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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 40h-Woche als Arzt möglich?



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Ehemaliger User 20130505
16.08.2007, 12:23
Jetzt seid ihr wieder dort, wo die meisten Threads früher oder später landen: Bei der Neiddebatte. :-( :-))

Die Einstiegsgehälter der Juristen bei den großen Kanzleien sind demnach wirklich sehr hoch, aber wie groß ist denn der Anteil so großer Kanzleien an der Gesamtzahl aller Kanzleien? Die meisten Kanzleien bestehen doch nur aus einem, zwei oder maximal drei Anwälten und ein paar Bürokräften, also aus insgesamt weniger als 21 Leuten.

Zu den Zahlen:

Der Median für Kanzleien von bis zu 20 Mitarbeitern liegt bei 36 000 Euro. Das liegt deutlich unter dem Jahresgrundgehalt von 41 040 Euro eines Assistenzarztes im ersten WB-Jahr nach TV-Ä/VKA und noch deutlicher unter dem Jahresgrundgehalt von 44 640 Euro eines Assistenzarztes nach TV-Ä/TdL.

Um zum Threadtitel zurück zu kommen: Ein Berufsanfänger in einer Kanzlei hat vermutlich auch keine 40-Stunden-Woche. Auf die 42 h/Woche, auf die sich die TV-Ä/TdL-Grundgehälter beziehen, wird ein in einer Kanzlei angestellter Berufseinsteiger vermutlich auch leicht kommen.

Und dass das PJ kein Äquivalent zum Referendariat ist, ist ja hier nun wirklich schon erschöpfend diskutiert worden. Dann schafft doch - verdammt nochmal - endlich das unbezahlte PJ ab und ersetzt es durch eine bezahlte Einführungsphase mit einem detaillierten Curriculum und genau festgelegten Rechten und Pflichten sowohl der "Medizin-Referendare" als auch der ausbildenden Krankenhäuser.

Doktor_No
16.08.2007, 12:54
nein WIR sind nicht bei der neiddebatte, sondern DU willst den thread so verstehen. die tabelle ist mit ein wenig ironie von mir gepostet worden. deine vorschläge finde ich gut.

und was die stunden angeht: da lachen doch junge assis und junge anwälte drüber, wir laufen uns erst ab 70h/woche warm:-))

Ehemaliger User 20130505
16.08.2007, 13:01
... deine vorschläge finde ich gut.... Wie schön, dann sind wir wenigstens einmal derselben Meinung. :-top

MatzeXXL
16.08.2007, 16:39
Na jetzt aber bitte Back to Topic!

:-))

So wie ich das mittlerweile verstehe: 40 Stunden-Woche tariflich, durchschnittlich 5 Überstunden pro Woche macht 45 Stunden plus ein Dienst macht 61 Stunden (bei eben 4 Diensten / Monat).
So in der Art ist es doch?
So kann man natürlich schwer auf 40h kommen (wenn man die Dienste miteinbezieht).

Wäre das, was ich da beschreibe, so eine Art Durchschnittsarbeitsplatz?

Stephan_003
16.08.2007, 16:55
Jetzt seid ihr wieder dort, wo die meisten Threads früher oder später landen: Bei der Neiddebatte. :-( :-))

Die Einstiegsgehälter der Juristen bei den großen Kanzleien sind demnach wirklich sehr hoch, aber wie groß ist denn der Anteil so großer Kanzleien an der Gesamtzahl aller Kanzleien? Die meisten Kanzleien bestehen doch nur aus einem, zwei oder maximal drei Anwälten und ein paar Bürokräften, also aus insgesamt weniger als 21 Leuten.

Zu den Zahlen:

Der Median für Kanzleien von bis zu 20 Mitarbeitern liegt bei 36 000 Euro. Das liegt deutlich unter dem Jahresgrundgehalt von 41 040 Euro eines Assistenzarztes im ersten WB-Jahr nach TV-Ä/VKA und noch deutlicher unter dem Jahresgrundgehalt von 44 640 Euro eines Assistenzarztes nach TV-Ä/TdL.

Um zum Threadtitel zurück zu kommen: Ein Berufsanfänger in einer Kanzlei hat vermutlich auch keine 40-Stunden-Woche. Auf die 42 h/Woche, auf die sich die TV-Ä/TdL-Grundgehälter beziehen, wird ein in einer Kanzlei angestellter Berufseinsteiger vermutlich auch leicht kommen.

Und dass das PJ kein Äquivalent zum Referendariat ist, ist ja hier nun wirklich schon erschöpfend diskutiert worden. Dann schafft doch - verdammt nochmal - endlich das unbezahlte PJ ab und ersetzt es durch eine bezahlte Einführungsphase mit einem detaillierten Curriculum und genau festgelegten Rechten und Pflichten sowohl der "Medizin-Referendare" als auch der ausbildenden Krankenhäuser.


Um mal was zu den Juristen zu sagen.
Das Fach ist total überlaufen. Das Studium ist auch knallhart. Es kann durchaus mit Medizin mithalten.
Alles entscheidend ist die Examensnote. Etwa 10-15% erreichen ein Vollbefriedigend oder besser. Die machen dann Karriere und verdienen ordentlich.(Teilweise sogar schon 5 Stellige Jahresgehälter in Top Kanzleien, besonders im Investment und M&A Bereich) Alle anderen müssen sich irgendwo rumschlagen und verdienen einen Hungerlohn.

