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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie sieht der Arbeitstag in der Radiologie aus?



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netfinder
30.10.2009, 14:36
Um es kurz zu beantworten. Deine mangelnden Physik-Kenntnisse sind zwar zu bedauern - und für die Prüung in gewissen Ländern auch nicht gerade förderlich- doch kommt es natuerlicherweise hauptsaechlich auf deinen anatomischen Wissenschatz und die Befundung an.

HorstHützel
31.10.2009, 17:24
Ein gewisses technisches Verständnis sollte man schon haben
und Spass mit der Arbeit am Computer sowieso.
Grad beim Rekonstruieren tut man sich sonst als PC-Nulpe schwer...

Bin vor 4 Wochen aus einem kleinen chirurgischen Fach in die Radiologie gewechselt, gleich in die CT-Mühle geschmissen worden und....es ist GEIL !:-top

HH

Shyldoc
31.10.2009, 18:36
In meinem PJ Haus war das allerdings anders. Da hat man am CT angefangen und wurde nach 1-2 Monaten mit den ersten Diensten konfrontiert. Habe von Kollegen auch Erfahrungen über diese beiden Varianten erhalten...jede hat Vor- und Nachteile....


Wie klappt das da mit der Fachkunde CT? Braucht man die nicht für die Dienste?

Schlumpfi21
01.11.2009, 09:35
Wie klappt das da mit der Fachkunde CT? Braucht man die nicht für die Dienste?

Gute Frage....die haben die frisch von der Uni kommenden Assistenzärzte natürlich noch nicht gehabt....irgendwie wurde das, glaube ich, über die anordnenden Chirurgen etc., die die Fachkunde haben, gemauschelt.....aber richtig ist das natürlich nicht....

Narcanti
01.11.2009, 22:09
Ein gewisses technisches Verständnis sollte man schon haben
und Spass mit der Arbeit am Computer sowieso.
Grad beim Rekonstruieren tut man sich sonst als PC-Nulpe schwer...


Also ich habe durchaus Spass an der Arbeit am PC und kenne mich auf dem Gebiet auch ganz gut aus, das heißt aber nicht, dass ich auch den physikalischen Hintergrund habe...habe ich bis dato auch nie gebraucht.
Ich kann mir vorstellen, dass sowas in der FA-Prüfung schon Thema ist, aber im Arbeitsalltag doch nicht, oder?

HorstHützel
03.11.2009, 20:47
Nee...nicht wirklich, aber ein paar Einheiten sollte man schon kennen....und ein wenig Allgemeinwissen (Gonaden + Röntgen = nix gut)

Das CT wird ohnehin von MTRAs gefahren, schadet aber nichts, wenn man sich das mal zeigen lässt, ist auch durchaus zu erlernen und kein Hexenwerk. Manche Kollegen sehen das allerdings anders...

Vieles ergibt sich auch erst "on the job"

HH

der_querulator
04.11.2009, 20:15
Sind denn die "Arbeitsbedingungen" in Radio wirklich so toll?

Also ich nehme morgens um 8 mein Diktiergerät in die Hand und fange an zu diktieren, bin dann etwa um 19 Uhr damit fertig (Mittags allerdings Pause und Fortbildung, ab und zu nen Kaffee). Dazu klingelt mein Telefon zwischen 10 und 50 mal am Tag. Wenn ich abends noch Zuweiser anrufe, um einen Befund durchzugeben, sind die schon oft weg, während ich noch da sitze. Diktieren ist konzentrierte, geistige Arbeit und damit anstrengend. Für klinisch tätige Ärzt: etwa zu vergleichen mit dem diktieren eines Arztbriefes. Also den ganzen Tag Arztbriefe schreiben. Und das ist ja idR nicht die beliebteste Tätigkeit der klinischen Kollegen.

Klar, man erspart sich den Trubel auf Station, der extem schlauchen kann. Aber an vielen Tagen (z.B. im CT) wollen auch ständig gefühlte tausend Leute was von mir gleichzeitig.

Ich mag meinen Job sehr gerne, aber Leute die in die Radio gehen, weil sie meinen dort würde es faul zugehen, die täuschen sich doch recht oft, wie ich schon an manchen Kollegen beobachten konnte... Und radiologische Dienste können richtig heftig werden.

tb303
16.12.2009, 21:55
Also ich habe in den Famulaturen und im PJ Thoraxe befunden müssen und als ich dann mit der FA Ausbildung begann musste ich erstmal 3 Monate in den US und den erlernen. Danach CT, zwischendurch Knochen, Durchleuchtung. Dann MRT, Myelografie und je mehr man macht umso mehr kann man dann selbständig arbeiten. Dann Angiografien, es beginnt mit BBA´s dann Kopf, Interventionen (Stent, Embolisationen, PTA etc macht hauptsächlich Chef und OA´s)
Zusätzlich muss ich nun auch Konferenzen machen, Chirurgie, Innere.
Ich beginne um 7 Uhr und gehe an zwei Tagen um 16 Uhr, sonst 15.30 Uhr, Freitag 14.30 Uhr.
Ca. 600 bis 700 Betten- Haus, akademisches LKH.

