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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Berufe sind unstressiger, machen mehr Spass und sind besser bezahlt als Arzt??



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funny
22.02.2006, 08:38
Da gebe ich Matze recht. Da greift die Einstellung, dass es schon ein wenig Spaß machen muss und den eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen entsprechen soll. Denn später im Beruf wird es dann ja auch nicht einfacher. Da hast du es dann mit "Konkurrenten" oder Kollegen zu tun, die sich nicht durchgequält haben, sondern denen das gefällt und liegt und die das motiviert. Die hängen dich dann relativ leicht ab...

Deshalb mein kleiner Tip: Ein wenig schon an Interesse denken!!!!! Das eigene Interesse (von innen sozusagen :-) dürfte in jedem Fall konstanter und stabiler sein als kaum bis gar nicht einschätzbare Arbeitsrahmenbedingungen und Einstellungsprognosen in 6, 10 oder 20 Jahren.

Stell dir mal folgendes Szenario vor: Du studierst etwas widerwillig wegen der guten Berufsaussichten. Dann bist du fertig mit dem Studium und die Berufsaussichten sind leider leider schlechter geworden in der Zwischenzeit. Dein Widerwille oder schwaches Interesse ist aber gleich geblieben oder noch schlimmer geworden. Das ist Horror!!!

MatzeXXL
22.02.2006, 10:25
Das Allerwichtigste wäre eben, mal einen verlässlichen Vergleich zu haben, z.B. Erfahrungsberichte von Erwerbstätigen ganz anderer Bereiche.

Wenn da jetzt von Maschinenbauern, E-Ingenieurern, BWLern und Apothekern gleiche Beschwerden wie bei Ärzten kämen, könnte ich mich viel leichter entscheiden....dann wäre nämlich der einzige Ausweg zum stressigen Leben ein ganz normaler Ausbildungsberuf (natürlich nicht alle!).

Dann würde es heissen "studieren und klotzen" oder Ausbildung, weniger Geld und nicht darüber motzen.....

funny
22.02.2006, 10:44
kommt halt auch darauf an, wen du fragst. Da kannst du an echt frustrierte, aber auch naiv-übermotivierte geraten. Deshalb frage so viele wie möglich!!!!

Aus meinem Bekanntenkreis ist die angestellte Apothekerin total gestresst, weil die Kunden manchmal so frech sind und sie verdient so 1580 netto, was ich krass wenig finde. Ist aber auch auf dem Land. Der Ingenieur verdient 3 Jahre nach dem Berufseinstieg ca. 2500 netto und geht jetzt für ein Jahr nach Asien. Das war aber auch ein überzeugter Maschinenbauer. Er konnte und kann sich nichts anderes vorstellen. Ein befreundeter BWLer sucht seit 10 Monaten einen Job und der andere BWL-er Bekannte hatte einen Vertrag noch vor seinem Diplom. Beide hatten einen 2-er Notendurchschnitt. Der eine Marketing, der ander Wirtschaftsprüfung. Dann kenne ich noch eine kreuzunglückliche 4-Punkte Juristin, die sich so lala mit Nebenjobs durschlägt, aber noch keinen richtigen Job hat. Na ja, ist eben irgendwie alles möglich.

Übrigens hat die Apothekerin gefühlte höhere Zukunftsangst als der Ingenieur. Der ist der Einstellung, alles mal auf sich zulassen zu kommen. Und das, obwohl er in einem Privatunternehmen arbeitet. Wahrscheinlich auch alles Einstellungssache.

:-party :-nix

DoctorB
22.02.2006, 10:49
Hmm, sehr interessante diskussion. auf die hätte ich mich vor 5 jahren auch mal einlassen sollen :-oopss

Ich denke, man sollte sich die frage stellen, mit welchem alltag man am besten zurecht kommt.

juristen: akten,akten,akten..
BWL: bilanzen,computer, personalverantwortung, evtl leute feuern..
apotheke: medikamente verkaufen...
E-technik: platinen löten, prüfen...

Ich denke, alles hat vor und nachteile. ist ja immer so...Habe im erststudium wirtschaftsrecht studiert. Warum? interesse an wirtschaft und recht (politik). Jetzt merke ich: uppps, in dem job musste ja auch arbeiten. In grosskanzleien haste kein leben mehr. Schon mal "die firma" gesehen?? ist echt so. hatte ich nie für möglich gehalten, aber es ist echt so. Da solltest du dein gewissen am besten direkt an der rezeption abgeben. Ob man menschen hilft? Klar!! damit sie noch reicher werden... Nicht gegen jura und anwälte,aber man muss sehen was man will.

pharmazie ist bestimmt auch interessant, aber eben doch mehr verkäufer. sich mit einer apotheke selbständig zu machen ist bestimmt interessant, aber dass kostet ersteinmal...

