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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studentenleben als Erwachsener...



Spark
04.06.2006, 16:50
Wenn man nochmal 20 wär´...

Da wäre es einfach zu beantworten.

Bin aber schon 29, und unterscheide mich von den meisten anderen "Oldies" hier dadurch, dass ich nicht schon eine gewisse Existenz aufgebaut habe - sprich, der Rückhalt durch Familie, Beruf, nicht zuletzt Sparbuch ist nicht gegeben.

Das soll nicht so klingen als wenn es mir um einen hohen Lebensstandard geht - ich brauche nicht viel. Aber ich möchte natürlich schon einigermassen "erwachsen" leben können, und da spielt für mich auch eine Rolle, wie ich mich selbst erlebe, wenn Ihr versteht was ich meine.

Bis weit in die 30er hinein mit Studentenstatus leben - wie gesagt ohne sagen zu können, ich war schon dies und das, also als richtiger ANFANG, (nicht Neuanfang) - wer von Euch kennt das?

Wie habt Ihr diesen Zwischenzustand erlebt bzw. erlebt ihn noch? Einerseits in einem Alter zu sein wo man ja doch denkt, man müsste schon mehr "angekommen" sein, wo es einen vielleicht doch langsam nervt, dass finanziell immer noch so wenig drin ist... und andererseits eben noch relativ am Anfang zu stehen? Was ist schön, was weniger?

Bisschen Austausch wäre schön, damit ich es besser sortiert bekomme. Danke. :-top

schokii21
04.06.2006, 19:57
hallo ich bin gerade 23 geworden wenn ich mein abi fertig habe und weiss auch nicht genau ob ich dann einen platz bekomme.grübel auch viel nach ob das richtig ist dann noch zu studieren anstatt eine ausbildung zu machen und mir etwas aufzubauen.ich glaube die 3jahre werden den braten aber auch nicht sooo fett machen.hast du dich denn schon beworben?wenn das dein absoluter wunsch ist solltest du ruhig studieren. :-dafür

nightingale
05.06.2006, 09:46
Mit Bafög + Jobben sollte schon eine eigene Wohnung etc. möglich sein...

Was verstehst Du unter einem angemessenen Standard?

Giant0777
05.06.2006, 10:38
Wenn man nochmal 20 wär´...

Da wäre es einfach zu beantworten.

Bin aber schon 29, und unterscheide mich von den meisten anderen "Oldies" hier dadurch, dass ich nicht schon eine gewisse Existenz aufgebaut habe - sprich, der Rückhalt durch Familie, Beruf, nicht zuletzt Sparbuch ist nicht gegeben.

Das soll nicht so klingen als wenn es mir um einen hohen Lebensstandard geht - ich brauche nicht viel. Aber ich möchte natürlich schon einigermassen "erwachsen" leben können, und da spielt für mich auch eine Rolle, wie ich mich selbst erlebe, wenn Ihr versteht was ich meine.

Bis weit in die 30er hinein mit Studentenstatus leben - wie gesagt ohne sagen zu können, ich war schon dies und das, also als richtiger ANFANG, (nicht Neuanfang) - wer von Euch kennt das?

Wie habt Ihr diesen Zwischenzustand erlebt bzw. erlebt ihn noch? Einerseits in einem Alter zu sein wo man ja doch denkt, man müsste schon mehr "angekommen" sein, wo es einen vielleicht doch langsam nervt, dass finanziell immer noch so wenig drin ist... und andererseits eben noch relativ am Anfang zu stehen? Was ist schön, was weniger?

Bisschen Austausch wäre schön, damit ich es besser sortiert bekomme. Danke. :-top

@Spark:

Ich gehöre zu den Menschen, die sich eine "Existenz" aufgebaut haben und jetzt aus verschiedensten Gründen auch nochmal von vorne anfangen. Ich mache es freiweillig und keiner zwingt mich dazu. Insofern denke ich mal, dass ich mit den Herausforderungen klar komme, die auf mich zukommen.