HorstHützel
18.12.2009, 19:56
Da sieht man, wie das Ganze am Personalstand hängt.
Wir sind momentan unterbesetzt, es fehlen Assis und Oberärzte, so
befunde ich jeden Abend bis 19.00 für lau, nur damit am nächsten
Werktag nicht alles über mir kollabiert :-(.
Trotzdem macht's noch Spass und ich muss noch keine Dienste machen.

HH

sneufeld
15.10.2019, 13:09
Die Orthopädie hier stand mal ein Werbelink ist dafür auch zuständig und ich fühle mich dort sehr aufgehoben!

tarumo
15.10.2019, 13:51
wenn schon Werbelinks, dann bitte im passenden Thread und nicht 10 Jahre alte Leichen ausgraben. Oder reichen dafür die Deutschkenntnisse des Bots nicht?

GelbeKlamotten
15.10.2019, 15:02
Schade, dass das nur eine Threadleiche ist, wollte gerade schon eine Diskussion anregen, wie die Chirurgen im Haus von „Schlumpfu21“ wohl an die Fachkunde CT gekommen sind :D

tarumo
15.10.2019, 15:26
Schade, dass das nur eine Threadleiche ist, wollte gerade schon eine Diskussion anregen, wie die Chirurgen im Haus von „Schlumpfu21“ wohl an die Fachkunde CT gekommen sind :D

Durch die Unterschrift des zuständigen Radiologen und anschließende Beantragung:-)) - und am Anfang gepflegtes Ignorieren der Vorgaben.
Vielleicht gibt´s beim Werber auch auch Fachkunden zu kaufen, der Bot schrieb, er wäre zuständig...

Federgt
15.10.2019, 19:41
Könnten ja den reanimierten thread nutzen. Habe als Nuki Anfänger angefangen das CT-Kursbuch durchzuarbeiten. Habt ihr noch andere Ideen wie ich meine CT Befundfähigkeiten verbessere? Was habt ihr am Anfang benutzt außer die Befundbesprechung?

freak1
15.10.2019, 19:53
Radiologyassistent ist für manche Sachen gut.

Ansonsten: Learning by doing.
Bei uns sogar regulär ohne Befundbesprechung (nur auf Nachfrage). ;)

schnix25
15.10.2019, 20:40
Radiologyassistent ist für manche Sachen gut.

Ansonsten: Learning by doing.
Bei uns sogar regulär ohne Befundbesprechung (nur auf Nachfrage). ;)

Habe ich das richtig verstanden, dass bei euch CTs nicht fachärztlich besprochen werden? Wie bekommt man bei euch dann Rückmeldung ob die eigenen Befunde überhaupt korrekt sind?

freak1
15.10.2019, 21:09
Du liest danach den FÄ vidierten Befund und schaust was geändert worden ist. :-nix
Bei groben Sachen wirst du schon angerufen, aber für Kleinigkeiten halt nicht.

schnix25
15.10.2019, 21:14
Und das System findet ihr gut? Ich stell mir das ziemlich aufwendig vor bei jedem einzelnen Befund nachzuforschen was geändert wurde. Und die Lehre bleibt ja dabei auch iwie auf der Strecke.

freak1
15.10.2019, 22:16
Ist bei unseren Fallzahlen einfach nicht möglich, weder auf Assistenten- noch Fach-/Oberarztebene. Nach 'ner Weile bekommst du das echt gut hin und erkennst schnell den fremden Stil wenn was geändert wurde.
Wenn was unklar ist kannst du das natürlich besprechen, aber was bringt es dir 20 Staging CTs hintereinander zu besprechen? Neuer Rundherd, größerer Rundherd, kleinerer Rundherd, etc, das bekommt man doch schnell selber hin.

GelbeKlamotten
16.10.2019, 04:31
Habt ihr keine Anzeige, welche stellen im Befund verändert wurden? Bei uns wird das farblich hervorgehoben. Stelle ich mir ja äußerst unpraktisch vor, wenn man den ganzen befund noch mal lesen muss um eventuelle Änderungen mitzubekommen...