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@roxane
mal wegen idealismus und bla: du solltest mal bedenken, dass nicht alle leute sofort an ihre studienplätze kommen und ich ganz persönlich alles mögliche/legale/machbare/finanzierbare ausprobieren würde und werde um an nen studienplatz zu kommen. und ich glaube nicht, dass das auch nur im geringsten irgendwie was mit prestige eines angehenen arztes zu tun hat. sonst kannst du ja gleich so argumentieren, dass jeder, der nicht sofort per zvs an den studiengang kommt es nicht wert ist arzt zu werden, weil er ja ganz zurecht *aussortiert* worden ist. und wer will sich später dann schon von nem arzt behandeln lassen, der auf sein studium gewartet hat? ich hoffe du verstehst die ironie.... ich denke, wie und wann man an seinen studienplatz kommt oder gekommen ist, sagt NICHTS drüber aus, wie man später als arzt ist.
zum thema studienplatzklage würd ich ja noch mit mir reden lassen, weil man da als nachzügler ja definitiv den schon studierenden kapazitäten raubt in gewisser hinsicht, also mehr leute pro prof. und so weiter...
gruß
frizzy
San Pellegrino
12.01.2007, 18:20
Tja, DAS würde wenigstens ein bißchen zum "Boom" in D beitragen - und sogar völlig legal !
@Frizzy
Ach ja, und das ist keine Verarsche all derjenigen, die sich in der Schule redlich um ein gutes Abi bemühen oder geduldig fünf Jahre auf einen Platz warten? Ein Arzt ist kein x-beliebiger Dienstleistungsberuf, sondern einer, der zu einem starken Teil vom Vertrauen in die Person des Arztes lebt. Ich sagte ja auch, lega l mögen diese Methoden sein - ob sie legitim sind, bezweifle ich.
San Pellegrino
12.01.2007, 18:35
Ein Arzt ist kein x-beliebiger Dienstleistungsberuf, sondern einer, der zu einem starken Teil vom Vertrauen in die Person des Arztes lebt.
U-uuuuu-u ! Nicht zu weit hinauslehnen hier an dieser Stelle, moralischen Idealismus vielleicht für den Gang vors Arbeitsgericht in der Ausbildung oder den Gang vors Sozialgericht mit und für Patienten reservieren....
HonorisCausa
12.01.2007, 18:38
...ich mußte selber den Wartezeitweg in Kauf nehmen und habe die Zeit mit einer Ausbildung überbrückt. Ich weiß ganz genau wie ******* es ist, wenn man im ersten Semester in der Vorlesung sitzt und man vom Dekan gesagt bekommt: Herzlichen Glückwunsch - Sie sind die Elite dieses Landes - ihre Grenze lag bei 1,3 bla bla bla - Gehöre ich jetzt auch zur Elite - ich bin durch nur ein Platzschmarotzer, der nur lange genug gewartet hat....
Tut mir leid, aber dann platz mir der Kragen, wenn ich 18jährige kleine Mädels in der Reihe sitzen sehe, die ihrem Kragen ganz hoch gestellt haben und mir erzählen wollen, sie wüßten wie die Welt funktioniert......
dieses Thema findet leider kein Ende, aber ich bleibe dabei - wer Medizin studieren möchte und glaubt es sei seine Berufung, dann ist jeder Weg legitim, um diesen Platz zu bekommen
Das hat nichts mit 'herauslehnen' zu tun - aber es gibt Berufe, die ein bestimmtes Benehmen einfordern.
Eine Bekannte, ihres Zeichens Bankkauffrau, die im Nebenjob als Kellnerin gearbeitet hat, wurde von ihrem Hauptarbeitgeber geben, den Nebenjob aufzugeben. Passt nicht zum Bild, das der Kunde von der netten seriösen Damen am Schalter haben soll.
Ob Du's nun glaubst oder nicht, jeder Beruf bringt Anforderungen mit sich, die Dich als Mensch betreffen.
...ich mußte selber den Wartezeitweg in Kauf nehmen und habe die Zeit mit einer Ausbildung überbrückt. Ich weiß ganz genau wie ******* es ist, wenn man im ersten Semester in der Vorlesung sitzt und man vom Dekan gesagt bekommt: Herzlichen Glückwunsch - Sie sind die Elite dieses Landes - ihre Grenze lag bei 1,3 bla bla bla - Gehöre ich jetzt auch zur Elite - ich bin durch nur ein Platzschmarotzer, der nur lange genug gewartet hat....
Tut mir leid, aber dann platz mir der Kragen, wenn ich 18jährige kleine Mädels in der Reihe sitzen sehe, die ihrem Kragen ganz hoch gestellt haben und mir erzählen wollen, sie wüßten wie die Welt funktioniert......
dieses Thema findet leider kein Ende, aber ich bleibe dabei - wer Medizin studieren möchte und glaubt es sei seine Berufung, dann ist jeder Weg legitim, um diesen Platz zu bekommen
Falls das an mich gerichtet war - sag mal hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen? Ich sprach von einer Verarsche von Wartenden und guten Abiturienden - Platzschmarotzer habe ich nicht in den Mund genommen und auch nicht gemeint, der Beitrag war sogar 'für' Warter.
