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Werwolf
27.03.2006, 18:49
Wenn es einen vorgefertigten Brief gibt und man maschinenschreiben kann, geht sowas viel viel schneller als diktieren.



Irgendwie bezweifle ich das. (OK, ich kann natürlich nicht rasend schnell tippen. Aber auch wenn ich die Tippgeschwindigkeit einer Supersekretärin hätte, könnte ich immer noch schneller quatschen als tippen :-D ;-) )
Außerdem kann beim Diktieren - jedenfalls wenn man ein tragbares Gerät hat- auch noch labernderweise durch die Gegend laufen und die Planetten/Befundzettel/etc. suchen, deren Inhalte man auch noch brieflich verwursten muß.

Ich habe meinen vorgefertigten Brief im Kopf und diktiere den in verschiedenen Variationen mittlerweile echt rasend schnell runter. Allerdings kostet das Korrekturlesen je nach Sekretärin manchmal doch ärgerlich viel Zeit...
Dennoch- ich bin der Meinung, daß man mit Diktieren und Korrekturlesen unter´m Strich immer noch schneller ist als mit selber schreiben. Auch wenn man anerkannter Schnelltipper ist. :-D

(Und was wäre eine Arbeitswoche ohne einen Granatentippfehler der Sekretärin, an dem man sich erfreuen oder wahlweise auch verzweifeln kann... :-D :-D :-D )

Muriel
27.03.2006, 19:04
Bei uns werden einfache Standardbriefe (Cat z.B.) vom Nachtdienst in einer Maske getippt, sprich es müssen nur noch Angaben wie welches Auge, welche Lisne, Visus... ergänzt werden. Alles andere wird vom Tagdienst diktiert. Montag Nachmittags diktieren, Dienstag morgens gegen 9h ist alles spätestens von unseren super netten und flotten Schreibdamen getippt, so dass der Patient spätestens um halb 10 stiefeln gehen kann. Sehr gut ist, dass die getippten Briefe im kliniksinternen Nezt stehen, so dass ich sie mir dort aufrufe, eben drüberlese, evtl etwas ergänze und sie dann ausdrucken kann, so dass ich nicht eine von Hand korrigierte Fassung wieder ins Sekretariat bringen muss, so geht alles bedeutend schneller :-)
In der Ambulanz hat man pro Assi etwa 15 Patienten am Tag. Deren Briefe werden am Nachmittag diktiert und am nächsten/übernächsten Tag dann korrigiert und dann losgeschickt.
Alles in allem haben wir, denke ich, ein ziemlich gut funktionierendes System. Und Diktieren ist beweitem schneller als Schreiben!

Acin75
03.09.2007, 01:42
Mein ehemaliger Chef hat das Problem erkannt und eine Vorlage geschrieben die echt hilfreich ist. Vielleicht hilft sie euch weiter?:

Aufbau eines (Chirurgischen) Briefes aus einem Haus der Grund- und Regelversorgung
Diagnose:

Therapie:
(OP.... am...2007)

Verlauf:
Die Aufnahme des Patienten erfollgte wegen/aufgrund/zur/notfallmäßig......etc.(kurze Anamnese)
Bei der körperlichen Untersuchung fand sich (Befunde...)
In der Röntgen-/Sonographischer Unersuchung zeigte sich...(Befunde...)

Nach adäquater präoperativer Vorbereitung konnte o.g. Eingriff komplikationslos durchgeführt werden.
Intraoperativ fand/zeigte sich..... (Op-Befund)
Daraufhin wurde....("prozedur").....
Der weitere stationären Verlauf gestaltetes sich komplikationslos / Im weiteren stationären Verlauf entwickente der Patient....
Die Drainagen konnten am 2., und die Fäden am 12., postoperativen Tag entfernt werden.
Der Patient/ Die Pateintin ist krankengymnastisch beübt worden...(nur von Belang wenn an Muskulo-Skeletalen System operiert)
Der Patient/ Die Pateintin ließ sich gut an UA-Gehstüzen mobilisieren
Kostaufbau velief... (nur von Belang wenn am Darm operiert)
Die Wundheilung verlief (soweit) primär.
Bei Entlassung bestanden reizlose Wundverhältnisse. (Das sind sie IMMER :-) )


Procedere:
KG
Belastung etc.
Fäden? wann ex?
AU... bis wann? /AHB....Bis wann ?
Wiedervorstellung in Ambulanz

Medikamente:
(Thromboseprophylaxe u. analgetische Bedarfsmedikation nicht vergessen)

Kackbratze
03.09.2007, 05:14
Mir wurde die analgetische Bedarfsmedikation mehrfach um die Ohren gehauen, weil wir Patienten ohne Schmerzen entlassen.
Die, die noch Analgetika bekommen sind Krebspatienten...

Aber ich denke mal, sowas ist dann echt eine Feinheit, die je nach Chef und Station anders gehandhabt wird...

Acin75
03.09.2007, 17:04
und nach region wohl gemerkt. In manchen ländlichen Orten sind die Hausärzte dermaßen - noch- verwöhnt, daß die sich tatsächlich beschweren wenn wir nach einer ASK KEINE KG verschreiben. Ich bete, daß diese geldgierigen Säcke von der fläche verschwinden, wenn 2008 die niederlassungs(un)freiheit fällt.

facialis
24.07.2008, 12:45
eine frage: manche ärzte lassen doch ihre briefe auch durch ein spezialisiertes unternehmen schreiben. bei so einem unternehmen habe ich nächste woche ein vorstellungsgespräch für einen nebenjob. nun meine frage, wie habe ich mir das eigentlich vorzustellen? der arzt gibt an, was gemacht wurde und ich muss es dann ausformulieren? dann kann er das ja auch selbst schreiben...der job is bestimmt ganz cool, dann kann ich in der vorklinik schon mal lernen, sowas zu schreiben, aber ich verstehe irgendwie nicht den sinn, warum ärzte das nicht selbst machen...
meint ihr, mein vorklinisches spärliches medizinisches wissen reicht, um den job machen zu können?

danke euch!

Chaoskätzchen
24.07.2008, 13:36
hmm.. das was du meinst.. sind schreibbüros..

das heißt, der arzt diktiert den brief.. und du schreibst ihn einfach runter..

da ist nicht viel mit selbst formulieren.. und gestalten.. auch wenn gerade das im stationsalltag so manches schmunzeln zaubert..

von daher.. wenn du der rechtschreibung mächtig bist.. und dich nach und nach ins fachchinesisch eingearbeitest.. braucht man dafür kein medizinstudium..

Solara
04.12.2012, 18:34
Wow, altera,
2 Beiträge, 2x den selben Link in Uralt-Threads gepostet - ein Schelm, wer böses denkt ...

Edit: Ich bin beeindruckt, wie schnell Werbung gelöscht wird ;-) ...

Coxy-Baby
04.12.2012, 18:35
Habs schon als Spam gemeldet...... War mir zu plump...

Solara
04.12.2012, 18:36
Ah, siehste, deshalb ging das bei mir schon nicht mehr mit dem Melden.

Muriel
04.12.2012, 18:51
Aber brav mitgedacht ;-)