PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anerkennung in Deutschland?



Seiten : 1 [2]

Midsummer
07.10.2006, 20:45
Macht mal kein Streß! und behaltet mal diese halbwahrheiten für euch!

Niemand möchte den Turnus behalten, bzw. geht es bei der Diskussion gar nicht um den Turnus. den würde man eventl. sogar beibelassen. Ne hier geht es um die Ausbildung des Allgemeinmediziners. und die is mit dem Turnus unter aller sau. Dass der Allgemeinmediziner auch ein Facharzt sein muss, hat sich auch beim letzten beamten vom öster. Gesundheitsministerium nun endlich rumgesprochen.

Das abschaffen des Turnus wird aber noch min. 2 Jahre dauern. Jetzt im Oktober soll das Projekt für das erstellen einer entsprechenden Gesetzes-Novelle starten.
Mal sehen wie die wahl diese sache beeinflußt..

Da in dieser Sache aber bei allen Partein, ärztekammer, dachverbänden usw. Konsens herrscht leg ich mich mal fest: Den Turnus wird es in 5/6 Jahren nicht mehr geben. ;-)

San Pellegrino
07.10.2006, 21:03
Macht mal kein Streß! und behaltet mal diese halbwahrheiten für euch!Welche halbwahrheiten ?


Ne hier geht es um die Ausbildung des Allgemeinmediziners. und die is mit dem Turnus unter aller sau. Dass der Allgemeinmediziner auch ein Facharzt sein muss, hat sich auch beim letzten beamten vom öster. Gesundheitsministerium nun endlich rumgesprochen. isset in d mit dem fa, den man sich selbst organsieren und stückeln muß, besser ? wo man in d in den meisten ländern nicht einmál kinderheilkunde als pflichtfach für den allgemeinmediziner hat ? der ö allgemeinmediziner ist eu-weit dem fa für allgemeinmedizin gleichgesetzt und damit in d ein fa für allgemeinmedizin, weil die eu dafür eine minimalausbildung von 3 jahren fordert. und die hat ö.
in ö ist der allgemeinmediziner qua lege nach wie vor kein fa. du kennst dich also leider nicht aus, da braucht sich nichts herumzusprechen, das ist einfach in ö nicht so. und die eu fordert auch keinen fa in allgemeinmedizin, sie normiert lediglich die ausbildungszeit.


Das abschaffen des Turnus wird aber noch min. 2 Jahre dauern. Jetzt im Oktober soll das Projekt für das erstellen einer entsprechenden Gesetzes-Novelle starten.
Mal sehen wie die wahl diese sache beeinflußt..
woher hast du denn diese info ?


Da in dieser Sache aber bei allen Partein, ärztekammer, dachverbänden usw. Konsens herrscht leg ich mich mal fest: Den Turnus wird es in 5/6 Jahren nicht mehr geben.
na, du scheinst ja den durchblick zu haben und der oberchecker zu sein. konkrete quellen ? was die ärztekammer will, juckt die parteien meist wenig. usw. auf jeden fall wird man den üppigen hakenhalternachschub/rr-oratorennachschub in den ö spitälern nicht gerade minimieren durch kürzung der turnuszeit. also mal halblang und kleinere brötchen backen hier, denn das system läuft derzeit wie geschmiert. je länger die jungmediziner im stationären bereich dienen müssen, umso besser für die spitäler. und die sind in ö praktisch nur in öffentlicher hand. man wird sich doch die sklaven ganz unten nicht selber wegzaubern, oder ? :-wow

Midsummer
08.10.2006, 08:35
:-peng :-oopss :-wow

Google mal dann kommst du auf Artikel wie diesen hier

http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=4722

p.s. ich hab nie behauptet, dass ö einen facharzt für AM hat. nur dass man bei der momentanen situation und qualität dringend einen braucht.

San Pellegrino
08.10.2006, 09:00
Hätti-tatti-wari: nichts ist fix, es gibt höchstens einen märchen-zeitplan, absichtserklärungen über absichtserklärungen seitens der allgemeinmediziner und den massiven wunsch der allgemeinmediziner, daß ihnen die allgemeinheit ("reformpool") das, was schon bisher nicht einmal mit gesetzlich vorgeschriebenen 6 monaten lehrpraxiszeit funktioniert, auf einmal 18 monate lang löhnen soll: billige praxishelfer. und einen nachfolgerlaufsteg am tablett. nennt sich eben "lehre". muß ich aber nicht selbst bezahlen, als unternehmer. klasse, eigentlich. grundquali für das "teaching": kassenpraxis. sonst nichts. na, serwas !