Ach ja, zu den 18-Jährigen Mädchen: Meinst Du nicht, dass das persönlich wird? Einige, die hier unter die Gürtellinie gehen, bedenken nicht, dass das virtuelle Gegenüber durchaus auch dazu in der Lage ist.
...ich mußte selber den Wartezeitweg in Kauf nehmen und habe die Zeit mit einer Ausbildung überbrückt. Ich weiß ganz genau wie ******* es ist, wenn man im ersten Semester in der Vorlesung sitzt und man vom Dekan gesagt bekommt: Herzlichen Glückwunsch - Sie sind die Elite dieses Landes - ihre Grenze lag bei 1,3 bla bla bla - Gehöre ich jetzt auch zur Elite - ich bin durch nur ein Platzschmarotzer, der nur lange genug gewartet hat....
Tut mir leid, aber dann platz mir der Kragen, wenn ich 18jährige kleine Mädels in der Reihe sitzen sehe, die ihrem Kragen ganz hoch gestellt haben und mir erzählen wollen, sie wüßten wie die Welt funktioniert......
dieses Thema findet leider kein Ende, aber ich bleibe dabei - wer Medizin studieren möchte und glaubt es sei seine Berufung, dann ist jeder Weg legitim, um diesen Platz zu bekommen
jop... sehe ich ganz genau so... und so wie ich den weg gerne bestritten hätte (man lese weiter oben) gehts ja nunmal nicht und somit is ja auch gut... und ich glaube dabei: mit idealismus hat das nichts zu tun... ich meine: schau mal in die vorlesungen der medizinstudenten - da wirds ne ganze menge geben, die medizin studieren weils *einfach verdammt cools ist*, papa ja auch arzt ist, sie mit ihrem gute abi einfach nicht wissen was sie machen sollen etc. und ich glaube das ist ein ganz erheblicher teil der so so in ner vorlesung sitzt aber eigentlich nicht vor seinem traumberuf steht... verstehe eigentlich grundsätzlich sowieso nicht, warum man, gerade in nem studiengang wie medizin, nicht auswahlgespräche einführt. ich denke, motivation und einstellung etc sind mindestens genauso wichtig wie ein gutes abitur... ein gutes abitur macht noch keinen arzt......
:-meinung
gruß
frizzy
Ah ja, bei Auswahlgesprächen lässt sich nicht täuschen oder eine Rolle spielen, oder?
Sicher gibt's einige, die nur Medizin studieren, weil Papa eine Arztpraxis hat. Dann gibt's aber sicherlich Arztkinderchen, die im Abi schlecht waren und sich mit Papis Geld einklagen.
Das System, so wie es ist - gute Noten oder Wartezeit - halte ich für gut und richtig. Diejenigen, die gut sind, kommen sofort zum Zug, diejenigen, die weniger gut waren, aber hochmotiviert sind bekommen trotzdem noch eine Chance. Geld spielt dabei keine Rolle, was man vom Klagen und anderen Methoden ja so nicht sagen kann.
Diese pauschalen Aussagen, die man auch sonst überall im Forum findet, sind eigentlich übrigens eine Unverschämtheit. Nicht jeder, der ein gutes 1,x-Abi geschafft hat, ist ein schlechter Mensch, soziophob und medizinuninteressiert.
Wenn man diesem Forum glauben schenken darf, dann sind ein schlechtes Abi, schlechte Studienleistungen und Verzicht auf Lernen die besten Voraussetzungen dafür, ein guter Arzt zu werden. Kann ich trotzdem zumindest in dieser Pauschaliesierung nicht glauben.
oh man... was soll ich dazu noch sagen?!?!
ja natürlich kannst du bei so nem test schummeln, gar keine frage.
und ja: das zvs-system ist meiner meinung nach auch das objektivste, wie sollen sie auch anders bewerten und entscheiden?
und wer behauptet, dass gute schüler schlechte menschen sind? *lol* und vor allem: glaubst du, dass die mehrheit das hier sagt? ich lach mich tot....
also wenn alle diese schlechten eigenschaften ein garant dafür sind gut im job zu werden dann: oh yeah! ich habe mich richtig entschieden! :-))
gewöhn dir für die zukunft besser mal ab, die meinung einzelner zu pauschalisieren - wird schwierig als ärztin, wenn du das so durchziehst später im beruf (einer krank - alle krank... einer diabetis - alle diabetis) just kidding!
denke, wir sollten es jetzt dabei belassen oder? führt ja zu nichts... verschiedene menschen, verschiedene denkweisen! und das ist gut so, sonst wären wir alle gleich und somit wäre diese unsere welt höllisch langweilig!
gruß
frizzy
San Pellegrino
12.01.2007, 20:02
aber es gibt Berufe, die ein bestimmtes Benehmen einfordern.
Wer behauptet dies und warum ?
Und jetzt bitte nicht mit :"Das ist eben so" kommen.
