Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ausbildung abbrechen?
Shakespeareslady
08.05.2006, 19:18
abi sommer 05 mit 2,0
hab keine alternative...vielleicht holland? alles andere ist gar nicht zu bezahlen....
Edit: wenn du dich da so übel fühlst würde ich echt schnell was anderes suchen!
Bin ja nu 3 Monate in der Ausbildung und find's auch irgendwie ziemlich ... :-sleppy :-sleppy
Die Arbeit zerrt wirklich an den körperlichen und geistigen Kräften. Nach der Arbeit bin ich oft so müde, das ich kein Bock mehr auf gar nix und niemanden habe. Werd ich mich aber wahrscheinlich noch dran gewöhnen und ist im Arztberuf ja auch nicht anders (eher schlimmer).
Find die Ausbildung aber einfach frustrierend. Der Stoff ist nicht wirklich anspruchsvoll, aber zu ertragen. Was mich an meisten ankotzt sind die ganzen Service-Arbeiten, die die Pflegekräfte immer noch ausüben, wie z.B. Betten machen, Essen austeilen und so'n Shit. Back to Zivildienst! Vielen Dank!
Würd auch ganz gerne abbrechen, werd's aber vorerst aus Mangel an Alternativen bleiben lassen. Wenn ich nochmal ein Jahr zurückspulen könnte, würd ich mich wohl um 'ne Ausbildung zum OTA bemühen... najo. Hab ja nu schon über 1/12 der Ausbilung hinter mir, und in 3 Wochen schon 1/9 ;-)
Teilweise ist's schon ganz spannend, durfte bspw. bereits im Herzkatheterlabor, beim Echokardiogramm und bei ner Elektrokardioversion zuschaun. Das sind so kleine Höhepunkte, die mich am Ball bleiben lassen :-top
Shakespeareslady
08.05.2006, 21:42
danke für den bericht ;-)!
so wie es momentan aussieht, werde ich das ganze ende mai beenden. frag mich nicht, was danach kommt, aber es geht einfach nicht mehr - sowohl physisch als auch psychisch. und medizin? ich weiss es nicht, ob.
Oh das hört sich ja übel an :-nix
Hab neulich noch den kompletten Thread von dir gelesen als du noch nach ner Stelle gesucht hast und so. Also alles mitverfolgt ;-)
Hab mich jetzt auch für ne Pflegeausbildung beworben und für MTA ein Gespräch... Weiß auch nciht ob ich das durchziehen werde. ich denk mir einfach dass da kein Zwang besteht und wenn ich keine Lust mehr habe breche ich einfach ab schliesslich muss ich die Ausbildung zum Schluss wahrscheinlich sowieso fürs Studium abbrechen und ob ichs nu dann tu wenns mir keinen Spaß mehr macht oder nach 2,5 Jahren spielt dann auch keine Rolle...
Zumindest um eine Erfahrung reicher. Da kannst du auch froh drüber sein ;-)
Kopf hoch :-))
Shakespeareslady
08.05.2006, 22:49
eure antworten machen wirklich mut, vielen dank!
ich könnte jetzt seitenweise darüber schreiben...aber ich quäle mich jeden tag dorthin, gehe nur "gerne" auf die schelle, weil ich weiss, dass die menschen dort bedürfnisse haben und denke auch jeden tag, dass das team doch merken muss, dass ich nicht mit dem herzen dabei bin. abgesehen von der körperlich so harten arbeit kann ich mich auch einfach nicht so verbiegen, wie ich es täglich tun muss. man ist der a*** vom dienst und soll auch allen mit klimpernden augen erzählen, dass krankenschwester der traumjob ist...das kann ich nicht mehr und will es auch nicht.
aber was gibts für alternativen?
vielleicht schmunzeln jetzt alle, die das lesen, aber ich hab mir irgendwie so lange etwas vorgemacht..auch wg medizin. klar muss man sich in alles rein finden, aber ich möchte das studium nicht einfach nur bestehen, ich möchte auch eine gute ärztin sein. wie soll das gehen, wenn ich trotz zig erklärungen und zig guten büchern im schrank selbst im biologie-kurs ab der oberstufe rein garnichts mehr verstanden habe? man glaubts mir nicht, aber wenn ich ehrlich bin, wars nie grossartig anders..und dann ärztin werden und soviel verantwortung tragen?
Also ich finde das nicht zum schmunzeln. Ich kann da echt mitfühlen und weiß dass man ständig höhen und tiefen durchmacht beim warten. Wenn du wirklich willst dann schaffst du das Studium also ich glaube nicht dass du dir da Gedanken drüber machen musst weil du in Bio nicht die Leuchte warst. ich kenne jemanden der mit ach und kradch sein Abi geschaddt hat und nun erfolgreich Medizin in Ungarn studiert (wo es wohl noch schwerer als hier ist)
ich hab mir natürlich auch Gedanken über Alternativen gemacht 1. für einen evtl. abbruch 2. wenn ich überhaupt keine Stelle bekomme.
