Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : eingepflanzter defi??
Sebastian1
14.04.2006, 20:45
Ahja, doch Ajmalin. Danke. Wobei es mich übrigens gewundert hat, dass in einem Überblick über die Therapie von SVT im NEJM im März 2006 Ajmalin keine Erwähnung mehr fand, dafür aber sehr viele Klasse-I-Antiarrhythmika, die ich ehrlich gesagt bisher ausgesprochen selten im Einsatz gesehen habe. Mag aber auch klinikspezifisch sein. Aber gerade bei paroxysmalen SVT, (z.B. WPW) dachte ich eigentlich, dass Ajmalin (i.v.) da ein Mittel der Wahl sei. Muss ich bei Gelegenheit noch mal nachlesen. Aber danke :)
Das Brugada-Syndrom verursacht aber doch keine SVT, sondern eher VT oder sogar SCD?
Ist Ajmalin nicht ein Na-Kanal-Blocker? Und dem Brugada-Syndrom liegt eine Mutation im SCN5-Gen für den Na-Kanal zugrunde. So würde ich mir die Veränderung erklären.
Sebastian1
14.04.2006, 21:14
Äh, ja, hätt ich vielleicht dazu schreiben sollen: Du hast recht, das Brugada-Sydrom ist keine SVT. Meinte ich auch nicht. Ich bin nur über das Stichwort Ajmalin an den Artikel erinnert worden, und da gig es halt um SVT. Bin da ein wenig vom Thema abgeschweift... :-blush
Wir hatten mal das gleiche Problem auf Station bei uns.
Patient mit Stadium IV BronchialCa lag am Sterben und hatten einen Herzschrittmacher (allerdings ohne Defi).
Wir hatten damals die Kardiologen gefragt ob der Schrittmacher sein Leben verlängern würde. Laut deren Aussage wäre das nicht der Fall und die hätten es nie gesehen, daß ein Herzschrittmacher tatsächlich so jemanden retten würde.
Ihre Begründung war, daß der Schrittmacher nichts gegen eine Elektrolytverschiebung zB machen könnte. Mit anderen Worten, er könnte soviel Impulse schicken wie er wollte, die Zellen würde darauf nicht reagieren, weil sie einfach in einem depolarisierten Zustand wären.
Fand ich ziemlich interessant als Argument, ich hoffe das stimmt auch. Der Patient ist übrigens ziemlich schnell gestorben, nachdem er sich verschlechtert hat.
Sebastian1
15.04.2006, 15:45
Manchmal ist das eben nur nicht so einfach, die elektrischen Potentiale auf dem Monitor-EKG den unbedarften Angehörigen zu erklären - jedenfalls in so einer Situation...
Darf man mit einem Defi eigentlich schwimmen? :-blush
el_Barto
15.04.2006, 17:10
Sieht bestimmt nach einem sehr speziellen Schwimmstil aus, wenn der auslöst *gg*
Darf man mit einem Defi eigentlich schwimmen? :-blush
Klar, die Hauttasche ist wasserdicht. Und soviel Leistung hat der denn doch nicht, daß die Mitschwimmer erschlagen werden ;-)
Sebastian1
16.04.2006, 22:48
Ist halt immer die Frage des "wie sinnvoll ist das?". Wenn das Ding halbwegs oft auslöst dann würd ich persönlich das eher mal sein lassen - nicht wegen des Schocks an sich, sondern aufgrund der vielleicht auch regelmäßig auftretenden Bewusstlosigkeit.
Wenn das Dingen öfter auslöst, würde ich mir auch das Autofahren verkneifen, soviel dazu. Aber dann hält der auch nicht lang, weil die Batterie schnell leer ist.
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