darauf läuft es hinaus. und sonst auf garnichts. wenn man die qualität der allgemeinmediziner heben wollte, müßte man bloß die schon jetzt geltenden ausbildungsregularien umsetzen - schert keinen, zu aller oberst nicht die ärztekammern, die für die qualitätskontrolle zuständig wären. da werden die turnusärzte im krankenhaus und in praxen mit übelsten, arztfremden arbeiten zugetextet, es hagelt anzeigen, aber passieren tut exakt null. und das soll in zukunft besser werden ? am mond kann man auch leben.

studienreform richtung allgemeinmedizin ? fehlanzeige. aber eine diplomarbeit braucht es, damit die in den regalen der bibliotheken verstaubt.

lehrstühle für allgemeinmedizin ? lediglich in wien (praktisch inexistent) und an der pmu, wohin allerdings ein frisch habilitierter deutscher aus gießen weggelaufen ist und noch nie im österr. gesundheitswesen gearbeitet hat, also höchstens keine ahnung von den zuständen hier in der arbeitsrealität haben kann. nicht sehr ermutigend.

und ein riesenproblem würde mit den dann "besser" ausgebildeteten fä auftreten, von dem bisher keiner spricht: würden sie bei kassenvertragsvergaben den bisherigen allgemeinmedizinern vorgezogen werden ? logisch wäre es, aber nicht ratsam. sie würden also über jahre, wenn nicht jahrzehnte hinweg bei der kassenstellenvergabe keinen zeitvorteil gegenüber den jetzigen allgemeinmedizinern genießen können. wie bitte ? das tut sich dann doch keiner an, zumal die 18 monate lp von der bezahlung her bei weit unter 1000€ netto / monat liegen sollen. wie schon jetzt, wo sie teilweise sogar "unbezahlt" gemacht wird !

Sackbauer
08.10.2006, 19:20
Macht mal kein Streß! und behaltet mal diese halbwahrheiten für euch!

Niemand möchte den Turnus behalten, bzw. geht es bei der Diskussion gar nicht um den Turnus. den würde man eventl. sogar beibelassen. Ne hier geht es um die Ausbildung des Allgemeinmediziners. und die is mit dem Turnus unter aller sau. Dass der Allgemeinmediziner auch ein Facharzt sein muss, hat sich auch beim letzten beamten vom öster. Gesundheitsministerium nun endlich rumgesprochen.

Das abschaffen des Turnus wird aber noch min. 2 Jahre dauern. Jetzt im Oktober soll das Projekt für das erstellen einer entsprechenden Gesetzes-Novelle starten.
Mal sehen wie die wahl diese sache beeinflußt..

Da in dieser Sache aber bei allen Partein, ärztekammer, dachverbänden usw. Konsens herrscht leg ich mich mal fest: Den Turnus wird es in 5/6 Jahren nicht mehr geben. ;-)


Das ist aber leider alles nur ein midsummer-dream.....

Das Posting ist suess, noch so lieb naiv.

Midsummer
11.10.2006, 20:59
Toller Kommentar, Scherzkecks! ;-)

Sack zu, Bauer!

Tigga
25.01.2007, 16:40
Mich würde mal interessieren wie das ganze Spiel umgedreht aussieht:
Kann man mit deutschem Studienabschluss ohne Probleme in Österreich arbeiten- also in der Facharztausbildung einsteigen?
Bei mir ist es zwar noch lange nicht soweit, aber ich würde schon gern einen Teil des PJs (ja, ich weis, eher unmöglich) und Facharztausbildung in Ö machen..

Hat da jemand Erfahrungen?
Lg Tigga :-winky

Sackbauer
25.01.2007, 17:40
Ja, du kannst mit deutscher Approbation als Assi hier anfangen. Allerdings de-facto nur an Unikliniken, da in der realen Welt ein Turnus (3-jaehrige "Grundausbildung") vorausgesetzt wird (wofuer selbst Oesis mitunter 3-Jahre Wartezeit in Kauf nehmen). PJ ist in Oe nicht moeglich, da dir die Uni die noetige Bestaetigung nicht ausstellt.

San Pellegrino
25.01.2007, 17:51
Kann man mit deutschem Studienabschluss ohne Probleme in Österreich arbeiten- also in der Facharztausbildung einsteigen?

Frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber......

Also: Rechtlich gibt es keine Probleme mit dem deutschen Studienabschluß, um in österr. die FA-Ausbildung zu machen.

ABER: Was der Österreicher nicht kennt, das frißt er nicht. Sprich: Facharztausbildungsplätze sind natürlich in Österreich auch sehr begehrt und im Vergleich zu D rel. rar. Deshalb nimmt man meist Leute mit Beziehungen (aus Österreich) und/oder Leute, die da im Krankenhaus schon die Ausbildung zum Allgemeinmediziner, also den Turnus, gemacht haben. (Das kann auch mal ein Deutscher sein, aber selten.) Dem Arbeitgeber also schon etwas "gebracht" und sich bewiesen haben....

