Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium mit zwei kleinen Kinder
Ach, was für nette Sachen liest man hier:
Komisch dass ich solche Horror-Berichte immer nur im Internet lese.."rl" wird mir zwar bestätigt dass es hart und entbehrungsreich ist, aber sowas wie hier..
Löffelchen spitzen, Hirn einschalten bitte. Falls du dir nichts wirklich schlimmes unter "hart und entbehrungsreich" vorstellen kannst, dann helfe ich dir: es bedeutet, für mehrere Semester (oder fast ganz) seine Hobbys aufzugeben, wenn es wirklich hart auf hart kommt, auch aufs Privatleben, Sport, etc. zu verzichten, dich mit deinem Freund/Freundin darüber noch zu zerstreiten, schon im ersten Semester Summen im hohen vierstelligen Bereich zu investieren.....und es unter Umständen nicht schaffen. Dir nicht schlimm genug? Streng' ruhig deine Phantasie an. "Hart und entbehrungsreich" ist in dem Falle KEINE Floskel.
Ihr tut mir irgendwie leid, dass ihr nicht den Mumm hattet abzubrechen und was neues anzufangen als es noch nicht zu spät war.
Sich darüber auszulassen ist natürlich einfacher, aber ich will hier niemanden richten, vor allem weil ihr ja dazu aufgefordert wart ;).
Ich HATTE den Mumm. Hier tust DU mir leid.
Ich muss gestehen, daß ich mich gewaltig am Riemen reißen muß, dein Posting nicht als Affront aufzufassen...
Ging mir genauso. Bis ich begriffen habe, daß es kein Affront, sondern lediglich verbale Diarrhö ist.
Das Posting ist nicht als Angriff gemeint, also lasst euren Frust/Stress nicht an mir aus, dankeschön.
Tut keiner hier. Das TPK wartet schon auf dich.
Ich hatte den Beitrag in ziemlicher Eile geschrieben, und war mir bewusst dass man ihn auch falsch auffassen könnte, weshalb ich extra jenen Satz darunter schrieb. Entschuldige mich im Nachhinein dafür.
Schade dass hier von manchen nur mit Aggression darauf reagiert wird, aber na ja, Internet halt, gell?
@Newlixx
Mir ging es in meinem Post nicht darum irgendwelche Meinungen zu widerlegen, sondern darum eine Gegendarstellung zu den hier beschriebenen Dystopien zu geben. Ich wollte damit nicht eure Erfahrungen anzweifeln, sondern sagen dass es von Student zu Student und von Uni zu Uni unterschiedlich ist.
(...) sondern sagen dass es von Student zu Student und von Uni zu Uni unterschiedlich ist.
Es hat niemand gesagt, dass es an jeder Uni genauso abgeht, wie es hier beschrieben wird. Es sind natürlich immer nur die absoluten Knaller, die hier gebracht werden.
Aber ob Du sie in TPK, Phantom oder wegen mir auch Biochemie oder Physiologie erlebst oder in anderen Fächern, ist recht egal. Fakt ist, dass jeder sie erleben wird.
Sehe es einfach einmal als Hinweis auf das, was Dich erwartet, wenn Du jemals mit dem Studium anfängst bzw. mal ein wenig weiterkommst und ohne die Ersti-Brilli zurückblickst.
Oh mann, hier herrscht wirklich langsam dicke Luft. Dabei wollte das wohl niemand. Ich als Studienanwärter z.B. war nur an einer Schilderung der Schwierigkeiten im Studium interessiert.
Ich glaube was die meisten Anfänger (mich zumindest) etwas verunsichert, ist dass die Schilderungen so einseitig emotional rüberkommen.
So ungefähr 98% der Horrormeldungen ließen sich nämlich auch so darstellen:
"Die Professoren, Assistenten und Kommilitonen sind Schweine, deren Terror es auszuhalten gilt."
