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Susanne Stern
20.08.2001, 17:29
Hier kämpfen profilneurotische Elitestudenten aus dem Süden Deutschlands um den besten Durchschnittsplatz, dort kriegen sich Durchfaller mit ignoranten ZweierKandidaten in die Haare.

Liebe Leute, ist Euch schonmal aufgefallen, dass das MedizinStudium was für stupide Auswendiglerner ist und man keinesfalls stolz sein kann, endlich den kompletten Arterienverlauf des Körpers auswendig zu können? Worauf gründet sich Eure Einbildung? Auf das Wissen aus Büchern, die jeder kaufen und lesen kann. Es ist absolut nichts tolles, Medizin zu studieren, jedenfalls nicht in dem Sinne, als dass man dadurch dem erlauchten Kreis der Ärzte eines Tages angehört, wobei manche in meinem Semester jetzt schon auftreten, als seien sie Chefärzte.

Allen Golfspieler, allen blaulichtgeilen MrIchHabJaSovielPraxisErfahrungen und weiß wo der Hase langläuft, allen guck-zu-Boden-Menschen während man mit ihnen spricht, allen Freagles aus ersten Reihe, die nie aufhörten, über die blöden und immer gleichen Scherze unseres Professors zu lachen, Euch allen sei gesagt, ihr habt mein Mitleid.

Ich weiß nicht, wie es an anderen Unis aussieht, jedenfalls läßt dieses Forum Böses ahnen. Ich finde es bewundernwert, wenn Menschen sich viel merken können. Bewundernswert ist auch wer sich engagiert. Aber: Müßt ihr euch mit euerm Wissen, mit euren Taten brüsten als sei es das Tollste in der Welt?

Vielleicht vergeht euch das Hahnengegackere, wenn man euch lobt: Ja, ihr Freiburger, ihr seid toll, ihr Heidelberger auch, Magdeburg nicht zu vergessen.
An alle Zweier: Ihr habt zwei Jahre gelernt und das Physikum mehr als überdurchschnittlich toll bestanden. Auch ihr seid gut.

Liebe Grüße, Susanne

arhes
20.08.2001, 17:50
schön, dass das mal jemand gesagt hat. gibt nicht viele medizinstudenten die kapieren, dass sie in ihrem leben noch nichts geleistet haben, was irgendeine art von grössenwahn rechtfertigen würde. was mich jedoch am meisten stört ist die art und weise, wie diese "alleswisser" auf die "strohalme" der hoffenden reagieren. alle diejenigen bei denen es knapp ist, können wohl am wenigsten ironische bemerkungen gebrauchen.

Daniel Thomas
20.08.2001, 18:18
Zwar kann einem beim Blick in den Hörsaal manchmal böses schwanen, allerdings sind Newsgroups und Foren völlig ungeignet, die Schreiber zu beurteilen. Denn wie wir hoffentlich alle wissen, kann daß wiedergeben von Worten ein echtes Gespräch, bei dem man dem anderen in die Augen guckt oder wenigstens seine Stimme hört und gleich merkt, wenn der andere was falsch versteht, auf keinen Fall ersetzen.
Größenwahn lässt sich durch keine Leistung rechtfertigen, aber vile Kommilitonen haben im Studium oder außerhalb davon durchaus einiges geleistet, auf das sie auch zurecht stolz sein können. Und wenn es sich nur darum handelt, das dritte Semester in Freiburg ohne Schaden an Geist, Körper und Seele überstanden zu haben.
Daß das Internet keine verständnissvolle Kuschelecke ist, sollte doch wohl jeder wissen. Zum Händchenhalten beim warten auf die Bestehensgrenze hat man doch Freunde, die können das auch viel besser.
Das vieles im Studium auswendiggelernt werden muß, bezweifelt keiner. Aber gerade die Fragen, die hier diskutiert werden, sind doch häufig recht interessant und knifflig und lassen sich eben nicht mit einem Blick ins Buch beantworten.

