Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kunst des Spickens
ehemalige Userin 24092013
05.04.2006, 22:15
mal n bisschen off-topic aber interessiert mich mal (ganz ohne persönliches Interesse):
Was ist, wenn ich während dem Abi oder Ähnlichem aufs Klo muss?
Die Toiletten wurden bei uns vorher kontrolliert, man durfte nur einzeln auf´s Klo und die Zeit der Abwesenheit wurde von den Prüfern dokumentiert.
Prostacyclinsynthase
06.04.2006, 10:37
Die "Älteren" sind erstaunlicherweise viel leichter auszutricksen als die jungen Lehrer.
Das wundert mich eher weniger... Bei den jungen ist die eigene Schulzeit ja noch nicht sooo lange her, die haben schließlich selbst Spickerfahrung.
Zu Zeiten, als die älteren noch die Bank drückten, blies eine stärkere Brise im Klassenzimmer....
Eine Studienkollege hat mal eine sehr witzige Story erzählt, wie er bei seiner ersten Klausur (ist Gym-Lehrer) gleich mal einige Spicker abgesammelt hat... den Schülern ist wohl angesichts seines "Fachwissens" die Kinnlade runtergeknallt. :-D
Also ich hab in der Schule auch total gespickt. :-dafür Ich finde nicht nur konservativer Lerneinsatz muss belohnt werden, sondern auch Mut und Erfindungsreichtum. Ich bin auch noch nie erwischt worden. Bei uns gabs natürlich auch die weniger erfolgreichen. Zum Beispiel hat sich einer aus meiner Stufe in Französischarbeiten gleich ne ganze Vokabelseite in die Bank gelegt. Das fand ich dann schon bisschen drastisch. Das Problem beim Spicken, weshalb auch die meisten erwischt werden, ist, dass man ständig um sich schaut und den/die Lehrer im Auge behalten muss.
Was bei mir immer gut funktioniert hat sind Cargohosen/Kängurutaschen mit Zetteln drin. Als ob bei Mädels die Klamotten kontrolliert werden.
Des weiteren mit Bleistift hauchdünn beschriftete Doppelbögen. Bei normalen Oberstufenklausuren durfte man die ja selbst mitbringen, erst im Abi wurden die offiziell gestempelt und erst in der Prüfung verteilt. Du hast einfach einen der Doppelbögen in der Mitte ganz dünn beschrieben. Bei dem Doppelbögenchaos (ich erinnnere mich, in Chemie mal 6 davon, also 24 Seiten mit Strukturformeln bemalt zu haben) fällt das auf dem Tisch nicht auf, und da die Schrift nur aus der Nähe zu sehen ist, müsste der Lehrer sich schon über deinen Tisch beugen um die zu sehn. Bloß nicht den Bogen mit abgeben! Was ich auch noch weiß ist dass wir selbst in der Bio-Vorabiklausur quatschen konnten. :-party Und das geht auch an der Uni noch manchmal, also nicht verzagen liebe Schüler. Nicht alles wird schlimmer an der Hochschule.
xMarvinx
06.04.2006, 14:27
Generell habe ich schon in der Schule kaum gespickt. Wenn dann Formeln.
Sobald wir die guten Graphiktaschenrechner hatten war man schon mal für alle naturwissenschaftlichen Fächer versorgt. :-dafür
Ansonsten bin ich auch sehr für die offensichtliche Methode.
Konzeptpapier raus, Unterlagen raus, alles fein säuberlich auf den Tisch legen, immer wild auf dem Konzeptpapier kritzeln, und in Ruhe nachlesen.
Es ist so dreist, dass keiner darauf achtet.
Wenn man so nervös auf den Lehrer guckt, dann so "zufällig" auf dem Stuhl rumrutscht, "lässig" einen Blick zur Seite wirft... auffällig!!
Praktisch finde ich es auch so ein uraltes Mäppchen zu haben, das seit der 5 Klasse dreilagig von allen Schulfreunden unterschrieben und verziert wurde, da fällt ein bisschen mehr Text so gar nicht auf.
Im Abi hatte ich mir ein Formalblatt in den Schuh gefaltet, für den absoluten Notfall hätte ich es im Klo rausgeholt und das nachgeschlagen, was ich brauche. Gebraucht habe ich es nicht.
