Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium in Italien
Katarina1985
29.03.2006, 23:16
@Judith
hab mich hier umgesehen und mitbekommen, dass du auch so ziemlich alle Möglichkeiten ausschöpfst! Respekt! besser, als "herumzuhocken" und zu warten.
kein problem, wenn die pläne ernster werden, kannst du dich wirklich gern nochmal melden!
danke für die blumen :-)) . ich denke allerdings, dass rumsitzen einfach viel belastender wäre als was zu unternehmen. deswegen geh ich irgendwo einfach "den weg des geringsten widerstands".. wie wahrscheinlich viele andre auch hier. ;-)
wenn du sagst, dass du grad noch abi machst. gibt es dann nicht vielleicht die chance, dass du die 13. jetzt noch wiederholst, um dann eine ordentliche note zu kriegen? ich muss sagen, ich wäre dankbar, wenn man mich nochmal abi machen ließe. ich hab mir den blödsinn mit medizin nämlich erst NACH dem abi ausgedacht.. :-peng
aber darüber hast du ja bestimmt auch schon neachgedacht.
also dann, ich wünsch dir alles gute, viel erfolg und viel durchhaltevermögen! :-winky
judith
Katarina1985
30.03.2006, 12:21
Hi!
Nee, 13. kann und will ich net wiederholen, das steht fest, da stress ich mich lieber jetzt mit dem Studienplatz und geh nach Italien und was weiß ich noch was!
Judith, hast du vielleicht ne email addy? So dass ich dich anmailen könnte, wenn du dann in Italien bist :) :-dafür :-angel biiiteeee! schick mir einfach ne mail an
[email protected], falls du mal zeit hast! dann kann ich mich bei dir melden und schauen, was du so machst :-))
danke für den beistand :-))
klar ich schick dir gleich ne kurze mail. würd mich freuen, wenn du dich mal meldest, aber ich schau auch hier sehr regelmßig rein.
Hi,
dank der zahlreichen Beiträge hier habe ich schon einiges mehr erfahren, aber ein paar Fragen habe ich noch...
Ich würde gerne nächstes Jahr nach Italien gehen. Ich habe mit einem Italiener, der in Italien Medizin studiert gesprochen, der mir sagte man kann sich nur an einer einzigen Uni bewerben und der Test würde immer am 8.September stattfinden. Kann das jemand bestätigen? Da ich leider im September Examen habe kann ich unmöglich an diesem Termin in Italien sein. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit den Test-parallel zu dem in Italien-beim italienischen Konsulat o.ä. zu machen? Meine Italienisch-Kenntnisse sind bis jetzt noch sehr dürftig, ich möchte aber jetzt einen Sprachkurs belegen und dann die entsprechenden Bücher als Vorberitung für den Test bearbeiten. Einen Vorbereitungskurs kann ich nicht besuchen,aber für das Examen muss ich mich auch in Chemie, Physik etc. vorbereiten... bin ich damit ausgereichnet für den Test(vorausgesetzt ich kann überhaupt teilnehmen) gewappnet?? Vielen Dank schonmal. Tanti saluti;-)
hi! also, es ist richtig, dass man den staatl test nur an einer uni machen darf..die kannst du dir natürlich aussuchen. (es gibt auch noch private, da kannst du teil nehmen soviel du lustig bist natürlich) der test ist am 5. nicht am 8. (für medicina e chirurgia). das kann ich natürlich nur für dieses jahr sagen.. das genaue datum variiert jedoch von jahr zu jahr und kommt erst relativ spät raus, wenn ich das richtig verstanden habe..
mit der frage bzgl konsulat kann ich leider nicht weiterhelfen..
und bis nächstes jahr schaffst du das locker! wenn du tipps bezgl der sprachschulen brauchst oder sonstiges, melde dich!
grüße
judith
Hi,
dank der zahlreichen Beiträge hier habe ich schon einiges mehr erfahren, aber ein paar Fragen habe ich noch...