20.08.2001, 19:25
Hallo Susanne,

Du hast mir damit wirklich aus dem Herzen gesprochen.

tcb
20.08.2001, 19:40
Ja Susanne, du sprichst mir aus der Seele. Auch ich bin über manch einen Studenten, nicht nur hier, verwundert. Grössenwahn, Arroganz, Einbildung u.ä. ist sehr leicht zu erlangen. Wahre menschliche Grösse zeigt sich erst in den Taten derjenigen, und dies wird sich erst später zeigen.
Ich denke auch, dass viele die jetzt auf diese Art und Weise reden, im Leben noch einiges zu erwarten haben, das nicht ihren Vorstellungen entspricht. Einige werden dann "wie ein Ochs vorm Berg" dastehen, und nicht weiterwissen. Vielleicht werden sie dann ihre Gedanken auf ein neues überdenken.

greets

20.08.2001, 20:04
noch schmlimmer sind allerdings irgendwelche gurken, die völlig unfähig sind und immer auf ihre menschenkenntnis pochen, die medizin studieren, weil es ja so toll ist mit menschen umzugehen, leute, die absolut keinen überblick haben und für eine prüfung pauken, dann nach ein paar wochen nichts mehr davon können. ihr meint in der klinik wird alles besser? für euch eher schlimmer, das wird noch viel komplizierter und theoretischer als die paar naturwissenschaftlichen grundlagen in der vorklinik. ich hasse streber auch, jedenfalls die *****kriechergattung. es soll aber auch fähige leute geben, die eigenständig denken können.


Grüsse aus dem NORDEN (da gibts auch solche idioten)!

20.08.2001, 21:53
Scheinbar hast Du Dir, Susanne, die Mühe gemacht, Dich durch die ganzen Texte zu arbeiten und die Arroganz meiner Komilitonen zu erhaschen.
Du müßtest doch wissen, nach dem Übermut kommt der Tiefe Fall.
In diesem Studium sind leider viele "Fach-Idioten", die das Leben verlernt haben .. Die sich toll finden, wenn sie mal am Ende des Semesters weggehen und sich zu laufen lassen.
Die auf Ihren Visiten Karten IHren "nicht_Titel" stehen haben .

Aber ob man was geleistet hat, sollte nicht in Deiner Macht stehen .
Scheinbar sind denn die meisten nicht in der Lage, auswendig zu lernen .. Oder wie erklärt man sich die hohen Durchfallsqouten .. ? Ich wäre super drauf, wenn denn alles in Kolloquien abgehalten werden würde, aber leider ist es nicht so :-(
Manchmal läßt es mich erschadern, was für Kollegen da heranwachsen .. Die Dollar Zeichen in die Augen, das abwertende Verhalten anderen gegenüber .. aber auf solche Leute kann man gerne vergessen .. nur findet man sie überall ..

Erfolg läßt sich nicht in Noten ausdrücken, nicht in Auszeichnungen, sondern in purer Anerkennung ..
Das Lächeln eines Patienten, ein nicht erwartetes Danke schön; Offenheit und Tränen sind es, die diesen Beruf ausmachen .. Der Weg dahin ist leider oft mit Auswendig lernerei beschwert .. Aber wie kann man den MEnschen logisch verstehen ?? Das muß man wissen, wie die Arterien verlaufen oder was erwartest du von einem Chirurgen, wenn er Dich denn mal auf dem OP Tisch hat .. Vermutungen anstellen, was da sein könnte ??
Naja.. Denn der nicht kennt, der sollte nicht urteilen oder abwertend sein ..
Jedem das seine und Einbildung soll auch Bildung sein ...

Was ich sagen wollte ... Netter Beitrag .. Aber sehr ermüdend, da nix Hintergrund wissen oder du die falschen Leute kennst ...
Denn unter viele schwarzen Schafen sind die, die den Beruf ausmachen .. Es ist imme rnoch eine Berufung, anders könnte man den Verzicht auf viel Freizeit, auf Geld nicht erklären .. Denn kein Beruf ist für die erbrachte Leistung so unterbezahlt ... Man müßte Lehrer werden ..

