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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Private Krankenversicherung



Coronavirus
02.10.2006, 12:57
Hallo zusammen,
wollte mal die Frage stellen, wer von euch alles privat krankenversichert ist. Habe nächsten Monat die Altersgrenze meiner Krankenkasse überschritten, so dass ich nun nicht mehr familienversichert bin.

Jetzt stellt sich natürlich für mich die Frage, ob ich weiterhin gesetzlich versichert bleiben soll, oder ob es günstig ist, bereits jetzt während des Studiums (4. klinische Sem.) in eine private Kasse zu wechseln. Was macht Sinn??

Freu mich über eure Meinungen diesbezgl.
Gruß aus NRW.

Shakespeareslady
02.10.2006, 13:22
ha, auch wenn ich mich damit so überhaupt nicht auskenne, lasse ich dich mal an meinem versicherungsstatus teilhaben ;-)
also, bin gesetzlich bei der bek versichert und habe eine zusatzversicherung bei der dkv für 1bett/chefarztbehandlung. gefällt mir prima und den "vollprivaten" zusatz brauche ich da garnicht. sehe es bei einigen freundinnen und finde es nicht wirklich besser. na und von da dann wieder in die gesetzliche wechseln geht garnicht so einfach, oder?
lg, jule (die grad merkt, dass sie von sowas viel zu wenig ahnung hat :-oopss )

Muriel
02.10.2006, 13:30
Du musst ein bestimmtes Einkommen haben, um überhaupt in die private KK zu "dürfen", also um nicht mehr pflichtversichert zu sein (oder aber selbstständig sein, da sind das dann auch noch mal Sonderregelungen). Ich glaube kaum, dass Du als Student diese BEitragsbemessungsgrenze überschreitest.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich auch immer in der GKV war, auch solch eine Zusatzversucherug habe und damit sehr gut fahre. Und genau aus dieser Überlegungen eines Zurückwechselns möchte ich das so belassen. Wir sind nun mal keine Lehrer mit einem sicheren Beamtenstatus, der einem auch, wenn man u.U. komplett aus dem Berufsleben aussteigt (durch Kinder z.B.), trotzdem die Beihilfeberechtigung erhält.

Bubi
02.10.2006, 17:30
Moin,

als Stud.Med. gibts spezielle Tarife für die PKV, wobei das Einkommen überhaupt keine Rolle spielt.
Einfach mal bei der Ärztefinanz anklopfen.....
Auch später gibts kein Problem in der PKV zu bleiben als Arzt, zwecks Einkommen. Diese Tarife sind i.d.R. auch wesentlich günstiger als die der GKV.

Lass Dich einfach mal von denen beraten und vergleiche mit dem Angebot Deiner bisherigen KV. Du wirst sehen.... :-))

Die Niere
02.10.2006, 17:37
Moin,

als Stud.Med. gibts spezielle Tarife für die PKV, wobei das Einkommen überhaupt keine Rolle spielt.
Einfach mal bei der Ärztefinanz anklopfen.....
Auch später gibts kein Problem in der PKV zu bleiben als Arzt, zwecks Einkommen. Diese Tarife sind i.d.R. auch wesentlich günstiger als die der GKV.

Lass Dich einfach mal von denen beraten und vergleiche mit dem Angebot Deiner bisherigen KV. Du wirst sehen.... :-))
Man darf nur nicht vergessen, dass sie PKV bei all ihren Vorteilen auch einige handfeste Nachteile hat:
- Allergien und kleine Vorerkrankungen werden dazu benutzt die Beiträge in die Höhe zu treiben
- die Rückkehr in die GKV ist äusserst schwierig
- es gibt durchaus Schwierigkeiten als Arzt mit zu kleinem Einkommen einfach so PKV-versichert zu bleiben!!!
- man kann seine Kinder nicht einfach für umsonst in der PKV mitversichern - da muss jeder kleine Kerl einzeln versichert werden
- die Beiträge der PKV steigen mit dem Alter unverhältnismässig stark an, so dass im weiteren Leben ein immer grössere finanzielle Belastung auftritt

gruesse, die niere

Bensona!
03.10.2006, 09:22
http://www.bupa-intl.com/

Eine private Krankenversicherung. Kannst dich ja über die Hompeage darüber informieren. Kenne einige Leute, die bei Bupa versichert sind.

Smartinchen
06.10.2006, 23:43
Stimme der Niere zu, das sollte man sich durch den Kopf gehen lassen.