Ich würde gerne nächstes Jahr nach Italien gehen. Ich habe mit einem Italiener, der in Italien Medizin studiert gesprochen, der mir sagte man kann sich nur an einer einzigen Uni bewerben und der Test würde immer am 8.September stattfinden. Kann das jemand bestätigen? Da ich leider im September Examen habe kann ich unmöglich an diesem Termin in Italien sein. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit den Test-parallel zu dem in Italien-beim italienischen Konsulat o.ä. zu machen? Meine Italienisch-Kenntnisse sind bis jetzt noch sehr dürftig, ich möchte aber jetzt einen Sprachkurs belegen und dann die entsprechenden Bücher als Vorberitung für den Test bearbeiten. Einen Vorbereitungskurs kann ich nicht besuchen,aber für das Examen muss ich mich auch in Chemie, Physik etc. vorbereiten... bin ich damit ausgereichnet für den Test(vorausgesetzt ich kann überhaupt teilnehmen) gewappnet?? Vielen Dank schonmal. Tanti saluti;-)
hallo,
ich bin neu hier im forum und komme noch nicht so gut zurecht mit den sachen wie neues thema erstellen und so...
ich möcht nächstes jahr in rom medizin studieren: problem ist aber dass ich zwar den wunsch habe aber sonst nicht viel plan. an wen muss ich mich zuerst wenden um überhaupt unterlagen etc zu erhalten?
gruß daniel
Hallo Leute,
Ich interessiere mich auch für ein Medizinstudium in Italien und habe nun fast schon alle Themen, welche sich annähernd mit dem Thema beschäftigen, durchgesehen, und bin mir durchaus bewusst dass es dort auch nichts geschenkt gibt.
Ich hatte Italienisch in der Schule, und mache nun hier an einer Sprachschule auch nochmal einen Kurs, d.h. ich habe für den Alltag ausreichende Sprachkenntnisse.
Nun möchte ich ab 1.7. nach Perugia an die Ausländeruni, und 2 Monate nen Intensivsprachkurs belegen.
Nach meinen Informationen finden die Aufnahmetests jeweils am 1. September statt.
Nun stellt sich für mich die hauptsächliche Frage: Ist es zu schaffen, neben dem Sprachkurs, sich mit geeigneter Literatur in 2 Monaten auf den test vorzubereiten und diesen zu bestehen?
Vielleicht ist ja hier jemand der unten studiert und der mir weiterhelfen kann.
Viele Grüße
David
ennocent
04.02.2009, 11:36
Hi, ich lese ständig alle Threads durch über ein Medizinstudium im Ausland und nun hab ich interessehalber mal nach Italien geschaut.
Ich muss leider sagen, dass ich von Italien sehr enttäuscht bin. Ich habe von Januar 2007 bis Oktober 2008 in Padova gelebt. Ich hatte noch keine großen italienischkenntnisse doch hatte ich im ersten Jahr auch relativ viel Zeit. Ich habe dann angefangen mir einen Privatlehrer zu nehmen und mit vielen Italienern bin ich immer durch die Strassen gegangen usw. so, dass ich nach ca 6 Monaten schon einen relativ guten Level erreicht habe. Zusätzlich habe ich die Bücher zur "Prova di Ammissione" gepaukt und mir sämtliche Test aus den letzten Jahren ausgedruckt.
Im ersten Jahr hab ich dann die Medizinprüfung nicht geschafft, doch konnt ich in Bio rein. Ich hab mir gedacht, dass ich mit dem Biostudium praktisch für die Prova di Ammissione noch weiter lerne. Doch auch im zweiten Jahr hatte ich noch nicht mal den Horizont im Blick. Nun bin ich wieder in Deutschland und schaue nach anderen Alternativen.
Zur Prüfung selber:
Die Prüfung beinhaltet etwa 80 Aufgaben (30 Cultura Generale/Logica, 20 Biologia, 20 Chimica, 10 Mathematica/Fisica)
das Problem für die Ausländer stellt der Part der Cultura Generale dar. Hier kannst du Fragen bekommen, die du beantworten kannst (z.B. In welchem Jahr fand die Russische Revolution statt?) , du kannst aber auch Fragen bekommen, die du nicht beantworten kannst, wenn du nicht mindestens 10 Jahre in Italien gelebt hast (z.B. Von welchem Regisseur ist "Città dei ladri"?)
Diese Aufgaben stellen einen entscheidenden großen Teil und behindern somit die Europäer vom Eintritt in ein medizinisches Studium.
Italien ist wunderschön, doch kann ich keinem empfehlen dort Medizin anfangen zu wollen.
Man muss sich auch im klaren sein, dass in Italien der Prozess von Bologna so umgesetzt wurde, dass ALLE Europäer den gleichen Test machen und gleich behandelt werden. Die Nicht-Europäer hingegen haben ihren eigenen Test und konkurrieren unter sich.
