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Festus
24.07.2006, 10:21
Ist echt verrückt, wie viele alle möglichen Sachen ohne Handschuhe machen. Egal wie viel Routine, dumm laufen kann es immer.

Rumpelstilzchen
24.07.2006, 10:24
Eine Mitstudentin hatte das große Pech, sich durch den Handschuh durch mit einer Nadel zu stechen. Es kam wie es kommen mußte, der Patient war HIV-positiv, und sie mußte eine Postexpositionsprophylaxe machen. Schön war das sicher nicht.

DocCoxen
25.07.2006, 07:34
bietet die prophylaxe denn 100prozentigen schutz? mit was für nebenwirkungen muss man rechnen?

Rumpelstilzchen
25.07.2006, 07:51
Ob es 100% sind, weiß ich nicht, aber es senkt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung sehr deutlich, wenn man es schnell und konsequent macht.

Die UAW dürften diejenigen der Anti-HIV-Medikation sein.

Hoppla-Daisy
25.07.2006, 08:05
Angeblich mach ne Interferon-Therapie nich sooo viel an UAW, aber da hab ich ganz andere Sachen gehört.

EDIT: Sorry, das bezieht sich auf die Hep C Therapie! Bin mir allerdings nicht sicher, ob das auch als PEP eingesetzt wird.

derAnda
25.07.2006, 11:51
Angeblich mach ne Interferon-Therapie nich sooo viel an UAW, aber da hab ich ganz andere Sachen gehört.

EDIT: Sorry, das bezieht sich auf die Hep C Therapie! Bin mir allerdings nicht sicher, ob das auch als PEP eingesetzt wird.

Interferone sollen bei einer Grippe für das beliebte Grippe "Feeling" mitverantwortlich sein. Daher hat man wohl auch unter Interferon Therapie ähnliche Symptome, die aber medikamentös (Paracetamol) einigermassen kontrollierbar zu sein scheinen.

^ Der obige Absatz stammt 1:1 aus ne Innere Tutorial zu Hep. Der Tutor war seienes Zeichens Endokrinologe ( mein Gott, hatten wir nen Spass bei dem DM Fall ...) und ich hab mir noch nie die Arbeit gemacht, des nachzuprüfen, also bitte korrigiert mich.

Sosnt bei Virustatika: KM Schäden, GIT Beschwerden, Kopfschmerz, Depression... lauter schönens Zeug.

michael333
11.01.2007, 14:48
Habe mich heute mit einer gebrauchten Nadel zu Blutzuckerbestimmung gestochen. Also so einem Aufsetzer mit dem man den Patienten in Finger oder Ohrläppchen sticht.
Zwei gebrauchte Nadeln lagen einfach zwischen den unbenutzten herum (Bekloppte Krankenschwestern!, sorry aber wie kann denn so etwas sein?!?).
Insgesamt wurde auf der Station, auf der ich das KPP mache bei drei Patienten zuvor am morgen der BZ bestimmt. Einer davon ist HIV-positiv.
Ich habe keine krankhafte Angst vor Infektionen, auch wenn man sich natürlich so seine Gedanken über Ansteckungsgefahren macht.
Aber ganz ehrlich: In der ZNA hatte ich ganz schön Bammel.

Jetzt sehe ich das ganze mit anderen Augen, nachdem laut einer "Spezialistin" des Uniklinikums Essen das Risiko sich anzustecken mit einer Hohlnadel (war es ja nicht) bei 0,3% liegt - steht ja hier oder in einem anderen Beitrag ja auch. Bei mir ist das Risiko also fast gleich 0, zumal nicht sicher ist, dass es die Nadel des HIV-positiven war.

Mir wurde natürlich Blut abgenommen und das ganze soll jetzt noch mal in 6, 12 Wochen und 3 Monaten gemacht werden.
Wann kann ich wirklich sicher sein, dass ich mich nicht angesteckt habe?


Michael, der bis heute morgen nie gedacht hätte, dass ihm so etwas mal passiert.

Doctöse
11.01.2007, 15:48
Oha, auf welcher Station unseres Klinikums bist du denn? :-((

War die "Spezialistin" aus der Immu? :-)) (Ich mag die Immunologen).