Ich glaube soetwas wurde auch schonmal in einem anderen Thread diskutiert, wo jemand fragen wollte auf was für Härten er sich einstellen sollte und zur Antwort nur lange und pointierte Schilderungen über den verdorbenen Charakter einzelner (oder sagen wir lieber ALLER) Assistenten und Studi-Kollegen bekam.
Da regt sich glaube ich in jedem von uns, ders noch nicht selber erlebt hat automatisch der Gedanke:
"Moment mal, ist sowas nicht völlig abhängig von den jeweiligen beteiligten Personen? Wie kann es sein dass alle Probleme aller Zahnis auf asoziale Kollegen zurückzuführen sind?? Gibt es dort mehr Charakterschweine als sonstwo? Oder wird einfach nur viel zu viel Wind gemacht?"
Und dann kommt natürlich immer das "Aldi-Kassiererin"-Argument dazu, hier im Thread noch garniert mit einer stark untertriebenen Gehaltsangabe für Assistenten von nur 1400€.
Dabei ist jedem bewusst, dass die Assistentenzeit nur 2 Jahre beträgt und der Lohn in dieser Zeit im Durchschnitt über 2000€ liegt.
Vergleiche das mit dem Lohn eines naturwissenschaftlichen Doktoranden, seine Dissertation nicht in ein Paar Wochen Schreibarbeit während der Semesterferien zusammenstellen kann, sondern nach vollendetem Studium noch einmal 3-4 Jahre investieren kann.
Wenn sowas also der Stil der Argumentationsketten ist, dann fühlt sich der Ersti-Anwärter etwas verwirrt, weil es mehr nach emotionaler, negativer Stimmungsmache klingt, als nach hilfreichen Tipps.
Ich denke, so lässt sich dann auch die Auseinandersetzung mit Sawyer erklären.
(...)
Ich glaube soetwas wurde auch schonmal in einem anderen Thread diskutiert, wo jemand fragen wollte auf was für Härten er sich einstellen sollte und zur Antwort nur lange und pointierte Schilderungen über den verdorbenen Charakter einzelner (oder sagen wir lieber ALLER) Assistenten und Studi-Kollegen bekam.(...)
Genau an Deiner Aussage merkt man doch, dass es nicht unbedingt an denen liegt, die es schreiben, sondern an denen, die von Sachen reden, von denen sie eben keine Ahnung haben können, weil sie es noch nie miterlebt haben.
Wenn hier Leute Dinge schildern, sind es Dinge, die sie erlebt haben. Dass irgendjemand von denen sagt, dass das genauso an allen Unis ist und auf alle Studenten zu beziehen ist, wird nicht gesagt.
Denn das machen die Leute, die hier sind und noch nicht einmal studieren bzw. gerade mal zwei WOchen dabei sind und sich Dinge hinzuerfinden oder -denken, wie Du das auch tust, und dann auf einmal ellenlang über so einen "scheiß" herumreiten.
In Zukunft sollten man vielleicht einen "FSK 1. klin. Semester" Thread aufmachen, damit man sicher gehen kann, dass es der jungen Seele eines nicht Zahnis oder eines Zahni Erstis nicht schadet !
Knockout_Mouse
16.04.2006, 17:59
Also zunächst mal gefällt mir, daß du ein paar versöhnliche Worte anstimmst. Ich stimme dir auch in den meisten Punkten zu und kann sehr gut den Eindruck nachvollziehen, den die deutlich emotional gefärbten Schilderungen auf Studiumsinteressenten machen.
Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, daß ich unwillkürlich zynisch oder im schlimmsten Fall polemisch werde, wenn meine Schilderungen relativiert oder mit trivialen Feststellungen à la "das ist doch charakterabhängig!" kommentiert werden, zumal dabei "Blinde über Farbe" sprechen wollen.