Bei uns hätte man übrigens, mit minimaler Geschicklichkeit, wohl einiges im Klo zurücklegen können ohne dass es aufgefallen wäre.
Moorhühnchen
06.04.2006, 20:26
Wenn wir hier schon bei den dreisteren Spickversuchen angekommen sind, habe ich auch noch einige zu bieten:
Ihr kennt ja bestimmt alle einige Lehrer, die man eher in die Gruppe "leicht vorgaltert" bis "vollkommen senil" stecken würde... ;-)
Einige aus meiner Jahrgangsstufe haben es in der 12. mal gebracht und eine ganze Erdkunde-Klausur seitenweise vorgeschrieben, da die Fragen vorher so offensichtlich waren - der Lehrer ist rumgegangen und hat sich gewundert, warum ein Mädel nach 9 Minuten schon 5 DIN A4 Seiten voller Text hatte.... :-oopss - Sie erklärte dies mit "Ich hab halt brain storming gemacht!"
Die selbe Schülerin hatte bei einer Geschi-Klausur in der 8. Klasse das Geschichtsbuch auf ihrem Schoß liegen (dabei wurde sie allerdings erwischt und bekam eine 6 - was auch nicht weiter tragisch war, denn der Notendurchschnitt für diese Klausur lag bei 4,8!! :-(( )
Ich hab bei einer Deutsch-Klausur in der 8. Klasse mal die Rechtschreibfehler meiner Tischnachbarin (= "leichte" Lese-Rechtschreib-Schwäche) korrigiert, wir haben während der Arbeit einfach die Hefte getauscht. Meine Korrektur war so gut, daß sie eine 2 für den Aufsatz bekam - und ich nur eine 3! :-notify
10. Klasse Biologie: Eine Freundin hatte mit Computer Spickzettel in Schriftgröße 4 vorbereitet und diese vor der Klausur an gute "Freundinnen" verteilt - ich gehörte aber scheinbar nicht dazu...
Einige Wochen später sammelte die Lehrerin unsere Hefte ein, um sie zu benoten. Als wir sie zurückbekamen, klebte einer der Spickzettel auf der Seite des betreffenden Themas in meinem Heft - ich war außer mir :-( und wollte wissen, wer von den "Verräterinnen", denen ich auch noch freundlicherweise mein Heft zum Abschreiben ausgeliehen hatte, das gemacht hatte und schrie quer durch meine Bank:
"Welcher Idiot hat den schei$ Spicker da reingeklebt!"
Daraufhin erhob sich die Lehrerin und sagte: "Der Idiot war ICH!" .............. :-((
(Sie hatte den Zettel angeblich im Umschlag meines Heftes gefunden)
2. Klasse - gaaaanz schweres Verbrechen:
Deutsch-Diktat: "Klara und ihre Mutter wohnten in einem Hochhaus...."
Mir war doch glatt entfallen, ob man "wohnte" mit "H" oder ohne schreibt. :-nix
Ich holte also heimlich mein Deutschheft aus dem Ranzen und schaute nach! Als das Heft schon wieder sicher verstaut war, verpetzte mich unsere "Ich-hab-nur-1ser-in-meinem-Zeugnis-und-heule-wenn-ich-mal-eine-2-bekomme-Schülerin", die in der Reihe vor mir saß - ich weiß bis heute nicht, wie sie das mitbekommen hat! :-oopss
Die Lehrerin fragte mich, ob das wahr sei - und ich gab mein Vergehen zu mit der Begründung "Ich wollte nachschauen, ob man "wohnte" mit "H" schreibt" zu.
Ich durfte weiterschreiben und bekam eine 2....
Pupillenleuchte
06.04.2006, 22:14
Wir gehörten damals zu den Glücklichen, denen ein paar Monate vorm vermeintlichen Ende ihrer "Latein-Ausbildung" gesagt wurden, dass sie ein halbes Jahr länger dran arbeiten dürften. In der letzten Klausur war unser Lateinlehrer (Typ: "Super, beste Klausur, 3-) LEIDER krank und wir bekamen einen Ersatzlehrer zugeteilt. Entsprechend unseres aktuellen Unterrichtsthemas versteckten wir dann auch das Reclam Heftchen vom gallischen Krieg im Jungenklo im Papiertuchspender (wussten ALLE). Nur einer fand das Kapitel (wir hatten nur 10 gemacht, so groß war die Auswahl dann auch nicht) nicht, schrieb ne 5, bekam kein Latinum...