Ich kann dir dazu folgendes sagen: Um die größtmögliche Testsicherheit zu erreichen, wird eine Wartezeit von etwa 3 Monaten nach dem Vorfall empfohlen, weil sich bis dann bei den meisten Menschen nach einer Infektion HIV-Antikörper gebildet haben. Das Testergebnis gilt als sehr zuverlässig.

michael333
11.01.2007, 15:55
Danke für deine Antwort.

Ich bin nicht im Klinikum als KPPler. Wurde dort aber vom Arzt in der Notaufnahme hingeschickt, weil "die dort einfach mehr Ahnung davon haben". War im Haus A der Hautklinik.
In welchen Krankenhaus ich bin verate ich lieber nicht (man weiß ja nicht, ob sich da jemand von hier tummelt ;-) ), aber es gibt nicht viele vollkommen chaotische Unfallchirurgien im Norden Essens.....

Bille11
11.01.2007, 17:19
das klingt cool, sag schon wo das ist, ich MUSS da arbeiten.. chaos UND unfallchirurgie.. meine 2 stichworte :-)

michael333
11.01.2007, 17:36
Dann mal ab mit dir ins "Phillip".
Wenn ich mir in dessen Nähe ein Bein breche, ruf ich statt des RTWs ein Taxi, dass mich 5km weiter ins Einzugsgebiet eines anderen Krankenhauses fährt.

michael333
11.01.2007, 17:52
Aber back to topic.
Für den unwahrscheinlichen Fall, ich hätte mich angesteckt (Gott behüte!), ist es dann möglich, dass ich schon Stunden nach Ansteckung grippeähnliche Symptome aufweise.
Habe seit ein paar Stunden Halsschmerzen, Husten und fühle mich ein wenig mies. Bei wikipedia ist von solchen Symptomen bei HIV-Ansteckung die Rede, aber erst nach einer Zeit von etwa 14 Tagen.

Ich weiss ich mache mich ein bisschen verrückt, aber das ist für mich eine völlig neue Situation zu wissen, dass es möglich ist sich mit einer so schlimmen Krankheit angesteckt haben zu können; entgegen dem Wissen, wie unwahrscheinlich es ist.

Bille11
11.01.2007, 18:05
das sind eher die nerven...*tröst* keep cool und warte einfach mal n bissl ab..

Bettpfannenwechsler
11.01.2007, 18:07
Hallo Michael,
wie Du schon geschrieben hast ist das Risiko der Infektion sehr gering wenn auch nicht 0. Hast Du denn danach die Blutung gefördert und eine ausreichende Desinfektion durchgeführt?
Mit eine Rolle spielt auch die Viruslast des Patienten wenn es seine Nadel gewesen wäre.
Ich weiß aus eigener Erfahrung (Hepatitis C, megahohe Viruslast, Junkie, kein HIV Test vorliegend auch BZ-Stix......) wie sich das so anfühlt. Aber ich möchte Dir hiermit Mut machen. Mir ging es ähnlich wie Dir, ich habe nur noch irgendwelche Symptome bekommen, meine Leber hat gepiext und ich war total wahnsinnig. Letztendlich ist bei Hepatitis C die Übertragungsgefahr höher als bei HIV. Und die Inkubationszeit mit 180 Tagen deutlich länger.
Ich habe es nicht bekommen.
Also, jetzt heißt es Ruhe bewahren. Und die Zeit die bis zur letzten Blutentnahme zunächst sehr lange scheint vergeht dann doch schnell.
Das was Du mit diesen Grippesymptomen beschreibst steht denke ich in keinem Zusammenhang mit der Nadelstichverletzung.
Ich habe damals nach 4 Wochen eine PCR machen lassen. Nach 6 Monaten wird in der Regel die letzte Blutentnahme durchgeführt. Bei manchen Betriebsärzten auch nach 12 Monaten (meist 6 Monate).

LG die Bettpfanne

Lass die Ohren nicht hängen!

michael333
11.01.2007, 18:25
Hallo Michael,
wie Du schon geschrieben hast ist das Risiko der Infektion sehr gering wenn auch nicht 0. Hast Du denn danach die Blutung gefördert und eine ausreichende Desinfektion durchgeführt?

