Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kopfverletzung
Sidewinder
15.06.2006, 14:29
Ich dachte jetzt nicht an einen kompletten Meteoriten, sondern eher an winzige Splitter, vielleicht von der Größe einer Gewehrpatrone. Die würden niemanden komplett zerfetzen, allerdings wahrscheinlich beim Austritt ein riesiges Loch reißen!
DocScarpetta
15.06.2006, 14:36
Tja, ich weiß auch ned, ob Hitze und Geschwindigkeit nicht vielleicht trotz der geringen Größe verheerend wirken. Hmmmm :-nix
Soll er doch nen kompletten Meteoriten nehmen, dann geht´s einfacher. Matsch - und fertig. Dann wär das Buch schon zu ende... :-))
Hellequin
15.06.2006, 14:44
Tja, ich weiß auch ned, ob Hitze und Geschwindigkeit nicht vielleicht trotz der geringen Größe verheerend wirken. Hmmmm :-nix
Soll er doch nen kompletten Meteoriten nehmen, dann geht´s einfacher. Matsch - und fertig. Dann wär das Buch schon zu ende... :-))
Naja, der Meteorit wird ja in der Erdatmosphäre auf Fallgeschwindigkeit abgebremst, von daher dürfte der Effekt auch nicht so extrem ausfallen. Und wie hoch die Fallgeschwindigkeit ausfällt hängt ja dann auch wieder von verschiedenen Faktoren ab.
Vielen Dank schon mal! Vielleicht sollte ich tatsächlich einen eher kleinen Meteoritensplitter nehmen. Er kann ruhig von senkrecht oben kommen, es stimmt zwar, dass die sonst schräg einfallen, aber dieser ist eh etwas mysteriös. Ist auch kein Fall bekannt, in dem tatsächlich mal ein Mensch getroffen wurde, die interessantesten sind knapp daneben gefallen und waren insofern für alle Beteiligten sehr beeindruckend. Die Dinger sind je nach Beschaffenheit gar nicht immer sehr heiß, manchmal sind sie wohl sogar mit einer dünnen Eisschicht überzogen beim Auftreffen, glühen tun sie ja nur beim Eintritt in die Atmosphäre. Nun ja, meiner soll heiß sein, das ist selten, aber die nötige Struktur hab ich schon recherchiert. Nur, was ich wirklich wissen muss, ist, wie leicht angekokelte Hirnmasse aussieht und vielleicht auch, wie das riecht, DocScarpetta! Komplettvernichtung wär zu einfach.
Die Idee mit dem Augenschuss find ich gut, geht das auch andersherum? Das Opfer hat sich ja rumgedreht, also ginge auch Augeninnenwinkel rein und seitlich am Kopf wieder raus?
Was wäre mit einem seitlichen Streifschuss, Schläfe und seitliche Kopfpartie betroffen? Ich weiß, dass vom Hirn teilweise Funktionen zerstörter Areale wieder übernommen werden können, z.B. fast vollständige Genesung von linksseitiger Lähmung nach rechtsseitigem Hirnabszess.
Und gleich schon wieder Fußball...
DocScarpetta
15.06.2006, 17:14
[QUOTE=holu]Nur, was ich wirklich wissen muss, ist, wie leicht angekokelte Hirnmasse aussieht und vielleicht auch, wie das riecht, DocScarpetta! QUOTE]
Das Gehirn bei Brandopfern ist meist durch die Hitze und die Verhältnisse in der Kalotte gekocht wie in einem Schnellkochtopf, sieht dann grau-weiß aus statt grau-beige. Kann sich auch verflüssigen. Dies jedoch meist durch sek. Fäulnís. Wenn mir wieder einfällt, wie das ganze aussieht, wenn offenes Feuer drangekommen ist, dann schreib ich es dir. :-)) Ich glaube mich zu erinnern, dass es dann eine ausgetrocknete Masse wurde, die irgendwo am Rand der Kalotte klebt... Wie es riecht kann ich nicht genau sagen, der ganze verbrannte Kerl riecht irgendwie wie Brathühnchen, das kann man dann schlecht auseinanderhalten.
wie brathühnchen oder wie das ausgekochte hühnchen für hühnerbrühe..
eklig.
Meteoritentreffer, der tötet, aber das Opfer nicht gleich zerlegt... sehr unwahrscheinlich..
ich meine mich auch zu erinnern, daß Meteoriten entweder vollständig verglühen oder mindestens faustgroß unten ankommen, aber da bin ich mir nicht sicher...