Aber naja ,.

denke und man wir bedacht

adios

Yersinia
20.08.2001, 23:17
bleibt alles gleich, manche lernen noch in letzter Minute genug um durchzukommen, manche kommen mit MC-Fragen nie zurecht und die Klugen bleiben einfach am Ball in so vielen Fächern wie möglich und haben am Ende weniger Stress, aber auch noch genug. Und einige wenige bleiben trotz allem normal.

Der einzige Unterschied ist, dass keiner mehr darüber spricht in irgendwelchen Foren. Das ist mir nur hier im "Physikum" begegnet. Vielleicht gewöhnt man sich an die eigenartigen Ansichten der Kommilitonen, vielleicht ignoriert man sie auch irgendwann einfach, weil man sich nicht mehr für die Meinung anderer interessiert, sondern nur noch das zählt, was man zur nächsten Epikrise/ Klausur/ Examen zu lernen hat.

Aber vielleicht sieht man auch irgendwann seine eigenen Schwächen und Fehlbarkeiten ein und nimmt seine Mitmenschen hin, in dem Bewusstsein, selbst auch nicht perfekt zu sein.

Ist noch ein langer Weg.

Y.

Monika Mond
21.08.2001, 01:22
Liebe Elite, liebe Mitstudenten,
schön, daß es offensichtlich noch Leute gibt, die das Physikum noch nicht als Facharzttitel sehen und sich selber eingestehen können, dass sie nichts als unwissende Theoretiker sind.
Liebe Susanne, ich stimme Dir vollkommen zu, gerade da manche Leute durch ihre Antworten erkennen ließen, dass sie gar nicht verstanden haben, worum es Dir ging.

Warum gibt es eigentlich in anderen Studiengängen deutlich weniger Menschen, die derart darauf bedacht sind, ihr Wissen gegenüber Mitstudenten nicht zu verheimlichen ?
An dieser Stelle möchte ich anregen, einmal darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, Freiburger Studenten mit einer zusätzlichen Auszeichnung zu versehen, immerhin schien das 3. Semester dort- darf man unserem freiburger Mitstudenten Daniel Thomas Glauben schenken- den Studenten weitaus mehr abverlangt zu haben, als beispielsweise in Rostock. Lieber Daniel : Glückwunsch zu Deinem Studienplatz in Freiburg. Als positiv bewerte ich auch die Tatsache, daß Du bereits als Vorkliniker damit beginnst, die im späteren Berufsleben erforderliche Grundhaltung an den Tag zu legen. Oder wie sonst darf man es verstehen, daß Du, ohne die Verhältnisse an anderen Unis zu kennen, explizit das 3.Semester in Freiburg als besondere Hürde hervorhebst.
(Auch wir mußten übrigens die ein oder andere Arterie kennen und ab und zu sogar erkennen.)
Zudem muß ich Dich fragen, was Du Großes geleistet hast, worauf Du so stolz bist? Ist es Dein Engagement in einer Partei, arbeitest Du im Rettungsdienst oder in der Fachschaft - außerhalb des Studiums? Sollte es das sein, möchte ich Dich darauf aufmerksam machen, daß es sicherlich auch Studenten in Greifswald gibt, die in Ihrer Freizeit in der Ostsee rettungsschwimmen, wobei ich Dir rechtgeben muß, daß gerade Mediziner dazu neigen, gewisse engstirnige, auf das Studium beschränkte, Verhaltensweisen zu zeigen.
Lächeln muß ich in diesem Zusammenhang z.B. auch über manche Typen in meinem Semester, die sich über Mitstudenten in abfälliger, zum Teil arroganter Weise, äußern, basierend auf vermeintlicher großer Erfahrung im Rettungsdienst. Liebe Leute, auch Ihr seid noch keine Notärzte, sondern Möchtegern-Profilneurotiker. Wie sagt ein Freund von mir, der im Rettungsdienst arbeitet (und zwar professionell) : Die Medizinstudenten haben die größten Piepser am Gürtel und können am wenigsten.
In diesem Sinne, machts gut, bzw. in Freiburg : Machts besser !!
Monika