Uni: Lieber nicht, macht sich einfach zu schlecht, wenn es doch mal rauskommt. Gruppenarbeit ist da viel besser. :-meinung
Wenn ich mich allerdings frage, wie ich für die 12-14 Klausuren im 7. (in 2 Wochen) lernen soll (einige Fächer ja mit Stoff von mehr als einem Semester...).
, wir haben während der Arbeit einfach die Hefte getauscht.
Oh das haben wir auch gemacht. In der fünften Klasse hatten wir einen Französischlehrer, der während der Arbeiten Zeitung gelesen und nur ab und zu mal aufgeschaut hat. 10 Minuten vor Ende schnell Blätter tauschen - das ist das einzig Schwierige. Danach kann der Lehrer ja ruhig schauen. Dann die Fehler des anderen mit Bleistift korrigieren, weil man die ja besser findet als seine eigenen. Kurz vor Ende zurück tauschen, schreiben, radieren und abgeben. Ich finde das kann nicht als pfuschen gelten, es ist ja auch ne Lernleistung, franz. Fehler zu finden!
xMarvinx
07.04.2006, 18:56
Ja, richtig, gegenseitig helfen. :-)
Das ist aber moralisch schon wieder hoch zu bewerten. ;-)
Ich habe in Mathe auch oft mit einer Freundin so nach ca 30-35 Minuten die Hefte getauscht, da ich gut in Mathe war und sie sehr schlecht, und ihre Arbeit fertig geschrieben. Das war allerdings in kleineren Schulklassen.
Wenn ein Lehrer Arbeitsblätter mit zwei Gruppen austeilte A-B-A-B, dann konnten in einer Viererreihe die zwei mittleren schnell Aufgabenblätter tauschen, dann hatte man die Kostellation A-A-B-B, die fürs Abschreiben weitaus geeigneter ist. An der Uni haben leider A und B zwei verschiedene Farben, so dass das Spiel sofort auffallen würde.
Ein klassiker aus den kleinen Klassen ist auch die Kommahilfe bei Diktaten. Ein Mitschüler von mir war sehr gut in Diktaten und hat seinem Nebensitzer, als der Lehrer vorlas, bei jedem Komma auf den Fuß gestampft und ihn bei komischen Großschrieben Sachen (das Lesen z.B. das Haus konnte er schon selber) getreten. Ich saß hinter den zweien und profitierte durch zugucken. (Man sieht, ich kann es immer noch nicht)
Das wiederum ist mit den an der Uni angewandten Zeichencodes verwandt, die man bei Bild-Testaten in Histo zum Bsp verwenden kann, wenn da die Bilder an die Wand projeziert werden.
Dafür, dass ich behaupte wenig zu spicken rede ich ganz schön viel darüber. :-)) Aber im ernst, ich spike wirklich selten. :-angel
By the way: cooler Clip! Ich musste tierisch lachen :-))
Ich hab auch schon ganze Klausuren für ne Freundin geschrieben. Sie war in Englisch net so gut ich dafür umso besser :-) und daher hab ich halt in der Zeit 2 Klausuren bearbeitet. Das war so ca in der 7./8. Klasse, wo es in Englischarbeiten noch so hübsche Lückentexte gab :-top
Ich hab das Jahre später mal meiner Bio-Lehrerin in einer gemütlichen Runde mit dem Bio-Kurs erzählt :-oopss und sie fand das so unfassbar prima *gg*, dass ich seit dem ein Steinchen bei ihr im Brett hatte :-))
Naja, die Sachen in den Jacken draußen oder auf dem Klo verstecken haben ja anscheinend auch die Meisten mal ausprobiert.
Löschblätter oder mit Fragen oder Lösungen gespickte Stifte "zufällig" fallen und den anderen aufheben lassen haben wir auch sehr gern gemacht. Ist komischerweise auch nie aufgefallen.