Um das Kind mal beim Namen zu nennen:
Der Ersti-Anwärter darf ruhig wissen, daß 95% der Zahnmedi-Studs. häufig einen feuchten Fuzzi auf ihr Studium geben, meistens mit dem Rücken zur Wand stehen und schneller altern, als der Rest der Welt. Dort wird nunmal mitunter die schlechtere Hälfte des menschlichen Charakters hervorgebracht - sowas passiert in Chefetagen großer Firmen allenthalber, aber eben selten in einem anderen Studiengang (und sicher nicht bei ALLEN).
Um es mal (teilzensiert) mit den Worten eines unserer Klosprüche zu sagen: "Die Zahnklinik ist wie ein Puff! Wirst gef...t und darfst noch dafür zahlen!".
Wenn nach einer aufrichtigen Meinung gefragt wird, darf man sich eben im nachhinein nicht über deren emotional temperamentvollen Tonfall ereifern.
Hier soll niemand verschreckt oder eingeschüchtert werden, aber die meist zum Himmel schreienden Sauereien in diesem Studium qualifizieren eben kaum für eine sachliche Auseinandersetzung - das ist nunmal EMOTIONAL, was denn sonst!?
Der Tipp, den ich (rückwirkend) gerne vor meinem Studium gehört hätte, wäre gewesen: "Laß die Finger davon!". Aber da sowas mich auch nicht aufgehalten hätte, sage ich lieber: "Rechnet mit dem Schlimmsten und hofft aufs Beste".
Fügsame, ausgeglichene Menschen, chronische Optimisten und Schlitzohren gehen vielleicht durchs Studium wie durch Butter - die meisten anderen packt der Frust, werden mürbe oder fangen das Heulen an.
"Stellt euch darauf ein" lautet die Devise. Wem das sauer aufstößt, gehört vermutlich zur letzteren der oben genannten Gruppen.
Gut gelaunt,
MOUSE
Nun, damits allen gutgeht, hier auch mal ein paar Sätze von mir----
1. Es gibt auch nette MitStudis... ja ich kenne sogar ein paar davon *schäm* ;-)
2. Einige Assis sind auch ganz nett... mir sind sogar mal ein paar begegnet, momentan sogar recht häufig... :-((
3. Und sogar einige OA sind Menschen... die grüßen sogar mal morgens wenn man sie trifft :-party
und ich meine es sogar mal wirklich ernst.. wobei mir auch der negativfall bei jedem der 3 Punkte bekannt ist... einige kann man versuchen zu umgehen, bei anderen ist das schon etwas schwieriger ich gebs zu...
So... und jetzt geh ich Party machen---! Ohh das hätte ich fast vergessen-- ja manchmal kann man auch das zeitlich hinbekommen
LG ZMEDI :-party
Halitosis
16.04.2006, 22:37
Bin mit " Freude " auf diesen recht interessanten Beitrag gestossen. Mein Zahnmedizinstudium liegt nun schon einige Jahre zurück, dennoch wird dieses Marthyrium nie mehr aus meinem kranken Hirn zu tilgen sein. Denn eins muss gesagt werden, wer dieses alles durchlitten hat, wird ein anderer Mensch sein.
Nie wieder bin ich auf so viel Bosheit, Hinterlistigkeit, Intrigen und Abscheu gestoßen wie in dieser Studien-Leidenszeit.
Wer das Spielchen die Reise nach Jerusalem kennt, dem dürfte auch das Zahn
medizinstudium vertraut werden. Dieses System hat alle Abartigkeiten und Böswilligkeiten des menschlichen Seins an die Oberfläche befördert . Ich weiss nicht wieviele Kurse, Testate und Scheine ich in meiner Studienzeit machen musste, aber es war jeder ein Kampf-du allein gegen alle. Das Prinzip war eigentlich fast immer identisch : zu wenig Kursplätze, zu wenig Assis, zu wenig dies oder das für alle Studenten. Egal wie gut man also war, die Luft oben wurde dünn...