Arztsein ist ein Job, nicht mehr, nicht weniger. Hat Vorteile, hat Nachteile, das haben andere Jobs auch. Aber einen Job moralisch oder sonstwie aufzupumpen, um sich selbst wichtig zu machen - neeee, is nicht meins.
Man verdient sein Geld, man mag es oder mag es weniger, aber allein die Tatsache, daß viele es machen wollen und irgendwelche Selektionskriterien vorliegen, macht einen damit noch nicht zum Moralonkel. :-meinung
Skalpella
12.01.2007, 22:50
und ich glaube dabei: mit idealismus hat das nichts zu tun... ich meine: schau mal in die vorlesungen der medizinstudenten - da wirds ne ganze menge geben, die medizin studieren weils *einfach verdammt cools ist*, papa ja auch arzt ist, sie mit ihrem gute abi einfach nicht wissen was sie machen sollen etc. und ich glaube das ist ein ganz erheblicher teil der so so in ner vorlesung sitzt aber eigentlich nicht vor seinem traumberuf steht... verstehe eigentlich grundsätzlich sowieso nicht, warum man, gerade in nem studiengang wie medizin, nicht auswahlgespräche einführt. ich denke, motivation und einstellung etc sind mindestens genauso wichtig wie ein gutes abitur... ein gutes abitur macht noch keinen arzt.....
Diese Motivationsdiskussion zieht sich doch auch durchs ganze Forum. Und ich weigere mich ehrlich gesagt, zu glauben, dass die genannten (ich hab sie im Zitat fett markiert) diejenigen sind, die es nicht wert sind, oder die es nicht verdient haben, oder die ohnehin keine Ahnung haben. Die Erfahrung, ob man mit dem erlernten Beruf klar kommen wird, oder sogar glücklich wird, entscheidet sich IMHO nicht mit der Motivation der Studienfachwahl.
Ich glaube auch, dass nur zum Beispiel das Arztkind sehr viel weiß, über diesen Beruf. Zumindest die Lebensumstände um diesen Beruf wurden schon mal kennengelernt.
Auch weigere ich mich zu glauben, dass die ganzen 18jährigen Jungs und Mädels keine Ahnung haben, von dem, was sie machen.
Es gibt selbstverständlich die Einserschüler, die Medizin studieren, weil sies können. Das sind aber bestimmt die wenigeren. Ich denke schon, dass sich ein leistungsorientierter junger Mensch Gedanken um den späteren Beruf macht und nicht blindlings in den nächstbesten Studiengang rennt.
Wie sich der Beruf dann für den Einzelnen entwickelt, ob er darin glücklich wird, oder nicht, entscheidet sich IMHO erst im Berufsleben.
Des weiteren stellt sich mir die Frage, wer es denn dann verdient hat, Medizin zu studieren, welches dann genau die richtige Motivation ausmacht, die man dann auch im Auswahlgespräch selektionieren sollte.
Ich denke, es ist durchaus von Vorteil, wenn man schon währed der Schulzeit Praktika macht, um herauszufinden, was man mal machen möchte.
Ich stelle hiermit in Fage, ob Idealismus wirklich die einzig wahre Motivation darstellt, um ein guter Arzt zu werden. Also: Was passiert, wenn der Idealismus auf der Strecke bleibt. Wenn man ausbrennt, wenn man merkt, dass man nicht gegen das System ankommt...
HonorisCausa
12.01.2007, 23:15
Und ich weigere mich ehrlich gesagt, zu glauben, dass die genannten (ich hab sie im Zitat fett markiert) diejenigen sind, die es nicht wert sind, oder die es nicht verdient haben, oder die ohnehin keine Ahnung haben. Die Erfahrung, ob man mit dem erlernten Beruf klar kommen wird, oder sogar glücklich wird, entscheidet sich IMHO nicht mit der Motivation der Studienfachwahl.
Jetzt bloß nicht den Fehler machen und selber die Phrasen auspacken ;-)
Also, diese Diskussion führt zu nichts, natürlich gibt es sehr gute Leute unter den Mediziner, die mit einem super Abi ihren Platz zu Recht verdient haben - dem wiederspricht ja auch niemand und natürlich gibt es Arztkinder, die genau wissen auf welches Studium sie sich einlassen - das Gegenteil wurde nie behauptet.
Trotzdem, um mal zum eigentlichen Problem zurückzukehren - ich wehre mich gegen die Behauptung, dass es nicht legitim sei, über Umwege, sei es eine Klage, sei es durch Quereinstieg, oder wie auch immer einen Studienplatz zu bekommen. Jeder, der lange auf seinen Studienplatz warten mußte kann das mit Sicherheit bestätigen!
Skalpella
12.01.2007, 23:25
Trotzdem, um mal zum eigentlichen Problem zurückzukehren - ich wehre mich gegen die Behauptung, dass es nicht legitim sei, über Umwege, sei es eine Klage, sei es durch Quereinstieg, oder wie auch immer einen Studienplatz zu bekommen. Jeder, der lange auf seinen Studienplatz warten mußte kann das mit Sicherheit bestätigen!
Da stimme ich dir zu.
Ich war auch ein Bisschen offtopic :-blush
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