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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : klinische studie



Juckreiz
25.01.2007, 17:28
hi,
mir wurde eine klinische studie angeboten, für die ich patienten mit einem fragebogen zu ihrer lebensqualität vor bzw. nach einer best. OP ausfragen soll. nun wollte ich mal von den profis hier wissen, ob diese art von dissertation eine "dankbare" arbeit ist (hatte das gespräch mit doktorvater noch nicht). ganz ohne ahnung wollte ich da nämlich auch nich hingehen...

wo ist den die grenze zw klinischer studie bzw. statistischer arbeit? is doch beides irgendwie das gleiche. warum wird dann die klinische studie vom "ansehen" höher eingestuft?
ich habe auch gehört dass man aufgrund des geringeren aufwands gegenüber experimentellen arbeiten maximal cum laude erreichen kann. nich dass ich so notengeil bin, aber stimmt was daran? der fairness halber muss ich gestehen, dass ichs nachvollziehen könnte :-))
außerdem bin ich erst im 5. semester und habe keine ahnung was ich später machen will! daher befürchte ich dass ich mir durch solch eine arbeit evtl den weg in die forschung verbaue. ist das so korrekt?
oder ist schon jemand mit klinischer studie trotzdem in forschungslastigen abteilungen "genommen" worden?

ich weiss das klingt vielleicht alles total überzogen, aber solche gerüchte gibt es nun mal und ich wollte einfach mal mehr darüber wissen.

[die suchfunktion hat auch nicht wirklich viel gebracht außer threads in denen leute wie ich nur angegriffen aber ihnen keine fragen beantwortet wurden!!]

danke für eure hilfe,
gruß

HAS
25.01.2007, 20:45
in bezug auf deine spätere arbeit: ohne zu übertreiben, aber wenn du nach dem studium experimentell-wissenschaftlich arbeiten willst, dann MUSST du eine experimentelle arbeit machen. woher willst du denn ansonsten die (labor-)erfahrung und das know-how für wissenschaftliches arbeiten haben. die später erreichte note ist aber nicht allein relevant, auch(/mehr noch) thematik und v.a. die angewendeten methoden spielen eine wichtige rolle. damit legt man sich schon ein wenig fest.

Gaja
25.01.2007, 21:29
Hi, es gibt ganz schön unterschiedliche klinische Studien :-). Daher kann man da wohl pauschal nicht sagen, ob man dann später an einer Uni-Klinik genommen wird. Ich kenne einige, die "nur" eine klinische Studie gemacht haben und jetzt an einer Uni-Klinik arbeiten. Das war bei mir auch so und sie hätten es lieber gehabt, wenn ich Laborerfahrung gehabt hätte. Aber jetzt arbeite ich dort .... Ich würde dir vor allem raten eine Arbeit zu machen, die dich interessiert und möglichst fasziniert. Du wirst immerhin die nächsten Jahre damit verbringen.


Viele Grüße, GAja

Juckreiz
25.01.2007, 23:41
danke schon mal für die antworten. das hört sich ja nicht so rosig an..

wieso hat man probleme mit einer statistischen arbeit an eine uniklinik zu kommen? ich hab da eher an selektion bei den examensnoten gedacht. wieso ist die doktorarbeit so wichtig, wenn man bedenkt, dass angeblich nur noch 60% den titel erlangen? daher müssen doch auch assis ohne vorangegangene doktorarbeit an einer uniklinik akzeptiert werden..
es hört sich grad für mich echt so an, dass alles was keine experimentelle doktorarbeit gemacht hat, bitte allgemeinarzt werden oder im provinzkrankenhaus arbeiten soll :-nix

vlsime
25.01.2007, 23:46
wieso hat man probleme mit einer statistischen arbeit an eine uniklinik zu kommen? ich hab da eher an selektion bei den examensnoten gedacht. wieso ist die doktorarbeit so wichtig, wenn man bedenkt, dass angeblich nur noch 60% den titel erlangen? daher müssen doch auch assis ohne vorangegangene doktorarbeit an einer uniklinik akzeptiert werden..

Ich kenne einige universitäre Chefärzte, die eine fortgeschrittene Doktorarbeit als Einstellungsvoraussetzung betrachten - und der Abschluß der Promotion ist Voraussetzung für die Verlängerung des 1-Jahres-Vertrages...

HorstHützel
26.01.2007, 10:09
Andersrum gibt es auch viele, die ganz OHNE 2 Buchstaben, an einer Uniklinik anfangen. Zwar wird erwartet in den nächster Zeit die Promotion anzustreben, aber das gehört dann halt dazu :-stud .

Übrigens: an Unikliniken gibt es seit der neuen Tarifordnung nur noch mind. 2-Jahres-Verträge für neue Assistenten (siehe akt. Via Medici).

Gruß,
HH

Juckreiz
26.01.2007, 16:03
also hab ich dann schon auch ne chance auf eine 2-jahres anstellung an einer uniklinik, auch in einer beliebten abteilung, wenn ich nur eine klinische studie als Dr arbeit gemacht habe? das würde mich jez wirklich interessieren

HorstHützel
26.01.2007, 19:32
Pfff...schwierige, eigentlich fast unmöglich zu beantwortende Frage.
Vor allen Dingen von unserer Warte aus...

Eine Chance auf jeden Fall. Aber allein drauf setzen kann man sicherlich nicht. Aber um wieviel jetzt eine experimentelle Arbeit die Chance steigert. :-nix :-nix .
Hängt ja auch von dutzenden anderen Faktoren ab: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, persönliches etc. etc. . Tja und jeder Chef setzt da wahrscheinlich auch unterschiedliche Prioritäten.

Gruß,
HH