Und da kommen echt Dinge in Frage wie viel reisen, die Welt sehen, jobben, ne Sprache lernen,
viel Geld beiseite legen (sofern dies beim vielen reisen möglich ist ;-) )
Und einfach das Leben geniessen.
Adrenalino
09.05.2006, 16:19
Bin ja nu 3 Monate in der Ausbildung und find's auch irgendwie ziemlich ... :-sleppy :-sleppy
Die Arbeit zerrt wirklich an den körperlichen und geistigen Kräften. Nach der Arbeit bin ich oft so müde, das ich kein Bock mehr auf gar nix und niemanden habe. Werd ich mich aber wahrscheinlich noch dran gewöhnen und ist im Arztberuf ja auch nicht anders (eher schlimmer).
Find die Ausbildung aber einfach frustrierend. Der Stoff ist nicht wirklich anspruchsvoll, aber zu ertragen. Was mich an meisten ankotzt sind die ganzen Service-Arbeiten, die die Pflegekräfte immer noch ausüben, wie z.B. Betten machen, Essen austeilen und so'n Shit. Back to Zivildienst! Vielen Dank!
Würd auch ganz gerne abbrechen, werd's aber vorerst aus Mangel an Alternativen bleiben lassen. Wenn ich nochmal ein Jahr zurückspulen könnte, würd ich mich wohl um 'ne Ausbildung zum OTA bemühen... najo. Hab ja nu schon über 1/12 der Ausbilung hinter mir, und in 3 Wochen schon 1/9 ;-)
Teilweise ist's schon ganz spannend, durfte bspw. bereits im Herzkatheterlabor, beim Echokardiogramm und bei ner Elektrokardioversion zuschaun. Das sind so kleine Höhepunkte, die mich am Ball bleiben lassen :-top
MEINE WORTE! Kann ich nur unterschreiben! Sehr schön geschrieben, tpa ;-)
Vor allem weil es wirklich auch Höhepunkte gibt,und nicht alles ******** ist. Auch im pflegerischen Bereich. Heute hat mich eine Omi fast umarmt, weil sie so glücklich ist, dass ich zu ihr kam. Wirklich rührend. Da ist man als Pflegende/r manchmal ganz schön wichtig für die Menschen im Krankenhaus.
Trotzdem mach ich zur Zeit fast nur eine Sache: Waschen..An/Auskleiden..
Ist schon hart.
Kollegas.. Da müssen wir durch..!!!
PS.: Ich finde, im Mittelkurs bessert sich die Ausbildung etwas; in der Praxis wird Dir mehr zugetraut, Du darfst mehr machen; es folgen einige "exotischere" Einsätze (Ambulanzen, Psychiatrie) - der Unterrichtsstoff wird immerhin "etwas" fachlicher: Krankheitslehre wird immer größer geschrieben (Unterricht bei Assistenz-ärzten ! *gg*)
Shakespeareslady
09.05.2006, 16:30
klar tut der kontakt mit den patienten gut, aber ich sehe ja, was die schüler/innen bei uns im 2. jahr erst machen dürfen..und ich schaffs körperlich einfach nicht. nur schlafen und arbeiten, jedes 2. we arbeiten, ständiger schichtwechsel...ich scheine zu hohe ansprüche zu haben, aber wenn die freunde schon anfangen, sich so viel seltener zu melden und man nur noch alleine sein will und gar nicht mehr richtig "lebt", dann ists zeit, finde ich. zeit, zu überlegen, ob es das wirklich wert ist.
Liebe Shakespeareslady!!
ich kann gut nachvollziehen, dass du nun frustriert bist und die aussicht auf 3 jahre solche beschäftigung dich fertig macht. zur pflege eignet sich nicht jeder...
wegen medizin: wenn du unbedingt und wirklich medizin machen willst, dann wirst du wohl oder übel in deutschland 5 jahre warten müssen. über die regelungen im ausland bin ich mir jetzt nicht so sicher wg studiengebühren etc.
trotzdem (auch wenn das nun vielleicht doof klingt) wie sicher bist du dir mit medizin?
dort wird es später auch kaum anders sein als dass du deinen job hast und schlafen und sonst nichts...
ok, du musst keine betten mehr richten, aber dich dafür mit der dokumentiersoftware rumschlagen und vom oberarzt nackenschläge kassieren, wenn du es mit den berichten vertrödelst und, so wie es momentan aussieht, vom gehalt wirds kaum besser sein als pflegekraft. als pflegekraft dagegen hat man keine 36-stundenschichten und auch deutlich weniger schwierige entscheidungen zu treffen...