Ich bin vorletztes Jahr als einer von zwei Europäern gegen die Italiener angetreten und letztes Jahr war ich sogar der einzige.
Dabei denkt man, dass sich Europa immer mehr annähert, dabei war es im 16.Jhd wesentlich einfacher für einen Deutschen in Italien zu studieren^^
Hi, ich lese ständig alle Threads durch über ein Medizinstudium im Ausland und nun hab ich interessehalber mal nach Italien geschaut.
Ich muss leider sagen, dass ich von Italien sehr enttäuscht bin. Ich habe von Januar 2007 bis Oktober 2008 in Padova gelebt. Ich hatte noch keine großen italienischkenntnisse doch hatte ich im ersten Jahr auch relativ viel Zeit. Ich habe dann angefangen mir einen Privatlehrer zu nehmen und mit vielen Italienern bin ich immer durch die Strassen gegangen usw. so, dass ich nach ca 6 Monaten schon einen relativ guten Level erreicht habe. Zusätzlich habe ich die Bücher zur "Prova di Ammissione" gepaukt und mir sämtliche Test aus den letzten Jahren ausgedruckt.
Im ersten Jahr hab ich dann die Medizinprüfung nicht geschafft, doch konnt ich in Bio rein. Ich hab mir gedacht, dass ich mit dem Biostudium praktisch für die Prova di Ammissione noch weiter lerne. Doch auch im zweiten Jahr hatte ich noch nicht mal den Horizont im Blick. Nun bin ich wieder in Deutschland und schaue nach anderen Alternativen.
Zur Prüfung selber:
Die Prüfung beinhaltet etwa 80 Aufgaben (30 Cultura Generale/Logica, 20 Biologia, 20 Chimica, 10 Mathematica/Fisica)
das Problem für die Ausländer stellt der Part der Cultura Generale dar. Hier kannst du Fragen bekommen, die du beantworten kannst (z.B. In welchem Jahr fand die Russische Revolution statt?) , du kannst aber auch Fragen bekommen, die du nicht beantworten kannst, wenn du nicht mindestens 10 Jahre in Italien gelebt hast (z.B. Von welchem Regisseur ist "Città dei ladri"?)
Diese Aufgaben stellen einen entscheidenden großen Teil und behindern somit die Europäer vom Eintritt in ein medizinisches Studium.
Italien ist wunderschön, doch kann ich keinem empfehlen dort Medizin anfangen zu wollen.
Man muss sich auch im klaren sein, dass in Italien der Prozess von Bologna so umgesetzt wurde, dass ALLE Europäer den gleichen Test machen und gleich behandelt werden. Die Nicht-Europäer hingegen haben ihren eigenen Test und konkurrieren unter sich.
Ich bin vorletztes Jahr als einer von zwei Europäern gegen die Italiener angetreten und letztes Jahr war ich sogar der einzige.
Dabei denkt man, dass sich Europa immer mehr annähert, dabei war es im 16.Jhd wesentlich einfacher für einen Deutschen in Italien zu studieren^^
Das hatte ich doch alles schon geschrieben :-?
Auch, daß die Italiener den anderen europ. Studenten gleichgestellt werden, es also keinen Ausländerbonus gibt...
Ich verstehe deinen letzten Satz nicht so ganz...wenn wir doch in Europa leben, sollten die Bedingungen für alle gleich sein , wieso dann also einen Bonus für europ. Ausländer??
Ja, es ist nicht einfach in Italien Medizin zu studieren, vielleicht war es dies vor 25 Jahren mal... :-oopss
Was machst du denn nun in Deutschland? Hast du schon eine Alternative?
LG Stefy
ennocent
05.02.2009, 17:44
Mit dem letzten Satz meine ich, dass es schon eine Uralte Tradition war, dass schon vor dem 16 Jhd. regelmäßig Studenten von der anderen Seite der Alpen kamen um in den großen freien Universitäten zu studieren. Natürlich war es damals schwieriger dort hin zu kommen, doch wenn man das jetzt ins Verhältnis setzt mit der heutigen Situation, dass wir uns immer mehr einem Staatenbund annähern und doch solche Barrieren aufgebaut werden, dann empfinde ich das nicht direkt als Vorteil. Man sieht ja sofort was dabei raus kommt- Früher war Italien das Kulturzentrum und heute wird es nur noch als Touristenziel genutzt.