Wie gesagt: den perfekten job gibts nicht. Ich habe mich mal gefragt, womit und als "was" ich gerne in rente gehen würde. Als Arzt wäre toll!!

Ich denke, dass alle jobs, wo es um geld,macht, prestige geht, stressig sind!!

Also? Was tun?? Keine ahnung. ich frage mich das jeden tag.... :-keks

funny
22.02.2006, 10:52
Allerdings darf man auch nicht den Fehler machen und denken, alle Berufe, die mit Geld, Prüfen oder BWL zu tun haben, sind schlecht und stressig. Lieber ein guter, zufriedener Wirtschaftsanwalt als ein unzufriedener Kinderarzt.

... um es mal provozierend auszudrücken

DoctorB
22.02.2006, 10:56
Oh ja, zufriedene Wirtschaftsanwälte gibts. Fragt sich, ob du mit dem job glücklich wirst. Ich habs gesehen und gewusst: NIEMALS!! Mein Verstand hat's versucht mir schönzureden, aber diesmal musste er nachgeben...

Ich denke: am besten praktikum vor dem studium machen!!!

MatzeXXL
22.02.2006, 11:25
Das stimmt natürlich, jeder muss selbst wissen, was zu einem passt.
Das macht die Sache umso schwieriger, weil man nicht so einfach x Leute fragen kann, ob sie in ihrem Metier zufrieden sind, um so zu einer Entscheidung zu kommen. Die Hälfte fühlt sich wohl, die andere nicht, und dann....?
Ich lese in diesem Forum in der Hälfte der relevanten Beiträge, daß Ärzte es toll finden, daß derjenige den Beruf ergreifen will (der Student in spe), andere berichten von Verwunderung der fertigen Ärzte, daß jemand so einen "Mist-Job" heutzutage noch machen will.

Die einen finden Patienten zum kotzen, fordernd und nervig; die anderen finden die Arbeit befriedigend und interessant.
Irgendwie dreht man sich mit zig Meinungen einholen auf der Stelle.
Wobei ich z.Zt. auch noch viel rumfrage, sonst hätte ich hier nicht gepostet.
Ich frage mich nur, ob das Informieren hier der beste Weg ist.
Wer weiß, wie viele Trolle und frustrierte depressive Ärzte sich hier rumtreiben.....die nicht unbedingt vom Job so geworden sein müssen.

Ich denke mal, das einzige, was hilft, ist, viel über den Job zu lesen, auch Fachliteratur und weniger Meinungsmache, ein Praktikum zu absolvieren (was aber dann nicht heissen muss, daß es im einen Betrieb genauso zugehen muss wie im anderen) und dann entscheiden.
Nachteile gibts wohl überall.....nur will ich mir nicht irgendwann sagen müssen "Hättest du dies und das gewählt und dich durchgebissen, wäre alles jetzt besser" (z.B. Maschinenbau).
Daher wäre ich froh, es gäbe offizielle Statistiken über die Arbeitsbelastungen der verschiedenen Berufsgruppen.


Ich denke, irgendwann muss man die evetuellen negativen Seiten einfach verdrängen und loslegen.

funny
22.02.2006, 12:00
Aber interessiert dich jetzt Medizin oder Maschinenbau mehr? Also unabhängig vom Beruf und Arbeitsbedingungen. Nur mal fachlich-inhaltlich

MatzeXXL
22.02.2006, 14:35
....interessiert mich Maschinenbau eigentlich....so gut wie garnicht. Auch bin ich kein sonderlicher Mathe-Fan. Chemie und Bio gehen schon eher....Medizin finde ich recht spannend, nur eben will ich noch ein Privatleben haben....

Ich glaube ohne die tollen Prognosen wäre ich nie auf die Idee Maschinenbau gekommen. Da sieht man mal, die die Medien einen beeinflussen.
Jetzt denke ich halt manchmal, ich sollte mich vielleicht in Aussicht auf einen passablen Arbeitsplatz einfach durchkämpfen. Wobei es in anderen Sektoren anscheinend echt nicht besser ist.