In Deinem Fall ist es aber so, dass Du ja irgendwie eh´ am Anfang stehst. Ich denke, dass das nicht mal ein so großer Nachteil sein musst. Denn ich entdecke zumindest bei mir, dass ein paar Jahre mehr auf dem Buckel für eine gewisse Ruhe und Sicherheit im Umgang mit sich selbst sorgen, ohne das man sich dabei "alt" fühlt ( kann immer nur müde über die jungen 20-jährigen grinsen, die meinen ab 25 hört das Leben auf - da fängst ja erst an ).

Will sagen, Du hast die Chance und Möglichkeit mit der Erfahrung Deines Lebens etwas zu erreichen. Du konkurrierst mit Jüngeren, denen Du aber eben gewisse Jahre voraus hast.

Ich finde, Du solltest es als gute Chance verstehen und auch so nutzen.

So ist es bei mir jedenfalls.

Finanzielle Aspekte sind natürlich immer eine Sache, die problematisch sein können. Aber da gibt es hier schon ein paar gute Themen zu, schnöcker doch mal nach...

Gruss, Giant

Spark
05.06.2006, 16:56
Danke erst mal für Eure Antworten. :-bee

Tja, was meine ich mit standard... also, wie gesagt muss mein Leben äusserlich nicht viel hermachen. Ich brauche weder nen TT noch Seychellenurlaub.

Muss aber zugeben, daß es bestimmte Dinge gibt die mir schon wichtig sind, nicht zuletzt weil ein Kirchenmaus-Budget für mich nicht nur eine Zwischenphase im Studium ist, sondern ich bin schon ziemlich karg grossgeworden und habe die kleinen Freiheiten meines Lebens schon ziemlich lieb gewonnen, weil lange drauf gewartet. Dazu gehört zB dass ich zwar keine schicke Wohnung brauche, aber nicht besonders glücklich bin wenn ich mir nur 35 m² leisten kann - ein fahrbarer Untersatz ist mir auch wichtig, egal wie verbeult. Und mit Rücklagen/Altersvorsorge muss ich mir wohl oder übel auch langsam Gedanken machen - oder sollte zumindest. Ich möchte mich nicht mit über 30 finanziell unfrei fühlen.

Das lässt sich auch alles machen, ist mir schon klar - nur die Relation im Aufwand muss natürlich auch stimmen, denn ich will nicht gleich 9 Jahre studieren.

Die Alternative wäre in meinem Fall eine kürzere Ausbildung im Ausland (Hürden wären alle genommen), 3 1/2 Jahre bis zu so einer Art FH-Ingenieur... das wäre halt die Vernunftentscheidung.

Ihr seht schon ich bin in so einer komischen Phase wo sich viel verändert und ich Bock habe endlich noch was aus mir zu machen (im positiven Sinne - nicht mit Status verwechseln ;-) ). Die Möglichkeiten liegen aber eben auch nicht mehr so ganz offen auf der Strasse, die Zeit drängelt ein bisschen, auf der anderen Seite eben alter Herzenswunsch... und die üblichen Zweifel: schaffe ich´s, wie gut bestehe ich bei langen Jahren mit viel Kopfarbeit, usw usf...

Alles ein bisschen verwirrend.

Vielleicht sollte ich mal Klärungsurlaub machen. :-blush

Nilani
27.07.2006, 08:04
Hallo,

mir geht es ähnlich, ich bin jetzt 31 und werde in 2,5 Wochen wohl meine Zulassung zum Medizinstudium bekommen. Ich hatte schonmal einen Versuch gewagt und kläglich versagt, bin aber fest davon überzeug, dass es diesmal klappt. Geld anlegen konnte ich auch nicht großartig, da nur über Zeitarbeit angestellt. Meine größte Sorgen ist momentan ne Wohnung, da für mich WG nur so halb in Frage käme. Dummerweise hab ich an erster Stelle auch noch eine Uni mit Studiengebühren genannt (insgesamt 715 Euro pro Monat) während ich bei meinem Zweitwunsch mit 55 Euro dabei wäre.
Trotzdem bin ich ziemlich guter Hoffnung, dass es sich schon irgendwie bewerkstelligen läßt und die 715 Euro sind dann hoffentlich eine gute Motivation, um das Studium diesmal ohne Bummeln trotz Job durchzuziehen.

Übrigens gibts in jeder Uni ne Sozialberatung, ich weiß zwar noch nicht, was dabei rauskommt und ob die einem wirklich weiterhelfen können, aber versuchen werd ich es auf alle Fälle.