Einmal hab ich ner Freundin ganz kurz vor Abgabe noch die Lösung einer Matheaufgabe rübergeflüstert aber natürlich hatte sie den Rechenweg nicht dazu. Kurzum ist sie zum Lehrer gegangen und hat erzählt, dass sie das probehalber auf dem Löschblatt gerechnet hat und dies ihr dummerweise hinter die Heizung gefallen ist (hinter unseren Heizungen hat man nix mehr hervor bekommen, die haben alles verschluckt). Der Lehrer hat sich das notiert und sie bekam volle Punktzahl auf die Aufgabe.
uvm :-))
P.S. Ich kann den Clip net öffnen, gibts da auchn Schummeltrick?
Schimmelschaf
07.04.2006, 22:07
Der Clip besteht aus lauter Schummeltricks *g*
Ich versuch den mal irgendwie anders reinzustellen *nicht vorhandene PC Kenntnisse hervorhol*
iCH WEI? NICHT wie man die Schrift am falschenspicker ändert könnte mir des jemand sagen ?
:-)
Fersenbein
13.11.2007, 08:49
andere sehr effektive Methode für Klausuren in der Schule: Man täuscht einen Schnupfen vor und hat ungefähr ein Dutzend (je nach Stoffmenge) Päckchen Tempo dabei. Diese sind allerdings präpariert... Mit PC vorher den Stoff in kleiner Schriftgröße ausdrucken und die Zettelchen in die Tempopäckchen packen hinter das letzte Taschentuch. Dann kann man durch die Folie auf die Schrift sehen, das ganze sieht aus wie "original" Tempotaschentücherpäckchen-Beschriftung. Habe mal mitbekommen, wie das funktioniert hat bei einem neben mir und :-blush ich muß zugeben, ich habe mir auch einmal ein Taschentuch von ihm geliehen... ;-)
Fersenbein
13.11.2007, 08:52
kleine Anmerkung: im Studium, gerade bei hochoffiziellen IMPP Prüfungen, ist erstens die Stoffmenge viel zu groß, zweitens wären die Konsequenzen beim Erwischtwerden schrecklich. Also gar nicht erst versuchen...
Irgendwie ist es gar nicht so einfach, alle SPicker zu stellen......mist....
sodbrennen
13.11.2007, 15:08
Bei uns im Jahrgang wurde erzaehlt:
Im Mathe-Lk: Eine sehr ehrgeizige und eigentlich auch gute Schuelerin, damals sehr eng verbunden mit dem Jahrgangsbesten (wohl, weil's vorteilhaft war), hatte Probleme mit einer Aufgabe. Daraufhin hat ihr der Jahrgangsbeste die Loesung auf seine Angabe geschrieben und ruebergereicht. Versehentlich hat sie die Angabe (mit der fremden Schrift) mit abgegeben. Es ist also aufgeflogen. Sie bekam aber eine 1 -- Reaktion des Lehrers gegenueber der Klasse muss wohl so gewesen sein (es wra bekannt, dass sie Medizin studieren will): "Ihr wollt doch nicht, dass XXX der Notendurchschnitt versaut wird, oder?"
Eigentlich find ich ja, das sollte bestraft werden! Wenn's ein schlechterer Schueler gewesen waere, haette der sofort ne 6 bekommen. :-nix
luckyscrub
13.11.2007, 17:13
mal n bisschen off-topic aber interessiert mich mal (ganz ohne persönliches Interesse):
Was ist, wenn ich während dem Abi oder Ähnlichem aufs Klo muss?
ICH habe einen Schlüssel in die Hand bekommen und durfte los......mich hat keiner davon abgehalten, mit 12Klässlern zu sprechen (dummerweise waren die nur dann nicht da, als ich sie gebraucht hätte)
Sodi, bei uns wäre das auch sicher nicht durchgegangen....das ist ja so richtig dumm gelaufen.
Bei uns werden dann so 10 P. abgezogen, d.h. man sinkt um eine Note nach unten...wenn 2mal erwischt....eben 2mal....
Allein dadurch, dass man sich die Spickzettel schreibt, braucht man sie dann gar nicht mehr, weil man es danach dann kann...aber komischerweise nur, wenn man sich vornimmt, die zu verwenden. In letzter Sekunde bekam ich aber immer Bedenken und hab sie doch nicht verwendet, aber mir fielen die Dinge ein. Aber genau deshalb kann ich es nur empfehlen, diese Zettelchen zu schreiben! Vergessen wird man es allerdings genau so schnell wie diejenigen, die dann tatsächlich draufschauen...es ist halt Lastminute...
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