Dauert meist mehr als 3 Jahre.

Dann kann es sein, daß man das eine oder andere Jährchen Stationsarzt ist, bevor man in den FA kommt.

Und die FA-Ausbildung dauert in Ö 6 Jahre. Nochmal 6 Jahre.

Und Leute, von denen man annimmt, z.B. Ausländer, daß sie ohnehin nach der Ausbildung nicht an der Abteilung oder in der Region (Zuweiser) bleiben könnten, haben es da doppelt schwer.

Blindbewerbungen sind sinnlos.

Einzig an Unikliniken KÖNNTE man mit guter wissenschaftlicher Reputation von außen eine Chance haben - KÖNNTE. Weil da natürlich auf genügend Ösis drauf spitzen, die da schon an der betreffenden Klinik jahrelang herumlungern (Forschung, Gastarzt...).

In Summe: Netter Ansatz, aber sinnlos.

Und für den Turnus dürfte man als EU-Ausländer ewig warten.....

klotzi
17.06.2007, 03:40
Der knackpunkt nach dem studium außerhalb österreichs ist die erlangung einer approbation (in österreich bekommtm an die mit dem turnus). in deutschland bekommt man die approbation nicht (mehr), sodaß man in deutschland keine facharztausbildung mit österr. studium abschließen kann.
KAnnst du das bitte nochmal ein bisschen genauer erklären?
Was meinst du mit "in deutschland bekommt man die approbation nicht"?

Dr. Pschy
17.06.2007, 10:48
Er meint damit, dass man mit einem oesterreichischen Studienabschluss in Deutschland nicht die Approbation ausgestellt bekommt, so wie es mit einem deutschen Studienabschluss der Fall waere.

Man kann aber trotzdem das arbeiten anfangen, denn die Erteilung einer Berufserlaubnis stellt keinesfalls ein Problem dar. Auch das Abschliessen der Facharztausbildung in Deutschland ist moeglich, allerdings muss diese dann in Oesterreich zur Anerkennung vorgelegt werden, und nach Erfolgter Anerkennung muss in Deutschland dann in Deutschland die Approbation beantragt werden. Alles in allem umstaendlich und kompliziert, aber machbar.

doncarlos
17.06.2007, 16:55
Also an ALLE nochmal zum aufschreiben, wer in Österreich Medizin studiert hat KEINE Chance einen Wechsel nach Deutschland zu machen, es war mal teils möglich aber damals auch nahezu unmöglich. Allein die Tatsache, dass in Deutschland man hin zum Staatsexamen arbeitet und Vorklinik und Klinik hat und in Österreich nur ein Diplom macht, erschwert die Lage sehr. Hinzu kommt, dass Österreich Mediziner ausbildet für sich und nicht für andere Länder, deswegen ist es auch politisch abgesichert, das kein Wechsel möglich ist. Letzteres hat Deutschland maßig Medizinstudenten und Ärzte. In Deutschland gibt es 34 Hochschulen für Meidzin im Gegensatz zu Österreich, wo es nur drei gibt. Also auch hier Pustekuchen, die Behörden/Ämter erkennen wenig oder gar keine Scheine an und sagen "Pech gehabt". Das ist die bittere REALITÄT wenn man im Studium von Österreich nach Deutschland wechseln will

Dr. Pschy
17.06.2007, 19:25
Von Studienortwechsel war auch nicht die Rede. Ausserdem selber schuld, wer zurueck nach D geht, das neue Curriculum (zumindest in Wien) ist viel viel besser als die Strukturierung in Deutschland (trotz neuer AO).

g3o85
17.06.2007, 23:30
Von Studienortwechsel war auch nicht die Rede. Ausserdem selber schuld, wer zurueck nach D geht, das neue Curriculum (zumindest in Wien) ist viel viel besser als die Strukturierung in Deutschland (trotz neuer AO).

Das ist deine Meinung...

Nip/Tuck
18.06.2007, 16:46
Ohne jetzt als blöd zu erscheinen ;)
Wenn ich das ganze hier richtig verstehe, ist es nicht möglich nach D zurück zu gehen und sein FA zu machen (direkt nach dem Studium), aber wenn ich nach dem Studium in die Schweiz gehen würde/wollte/könnte dann kann ich dort direkt meine FA dranhängen ohne den Turnus zu machen?

bin ein bisschen verwirrt. sorry

fliX
18.06.2007, 19:13
Ich verweise jetzt einfach mal auf folgenden Thread: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=36087