Desinfiziert habe ich natürlich sofort und das mehrmals. Dass man die Blutung fördern sollte (wie ich beim recherchieren hier im Forum auch schon gelesen habe), wusste ich nicht und es kam mir auch gar nicht in den Sinn. Obwohl es schon einleuchtend ist. Allerdings war der Einstich sehr klein.



Ich weiß aus eigener Erfahrung (Hepatitis C, megahohe Viruslast, Junkie, kein HIV Test vorliegend auch BZ-Stix......) wie sich das so anfühlt. Aber ich möchte Dir hiermit Mut machen. Mir ging es ähnlich wie Dir, ich habe nur noch irgendwelche Symptome bekommen, meine Leber hat gepiext und ich war total wahnsinnig.
*diebrustmutigernachvornestreck* Ja ich denke man wird schon hypochondrisch. Und ich hoffe, dass wenn ich mal eine Nacht drüber schlafe, der Verstand über die Angst siegt.


Und morgen reiß ich mich zusammen, damit ich einer lieben Schwester nicht die Fresse poliere. Glaubt man kaum, aber als ich sagte, dass mich der Arzt zum Klinikum schickt und ich jetzt vorzeitig gehe, meinte sie "morgen hängst du dann einfach die zeit dran" :-???

die chondropathia
11.01.2007, 18:26
Hach...schon wieder so ein Panikmacher. Da ist man schon fast geneigt "Don`t feed the troll!" zu schreiben! :-D

Im Ernst: Zu fast jedem Symptom bzw. jeder Symptomatik gibt es eine Fülle von Differentialdiagnosen...die es auszuschließen gilt, wenn man tatsächlich leidet oder aber sich die Beschwerden aggravieren.

Wichtig dabei ist, dass es Alternativen zu Medizinerleins Blockbustern gibt, also AIDS, KREBS, HEPATITIS.

Jammern entspricht dabei einem diagnostischen/ therapeutischen Nihilismus und führt nicht weg von irgendeiner Differentialdiagnose - und erst recht nicht von allem unaufhaltsam todbringendem....


DC, der den Schritt der Threaddebütantin gut und konsequent fand, einfach einen Test zu machen - denn was nützen schon Wahrscheinlichkeiten im individuellen Fall? :-stud

Bettpfannenwechsler
11.01.2007, 18:30
@michael: ne, ne Du das machste nicht (länger bleiben)! Das ist ein Arbeitsunfall. Du musst mal abklären über wenn Du da als Krankenpflegepraktikant versichert bist. Über die Uni vermutlich noch nicht oder? Frag da mal nach. Bei mir war das dann voll kompliziert, einerseits Studentin andererseits habe ich mir da die Nächte um die Ohren geschlagen um Kohle ranzuschaffen......
Und sag den lieben Schwesterchen dass es eine Stationsbegehung geben wird wenn die so alte Stixer in die Box zurückschmeißen, da werden sie ein kleines größeres Problemchen mit dem Betriebsarzt bekommen. Du hast das hoffentlich in den Unfallbericht geschrieben..........

Nicht ärgern, Du wirst sehen das wird schon!

Gersig
11.01.2007, 18:31
@DC: vollkommen daneben dein Beitrag :-meinung

die chondropathia
11.01.2007, 18:37
@DC: vollkommen daneben dein Beitrag :-meinung

Stimmt, er beleuchtet alles aus einer anderen Perspektive, :-)

DC, dankt für die differenzierte Auseinandersetzung :-top

Doctöse
11.01.2007, 18:39
@DC: vollkommen daneben dein Beitrag :-meinung
Das ist auch meine Meinung. Ich sag mal, jetzt hat der Ar$ch Kirmes. DC, entweder, DU trollst in deinen Spamfreds oder gibst mal vernünftigen Rat, anstatt hier einfach Häme gegenüber Ratsuchenden bei einem derart sensiblen Thema zu äußern!

Der Test wurde schon längst gemacht, michael333 wollte lediglich wissen, ab wann man mit einem sicheren Testergebnis rechnen kann. Vielleicht bist du gegen HIV so Immun wie gegen Kritik? Du hast den Borgen mal wieder überspannt. Halt dich das nächste mal doch bitte zurück! Und nein, du bist NICHT witzig.