Ich hab jetzt als letzte Hoffnung ne Versicherungssache laufen, wo hoffentlich genug Geld rausspringt, um die ersten Monate zu überstehen, in Ruhe nen Job suchen zu können und eine kleine schnucklige Wohnung zu finden. Immerhin brauch ich aber kein Auto, sondern bin mit dem Semesterticket dann völlig zufrieden.

Wenn Du das Studium wirklich möchtest, würde ich mich nicht vom Alter abschrecken lassen. Wenns so weitergeht, müssen wir eh bis 80 arbeiten, da bleibt noch genug Zeit :-D

Giant0777
27.07.2006, 08:53
Dummerweise hab ich an erster Stelle auch noch eine Uni mit Studiengebühren genannt (insgesamt 715 Euro pro Monat) während ich bei meinem Zweitwunsch mit 55 Euro dabei wäre.
Trotzdem bin ich ziemlich guter Hoffnung, dass es sich schon irgendwie bewerkstelligen läßt und die 715 Euro sind dann hoffentlich eine gute Motivation, um das Studium diesmal ohne Bummeln trotz Job durchzuziehen.


715 Euro pro Monat ??? Wo ist es denn so teuer ??? Oder meinst Du im Semester ?

nightingale
27.07.2006, 09:08
@Nilani:
Sobald Du den ZVS-Bescheid hast, würde ich mich auch gleich bei der zuständigen Uni nach den Studentenwohnheimen erkundigen! Die bieten oft auch Appartements oder kleine Wohnungen zum günstigen Preis ohne Mietkaution und diese ganzen Kündigungsfristen an!

Und probier es unbedingt, Wohngeld zu beantragen! Oder wirst Du Bafög kriegen? Dann ginge das nicht, aber mit Bafög hättest Du schon mal eine Sorge weniger :-bee

nightingale
27.07.2006, 09:17
Übrigens hatte ich mir vorm Studium auch keine "Existenz" aufgebaut.
Naja, außer Massivholzmöbeln und 'ner Waschmaschine :-top
Das Studium soll ja die Grundlage für die spätere Existenzsicherung bilden, und das war bei meinem vorherigen Beruf (Arzthelferin) einfach nicht gegeben - befristete Verträge, Einkommen etwas oberhalb Bafög-Betrag, etc. Also von daher finde ich auch, dass man nicht so sehr an Altem kleben, sondern flexibel bleiben sollte. Auch wenn man Mitte 30 noch mal ins Wohnheim zieht oder so.

Nilani
03.08.2006, 11:49
ups, das sind natürlich "nur" 715 Euro pro Semester, aber trotzdem ne Menge. Wohnheimantrag hab ich jetzt vor paar Tagen schon abgeschickt, denn wenn nä. Woche die ZVS-Bescheide verschickt werden, gibts größeren Run. Ich hoffe mal, das war noch nicht zu spät und ich krieg dort nen Platz. Würde mir auch erstmal ausreichen und ich brauch mich nicht nebenher um so viele Sachen zu kümmern. Werde auch zur Sozialberatung gehen und wegen Wohnungen guck ich nebenher auch noch, aber mit Wohnheim könnte ich es entspannter angehen, da im August jetzt alle anfangen werden zu suchen.

Wohngeld ist kompliziert, dafür muß man entweder Job oder Geld auf der hohen Kante nachweisen. Man muß zeigen, dass man in der Lage wäre, die Wohnung auch so zu halten (eigentlich Schwachsinn, wenn ich es könnte, bräuchte ich kein Wohngeld :-??? )
Beides hab ich nicht wirklich (Geld reicht zumindest nicht soweit und Job muß ich erst suchen), von da her geht das Amt davon aus, dass man Falschangaben macht, weil sich (theoretisch) niemand unter den Umständen ne eigene Wohnung leisten würde ... :-nix

Bafög ist nicht mit 30, aber würd ich eh nicht kriegen, weil vorher schonmal studiert und ich erst Vordiplom nachweisen müßte. Aber es wird schon irgendwie gehen. Bisher hab ich nie großartig viel Geld gehabt und bißchen unterstützt mich noch meine Mum