Für die private Krankenversicherung spricht z.B.:
- du willst kinderlos bleiben (Kinder müssten nämlich alle extra versichert werden, was ganz schön ins Geld geht)
- du hast ein relativ hohes Einkommen (PKV ist NICHT einkommensabhängig)
- du bist gesund (wie die Niere schon sagt: jede Vorerkrankung/OP/Allergie muss bei Aufnahme angegeben werden und führt zu höheren Beiträgen)
- du bist oft im Ausland (hier "greift" die GKV oft nicht, vor allem nicht bei Krankenrücktransporten)
- du legst Wert auf Chefarztbehandlung/Einzelzimmer/kurze Wartezeiten u. umfangreichere Untersuchungen ;) (das gibt niemand zu, aber Privatpatienten bekommen definitiv öfter CT, MRT etc...)
- du willst freie Arztwahl haben und auch alternative Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen


Für die gesetzliche KV sprich:
- du willst Kinder (können ALLE bis zum 25. Lebensjahr umsonst mitversichert werden, der nicht erwerbstätige Ehepartner übrigens auch)
- als Frau: keine Beitragpflicht im Mutterschafts- u. Erziehungsurlaub
- du verdienst eher wenig (GKV ist einkommensabhängig, daher auch im Rentenalter niedr. Beiträge)
- du legst keinen Wert auf "Extras", hast Vorerkrankungen usw. (siehe Punkte oben)

Coronavirus
08.10.2006, 11:27
Guten Morgen, zusammen,
vielen Dank für Eure Infos. Ich habe mich jetzt auch ein wenig schlau gemacht, und dacht mir, dass es vielleicht für den ein oder anderen auch interessant sein könnte:

Die einzige Möglichkeit, euch bereits jetzt -also als Student- privat zu versichern, ist ein Antrag bei der GKV innerhalb von drei Monaten nach Ausscheiden aus der Familienverischerung. Das ist meistens der Fall, wenn ihr das 25. LJ hinter euch gebracht habt (bei Männern wird übrigens der Zivildienst/Wehrdienst dazugerechnet). Wird diese Frist nicht eingehalten, könnt ihr nicht mehr wechseln. Die Beiträge sind übrigens für Medizinstudenten annähernd so günstig, wie die der GKV (z.B. bei AXA oder Barmenia etc.). Falls ihr also irgendwann mal beabsichtigt, euch (später als Chefarzt) privat zu vesichern, habt ihr den Vorteil, keine neue Risikoprüfung mehr abzulegen zu müssen.
Innerhalb des Studiums gibt es allerdings kein Zurück mehr in die GKV; da ihr aber sicherlich als Assistenzarzt nicht an die Gehaltsgrenze kommt, müsst ihr euch zunächst wieder gesetzlich versichern.

Grüße aus NRW

Smartinchen
08.10.2006, 14:00
Innerhalb des Studiums gibt es allerdings kein Zurück mehr in die GKV; da ihr aber sicherlich als Assistenzarzt nicht an die Gehaltsgrenze kommt, müsst ihr euch zunächst wieder gesetzlich versichern.

Grüße aus NRW


Hm, aber es sind doch viele Assistenzärzte privat versichert, oder? Kann mir auch nicht vorstellen, dass die ganzen (lebenslang) privat versicherten Studis nach dem Studium plötzlich in eine gesetzliche Kasse wechseln...
Wie ist das, würd mich mal interessieren!

Rumpelstilzchen
08.10.2006, 14:27
Da ich in diesem Jahr zu alt für die studentische Krankenversicherung wurde, hätte ich mich freiwillig gesetzlich versichern müssen. Das wollte ich nicht, und bin also in die PKV gewechselt. Dort bin ich bis zum Ende des Studiums und auch einen Teil meiner Assistenzzeit in einem Ausbildungstarif versichert.

Vorher hatte ich GKV plus Zusatzversicherung, jetzt PKV mit Einbettzimmer und Chefarzt. Die Kosten liegen ein Drittel über dem Tarif der GKV, der mir angeboten wurde. Das ist es mir wert.

Achtung, jetzt kommt meine persönliche Meinung:

Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, da ich die GKV als ein ineffizientes, hoch bürokratisches und immer absurder werdendes System ansehe, das in meinen Augen vor allem der Bereicherung von Funktionären dient und immer weniger Leistungen für immer höhrere Kosten erbringt, das Miß- und Planwirtschaft fördert und in seiner jetzigen Form abgeschafft werden sollte.

Solange sich das nicht ändert, pfeife ich auf die Solidargemeinschaft und bleibe privatversichert.

Meinung Ende.