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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ältere Absolventen: welche Fachgebiete werden schwer?



Spark
04.06.2006, 17:29
Hallo.

Ist ja alles noch im Werden, aber mich interessiert schon mal vorab welche Fachgebiete (Facharzt) bei Späteinsteigern eher schwierig oder einfach unbefriedigend werden - paar Unterschiede wirds ja schon geben, oder?

Elisa
04.06.2006, 18:00
Was meinst Du denn genau mit "schwieriger" ? Dass man dort keine Stelle mehr bekommt ???

Spark
04.06.2006, 18:12
Moin. :-)

Ja, genau - dass es einfach Umstände gibt, die es erschweren, spät noch einzusteigen - sei es weil viel Forschung dabei ist, einfach viel Konkurrenz (begehrte Stellen), weil das Fach eher für eigene Praxis attraktiv ist und man die nicht beliebig spät noch auf die Beine Stellen kann (soll sich ja auch rechnen), oder was auch immer.

Elisa
05.06.2006, 11:12
dass es einfach Umstände gibt, die es erschweren, spät noch einzusteigen - sei es weil viel Forschung dabei ist, einfach viel Konkurrenz (begehrte Stellen),
Ich denke das hängt eher von dem Krankenhaus ab, in dem Du Dich bewirbst, also ob Du eher ein kleines Krankenhaus wählst, oder die Uniklinik, als vom Fachgebiet. Eine große Unikarriere oder Chefarztstelle sollte vielleicht nicht mehr angestrebt werden. Klar, Stellen in der z.B. Pädiatrie sind natürlich generell schwieriger zu bekommen, als in der Inneren. Ich glaube aber nicht, dass das mit dem Alter zusammenhängt. Manche Chefärzte sehen das fortgeschrittene Alter eher als Vorteil (mehr Lebenserfahrung), andere als Nachteil (weil man als "unerfahrenste" im Team vielleicht die Älteste ist). Bin selber gerade in der Bewerbungsphase und konnte weder bei mir (36), noch bei anderen ähnlichen Alters feststellen, dass es in "höherem Alter" generell schwieriger ist, eine Stelle zu bekommen.

MediManu
01.08.2006, 11:25
Hab mich neulich mit nem Chefarzt der Neurochirurgie darüber unterhalten, wie denn die Jobsituation für ältere Absolventen so aussieht. Er meinte nur (ist halt seine Meinung), dass ältere Absolventen nicht unbedingt die rein "operativen" Fächer wählen sollten, wie z.B. Chirurgie, etc.! Denn um hier wirklich mal Fuss zu fassen, gehört sehr viel praktische Erfahrung dazu. Und um die zu bekommen, ist man dann halt letztenendes "sehr" alt, wenn man erst mit Mitte 30 sein Studium abschließt.

Aber alles in allem denke ich, hängt die Beantwortung dieser Frage sowieso immer davon ab, was du willst, wohin du willst und bei wem du dich bewirbst! Mach dir darüber keinen allzugroßen Kopf!!!

Grüße

essenstudi
03.08.2006, 08:39
Meiner Erfahrung nach muss man das sehr individuell sehen, sprich von Talent und den gewissen Dynamiken abhängig machen, die sich während des Studiums/PJ ergeben. Man wird ja erst im Laufe der Jahre durch den Kontakt zu den einzelnen Disziplinen in die passende Richtung getrieben.
Dass die operativen Fächer nicht so geeignet seien ist wohl "common sense", aber auch da wird es Ausnahmen geben. Sehe bei mir selbst (36), dass ich trotz des Alters wesentlich "fitter" bin als junge Kommilitonen, die sich gar nicht so selten schon mit Übergewicht, schwereren Sehschwächen und gar chronischen Krankheiten plagen.
Ich denke also, statistisch gesehen stehen den jungen Absolventen sicher mehr Türen offen, aber individuell hängt das wohl von deinen ganz persönlichen Bedingungen ab. Wenn dir chirurgisches Talent in die Wiege gelegt worden ist, dann wird sich das auch mit 40 noch gut entfalten können.

LG