Doktor_No
16.08.2007, 20:26
denke du meinst 6stellige einstiegehälter, wenn du 4stellig verdienst solltest du dir gedanken machen :-))

@matze: so viel gedanken wie du dir in diversen threads um deine späteren arbeitszeiten, arbeitsbedingungen, verdienstmöglichkeiten und sonstige administrative dinge machst, noch dazu vor dem beginn deines studiums, verleitet mich zu einer empfehlung: geh zum MDK ;-)

MatzeXXL
17.08.2007, 14:41
Wie gesagt, ich erhoffe mir von meinem dauernden Fragen, daß ich zu so einer Einstellung kommen kann: "Irgendwo finde ich sicher was passendes, es ist nicht überall so, daß ich mit einer 50+ Stunden-Woche rechnen MUSS".
Auch als z.B. Internist.

Dienste kommen ja eh noch dazu *grummel*

Es ist also nicht so, daß ich auf Teufel komm raus eine 40-45h-Woche haben will, es sollte nur nicht ausarten.

Dann könnte ich schön studieren, ohne mir Sorgen machen zu müssen, einen Riesenfehler gemacht zu haben und ein One-Way-Ticket nach "Krankenhaus, kaum Privatleben" gekauft zu haben.

helicobacter
17.08.2007, 14:56
ich hab mir sagen lassen das die assi zeit halt krass ist...
wäre es danach auch noch so heftig, dann gäbe es sicher nur noch pharmareferenten, oder? :-notify

gibt es denn keinen facharzt der sich dazu mal äußern kann?

abcd
17.08.2007, 16:45
Hilfreich ist es auch, wenn man gut organsieren kann, die Arbeitszeit richtig "einteilt"....... Wenn ich die Aktenstapel der verschiedenen Kollegen und die Überstunden vergleiche, da gibt es riesige Unterschiede.

MatzeXXL
06.09.2007, 17:05
Um nochmal die Frage von Helicobacter aufzugreifen: Sind hier fertige Fachärzte, die z.B. etwas über die Arbeitsbelastung nach vollendeter Weiterbildung berichten können?

Ich meine, wenn nur die Assizeit so schlimm ist, wäre ja etwas mehr Perspektive da. Oder muss man dann als OA andauernd Rufbereitschaften leisten und hat keine Nacht mehr, in der man nicht damti rechnen muss, entweder im KH zu sein oder zuhause angepiepst zu werden?

Sonst noch Meinungen/Eindrücke zum Thema?

lala
06.09.2007, 17:42
Huhu,
es ist reichlich egal ob man Assistent oder fertiger FA ist, Arbeitsbelastung kommt auf Fachrichtung, Abteilung, Stellenplan, eigenes Können und Engagement an.
Bin Beinahe-FÄ und arbeite jetzt nicht weniger oder mehr als noch vor 5 Jahren. Solange man Stationsarzt ist und Vordergründe macht wird man immer mindestens zwischen 40-60h/Woche rauskommen (42h-Woche bei uns Grundarbeitszeit,ein paar Überstunden können mal anfallen,dazu Dienste).
Als Oberarzt (erlebe das "passiv" mit) kommt man auch nicht wesentlich besser weg: ebenfalls Überstunden plus Hintergründe/Rufbereitschaften von denen so 5-11/Monat fast die Regel sind. Als Oberarzt ist man dazu noch abhängig vom Können/Engagement seiner Assis - wenn man da zB alle Arztbriefe umschreiben muss....oder wenn die nachts dauernd anrufen.....
Ich bin inzwischen lieber auf Suche nach einer Stelle wo ich auch als FÄ lieber Vordergrund mache als Hintergrund und dauernd angerufen werde oder reinkommen muss :-)
:-meinung

MatzeXXL
06.09.2007, 18:19
Kurz gesagt also: Stress pur, ein Leben lang...hmhm.

Doctöse
06.09.2007, 18:23
Leben ist Stress.....Eustress, Distress.........und man ist nicht unerheblich selbst daran beteiligt, wie einen was belastet.

Lava
06.09.2007, 20:33
Ich hab Spätdienst auf der Notfallstation.... sehe da einen OA aus der Unfallchir rumlaufen.... gucke auf die Uhr.... 22:30Uhr.... gucke auf den Dienstplan.... hä? der hat doch gar nicht Dienst heute? Was macht der noch hier?

Und so war es jeden Tag. :-nix

Aber man muss dazu sagen, besagter OA hat es sehr auf Karriere abgesehen :-) Aber unglücklich wirkte er nicht! Sonst würde er das auch nicht machen. Und ich auch nicht.

thrombos
11.09.2007, 07:39
also ich bin im ersten jahr meiner fa ausbildung in der radiologie und arbeite eigentlich 40 stunden ... manchmal 45, oft aber auch nur 38 ... klar gibts sowas ....

Persephone
11.09.2007, 09:41
Ohne Dienste hätt ich auch ne 40, vllt mal ne 42 Std. Woche. Wenn ich aber nun zwei Dienste hab (einen davon am WE), dann bin ich fix mal bei 66-70 Std....

Mirona
11.09.2007, 09:44
@helicobakter.

:-D :-) Hmm, wenn sich die FAs net äußern, würde ich mir aber Gedanken machen, ob sie überhaupt Zeit haben in so einem Forum rumzugucken........... :-) :-) :-) :-oopss

helicobacter
11.09.2007, 11:17
ach quatsch ;-)

schau dir den thrombos an... :-) @radio