Fast den Kopfschuß angeht, könnte es genausogut ein Streifschuß sein, der am knöchernen Schädel entlangschrammt. Kopfverletzungen bluten wie Sau, das sieht immer gefährlich aus, und die Gehirnerschütterung kann durchaus für eine tagelange Bewußtlosigkeit sorgen... vielleicht hat das Opfer ja auch noch andere Verletzungen.
Die Idee mit dem einfachen Streifschuss entlang der Kalotte ohne
Durchbohrung hatte ich gestern auch, als ich das letzte Mal hier reingeschaut
habe. Wäre wohl am passendsten für die Zwecke hier; selbst "einfache"
Kopfplatzwunden bluten ja wie sonst was, sieht auch ganz schlimm aus, und
im Endeffekt ist nicht viel passiert.
Ich denke auch, dass die Ausfälle bei einem seitlichen Durchschuss einmal
von vorne nach hinten viel zu speziell und unpassend für so eine Geschichte
sind. Da muss ja dann länger erklärt werden, was ausgefallen ist und was
nicht, bevor es weitergehen kann. Außerdem würde es da so ziemlich überall
innerhalb der Kalotte bluten, was mit einer sehr viel geringeren Überlebens-
wahrscheinlichkeit und sehr vielen Einschränkungen für die Frau verbunden
wäre.
Mach doch wirklich nur einen Streifschuss, der einmal an der Kalotte entlang
schrabbt, dabei die Haut gut wegreißt und blutet wie Sau - verbunden mit
einem Schädel-Hirn-Trauma (zweiten Grades wäre bei einem Schuss wohl
angemessen). Dann ist sie (relativ) flott wieder auf den Beinen.
Noch was: Ich glaube, es ist echt nicht wichtig, wie verbranntes Hirn riecht.
Niemand von den potentiellen Lesern wird so etwas schon einmal gerochen
haben - geschweige denn die überwiegende Mehrheit der Leute hier im Forum!
Schau dir einfach ein paar Splatter-Filme an und beschreib dann das - die
Leute erwarten so etwas viel eher, als eine akkurate Beschreibung von
angekokeltem Hirn. Ehrlich gesagt weiß ich auch echt nicht, wie du auf die
Idee kommst, jemand könnte das hier wissen. Nur zur Info: Hier wird sich
unter Garanite niemand finden lassen, der in seiner Freizeit Gehirn-Suppe
zusammenbraut.
Gut, ich konnte dir hoffentlich helfen :-)
Moorhühnchen
16.06.2006, 16:35
wie brathühnchen oder wie das ausgekochte hühnchen für hühnerbrühe..
eklig.
Sorry für "Off topic", aber Moorhühnchen kriegt Angst!! :peace:
Nochmal an Holu:
Wie soll die Frau denn nach dem Kopfschuß weiterleben?
Vielleicht habe ich einfach nicht richtig gelesen, aber ist Dein Plan so, daß sie danach "schlimm-aussehend" ins Koma fällt und erst danach wieder "gesund" aufwacht - oder soll sie einfach "nur" blutüberströmt sein, aber von "Anfang an" relativ unversehrt sein?
Wie sieht es aus mit Spätfolgen, also zB. durch eventuelle spätere "epileptische" Anfälle durch einen Steckschuß in den Temporallappen... Ja, ich weiß meine Fantasie geht wieder mit mir durch, keine Ahnung ob sowas geht, aber ich find den Thread lustig... :-dance
Wie Gehirn riecht? Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, daß menschliches Gehirn genaso riecht wie das von Tieren - Du könntest also zu einem Metzger oder Bauern gehen, der noch selbst schlachtet und den mal fragen...
Ich bin auf diese Idee gekommen, da meine Mutter mir gestern ausführlichst geschildert hat, wie Hühner riechen, die mitsamt Federn verbrannt werden (auf'm Bauernhof großgeworden, wo selbst geschlachtet wurde ;-) ), also könnte ein Metzger sowas eventuell wissen... :-music
DocScarpetta
16.06.2006, 19:21
Wie Gehirn riecht? Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, daß menschliches Gehirn genaso riecht wie das von Tieren - Du könntest also zu einem Metzger oder Bauern gehen, der noch selbst schlachtet und den mal fragen...
GENAU! Kauf etwas Schweine/Rinder-Hirn und zünde es an! So was Experimentelles macht sich immer gut!
DocScarpetta
16.06.2006, 20:14
krank
Ja, eben!