Freiburger
21.08.2001, 01:37
Wenn ich das richtig sehe, schaltest Du Dich gerade zum allerersten Mal in die Diskussionen hier ein und meinst, gleich pauschal über Freiburger Studenten urteilen zu können? So recht ich Dir in vielerlei Hinsicht gebe, das halte ich für kein bißchen weniger arrogant als die Verhaltensweisen, die Du kritisierst. :-(
Ich streite gar nicht ab, daß es in Freiburg so einige der von Dir zu meinem großen Vergnügen verlachten Vermeintlich-Alles-Besserwisser gibt, auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, auf der Grundlage welcher Aussagen Du Daniel dazu zählen möchtest, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß das an irgendwelchen anderen Unis nicht so ist, es gibt eben manche Studiengänge, die Menschen dieser Spezies irgendwie gehäuft anziehen, und da ist die Medizin ja nur eines von mindestens zwei Beispielen. ;-)
Außerdem muß ich die Aussage Deines Freundes einschränken, da ich zufällig zwei Kommilitonen kenne, die durchaus einiges draufhaben, was Rettungsdienst angeht, und trotzdem stets versuchen, möglichst unauffällig mit ihrem notwendigen Melder umgehen, während auch manche Hauptamtlichen ihren Gürtel kaum genug mit allen möglichen mehr oder weniger essentiellen, aber zumindest wichtig aussehenden Utensilien behängen können.
Und schließlich muß ich Daniel rechtgeben, daß unser 3. Semester tatsächlich ganz schön hart war, ohne dabei irgendwie Differenzierungen zu anderen Unis treffen zu wollen, da ich dazu einfach nicht in der Lage bin. Aber es ist bekannt, daß die ersten beiden Semester bei uns relativ locker sind, und deshalb kommt es im 3. ganz besonders dick, mit Präpkurs (incl. Neuro!), Biochemie- und Physiologiepraktikum.
Ich hoffe, ich konnte damit ein paar vielleicht aufgrund mißverständlicher oder einseitiger Aussagen entstandene Eindrücke gerade rücken.
Ansonsten liebe Grüße, auch oder ganz speziell aus Freiburg

Monika Mond
21.08.2001, 01:56
Da ich müde bin und gleich ins Bett gehen möchte, werde ich zu den vorgebrachten Punkten morgen Stellung nehmen. Laß mich Dir nur eine Frage stellen: Woher weißt Du, dass Deine Kommilitonen Einiges draufhaben beim Rettungsdienst? Warst Du dabei, oder haben sie es Dir erzählt?

Machs gut und träum was Süßes,

Monika.

21.08.2001, 01:58
Woher weist du, daß dein Freund professionell im Rettunsdienst arbeitet ? Warst Du dabei, oder hat er Dir es erzählt?

Freiburger
21.08.2001, 02:03
Du gefällst mir!
Aber mal ernsthaft: Zufällig handelt es sich um sehr gute Freunde von mir, nicht um irgendwelche herumgelaufenen Kommilitonen, die mir das Blaue vom Himmel herunter erzählen könnten, was mich vermutlich auch denkbar wenig interessieren würde. Nach zwei Jahren Freundschaft bin ich schon der Meinung, dies einigermaßen einschätzen zu können, auch wenn ich noch bei keinem ihrer Einsätze dabei war, aber jedenfalls den Umgang mit Meldern und ähnlichem Zubehör bekomme ich ja tagtäglich mit.

