Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Endlich: PJ bezahlt
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astrophys
20.01.2007, 08:30
Der Vergleich mit anderen Fachbereichen ist falsch. Mathematiker, Informatiker, Biologen, Physiker und Chemiker z.B. bekommen die Diplomarbeit (1 Jahr oder mehr) NICHT bezahlt. Es sei denn sie übernehmen zusätzliche AUfgaben, wie z.B. Studentenbetreuung. Lehrer bekommen ihre Examensarbeit ebenfalls nicht bezahlt.
Ausserdem gibts während des PJ die volle Bafögunterstützung vom Staat (oder will hier jemand doppelt Geld kassieren?)
Ich habs zwar schin mal irgendwo geschrieben, mache es aber noch mal:
In Münster bekommen die Krankenhäuser pro PJler insgesamt gut 700 Euro, gut die Hälfte das KH selbst, zusätzlich habe ich pro Tag 10 Euro zu vergeben an Ärzte, von denen ich meine, dass sie mich gut betreut haben (muss ich wöchentlich im Internet übermitteln, WER das Geld bekommen soll) und dann noch extra Geld für jedes Seminar und jede Fortbildung...
Finde ich sehr klasse diese Art "leistungsbezogene" Bezahlung, ab April kann ich Euch sagen, wie sich das auf die Lehre auswirkt ;)
San Pellegrino
20.01.2007, 09:17
Ausserdem gibts während des PJ die volle Bafögunterstützung vom Staat (oder will hier jemand doppelt Geld kassieren?)
Bei Nachwuchs-, PJler-, Assimangel ist durchaus mehr drinnen, denn manche Kliniken glauben im Ernst, daß man damit die Leute nach dem Studium zu ihnen locken könnte.
Würde da mal das eine oder andere "Leerkrankenhaus" im Osten nicht aus einer PJ-Vergütung entlassen, denn manche von denen haben das letzte Mal PJler in den 90ern gesehen....
Gipfelstuermer
20.01.2007, 10:04
Wann hat sich das geändert? Die Lehrkrankenhäuser hier kassieren immer noch, deshalb gib mir mal bitte die Quelle.
seit ende 2005 gibts das, zumindest bei uns (raum hd) nicht mehr. quelle ist die aussage des pj-beauftragten. ob man ihm das glauben soll oder nicht...?!
aber kannst ja mal die quelle suchen wo steht dass das anders ist! :-notify
Gipfelstuermer
20.01.2007, 10:07
In Münster bekommen die Krankenhäuser pro PJler insgesamt gut 700 Euro, gut die Hälfte das KH selbst
pro monat?! wohin geht die andere hälfte?!
Finde ich sehr klasse diese Art "leistungsbezogene" Bezahlung, ab April kann ich Euch sagen, wie sich das auf die Lehre auswirkt ;)
das kann ich dir JETZT schon sagen: es ändert sich NICHTS. wer engagiert ist, ist es auch ohne geld!!!
Gipfelstuermer
20.01.2007, 10:19
aber man ist in dieser Zeit Student und hat in der Regel keinen Fulltime-Job und ersetzt auch keine ganze Arztstelle
naja, WER würde denn die haken halten?! die putzfrau?! im op besetzte ich exakt EINE stelle. allerdings unbezahlt!!!
aber man ist in dieser Zeit Student und hat in der Regel keinen Fulltime-Job meinung
naja, 10 stunden plus nebenbei 24 stunden die woche. macht bei mir 70 stunden. fulltime wäre WENIGER, das stimmt. vor allem OHNE geld!!!
Es sind ebend nur Juristen und Lehramtsanwärter, die Geld bekommen. Was ist mit Ingenieuren, Architekten, Musikwissenschaftlern, Philosophen etc.? Die bekommen ebenfalls für keines ihrer Praktika Geld.
völliger unsinn!!! was meinst du wie es bei den ingenieuren aussieht. die bekommen für "nebenjobs" dein gehalt!!! die werden von firmen von der uni abgeworben. finanziell versteht sich. musikwissenschaften, philosophie usw. kannst du wohl kaum vergleichen. fürs denken gibts halt nicht imemr geld.
du kannst einen ingenieur und einen philosophen nicht vergleichen!!!
Vergleiche mit Absolventen anderer Fachbereiche berühren mich nur wenig.
DAS ist das problem. MICH berührt das schon!!!
Darüber hinaus ist es in anderen Branchen durchaus üblich, selbst nach erfolgreichem Studienabschluss für niente irgendwo zu arbeiten, in der Hoffnung, einen ordentlichen Vertrag zu bekommen. DAS finde ich wirklich schlimm, unbezahltes PJ nicht. :-meinung
das ist nicht ÜBLICH!!! und eigentlich warst du auch der meinung:
Vergleiche mit Absolventen anderer Fachbereiche berühren mich nur wenig.
Ausserdem gibts während des PJ die volle Bafögunterstützung vom Staat (oder will hier jemand doppelt Geld kassieren?)