Natürlich sollten alle gleich gestellt sein, doch kann man das in verschiedenen Kulturkreisen nicht so schaffen. Meiner Meinung nach sollte man ein Kontingent an Muttersprachlern und eines an Ausländern haben. Und dann werden daraus die Studenten entnommen.
Es sollte ganz fair zugehen- und wieso sollten unbedingt die Nicht-Europäer einen Vorteil genießen? Ich steiger mich schon wieder viel zu tief rein. Ich habe ja jetzt das Thema Italien abgeschlossen.
Was ich nun mache? Hmm- gerade läuft ne Bewerbung für eine Ausbildung zum Krankenpfleger (bekomme in ner Woche bescheid) und ich mache gerade die Bewerbungen für Ungarn fertig ;)
ok, aber umgekehrt geht es ja auch nicht fair zu, oder haben die Italiener mit dem Medizinertest oder NC bessere Chancen in D zu studieren , als die Deutschen in I? :-nix
Und die außereuropäischen Studenten dürfen zwar Medizin studieren (und die Aufnahme wird ihnen leichter gemacht) ,aber nach dem Studium dürfen sie NICHT in Italien arbeiten, weil sie keine volle Approbation bekommen...so nach dem Motto: war nett mit euch , aber nun husch,husch nach Hause :-?
Früher wurde es den Deutschen leicht gemacht, in Italien zu studieren, es gab keine NC und alles war gut...heute sind die Plätze rar und deswegen wird es allen schwer gemacht und das trifft die Deutschen eben härter als die Ghanesen ( oder wen auch immer...).
ich finde, Italien ist immer noch Kulturzentrum :-meinung
Wünsche dir viel Erfolg und alles Gute!
LG Stefy
ennocent
06.02.2009, 14:27
hmm- da hast du unter Umständen Recht. Ich vertrete zwar die Meinung, dass die Auswahl nach dem NC in Deutschland, den Eintritt von Ausländern einfacher gestaltet, als ein solcher Test, wie er in Italien Verwendung findet
(der NC beruht ja auf Schulnoten, die du in deiner eigenen Schule in deiner Muttersprache gemacht hast und der Test bewirkt bei Ausländern ein sprachliches und kulturelles Handicap), doch steht meine Ansicht gebenenfalls auf subjektiven Standfüssen.
Italien ist immernoch als ein Kulturelles Zentrum anzusehen, jedoch weitestgehend nur für die Vergangenheit. Ich meinte eher damals die Gegenwart.
Heutzutage trifft, denke ich, dieser Begriff auf Italien nicht mehr zu. Ich weiß ja nicht wie gut du dich im Land und bei den Leuten dort auskennst, zumindest habe ich einen solchen Eindruck bekommen, der mir auch von vielen Italienern selbst betätigt wurde.
aber diese ganze Sache wird langsam Offtopic^^
hmm- da hast du unter Umständen Recht. Ich vertrete zwar die Meinung, dass die Auswahl nach dem NC in Deutschland, den Eintritt von Ausländern einfacher gestaltet, als ein solcher Test, wie er in Italien Verwendung findet
(der NC beruht ja auf Schulnoten, die du in deiner eigenen Schule in deiner Muttersprache gemacht hast und der Test bewirkt bei Ausländern ein sprachliches und kulturelles Handicap), doch steht meine Ansicht gebenenfalls auf subjektiven Standfüssen.
Italien ist immernoch als ein Kulturelles Zentrum anzusehen, jedoch weitestgehend nur für die Vergangenheit. Ich meinte eher damals die Gegenwart.
Heutzutage trifft, denke ich, dieser Begriff auf Italien nicht mehr zu. Ich weiß ja nicht wie gut du dich im Land und bei den Leuten dort auskennst, zumindest habe ich einen solchen Eindruck bekommen, der mir auch von vielen Italienern selbst betätigt wurde.
aber diese ganze Sache wird langsam Offtopic^^
früher gab es doch mal den Medizinertest in Deutschland, den hätte auch kein ausländischer Student bestanden ohne Vorbereitung etc...das ist jetzt das Gleiche in grün in Italien...
Zum Land und Leute: ich bin Halbitalienerin und habe 5 Jahre in Italien gelebt und studiert.. ;-)
Aber jeder hat eben andere Erfahrungen gemacht...