Dr Sommer
21.08.2001, 09:41
Jetzt lasst uns armen Sanis doch mal gehen! Ist ja schlimm! Warum regt Ihr Euch denn nicht mal über die ganzen Leute mit ihren "Sono"-Geschichten und ihren stressigen "Nachtwachen" auf?
Ich kann Euch irgendwie nicht abnehmen, dass Ihr wirklich nur "genervt" seid.
Ich denke, pauschalisieren ist echt eine Charaktereigenschaft, die ungefähr die gleiche Qualität wie Elitendenken hat. -> alle anderen sind doof, ich bin viel toller.
Entspannt Euch, legt Euch in die Sonne und habt Euch lieb!

Susannchen
21.08.2001, 09:50
... spricht mir mal wieder einer aus der Seele.

Elitedenken, Arroganz .... tztztz.

In einer Unfallsituation, wo es darauf ankommt souverän zu handeln wünsche ich mir jemanden,der weiss, wo er zuzupacken hat. Wenn man so einen Job mal gemacht hat (ich selbst 2 Jahre ehrenamtlich als Sanitäterin und EH-Ausbilderin, sonst würde ich mich hier raushalten .... und am Liebsten hatte ich Dienst mit den Medizinstudenten *g*), dann weis man, dass es nützlich ist, sich über solche Situatuionen zu unterhalten - nicht zuletzt, um sie sychisch zu verarbeiten .... Und alle Andern können doch nur lernen - ein Grund warum ich "Notruf" anschaue - ...." .... mach es besser" .... und zur Grösse des Piepers .... (vermisse mal wieder den "rotwerd-Smilie") - es gibt nun mal Männer, die sich über "Grösse" definieren ....

Froschkönig
21.08.2001, 10:43
So liebe Leute, mich hat zwar keiner gefragt, aber ein paar Dinge will ich hier doch loswerden.
1. Es ist richtig, das es in unserem Studium ein paar komische Vögel gibt, die meinen, Wunder was sie sind. Tröstet Euch damit, daß sie das nicht zu guten Ärzten macht und macht es selbst besser. Zur beruhigung : Ich kenn auch ein paar Juristen, die meinen, sie hätten das Rad neu erfunden, sind also nicht nur Mediziner größenwahnsinnig.
2. Habe ich einen guten Freund, der seit vielen Jahren Rettungsdienst fährt und beim Roten Kreuz ausbildet. Der glaubt jetzt nicht, daß er viel toller oder wichtiger ist, als wir anderen, erzählt uns auch keine Heldengeschichten, höchstens die ämüsanten Highlights mancher Einsätze. Allerdings ist es eine Tatsache, daß er von dem Teil der Physiologie, die bei Notfalleinsätzen zum tragen kommt, erheblich mehr Ahnung hat als ich.
3. Jaja, die dämlichen Medizinstudenten, die sogar Telefonbücher auswendig lernen....
Natürlich ist der Großteil unseres Studiums darauf ausgelegt, Fakten zu archivieren, möglichst für immer. Aber auch in unserem Physikum war die eine oder andere Transferleistung zu erbringen (Fals man den betreffenden Sachverhalt nicht zufällikg auch schon mal auswendig gelernt hat...also bei mir war das bei der Frage mit der Nebennierenrindeninsuffizienz nicht der Fall, hab´s aber trotzdem richtig)
Außerdem sind es gerade die Transferleistungen, die später wichtig sind. Oder schaut ihr in einer Tabelle nach und sagt dem Patienten, der wegen Nächtlicher Fieberanfälle und Stuhlgangbeschwerden zu euch kommt, daß er wohl ´ne Lebensmittelvergiftung hat ohne mal darüber nachzudenken, daß es auch Morbus Hodgkin sein könnte ?