Danke für die Tipps! Bin Vegetarier, die Idee mit dem Metzger ist praktisch, liegt mir aber sehr fern...
Ich hab jetzt einen Streifschuss genommen, der total blutig aussieht, der Mörder denkt also jau, erledigt, aber es ist alles halb so schlimm und Spätfolgen gibt es auch keine, bis auf ein verlorenes Ohr.
Eigentlich finde ich so eine Temporallappengeschichte und spätere Krämpfe interessanter - nur für die Geschichte, versteht mich bitte nicht falsch! - aber es wird dann glaub ich zu schwierig zu beschreiben, halt zu lang für den Umfang dieser Geschichte. Ich hätte es spannend gefunden, sich eine komplizierte Verletzung mit der entsprechenden erfolgreichen Therapie möglichst detailgenau auszudenken, wäre bestimmt ein interessanter Wissenszuwachs für mich gewesen. Vielleicht lerne ich ja irgendwann privat einen Arzt oder gar eine Pathologin kennen und es klappt beim nächsten Verbrechen. Jedenfalls vielen Dank für die Hilfe.
Ich dachte jetzt nicht an einen kompletten Meteoriten, sondern eher an winzige Splitter, vielleicht von der Größe einer Gewehrpatrone. Die würden niemanden komplett zerfetzen, allerdings wahrscheinlich beim Austritt ein riesiges Loch reißen!
Also, da hatte ich eigentlich anderes gelesen. Bzw. das Loch wäre so riesig, dass er dann doch zerfetzt.
Hatte da einen super TV-Bericht gesehen, davon hab ich leider keine Bilder. Aber mal zum Verhältnis Geschoßgröße/Auswirkung kann man bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Impactcraterformation_lmb.png) was gutes finden.
Ansonsten: Ohrverlust nach Streifschuß halte ich in den modernen Zeiten plastischer Chirurgie für unrealistisch.
Wieso? Kann die Ohrmuschel nicht teilweise weggeschossen sein? Heißt doch nicht, dass da nicht später mittels plastischer Chirurgie ein neues Ohr nachgebildet werden kann.
Bin unsicher, aber etwas so elastisches wie eine Ohrmuschel wird nach dem Durchschuß einer 9mm eher ein kleines aber blutendes Loch tragen.
Verlust klingt so, als würde die nur noch als Fetzen runterhängen.
Aber hey, ich arbeite in keiner Notaufnahme, vielleicht gibt's das ja doch..
DocScarpetta
20.06.2006, 08:57
Hängt IMO vom Geschosstyp ab. Vollmantelgeschosse verformen sich nach dem Aufprall kaum sondern durchschlagen das Gewebe. Es kommt eher zu Durchschüssen. Findet man aber eher in Langwaffen, Kleinkaliberwaffen und Sturmgewehren (bis max. 7,62mm), und war früher Standartmunition der Polizei (gefährdete aber die Passanten hinter dem "Opfer").
Wenn es ein Projektil aus einer Handfeuerwaffe ist, handelt es sich heutzutage meist um ein Teilmantelgeschoss, das sich im Gewebe verformt und größere Schäden anrichtet. Ist aber laut Haager Langkriegsordnung für Kleinkaliber- und Infanteriewaffen verboten, wegen der Schwere der Verletzungen.
Allerdings dürfte IMO die recht dünne Ohrmuschel nicht ausreichen, um das Projektil ausreichend abzubremsen.
Insgesamt aber eher die Faustregel: Durchschuss (Gewebe, Knochen) = Vollmantelgeschoss
war früher Standartmunition der Polizei (gefährdete aber die Passanten hinter dem "Durchschuss
Ich dachte, die grünen Jungs nehmen die Teilmantelgeschosse eher aus dem Grund, um einen Übeltäter auch wirklich zu stoppen.
Noch fieser ist der neueste Schrei aus den USA: Doppelkernmunition, wo der äußere Kern im Körper quasi detoniert und Embolisationen und Dissektionen auch in wundfernen Gefäßen verursacht. Daher kann man selbst bei einer Oberarmwunde durch Schäden der Herzkranzgefäße versterben :-((
Hoppla-Daisy
20.06.2006, 16:56
Na, dass die doch hier und da spinnen über'm Teich ist ja nix Neues :-kotz
Soll ein Täter töter als tot werden?
Nö, aber wenn man nicht richtig trifft, soll er trotzdem unschädlich gemacht werden.
Würd ich selber auch so machen.... wenn ich Schußwaffen benutzen wollte...
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.