LG
Hallo liebe Leute!
Ich finde Eure Diskussion über Europäer und Nicht-Europäer echt lustig! Wenn ich bösartig wäre, würde ich sagen kleinkarriert. Ich bin beides, halbe Europäerin, halbe Asiatin. Und was macht Ihr jetzt mit mir???? Wenn Ihr in ein anderes Land geht, seid Ihr auch Ausländer. Und heutzutage ist es NORMAL in ein anderes Land zu gehen!! Da sollte man nicht mehr in Inländer und Ausländer denken. Für die einen schwerere und die anderen leichtere Prüfungen. Das zeugt irgendwie von Minderwertigkeitskomplex. Und diese Einstellung findet man nur in Europa: in Asien wird jeder nicht Einheimische mit offenen Armen empfangen und besser behandelt. Meine Mutter hat ein paar Jahre in England gelebt, danach in Wien und danach in Persien. Sie hatte dort als Europäerin NIE Probleme. Im Gegenteil: die Leute haben sie immer zuvorkommender behandelt als einen Einheimischen. Weil man Gäste, Ausländer GUT behandeln muß. Schließlich gibt man so auch ein Bild von sich selbst ab!
Was Italien betrifft: ich habe den Tirucinio und esame di stato in Bologna gemacht. Ich habe es wegen meinem Freund gemacht. Er ist aus Capri. Als ich in den Ferien kennengelernt habe, haben wir uns nur mit Händen und Füßen verständigt. Ein Jahr später habe ich dann die Staatsprüfung gemacht. Ich habe 6 Monate für die Prüfung gelernt. Die alten Fragen und danach die neuen. Bei mir waren 5500 Fragen. 2 x 90 Fragen. Von 180 Punkten hatte ich 178. Ich hatte KEIN Vitamin B, habe alles selbst geschafft. Ich habe gelernt und gearbeitet und es ging trotzdem. Es ist machbar, auch wenn man nicht so gut Italienisch spricht. Ich habe NIE einen Sprachkurs gemacht, alles was ich kann, habe ich durch meinen Freund gelernt. Und ich habe mittlerweile alle meine medizinischen Bücher auf italienisch.
Ich liebe die Italiener. Sie sind uns Orientalen am ähnlichsten. Sie wissen zu leben.
Hallo liebe Leute!
Ich finde Eure Diskussion über Europäer und Nicht-Europäer echt lustig! Wenn ich bösartig wäre, würde ich sagen kleinkarriert. Ich bin beides, halbe Europäerin, halbe Asiatin. Und was macht Ihr jetzt mit mir???? Wenn Ihr in ein anderes Land geht, seid Ihr auch Ausländer. Und heutzutage ist es NORMAL in ein anderes Land zu gehen!! Da sollte man nicht mehr in Inländer und Ausländer denken. Für die einen schwerere und die anderen leichtere Prüfungen. Das zeugt irgendwie von Minderwertigkeitskomplex. Und diese Einstellung findet man nur in Europa: in Asien wird jeder nicht Einheimische mit offenen Armen empfangen und besser behandelt. Meine Mutter hat ein paar Jahre in England gelebt, danach in Wien und danach in Persien. Sie hatte dort als Europäerin NIE Probleme. Im Gegenteil: die Leute haben sie immer zuvorkommender behandelt als einen Einheimischen. Weil man Gäste, Ausländer GUT behandeln muß. Schließlich gibt man so auch ein Bild von sich selbst ab!
Was Italien betrifft: ich habe den Tirucinio und esame di stato in Bologna gemacht. Ich habe es wegen meinem Freund gemacht. Er ist aus Capri. Als ich in den Ferien kennengelernt habe, haben wir uns nur mit Händen und Füßen verständigt. Ein Jahr später habe ich dann die Staatsprüfung gemacht. Ich habe 6 Monate für die Prüfung gelernt. Die alten Fragen und danach die neuen. Bei mir waren 5500 Fragen. 2 x 90 Fragen. Von 180 Punkten hatte ich 178. Ich hatte KEIN Vitamin B, habe alles selbst geschafft. Ich habe gelernt und gearbeitet und es ging trotzdem. Es ist machbar, auch wenn man nicht so gut Italienisch spricht. Ich habe NIE einen Sprachkurs gemacht, alles was ich kann, habe ich durch meinen Freund gelernt. Und ich habe mittlerweile alle meine medizinischen Bücher auf italienisch.
