Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhandlungen eines Berufsanfängers
die chondropathia
27.01.2007, 22:15
Das ist ja ein Knaller!
Dennoch ist da wirklich jeder seines Glückes Schmied: Wer sehenden Auges ins offene Messer rennt, der muss sich nicht wundern, wenn er blutet, BLUTET!
Eine ganz einfache Überlegung führt hier zu der richtigen Entscheidung:
Als Arzt verbringt man die meiste Zeit seines Lebens an Patienten - und die Freizeit wird von dem hier erwirtschafteten Geld finanziert.
Daraus ergibt sich ganz zwangsläufig:
1. Ohne angemessene Bezahlung kommt es zu einer weiteren Einschränkung/Beschneidung von Freizeitqualität
2. Ohne hinreichende Freizeit ist das verdiente Geld für einen selbst nicht effektiv nutzbar, sein praktischer Nutzen sinkt
3. Somit verstärken sich 1 und 2 wechselseitig - bis praktisch hin zur Versklavung (Prostitution wäre hier ein Euphemismus!)
Fazit onT: Was nützt es in Berlin zu LEBEN, wenn man weder Geld noch Zeit zum Erleben der Stadt hat?
DC, der es begrüßen würde, wenn solche Arbeitgeber selektiv den Kliniktod sterben. :-top
Ich bekomme nach neuem TVÄ ca. 68€ brutto im Monat mehr, dafür entfällt aber die Jahressonderzahlung, die im letzten Jahr 3500€ brutto ausgemacht hatte. Und jetzt darf jeder selber rechnen :-( :-(
Dr. nobo
09.02.2007, 19:07
Das denken die ja eh schon alle, wenn ich dann von 2920 Euro Gehalt im 1.WBJ im Osten erzähle, was ja am Ende ca. 1600 Euro netto macht, dann schauen mich alle Nichtmediziner an als ob ich krank wäre, mich für so ein Gehalt so abzubuckeln :-dagegen .
Ist das wirklich so? Ich bin nicht in der Klinik tätig sondern an der Uni in der Forschung (:-lesen => :-stud). Und da kriegt man TV-L Stufe 13 (ehemals BAT IIa), was im Westen(!) ca. 1640€ netto ausmacht (brutto ca. 2800€) ! Und das auch nur, wenn man sich so glücklich schätzen kann, dass man eine volle Stelle hat. Oft gibt's in den ersten Jahren nur eine halbe Stelle. Und das, obwohl man eine Promotionsstelle meist nur dann bekommt, wenn man einen sehr guten Abschluss gemacht hat. :-meinung
Und die hohen Lebenserhaltungskosten in München kommen auch noch dazu!
Schaut man sich dagegen die TV-Tabellen für Ärzte an, fragt man sich schon, wieso die Ärzte gestreikt haben und nicht wir hier in der Forschung an der Uni! :-nix
.... wenn ich dann von 2920 Euro Gehalt im 1.WBJ im Osten erzähle, was ja am Ende ca. 1600 Euro netto macht,.. Der Nettolohn bei 2920 Euro beträgt nicht 1600 Euro,sondern 1712 Euro (bei Stkl.1)
Der Nettolohn bei 2920 Euro beträgt nicht 1600 Euro,sondern 1712 Euro (bei Stkl.1)
bei einem Grundgehalt von 3060€ im ersten Jahr betrug mein Nettolohn genau 1666€!
Die Nettolohnberechnungsprogramme kommen immer zu höheren Nettolöhnen.
Sind die Beiträge für das ärztliche Versorgungswerk höher als die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung? Oder gehen noch Abzüge für eine zusätzliche Altersvorsorge weg?
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Nettolohn bei Brutto 2920 €/Monat in Meck-Pom:
Berechnung mit:
http://www.kgo.de/steuerrechner.html
Jahr 2006: 1686,67 €
Jahr 2007: 1719,37 €
--------
Berechnung mit http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst06.htm:
Jahr 2006: 1679.37 Euro
Jahr 2007: 1712.07 Euro
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Berechnungen für 3060 Euro brutto in NRW:
http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst06.htm :
2006: Nettolohn:1737.33 Euro
2007: Nettolohn:1771.65 Euro
http://www.kgo.de/steuerrechner.html :
2006: 1744,98 €
2007: 1779,30 €
Edit: Die Abzüge für Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer, und Arbeitslosenversicherung müssten eigentlich bei allen gleich sein. Bei den Beiträgen zur Krankenkasse könnte es geringfügige Unterschiede geben, je nach Kasse, in der man ist.
Dann blieben nur noch unterschiedlich hohe Äbzüge für die Altersvorsorge. Oder???
Kathibaby
10.02.2007, 11:28
Es ist richtig, dass man im Jahr 2007 mehr raushat wegen der niedrigeren Arbeitslosenversicherungssätze, aber dazu kommt ja noch die Pflichtversicherung bei der VBL, wenn man im ÖD in den neuen Bundeländern beschäftigt ist ;-) .
..... aber dazu kommt ja noch die Pflichtversicherung bei der VBL, ....Genau das habe ich damit gemeint ;-):
....gehen noch Abzüge für eine zusätzliche Altersvorsorge weg?
http://www.vbl.de/servlets/sfs;jsessionid=0C2165C4950166D929793EDC7FC6A934?s= vGJg1a4b0CYAomkT&i=1113979957474&b=1113979957474&t=/Default/gateway
http://www.zuv.uni-freiburg.de/aktuelles/rundschreiben/2002-Nr_21.html
Kathibaby
10.02.2007, 11:47
Genau das habe ich damit gemeint ;-):
http://www.vbl.de/servlets/sfs;jsessionid=0C2165C4950166D929793EDC7FC6A934?s= vGJg1a4b0CYAomkT&i=1113979957474&b=1113979957474&t=/Default/gateway
http://www.zuv.uni-freiburg.de/aktuelles/rundschreiben/2002-Nr_21.html
Dann sind wir uns ja einig ;-) .
Huepftigger
19.11.2007, 11:13
Ich missbrauche diesen Thread mal eben...
Hab am Freitag mein Gespräch mit dem Personalleiter. Muss ich da irgendwelche besonderen Dinge beachten? Eine Ärztin in der Klink sagte mir, ich würde brutto "so mit € 4000,-" rechnen können. Sicherlich mit Diensten. Sonst hab ich noch keinen Tarifvertrag gesehen.
Der Chefarzt sicherte mir nur zu, dass es mit meinem Plan, in 2 Jahren die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin zu erwerben, schon klappen würde. Ich solle das mal beim Personalleiter erwähnen und im Vertrag mit verankern lassen. Das war alles von ihm dazu...
Wie ist es denn mit Fortbildungszahlungen? Macht man das auch mit dem Personalleiter aus oder eher mit dem Chefarzt?
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