Pharmazie:

http://www.unimagazin.de/199902/08.pdf

Stress auch bei Maschinenbauern:

http://www.ferchau.de/events.php?action=1&what=2&event=761&paging_pos=0

aber gutes Gehalt und 40h/Woche:

http://www.gehalts-check.de/Gehaltsfuehrer/Gehalt-Office/BER/BER_63/B_M_20.HTM

der letzte Link ist übrigens echt super...stehen auch Arbeitszeiten Gehälter vieler berufstätiger Menschen dabei, auch von Ärzten.

Alles zwischen 38 und >65h/Woche vertreten.
Verlässlichkeit der Daten? Kein Ahnung.

funny
22.02.2006, 14:48
Ich bin fast geneigt, dir dann von Maschinenbau abzuraten. Aber höre lieber auf dich selbst. Ich glaube, Masch.bau ist einfach ein "hartes" Brot. Deswegen kann ich mir auch vorstellen, daß du es mal 2 Semester studierst und dann wirst du relativ schnell eine Entscheidung fällen können. Deine Bemerkung zu dem grauenhaften Skript über die Mechatronik ist doch eigentlich schon Antwort genug oder.

ABER: Falls du Medizin anfängst, wirst du eventuell ständig bereuen, ein so sicheres und aussichtsreiches Fach wie Masch.-bau nicht wenigstens mal versucht zu haben, befürchte ich fast. Aber ob es eben in so sicher ist, sei auch zur Diskussion gestellt.

:-nix

hiddl
22.02.2006, 17:15
@ hiddl: Naja das hört sich ja nicht so toll an. Hoffe mal, du bist kein Fake, der hier seit Jahren den Leuten das Medizinstudium schlecht reden will, um selbst reinzukommen :)
Würdest du heute nicht mehr Medizin studieren? Wenn nicht mehr, was dann an Stelle der Med.?
Und wie kommst du darauf, daß man vor den Anforderungen keine Angst zu brauchen hat? Ich denke, daß da wirklich nur richtig gute durchkommen.


Nein, ich bin kein fake, weiß gar nicht, was das ist :-music.
Ich weiß nicht, ob ich noch mal Medizin studieren würde, es macht natürlich super-Spaß, auch die Arbeit mit den Patienten, die Patienten-nahe Forschung, das ist definitiv meins. Aber wenn man gleichzeitig sieht, wie das System an die Wand gefahren wird, wieviel Schwachsinns-Arbeit man macht, wie wenig Geld man dafür bekommt, daß man sich wirklich oft den A... aufreißt, das nervt schon ungemein. Alternativen wären für mich Chemie oder so, aber eigentlich macht mir der Umgang mit Menschen schon sehr viel Spaß.

Und zum Maschinenbaustudium, wie gesagt mein Mann ist (Schiffbau-)Ingenieur und ich kenne ihn und viele seiner ehemaligen Kommilitonen. Das ist wie überall, es gibt schlaue und weniger schlaue, aber so richtig tot gemacht hat sich da keiner. Es sollte einen natürlich schon ein bißchen interessieren, das hilft ja immer ;-)

MatzeXXL
24.02.2006, 08:55
Ich schätze mal, das sind aber schon alles Mathe-Freaks.....

Juckreiz
24.02.2006, 19:56
mir fallen noch ein paar berufe ein, die ich auch selbst ziemlich interessant finde:

eventmanager - glaube die haben einen recht hohen verdienst aber auch viel
stress in vorbereitungsphasen
kulturwirt - studiengang in passau, geht wohl auch in richtung eventmanagment
(heiß begehrt und sehr gute jobaussichten!)
biochemiker - ich glaub da besteht genügend bedarf, bezahlung in der industrie
sicher gut
werbebranche - werbung wird immer wichtiger ;) wenn ich nur an die medien der
zukunft denke
industriedesign - ein guter designer kann wohl kohle machen; aber ich glaub
nicht dass mehr als 1% der bevölkerung die begabung für den
job haben

MatzeXXL
02.04.2006, 15:49
Sonst noch wer Ideen?

SynC
02.04.2006, 16:00
Geh in die USA und arbeite im Finanzwesen; Börse und so. Dort ist echt alles möglich. Bekannter von mir hatte nicht mal einen richtigen College Abschluss, ist dann bei einem Praktikum in einer Firma positiv aufgefallen wurde gefördert usw. Nun lebt er mit 25 in Manhattan mit ein paar Mille auf dem Konto. American Dream halt :)

flory
07.04.2006, 20:31
Hi!

