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Festus
09.08.2002, 17:50
Mal so interessemäßig,

wie viele der Daoktoranden hier haben schon selber (Erstauthor)publiziert ?

Wie siehts aus mit Coauthorschaften ?

Jemand schon eigenen Konferenzbeiträge gehabt ?

11.08.2002, 20:35
Coauthor wird man hier fast selbstverständlich, denn der Betreuer will in der Regel ja auch publizieren und damit man nachher nicht des Plagiats beschuldigt wird, ist man halt Coauthor.Die Erstauthorschaft hat man mir bei einer Doktorarbeit zwar angeboten, aber dafür war die ganze Arbeit auch ******* konzipiert. :-) Der Doktorvater in spe hat halt gemeint, er hätte für die habilitation schon genug publiziert und wäre deshalb auch mit Koauthor einverstanden.balko

dr.zoidberg
16.08.2002, 12:06
Ob man die Erstautorenschaft auf einem Paper zugestanden bekommt, sollte natürlich in erster Linie davon abhängen, wie groß der eigene Beitrag an der Story war - und zwar nicht nur arbeitsmäßig sondern auch intellektuell. Daher führt das Argument 'aber ich habe doch die ganze (Meß-)Arbeit gemacht' nicht zwangsläufig zu einem Anspruch auf den ersten Platz in der Namensliste.

Aber natürlich hängt es auch davon ab, wie gut und wie viel die Gruppe, in der man promoviert, generell publiziert. In einer kleineren Uni-Gruppe, die um jedes Paper kämpfen muß, stehen die Chancen auf eine Erstautorenpublikation ungleich schlechter als z.B. in einer top Max-Planck-Abteilung, wo reihenweise in den besten Journalen publiziert wird. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich daher nur jedem raten, der außer der Diss auch noch ein Erstautorenpaper vorweisen will, wenn möglich außerhalb der Uni zu promovieren.

dr.zoidberg

Lava
16.08.2002, 19:45
Geht das während des Studiums? Wieviel Zeit braucht man dann für die Doktorarbeit? Doch sicherlich wesentlich mehr, oder?

dr.zoidberg
17.08.2002, 15:46
Geht ohne weiters während des Studiums (eigene Erfahrung). Länger braucht man, aber nicht wesentlich (wenn's gut läuft). Ich hab hier ca. 2,5 Jahre rumgeforscht (ist für ne experimentelle zwar lang, aber nicht zu lang) und bin am Ende mit ner Erstautorenpublikation in nem Impact-9,0-Journal rausgegangen. Glück gehabt. Trotzdem werd' ich hoffentlich mein 2. Stex nach dem 11. Semester schaffen.

Gruß
dr.zoidberg

hiddl
18.08.2002, 22:44
Mir ist meine Erstautorenschaft geradezu zugeflogen; meine Betreuerin hat, wenige Monate nachdem ich begonnen hatte, die Stelle gewechselt, und so habe ich die Arbeit alleine zu Ende gemacht. Hab's mir aber auch verdient, finde ich, mußte mich nämlich ganz schön durchbeißen. Ich kann zwar nicht mit Impact factor 9,0 glänzen, aber ganz schlecht ist es auch nicht. :-blush
Ich hab nach dem ersten Stex angefangen und nach 11 Semestern zweites gemacht, war also zeitlich kein Problem.

Gruß, Ute

cons
17.09.2002, 21:39
Habe gerade erfahren, dass es mit meiner Auswertung Probleme gibt - naja, vor der Publikation stehen halt immer erst die Ergebnisse...

CA.

airmaria
17.09.2002, 23:53
Original geschrieben von blanko
Der Doktorvater in spe hat halt gemeint, er hätte für die habilitation schon genug publiziert und wäre deshalb auch mit Koauthor einverstanden.

Ist das nicht totaler Schwachsinn, vovon die Note abhängt?! Ich bleib bei meiner Meinung: an der Uni wird nur fürs Papier geforscht... und die Note für die Dissertation anhand der Publikationen verteilt... warum lassen wir uns auf dieses billige Maß reduzieren?

"Mary" airmaria

cons
17.09.2002, 23:56
ist doch nett vom DrVater, wenn der mal nicht der erste auf der Veröffentlichung sein will - gibt eh zu viele, die einem zu wenig helfen und dann die Lorbeeren einsammeln wollen...

airmaria
18.09.2002, 00:00
... aber es ist in diesem Falle eben Glücksache und hat nix mit der Leistung zu tun, aber es entscheidet über die Note - was ist also die Note wert? Nicht mehr als eine mündliche Prüfung: gar nix!

"Mary" airmaria

cons
18.09.2002, 12:11
aus einer Erstautorenschaft wird ja nicht automatisch ein summa - und wenn die arbeit veröffentlicht wurde, ist das doch nur ein hinweis darauf, dass sie so schlecht nicht sein kann.

denn wenn man sieht, für was für ergebnisse manche noch ein rite kriegen, dann ist die notengebung eh etwas ungenau - aber hauptsache fertigwerden und dr haben - ne gute note ist zwar schön, aber muss nicht sein). :-meinung

CA

Butcher
20.09.2002, 20:19
Über ein Summa cum laude freut man sich natürlich, für die spätere Laufbahn ist die Bewertung jedoch völlig irrelevant, im Ausland kennt man sie nicht einmal. Wichtig ist die Publikation, und zwar als Erstautor!