Ich möchte euch auch gar nicht langweilen mit irgendwelchen Details, aber ich kann nur sagen , alles was ich hier gelesen habe, "durfte" ich am eigem Leib durchleiden. Da wurden Drucktöpfe geöffnet, nur um seine Prothese auch noch reinzuquetschen, oder einfach mal so, um selber einen Vorsprung zu haben. Da " verschwanden " ganze Muffeln mit Goldarbeiten von Patienten, für den Schaden musste man natürlich selber aufkommen und zusätzlich brachte es einem Ärger mit den Assis und Profs, weil so was nicht geschieht, was nicht geschehen darf. Da wurde beim Anstiften noch mal absichtlich mit einem heissen Instrument über die Kaufläche ( das ging noch) oder über den Kronenrand gegangen ( das ging dann nicht mehr) oder es verschwand ein " schöner Wachstropfen versehentlich in einer Krone oder Brücke....
Ich weiss nicht, wieviele Wachsmesser, Gibsmesser , Instrumente ich doppelt, dreifach, zehnfach kaufen musste, weil sie plötzlich verschwanden. Aber auch von Seiten der Klinik wurde dieser "Verdrängungskampf" gefördert. In sämtlichen Kursen wurden zu wenig Hilfsmittel zu Verfügung gestellt, ob es sich um Modellköpfe handelte oder um irgendwelche Gebisse, um Küvetten, Modellschablonen, Behandlungseinheiten, Praktikumsplätze.....
Mit jedem Semester wurden die Ellenbogen spitzer und spitzer. Ganz schlechte Karten hatte man, wenn man einen Assi gegen sich hatte, dann musste man ebend mal einen Kurs 2,3.... mal machen oder so lange, bis man aufgab. Ich weiss nicht warum, aber die Assistenten waren auch alle gefrustet, keine Lust auf dieses System, in dem sie auch ständig Druck von oben bekamen und den nach unten weiterleiteten, zu wenig Geld, keine Perspektive in dem Beruf....
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Nach dem Studium dachte ich noch alles wird gut, aber nein es kam ja noch die Assizeit. Unterbezahlt, ausgepresst und ausgelaugt... . Der Beruf macht sehr viel Spass, aber die Umstände sind einfach nur widerwärtig. Wer in dieser Zeit einen netten, hilfsbereiten Zahnarzt findet, der einen nicht nur als Arbeitssklave betrachtet, um mit dem Arsch an die Wand zu kommen,hat sehr großes Glück gehabt. Du musst alles können, 50 Jahre Beruferfahrungen mitbringen, 24 Stunden ohne Lohn arbeiten und am besten noch, sich in die kurz vor dem Ruin stehende Praxis einkaufen...
Geld sollte in dieser Zeit eigentlich keine Rolle spielen, aber ich kenne sehr viele, die für nichts oder für einen Hungerlohn gearbeitet haben.
Und wenn ich mir so die Gesundheitspolitik ansehe, ahne ich,was da kommen wird, auch unter den Zahnarztkollegen kommen die Ellenbogen aus der Studienzeit wieder zum Einsatz, denn immer weniger Geld muss unter immer mehr Praxen verteilt werden. Eine insolvente Zahnarztpraxis wird bald völlig normal sein, durchsetzen wird sich der, mit den grössten Ellenbogen...
Aber man hat ja viel Zeit sich in dieses System einzulernen :-(
Wäre mal interessant zu wissen, wo du studiert hast.... :-))
Die.Zahnfee
27.06.2006, 20:02
>>>Komisch dass ich solche Horror-Berichte immer nur im Internet lese.."rl" wird mir zwar bestätigt dass es hart und entbehrungsreich ist, aber sowas wie hier..<<<
und ich sage: nein! falsch!
das haben mir schon ganz ganz ganz ganz viele viele hinter vorgehaltener hand gesagt.
und ich hoffe, dass ich stark genug bin das durchzustehen. ich hab echt schiß.
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