1. Von doppelt abkassieren kann keine Rede sein, ein eventueller Verdienst wird dir 1:1 vom Bafög abgezogen, weil man in nullkommanichts diese lächerlichen Zuverdienstgrenzen überschreitet! Wenn das Bafög nicht sowieso schon nur auf Kreditbasis läuft.
2. Verstehe nicht so ganz warum man sich gegen mehr Geld wehren sollte, auch wenn PJ und Assistenzzeit umgerechnet auf den eigentlichen Stundenlohn wenigstens annähernd angemessen (bzw. überhaupt) bezahlt werden würde...
pro monat?! wohin geht die andere hälfte?!
das kann ich dir JETZT schon sagen: es ändert sich NICHTS. wer engagiert ist, ist es auch ohne geld!!!
Wir sich zeigen, aber für einen kleinen Assi machen 300 Euro im Monat mehr oder weniger schon was aus.. ich hab bis jetzt nur gutes darüber gehört und finde das prinzipiell gut :)
Gipfelstuermer
20.01.2007, 11:43
Wir sich zeigen, aber für einen kleinen Assi machen 300 Euro im Monat mehr oder weniger schon was aus.. ich hab bis jetzt nur gutes darüber gehört und finde das prinzipiell gut :)
würde bedeuten, dass er JEDEN tag der beste wäre. also dass einer auf die ganzen 300euro kommt ist unwahrscheinlich, weil er ja auch dienste hat und dann am nächsten tag nicht da ist.
finde finanzielle leistungen auch gut, ist vermutlich das einzige wirklsame mittel. aber dann darf die lehre nciht nebenbei laufen, sondern man müßte freigestellt sein. so wie es in anderen ländern der fall ist. und nix gegen assis, aber wie ich schon oft sagte, können viele auch nicht mehr als ich selbst. also sollten für die lehre "große" assis oder fa eingesetzt werden, denn lehrbuchwissen kann ich mir auch aus dem lehrbuch aneignen, da brauch in keinen assi dafür. also rden wir hier von einer entschädigung von, wenns hoch kommt, 100euro im monat. und DAS ist KEIN ansporn. nicht wegen den 100euro per se, sondern für den aufwand. nal ehrlich, wenn sich jemand ne für eine lehrstunde die woche adäquat vorbereitet, braucht er auch vielleicht ne stunde dafür. sind 2 stunden pro woche, 8 im monat. für 100euro...kannst du dir selbst ausrechenen. wer aber einen tag bezahlt "frei" bekommt, wird sich mehr motivieren können. is ne tatsache!!!
alley_cat75
20.01.2007, 12:10
Bei Ingenieuren, BWLlern, Archiktekten sind es deutlich kürzere Praktika (während/vor dem Studium und nicht danach) und selbst die sind, wie eine kurze Internetrecherche ergab-zum Teil sogar ganz ordentlich bezahlt.
Bevor Du irgendwelche obskuren Quellen aus dem Internet zitierst, sage ich Dir, dass Ingenieure und Architekten i.d.R. nicht einen Cent für ihre Praktika bekommen. Mein Freund hat Bauingenieur und Architektur studiert und kringelt sich gerade vor Lachen über solche Argumente. Für seine Diplomarbeiten gab es auch kein Geld. Wenn, dann sind das Ausnahmen.
@Gipfelstürmer: ich habe während des PJs nicht einmal im OP Haken halten müssen. Aus der Anästhesie weiss ich, dass Haken halten auch ohne Studenten geht, nämlich mit bestimmten Metallapparaturen (weiss leider nicht, wie genau die heissen). Aber unsere Chirurgen haben meistens allein operiert. Dass es Häuser gibt, die PJler regelrecht ausbeuten, streite ich nicht ab. Aber dagegen kann man sich ja bekanntlich wehren.
edit wg. hat sich erledigt...
Gipfelstuermer
20.01.2007, 12:19
as sehe ich genauso. wenn schon elitestudiengang, dann auch elitäres gehalt. und davon sind wir kilometerweit entfernt. eigentlich sollte man der ursache mal auf den grund gehen. warum machen das mediziner und warum finden das einige noch gut?!
mir hat ne kollegin gesagt: "jetzt hab ich 400euro im monat zum leben und komme locker damit aus, als arzt bekomme ich 4mal so viel, weiß nicht warum sich alle so aufregen!"
die frage ist ja WO fängt man da an?!
und es ist nicht schick, cool oder sonstwas, bereits als student im weißen kittel über die stationen zu flitzen. viele meiner kollegen dient dies als selbstwertbeflügeler. die verbringen tag&nacht auf irgendwelchen stationen, in ops und sonstwo. die würden vermutlich auch dafür zahlen!
es könnte mir ja auch egal sein, schließlich ist mein pj vorbei, dennoch denke ich dass es abgeschafft oder anständig bezahlt gehört! :-dafür
alley_cat75
20.01.2007, 12:25
Das Hauptproblem: jeder, der auch falsch verstandener Berufsauffassung etc. seine Arbeitskraft umsonst zur Verfügung stellt und das auch noch in Ordnung findet, beteiligt sich aktiv an Entwertung und Verfall eines ganzen Berufsstandes.
Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich habe für mein PJ gezielt die Berliner Unikliniken gemieden, weil PJler dort tatsächlich Stationsärzte ersetzen und ausnahmslos im OP Haken halten. Es gibt dafür jedoch Alternativen ohne gleich ins Ausland zu flüchten. Ich habe im PJ Lehre erfahren, jede Menge dazu gelernt und durfte meistens eher gehen. Studientage waren gar kein Problem. Zwischen Weihnachten und Neujahr musste ich auch nicht auf Station. Krankheitstage wurden nicht angerechnet. Die Charité hat mittlerweile Probleme, alle PJ-Stellen in den Unikliniken besetzt zu bekommen. Das ist meiner Meinung nach die richtige Form von Protest für`s PJ.
edit wg. hat sich erledigt...
Alzheimer
20.01.2007, 12:41
Der Vergleich mit anderen Fachbereichen ist falsch. Mathematiker, Informatiker, Biologen, Physiker und Chemiker z.B. bekommen die Diplomarbeit (1 Jahr oder mehr) NICHT bezahlt. Es sei denn sie übernehmen zusätzliche AUfgaben, wie z.B. Studentenbetreuung. Lehrer bekommen ihre Examensarbeit ebenfalls nicht bezahlt.
Ausserdem gibts während des PJ die volle Bafögunterstützung vom Staat (oder will hier jemand doppelt Geld kassieren?)
Ich weiß, dass sowohl Physiker, wie auch Chemiker Geld für Ihre Praktika bekommen. Die Diplomarbeit ist ja auch was anderes. Unsere Dr. Arbeit bekommen wir doch auch nicht bezahlt. Physiker u. die anderen aufgeführten Berufe bekommen dafür Geld. Ein Bakannter von mir ( Physiker ) bekommt 1800 Euro netto als Doktorant und das ist eine halbe Stelle.
Die armen Lehrer bekommen ca. 1200 Euro netto/ Monat im Referendariat, was wohl am ehesten mit unserem PJ zu vergleichen wäre.
Ich fände es gut wenigstens sovielGeld zu bekommen, dass meine Benzinkosten wieder reinkommen und ich nicht noch nebenbei arbeiten müßte, denn nach 45 h/ Woche im KH war ich k.o. und mußte dann noch arbeiten ( in der Pflege ). Ich habe viel im PJ gelernt und außer in der Chirurgie fand ich es toll und bin gern hingegangen, aber etwas Geld zu bekomen wäre nicht verkehrt. In anderen akademischen Berufen geht es doch auch, warum nicht bei den Medizinern.
Gipfelstuermer
20.01.2007, 12:45
ich glaube weil der mediziner denkt: "augen zu und durch" egal was da kommt!!! :-stud
zweistein
20.01.2007, 12:54
Ein Bakannter von mir ( Physiker ) bekommt 1800 Euro netto als Doktorant und das ist eine halbe Stelle.
Könnte hinkommen. Ich bekomme als Physik-Doktorand netto 3500 €/Monat. Hab ne volle Stelle. Und sämtliche Praktika, die ich gemacht habe,waren selbstverständlichbezahlt. Mit 30 Euro netto/h.
Die armen Lehrer bekommen ca. 1200 Euro netto/ Monat im Referendariat, was wohl am ehesten mit unserem PJ zu vergleichen wäre.Wo gibts das denn? Die Referendare an meiner Schule bekommen ca. 1000 Euro brutto/Monat; netto sind das ca. 900 Euro/Monat.
astrophys
20.01.2007, 13:46
Könnte hinkommen. Ich bekomme als Physik-Doktorand netto 3500 €/Monat. Hab ne volle Stelle. Und sämtliche Praktika, die ich gemacht habe,waren selbstverständlichbezahlt. Mit 30 Euro netto/h.
:-D :-D :-D
Der war echt gut, also ab nach Phantasien!
alley_cat75
20.01.2007, 15:19
Es gibt nach wie vor Leute, die kurz vor dem Berufseinstieg stehen und Brutto von Netto nicht unterscheiden können. Ihr alle habt Recht: ab sofort bin ich für Bezahlung im PJ, damit ihr alle rechtzeitig lernt, die Lohnabrechnung besser zu deuten. :-top
Da ich ja nun einige Juristen in der Familie habe, weiss ich, dass die im Referendariat monatlich 700 Netto hatten. Nur können die sich ihre Referendariatsstellen nicht aussuchen, müssen (bis auf ihre Wahlstation) bis Buxtehude fahren und Studientage gibt es auch nicht. Vielleicht kann Pauker ja mal erläutern, wie das bei den Lehrern ist - würde mich ernsthaft interessieren. Dass die tägliche Autofahrt zum Lehrkrankenhaus während des PJs ordentlich an die Finanzen geht, ist mir schon klar. Nur wie wäre es mit einem Haus weniger weit weg? Keine Provokation, ernsthafte Frage. Unsere PJler hier kommen alle aus der Gegend bzw. haben Semesterticket, so dass keine zusätzlichen Fahrtkosten entstehen.
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