXL
21.02.2006, 13:37
@ phino:

Du hast also gehört, daß die Arbeitsbedingungen so richtig schlecht sind, und zwar von allen Ärzten, die du befragt hast.
Was waren das für Fachrichtungen? Was für KHs? Uni-Kliniken?

Was machst du eigentlich in diesem Forum, wenn ich fragen darf? Bist du auch Student?

@ all: Gibts auch einigermassen normale Arbeitszeiten für regulär vollzeitbeschäftige Ärzte in KHs? Wie seht ihr die Situation in einigen Jahren?

funny
21.02.2006, 13:46
@Matze XXL

Es gibt bestimmt auch reguläre Arbeitszeiten. Muss man halt finden oder aushandeln und in einigen Jahren wird das mit der Arbeitszeit besser sein, glaube ich persönlich. Aber das ist meine Meinung, jeder kann eine andere haben

mezzomixi
21.02.2006, 14:05
Ich wäre vielleicht auch gerne Meeresbiologe oder Paläontologe. Bloß gibt es davon wahrscheinlich eine handvoll die gut sind und damit ihr Geld verdienen und mehr nicht. Im Zweifelsfall gewinne ich im Lotto.

MatzeXXL
21.02.2006, 17:10
Du meinst: Man muss halt in den sauren Apfel beissen und Kompromisse annehmen......(z.B. Arbeitszeiten ungünstig, dafür aber passabler/interessanter Job mit einigermassen sicherem Einkommen) ?

Shakespeareslady
21.02.2006, 17:15
@matzexxl:
ich lebe auch mit dieser vorstellung, ja! :-dafür

hiddl
21.02.2006, 22:03
@ all: Gibts auch einigermassen normale Arbeitszeiten für regulär vollzeitbeschäftige Ärzte in KHs? Wie seht ihr die Situation in einigen Jahren?

Ich glaube kaum. An kleinen Häusern mit wenigen Assis sowieso nicht und erst recht nicht, wenn das Arbeitszeitgesetz umgesetzt werden muß und auch die Unis müssen sparen, außerdem ist man da ja doch verpflichtet - mehr oder weniger in der Freizeit - zu forschen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das großartig ändern wird, ich kann nur hoffen, daß wir mehr Geld kosten werden, die Arbeit umstrukturiert wird (also zum Beispiel der Papierkram durch entsprechende Kräfte übernommen wird) und damit mehr Spaß macht.
(Falls es Dich interessiert: ich bin Assi, Neurologie, seit fast drei Jahren und an einer Uni-Klinik)

Und jetzt zum anderen Thema: was sollte man werden?
Ingenieur ist nicht schlecht, denke ich, und vor den höheren Mathe- und Physikanforderungen braucht ja wohl keine Angst zu haben. Man kann ja auch an eine FH gehen - das ist praxisorientierter und für den Job später sicher ganz gut.
Mein Männe ist Ingenieur - der arbeitet zwar auch mehr als 38,5 h die Woche, aber er wird dafür auch sehr ordentlich bezahlt
:-wow
Und ansonsten - keine Ahnung, sollte ja auch Spaß machen :-nix

Lg, Ute

Fraggle
21.02.2006, 23:40
da kenn ich aber einige gegenbeispiele.
reguläre arbeitszeiten, kaum überstunden, kleines haus, gut besetzt.
uniklinik, einen tag die woche forschungsfrei, wenig überstunden.
gibt´s alles in deutschland (ist aber, zugegeben, die ausnahme und kommt auch auf die fächer an).

ciao
fraggle

MatzeXXL
22.02.2006, 08:15
@ hiddl: Naja das hört sich ja nicht so toll an. Hoffe mal, du bist kein Fake, der hier seit Jahren den Leuten das Medizinstudium schlecht reden will, um selbst reinzukommen :)
Würdest du heute nicht mehr Medizin studieren? Wenn nicht mehr, was dann an Stelle der Med.?
Und wie kommst du darauf, daß man vor den Anforderungen keine Angst zu brauchen hat? Ich denke, daß da wirklich nur richtig gute durchkommen.

Zum Ing. : Hier mal ein Beispiel (Technische Schwingungslehre, Kapitel 4):

http://www.mecha.uni-stuttgart.de/Lehre/downloads/vorl_technschwing/TexteKapitel4.pdf

Und hier die Kapitelübersicht:

http://www.mecha.uni-stuttgart.de/Lehre/downloads/vorl_technschwing/Schw1InhaltLiteratur04.pdf

Klar, man hat Grundvorlesungen, aber sowas zu lernen ist doch einfach nur grauenhaft. Wenn man sich durch solche Materie "quält", und sich die Arbeitsbedingungen im KH verbessert haben und es später Maschinenbauer im Überfluss gibt (zu den guten Absolventen wird man nach einem Studium, durch das man sich durchgezwungen hat, sicher nicht gehören), wird man sich zu tode ärgern.

Ich würde wirklich mal sehr gern näheres zu den Arbeitsbedingungen im Ingenieur- und BWL-Bereich erfahren..... klar, da ist die Streuung viel grösser, da die Privatwirtschaft sehr viele unterschiedliche Positionen bietet...