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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spritzenphobie heilen



Mari1971
01.08.2006, 16:09
Hallo zusammen,

ich habe mal eine etwas „seltsame Frage“ an Euch.

Ich leide schon seit immer an einer ausgeprägten Spritzenphobie, die so weit geht, dass bei mir ein 100 %iges Vermeidungsverhalten auftritt.

Inzwischen habe ich es wenigstens geschafft, mir mit Hilfe von Emla-Pflastern Blut abnehmen zu lassen usw.

Eine Therapie deswegen ist erfolglos zu Ende gegangen, auf dem Weg komme ich nicht weiter…

Nun habe ich in meinem näheren Freundes- und Bekanntenkreis einen Hypnotiseur dabei, der jedoch keine medizinische Ausbildung hat.
Mittels Hypnose ist es möglich, die Angst zu lindern, aber auch möglich, die Schmerzwahrnehmung abzustellen. Man kann so auch lernen, den Schmerz hierbei selbst abzustellen.
Mein Ziel ist es nun, auf dem Weg mein Problem zu lösen und ich bin im Moment sehr zuversichtlich, dass dieser Weg der richtige für mich ist und ich es endlich schaffen werde :-)

Allerdings möchte ich das Ganze auch während der Hypnose real testen, weil ich sonst nicht darauf vertraue, dass das wirklich funktioniert und meine Angst und mein Schmerzempfinden auch weg sind.

Dazu möchte ich Einwegspritzen und Einwegkanülen besorgen und mich echt stechen lassen. Leider scheint es keine anderen Nadeln dafür zu geben als Hohlnadeln – in wie weit ist das gefährlich, wenn man nicht beabsichtigt Luft rein spritzt?

Der Hypnotiseur ist der Meinung, es ist dennoch gefährlich, wenn, dann müsste man wenigstens Kochsalzlösung in die Spritze füllen, um sicher zu gehen, dass keine Luft eindringen kann (die soll natürlich nicht injiziert werden)
Weiter besteht die Angst, damit ernsthafte Verletzungen als Laie anrichten zu können, also z. B. irgend welche Venen und Adern zu zerstechen o. ä. (wobei die Nadel natürlich nur mit der Spitze in die Haut gestochen werden soll, nicht weiß Gott wie tief…)

Ich möchte diesen realen Test dennoch unbedingt – er ist einfach wichtig für mich, um mir sicher zu sein, ich kann das Gefühl aushalten – oder noch besser noch, ich kann den Schmerz jetzt abschalten.
Ich sehe mich nur dann als „geheilt“, wenn ich das zulassen kann.

Nun meine spezielle Frage – an welchen Stellen ist diese Aktion ungefährlich, so dass nichts ernsthaftes passieren kann?
Eigentlich wäre es in meinem Interesse, das auch am Arm, am besten in der Nähe der Armbeuge zu testen, weil man real dorthin ja am häufigsten sticht – aber da dort viele Venen verlaufen, wird das vermutlich mit am gefährlichsten sein, oder?

Über Eure Tipps und Anregungen freue ich mich schon sehr.

Liebe Grüße
Mari

Evil
01.08.2006, 16:16
Aus Gründen des Infektionsschutzes und weil man tatsächlich empfindliche Strukturen (z.B. Nerven) verletzen kann, würde ich dringend davon abraten, das von einem Laien machen zu lassen.
:-meinung


Versuche lieber, einen Termin bei Deinem Hausarzt zu bekommen, und laß Dich vorher hypnotisieren.

Mari1971
01.08.2006, 16:45
Hallo Evil,

Danke für Deine schnelle Antwort.
Sicher hast Du vollkommen Recht, mir davon abzuraten.

Das Problem ist, dass der Hypnotiseur nicht in meiner Nähe wohnt, so dass wir nicht zusammen zu meinem Hausarzt gehen können.
Ich muß erst viele km zu ihm hin fahren - er kann und würde dafür nicht extra zu mir kommen.

Ich müsste also alleine zum Hausarzt gehen - und das traue ich mich vor einem praktischen Test in Hypnose nicht (ja außer mit Emla-Pflaster - aber genau davon will ich ja weg...) :-(

Deshalb wollte ich mich erkundigen, an welchen Körperstellen die wenigsten Adern und Venen verlaufen und an welcher Stelle sich ein möglicher Schaden am ehesten vermeiden lässt - auch wenn das Ganze eigentlich sehr unvernünftig ist.

Selbstverständlich wollen wir keine Nadel cm-tief einstechen, sondern nur ein paar mm, also unter die Haut.
Aus Sicherheitsgründen verwenden wir auch nur sterile Einwegkanülen. Hautdesinfektionsspray habe ich ebenfalls besorgt.