Shakespeareslady
09.05.2006, 16:45
hi leijona,
danke für die nachricht! medizin ist mein traum seit dem kindergarten, aber in letzter zeit habe ich das gefühl, dass der traum von irgendwas abgeschwächt wird. wenn ich nur wüsste von was...
naja, in der pflege habe ich einige monate gearbeitet und somit gedacht, dass ich wüsste, worauf ich mich einlasse. falscher gedanke.
das letzte, was ich ewig machen will, ist pflegekraft zu sein. und es geht mir ja nicht drum, angst davor zu haben, entscheidungen zu treffen. die skoliose macht sich eben sehr viel stärker bemerkbar, als vermutet...da hatte meine physiotherapeutin schon recht.
leider habe ich nichts, was mich annähernd so reizt wie medizin..
bin bis montag krank geschrieben, hoffe, dass ich bis dahin einiges klarer sehen kann.
klar tut der kontakt mit den patienten gut, aber ich sehe ja, was die schüler/innen bei uns im 2. jahr erst machen dürfen..und ich schaffs körperlich einfach nicht. nur schlafen und arbeiten, jedes 2. we arbeiten, ständiger schichtwechsel...ich scheine zu hohe ansprüche zu haben, aber wenn die freunde schon anfangen, sich so viel seltener zu melden und man nur noch alleine sein will und gar nicht mehr richtig "lebt", dann ists zeit, finde ich. zeit, zu überlegen, ob es das wirklich wert ist.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre :-stud
Stell dir vor es gäbe keine Wartezeit und du hättest nach dem Abi direkt angefangen mit Medizin. Dann wären diese ganzen Unsicherheiten und so gar nciht erst aufgetreten. Geht mir gernauso und wenn ich denke wieso nicht dieses und jenes machen statt medizin erinnere ich mich daran was mein Wunsch nach dem Abitur war und was ich auch durchgezogen hätte wenn es keine WZ gäbe und das gibt kraft weiter durchzuhalten...
Na wenn das alles jetzt schon soooo schlim ist für Dich, dann laß es sein!!!! Hat ja keinen Sinn, oder?!!!
Wenn die einzigen Gründe wären, daß es nicht das ist, was Du Dir vorgestellt hast, oder es nur die Langeweile wäre...hätte ich gesagt Augen zu und durch. Aber wenn Du jetzt schon sagst, Du willst niiiieee als Pflegekraft arbeiten, dann spring lieber gleich ab, weil dazu wirst Du letztendlich ausgebildet (wirst ja nicht fürs Studium ausgebildet). Und wenn es körperlich nicht geht, dann ist es eben so!!!
Von der Medizin an sich mußt Du ja keinen Abstand nehmen, wenn es Dich interessiert. Allerdings mußt Du Dich mit den "Umständen" (Schichten....) anfreunden können. Denke aber nicht, daß dies Dein Hauptproblem ist, hab eher das Gefühl, dass Dich momentan alles ankotzt.
Und das ist schade!!!!
Deshalb meine Meinung: Erkundige Dich über Alternativen wie PTA, MTA...(ist körperlich günstiger) ... und wenn es Dir zusagt, mach das (anstatt Pflege)!!!! Und dan kannst Du immernoch mit Spaß studieren, was Dich interessiert!
Viel Glück!!!
Shakespeareslady
09.05.2006, 20:58
sehr schön gesagt von euch beiden, danke!!! irgendwie bringts ihr es hier alle wirklich auf den punkt! :-top
Hab die Pflegeausbildung eben deshalb abgebrochen. Weil es mich unglaublich angeödet hat. Kann dir nur raten, nutze die Zeit sinnvoller!
Shakespeareslady
09.05.2006, 21:03
naja, anöden ist die eine sache, meine skoliose die andere..und momentan eher maßgebliche. und wenn ich nach 5 wochen schon fertig bin mit der welt..nee..
und wieder etwas kritisches: (dabei haebn wir uns ja soo lieb :-love ): ruh dich nicht auf deiner skoliose aus. denn als student/assisstent ist die jedem scheissegal. auch du wirst deswegen trotzdem die haken halten müssen oder ewigkeiten halbgebückt überm endoskop sitzen.. und dann ist kneifen unfein. :-)
aber jetzt backtotopic: wie war die info-veranstaltung australien?
die Frage ist doch eher die, wenn dich deine Skoliose so belastet, dass du schon nach 5 Wochen ans aufgeben denkst, kann man nicht sicher sein ob ein Medizinstudium das richtige für dich ist. Wie Bille schon gesagt hat, auch da gibt es einige Tätigkeiten die nicht gerade rückenschonend sind, die allerdings trotzdem erledigt werden müssen. Da nimmt dann auch keiner Rücksicht auf dich :-meinung
Da nimmt dann auch keiner Rücksicht auf dich :-meinung
Ich glaube ich habe bislang KEIN EINZIGES MAL über Beispiele und Alltagsberichte ect. von Praxisärzten gehört. Weder in diesem Forum noch in anderen. Mich würde mal interessieren wieso ihr immer die Arbeit im Krankenhaus anspricht?? Habt ihr ALLE vor nach dem Studium 35 Jahre im Krankenhaus zu arbeiten? Gibt es niemanden der eine eigene Praxis haben möchte?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.