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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Semestergebühren (inkl. Umfrage)



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27.06.2002, 11:08
@Thomas24

Das die Sache mit der sozialen Gerechtigkeit ein Märchen ist, da stimme ich Dir voll und ganz zu. Die Schlüsse die Du daraus ziehst kann ich allerdings nicht nachvollziehen, Tatsache ist doch das wir sowieso ein sehr schlechtes System der Studienfinanzierung haben, das eher den/die Selbsständigensohn/tochter mit nem geschickten Steuerberater bevorteilt als den/die Facharbeitersohn/tochter. Weiterhin ist es doch so das viele Studenten trotz ihrer Herkunft aus der Mittel/Oberschicht nebenher arbeiten müssen, weil das Geld von zuhause nicht reicht. Meine Idee wäre eher das Studium kostenlos zu lassen und gezielter diejenigen zu fördern, die aufgrund ihrer Herkunft nicht studieren. Pisa hat uns ja auch gerade gezeigt das nirgendwo so nach sozialer Herkunft selektiert wird wie bei uns. Dazu wären durchaus auch Modelle angezeigt wie Du sie ja angesprochen hast (zusätzlich zum kostenlosen Studium!). Ich stimme da auch den anderen zu, gut ausgebildete Fachleute sind das Kapital dieses Staates (2/3 aller Arbeitslosen haben keine, oder nur eine geringe Qualifikation), sie zahlen mehr Steuern und sind weniger häufig von Arbeitslosigkeit bedroht. Unterm Strich hat der Staat denke ich mehr Geld zur Verfügung wenn er in eine kostenlose Hochschulbildung investiert, beim Thema soziale Gerechtigkeit gibt es da allerdings noch viel zu verändern (und zwar schon vor dem Studium!!)!

Peter27

Lion
28.06.2002, 13:01
Hi,

denke auch das Abi (die Zugangsberechtigung zum Studium) wird einem heutzutage hinterhergeschmissen. Aus den Grundschulklassen meiner Eltern haben z.B. von ca. 20 Schülern gerademal 6 danach das Gymnasium besucht. Aber egal, waren andere Zeiten.

Bin der Meinung, daß der Staat, oder die jeweiligen Länder sich keinen Gefallen mit ihren Gebühren tun. Habe im Zuge der Protestaktionen einen Artikel gelesen, der besagt hat, daß nur noch so wenige Abiturienten studieren, bzw. ihren Abschluß machen, daß dem Staat im Jahre 2005 ca. 140000 Akademiker fehlen werden. Sind natürlich nur Spekulationen und Wahrscheinlichkeitsaussagen. Aber da beißt sich doch der Hund in den eigenen Schwanz, oder?

Achja, will noch was zur Schule sagen. Habe leider die Erfahrung gemacht, daß die meisten Benotungen ungerecht und subjektiv waren und der Großteil der Lehrer eindeutig den falschen Beruf gewählt haben. Ist gar nicht auf mich bezogen, ich bin mit meinem Abi zufrieden. Mich regt sowas nur auf. Aber solange wir dieses grandiose weitgefächerte Beamtentum haben, wobei die größten Versager teilweise die wichtigsten Positionen ausfüllen, läßt sich wohl nichts ändern.
But, Ausnahmen gibt es immer.

So, schönen Tag noch.

23.07.2002, 14:41
Hmm, meine Meinung dazu ist gespalten... Unser Studium kostet ca 250.000Euro. Wie erwarten ganz selbstverständlich, daß uns das von der Allgemeinheit finanziert wird. Es gibt keine Gübühren, vor allem mit dem Hintergrund, auch sozial schwachen das Studium zu ermöglichen. Toll ist das, ja, aber wenn man sich umschaut, gibt es doch vor allem bei den Medizinern kaum welche mit finanziell schlecht gestelltem Elternhaus. In diesem Zusammenhang mag ich eigentlich dies Rudolf-Steiner-Walldorf-oderwasauchimmer-System: Man bezahlt Gebühren, die sich nach der Höhe des Einkommens richten. Viel Spaß bei den Examina, Leidensgenossen

Martin