Ich liebe die Italiener. Sie sind uns Orientalen am ähnlichsten. Sie wissen zu leben.
So, jetzt muß ich meinen Senf auch nochmal dazugeben...
Irgendwie lese ich in deinem Posting einen touch von Überheblichkeit, wenn ich mir irren sollte, dann entschuldieg bitte.
Das Staatsexamen in Italien ist jetzt auch auf MC Fragenn umgestellt, früher musste man eine mündliche Prüfung machen und eine praktische Prüfung am/mit Patienten...das finde ich einen gewaltigen Unterschied und dazu muss man leider Gottes eben doch italienisch sprechen können , und nicht nur etwas...und man lernt auch ganz anders auf eine mündliche Prüfung ,als auf MC Fragen...soviel zu dem Thema..
Tja, und so Gott will bin ich Halbitalienerin und fühle mich in Deutschland auch oft genug als Ausländerin,zumal ich keinen deutschen Namen habe und bei uns im Ort heisst es "die italienische Ärztin"...ich muß jedes Mal sehr schmunzeln,habe aber auch oft sehr schlechte Erfahrungen bei Behörden und Co machen müssen...In Italien war ich aber auch des öfteren "die deutsche Studentin"..aber negative Erfahrungen gab es so gut wie nie..
Im Übrigen bin ich sicherlich die Letzte, die kleinkarriert sei:-?
Wo arbeitest du denn nun? In Deustchland oder Italien?
LG Stefy
Ehemaliger User 05022011
24.02.2009, 07:52
Ich habe NIE einen Sprachkurs gemacht, alles was ich kann, habe ich durch meinen Freund gelernt.
da bestätigt sich doch wieder mal die alte Weisheit, dass man eine fremde Sprache am besten "im Bett" lernt
malsebas
01.09.2009, 15:15
Ich wollte noch ein paar Informationen zu dem Zulassungstest geben. Etwas was weiter vorne in diesem Thema wurde vermutet dass man nachdem man sich in Pharmazie eingeschrieben habe nach einem Jahr automatisch in Medizin wechseln könnte ohne den Test zu machen. Ich habe mich bei der Uni Leitung in Modena darüber informiert und die sagten mir das sei auf keinen Fall möglich und ich sollte das wenn möglich auch so weitergeben…es ist lediglich so dass auch viele Italiener die Tests nicht beim ersten Mal bestehen und sich daraufhin in Pharmazie oder Biologie einschreiben, um den Test im nächsten Jahr noch einmal zu probieren.
Dieses Jahr werden wohl auf jeden Platz circa 10 Bewerber kommen, wobei die Zahlen je nach Uni leicht variieren. Der Verlag „Alpha Test“ verkauft Bücher die man über das Internet bestellen kann. Außerdem kann man im Internet die Tests der letzten Jahre einsehen (accessoprogrammato.miur.it/2008/). Die Tests sind jedes Jahr an allen Unis am gleichen Tag.
Ich spreche bereits sehr gut Italienisch und habe Biologie auf Diplom studiert und komme trotzdem nicht auf die Mindestpunktzahl die nötig wäre um zu bestehen. Dies liegt vor allem an den „Kulturfragen“ und auch die restlichen Fragen sind alles andere als einfach meiner Meinung nach, allerdings habe ich noch nicht wirklich dafür gelernt und auch keinen extra Kurs dafür gemacht.
carlottina
17.09.2009, 10:43
Hallo ihr Lieben,
ich konnte leider nicht alle Beiträge durchlesen, aber sie beziehen sich doch immer auf ein ganzes Studium in Italien, oder?
Denkt ihr, es ist auch möglich, nur ein Semester dort zu verbringen?
oder sind die Studien noch so unterschiedlich, dass das nicht kompatibel ist?
Ich würde so gerne 1 Semester nach Roma/Bologna/Padova gehen.
Woher kommt denn eure Motivation, nach Italien zu gehen /gegangen zu sein?
liebe Grüße
dreamchaser
17.09.2009, 17:59
Ich war ein Semester in Bologna, allerdings war ich im 10. Semester schon scheinfrei und wartete eben aufs PJ. Am besten geht das über Erasmus - du legt deinen Lernplan fest und der wird dann von den Italienern und deiner Uni abgesegnet, oder entsprechend verändert. Das Studium ist aber sehr viel theoretischer!!!!
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