Auswenidiglernen ist lediglich die Grundvoraussetzung, die Fakten unser Werkzeug, was man mit Ihnen anstellt, ist individuell verschieden, sonst gäbe es wohl kaum gute oder schlechte Ärzte

Pascal
21.08.2001, 12:36
Nu mag ich auchmal was sagen. Bin grad so schön dabei.
Ist mal wieder vieles richtig was hier gesagt wird. Aber ich mags auch nett wenn man pauschal auf leuten rumhackt.
Und ich muß dem Froschkönig in einem Punkt recht geben. Wenn man sich in der Praxis mit einem Thema schon auseinander gesetzt hat hat man da Vorteile fürs Studium. Und für jemanden der ernsthaft im Rettungsdienst gearbeitet hat oder es noch tut ergeben sich nunmal einige Vorteile besonders was Teile von Physio angeht. Genauso wie Pfleger und Schwestern in bestimmten Bereichen Vorteile haben, oder MTAs. Aber die vernünftigen Leute erkennt man ganz einfach daran, daß sie nicht am rumpralen sind sondern vielleicht auch versuchen anderen damit zu helfen. Man kann, nämlich Sachen die man gut intus hat meist auch gut erklären. Was eineige Dozenten manchmal nicht auf die Reihe bekommen.

sebastian
21.08.2001, 14:36
Hi Susanne,
ich stöber hier so durch die Seiten, um meinen Ärger und Frust wegen des zweiten Fehlversuches beim Physikum etwas zu verdauen, plötzlich Deine Zeilen, sehr aufmunternd. Versuche gerade, mich zu lockern und loszulassen und auch zu relativieren, wie wichtig bzw. unwichtig es doch ist mit soviel Wissen durch die Straßen zu gehen, um seinen Traum als Arztdasein endlich zu verwirklichen, vollgepckt mit Nerven, Arterien... und blind für die kleinen täglichen Geschichten. Die Praxis bestätigt es doch, welcher Arzt führt denn noch ein einfühlsames Patientengespräch, um wirkliche Ursachen der Krankheit zu finden. Vielleicht bin ich auch sehr frustriert momentan aber eines ist mir das Medizinstudium nicht wert, nämlich das knallharte Auswendiglernen, was meines Erachtens nichts mit Intelligenz zu tun hat, um sich später zu protzen. da versuche ich lieber kleine Brötchen zu backen und fröhlich zu bleiben. Und einen Versuch habe ich ja auch noch zur Verfügung.

arhes
21.08.2001, 15:03
ich werd das gefühl nicht los, dass sich hier die thematik komplett verschoben hat. niemand hatte hier die absicht, rettungsdienstler, fachschaftsmitglieder oder politisch aktive auszugrenzen. es ging lediglich darum, ein gewisses imponiergehabe zu kritisieren und dabei waren die "schwarzen schafe" der besagten gruppen eben beispiele. wer hierran anstoss nimmt, sollte sich mal fragen, ob er, der seine eigene einstellung natürlich nicht zur disposition stellt, da nicht irgendetwas falsch verstanden hat. hier geht es darum, dem physikum keinen allzugrossen stellenwert zuzusprechen. es ist eine station auf dem weg zum arztberuf. der weg ansich aber endet niemals. das ist wie beim autofahren. man macht den führerschein und fängt erst wirklich an zu lernen, nachdem man sich für die praxis qualifiziert hat.
nette grüsse!

22.08.2001, 23:03
Das Physikum hat nur eine einzige Bedeutung, und das ist die "Fahrkarte in die Klinik". Es hat von allen unseren tollen Examina am allerwenigsten mit Medzin i.e.S. zu tun und ist eigentlich nur darauf ausgerichtet, nicht allzuviele Studis auf einmal in die Kliniken zu lassen....

Note? Wen interessiert das? Ein zukünftiger Chef wird darauf schauen, wie am/frau sich im 3. Stex angestellt hat, ob man vielleicht von irgendwem ein gutes Zeugnis bekommen hat, was man für eine Doktorarbeit abgeliefert hat, wie man in den Vorstellungsgesprächen rüberkommt etc.

Mein Tip: wenn mal wieder einer der Grünschnäbel (schon mal eine prophylaktische Entschuldigung an alle anderen, die das P noch machen müssen) rumtönt, einfach weghören und die Gewissheit haben, daß denjenigen in den Krankenhäusern ein ganz rauher Wind entgegen wehen wird.

Tom
der auch mal eine Groß-Klappe-Phase hatte