Leider habe ich selbst keinen Vorschlag zu machen, weil ich in einer ähnlichen Situation wie MatzeXXL bin.

Ich finde Medizin interessant und fand das einmonatige Pflegepraktikum, das ich absolviert habe auch wirklich klasse. Vor allem der Umgang mit den Patienten und die Atmosphäre unter den Kollegen hat mir sehr gefallen.

Allerdings gibt es einige Punkte, die mich mittlerweile an meiner Studienwahl (dabei habe ich noch nicht mal mit dem Studium angefangen) zweifeln lassen, die hier auch schon öfter erwähnt wurrden: So wären da z.B. die langen Arbeitszeiten und die mind. 5jährige Facharztausbildung nach dem Studium...

Außerdem ist mir während meinem Pflegepraktikum aufgefallen, wie stark die Hierarchie unter den Ärzten noch ausgeprägt ist. Das soll nicht heißen, dass ich völlig gegen die Aufteilung in Chef-, Oberärzte etc. bin, aber man sollte die Assistenz- bzw. Stationärzte dann wenigstens nicht wie die letzten Idioten behandeln...

Solltet ihr also noch irgendwelche Alternativen haben, nur her damit (oder kennt ihr eine Facharztausbildung in der man nicht für einen Hungerlohn 50-80h/Woche arbeiten muss? ;))

Neanderthal_Man
07.04.2006, 22:44
Wollt ihr lieber reich oder lieber glücklich werden? :-))
Jenseits eines bestimmten Einkommens macht man seine "25 Mille" eh nur auf dem Rücken von anderen - ich sag nur "Investmentbanking". Da geh ich doch lieber mit einem guten Gewissen ins Bett.

Man muss ja nach dem Abitur nicht unbedingt studieren. Bekannte von mir haben ihre Ausbildung (jeweils 3,5 Jahre) bei einer Bank bzw. im Gehobenen Dienst (Beamtemlaufbahn) gemacht.
Geregelte Arbeitszeiten, regelmäßige Beförderungen... netter ruhiger Job.

Wer mal richtig was erleben will im Studium: Geowissenschaften oder Forst studieren. Jede Menge Exkursionen in die freie Natur, Semesterferien auf Ausgrabung (oder wars "Umgrabung"?), und nicht zu vergessen: Ein Kettensägenkurs! Die Jobaussichten sind allerdings durchwachsen. Aber z.B. in der holzverarbeitenden Industrie oder im Vermessungswesen kann man da sein Auskommen finden.

Aber - als Mediziner kann ich nur sagen: Unstressiger... gibts viele Jobs. Besser Bezahlt... etliche. Aber mehr Spass? :-party Höchstens aufm Clown´s College

Bille11
08.04.2006, 10:28
.....
Aber - als Mediziner kann ich nur sagen: Unstressiger... gibts viele Jobs. Besser Bezahlt... etliche. Aber mehr Spass? :-party Höchstens aufm Clown´s College

:-meinung

Gwendoline
08.04.2006, 10:50
Ein Kettensägenkurs!

So was braucht man natürlich :-))
Man muss aber auch die tausenden Moosarten kennen, wenn man da mal kein Moos ansetzt...


Die Jobaussichten sind allerdings durchwachsen. Aber z.B. in der holzverarbeitenden Industrie oder im Vermessungswesen kann man da sein Auskommen finden.


Als ich das letzte mal von einer Bekannter hörte, die einen sehr guten Abschluß in Forstwissenschaften absolviert hatte, übersetzte sie grad Texte vom Englischen ins Deutsche in einem Übersetzungsbüro :-nix

mäusezahn
08.04.2006, 12:57
was zum thema werbebranche/design (von juckreiz): hab ich auch mal angefangen.
würde jedem davon abraten, weil subjektiv: dieses ellbogengeschäft schon während des studiums hat mich echt fertiggemacht.hab privat studiert und die studienleitung hat es nur drauf angelegt,die leute zu richtigen großkotzen und
elite-denkern zu machen.
objektiv: in dieser branche gibt es zu viele quereinsteiger, man hangelt sich von job zu job.
bin auch nicht jemand, der es auf nen nine-to-five-job ohne jede abwechslung oder herausforderung anlegt, gerade deshalb wollte ich eigtl. in die werbebranche.aber dass es so krass wird, hätte ich nicht gedacht!
lg, mäusezahn :-)