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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alkohol und Kohlensäure



sama-doc
29.01.2007, 18:10
Warum verträgt man in besoffenem Zustand keine Kohlensäure? Mir gehts am Morgen danach so lange gut, bis ich Sprudel trinke :-( Wie lässt sich das erklären?

Grübler
29.01.2007, 18:18
Interessantes Phänomen :-)

Vielleicht hat der Alkohol die Magenschleimhaut sooo stark angegriffen, dass Kohlensäure noch viel stärker reizt, als normal ... ?

SomethingLost
29.01.2007, 18:58
Das ist mir am WE genauso ergangen. Die Nacht war äusserst derbe, dennoch ging mir am nächsten Morgen richtig gut, (den umständen entsprechend)...bis ich die Sprudelwasserflasche ansetzte. Das Wasser kam schneller wieder zum Vorschein als ich es trinken konnte und was folgte waren 7 Stunden des kennenlernens meiner Galle. Selbst Tee's etc. blieben kaum länger als 1 Minute in mir.

TABA
29.01.2007, 19:55
Die Lösung heißt Pantozol 40 ;)

SomethingLost
29.01.2007, 19:58
was ja nicht unbedingt den zusammenhang zwischen kohlensäure und den folgen erklärt.

little_lunatic
29.01.2007, 20:04
ich vertrag auf kater keinen kaffee. geht gaaarnicht.
ich würd vermuten, dass der magen am morgen danach auch so schon "kotzophil" ist und die kohlensäure dann den letzten pfeffer dazu gibt.
dem körper würd ja gefallen, dass was ihm so schadet wieder oral hinauszubefördern.

Rico
30.01.2007, 05:47
Alkohol senkt den Tonus des unteren Ösophagussphikter wenn ich mich recht erinnere. Jetzt vermute ich mal, daß der dann mit dem erhöhten Mageninnendruck nicht so gut klar kommt, wenn man Kohlensäure reinkippt und das dann zuviel wird.

catgut
30.01.2007, 09:57
Meine einfachste Vermutung:

Alkohol zerstört die Integrität der interzellulären Tight-junctions (Mukosabarriere) der Magenschleimhaut und ermöglicht so eine Rückdiffusion von Protonen in die Zellen. UNd jetzt kommt die zwar instabile Kohlensäure (aber halt doch Säure) und reiz da noch mehr.
Durch die Schleimhautschädigung wird in den enterochromaffinen Zellen Serotonin freigesetzt, das an afferenten Vagus- und Splanchnikus-Fasern aktiviert. Über diese Fasern wird in der Medulla oblongata das "Brechzentrum" erreicht, wo die Impulse auf den efferenten Schenkel des Brechreflexes umgeschaltet werden.
Durch die Überdehnung von Magen und Duodenum, ausgelöst durch durch eine antiperistaltische Phase, fängt das große Brechen an.

Alles schon im wirklichen Leben ausprobiert :-)) :-)) :-))

sama-doc
30.01.2007, 17:50
Alkohol senkt den Tonus des unteren Ösophagussphikter wenn ich mich recht erinnere. Jetzt vermute ich mal, daß der dann mit dem erhöhten Mageninnendruck nicht so gut klar kommt, wenn man Kohlensäure reinkippt und das dann zuviel wird.


Klingt einleuchtend :-stud
Von der nachfolgenden Erklärung hab ich kein Wort verstanden :-nix :-))
Vielleicht wenn ich's noch mal in Ruhe lese....