Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse...
Pünktchen
29.01.2007, 18:57
...wann ist das möglich?
Wenn ich bis zum 31.1.kündige, kann ich dann zum 1.4. in der neuen kasse sein?
oder muss ich länger warten? Oder ist das total unabhängig davon?
Gruss
pünktchen
Sebastian1
29.01.2007, 19:24
Kommt auch noch drauf an, ob du über der Beitragsbemessungsgrenze liegst, dich also privatversichern könntest. Aber ich denk mal, Assistentengehälter fallen da nicht wirklich drunter ;-). Ansonsten gilt eine zweimonatige Kündigungsfrist (Kündigung schriftlich per Einschreiben).
Eine Ausnahme besteht, wenn deine Kasse die Beiträge erhöht, dann hast du Sonderkündigungsrecht.
Aber ich denk mal, Assistentengehälter fallen da nicht wirklich drunter ;-).
kommt darauf an, wie viele Dienste man schiebt...
Feuerblick
30.01.2007, 12:57
Aber ich denk mal, Assistentengehälter fallen da nicht wirklich drunter ;-). Falsch gedacht. Kommt auf den Tarif und die Dienstmenge/-vergütung an.
Funkel, p-versichert
Sebastian1
30.01.2007, 17:32
Ok, ich war jetzt von TVÖD-Grundgehalt ausgegangen....aber gar nicht schlecht zu wissen....werd ich doch reich ab nächstem Jahr *kicher*
TVÄ 2. WBJ, reicht mit Diensten anscheinend auch, wobei ich mir da troz des Schreibens der Verwaltung noch nicht sicher bin. Wie auch immer, ich bleibe in der GKV, ist mir eindeutig zu unsicher sonst.
Anna Bolika
06.02.2007, 18:34
Ja das ist doch die Frage, ob es sich nach der "Gesundheitsreform" die private KV überhaupt noch lohnt?
Nächste Stufe der Gesundheitsreform:
Ältere Herren mit Prostata - Problemen werden nicht mehr behandelt.
Begründung: Rentner haben Zeit zum Pinkeln... :-party
Feuerblick
06.02.2007, 23:03
Tja, nach dieser "Krankheitsreform" muss man sich die Dinge eben genau anschauen. Momentan bringt mir die PKV monatliche 30 Euro mehr auf meinem Konto bei besseren Leistungen... damit kann ich gut leben.:-top
Picknicker
07.02.2007, 12:31
Fragt sich nur, ob das später genauso ist. Dann werden die Beiträge für die PKV nämlich gewaltig steigen und das ist auch genau der Grund, warum ich überlege, mich überhaupt privat zu versichern.
alley_cat75
07.02.2007, 12:47
Momentan bringt mir die PKV monatliche 30 Euro mehr auf meinem Konto bei besseren Leistungen...
Die besseren Leistungen, die Du bekommst, täten mich ernsthaft interessieren!
Ehemaliger User 20130505
07.02.2007, 13:07
Die Unterschiede sind enorm, allerdings nicht immer zum Vorteil des PP. Ich sehe die Unterschiede an mir (privat versichert) und gesetzlich versicherten Verwandten.
alley_cat75
07.02.2007, 16:15
... dafür ist man aber auch noch krankenversichert, wenn man keinen Job mehr hat und alt + gebrechlich ist und/oder chronisch krank. Das nennt man Solidaritätsprinzip! :-dafür
Feuerblick
07.02.2007, 16:17
Die besseren Leistungen, die Du bekommst, täten mich ernsthaft interessieren!Bezahlte Brille, Zweibettzimmer, bezahlte zahnärztliche Leistungen OHNE Zuzahlung - um mal auf die Schnelle was zu nennen.
GKV: Brille selbst bezahlen, Vierbettzimmer, Zuzahlen bei Füllungen, die nicht Amalgam sind...
alley_cat75
07.02.2007, 16:25
Wo bist Du versichert, wenn Dir morgen beide Hände (oder Füße) abfallen und Du nicht mehr arbeiten kannst? Das ansprechende Prinzip der PKV funktioniert doch nur, weil Besserverdienende, weniger chronisch Kranke einzahlen. Hier gehen der Solidargemeinschaft wichtige Beiträge verloren, die widerum die GKV so unattraktiv machen. Ich denke, auch in Deutschland ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die privaten Kassen verschwinden. In einer Gesellschaft mit steigender Morbidität und Überalterung ist das auf Dauer nicht haltbar.
Aber noch mal zum wirklichen Thema: als Arzt geniesst man selbst als Kassenpatient eine Menge Privatpatienten-Vorteile, so z. B. wird man nicht automatisch ins 4-Bett-Zimmer gesteckt und bei meinem Zahnarzt musste ich bisher für keine Kunststoff-Füllung zuzahlen. Wenn ich selbst beim Arzt bin, komme ich stets sofort dran. :-top
Feuerblick
07.02.2007, 16:30
Soll ich jetzt für schlechte Leistungen mehr zahlen, um mein soziales Gewissen zu befriedigen? Ich weiß nicht, welche Ärzte du kennst, aber meinen ist der Beruf schnurzegal. GKV ist GKV. Füllungen musste ich immer zahlen und das Vierbettzimmer wäre mir höchstens dort erspart geblieben, wo ich selbst gearbeitet habe. Ich musste auch brav beim Doc warten, bis ich dran war. Alles andere hätte ich auch zum :-kotz gefunden.
Und was mit GKV und PKV in diesem Lande in den nächsten Jahren passiert, kann bei unseren wankelmütigen Politikern sowieso niemand sagen.
Ehemaliger User 20130505
07.02.2007, 16:33
... dafür ist man aber auch noch krankenversichert, wenn man keinen Job mehr hat und alt + gebrechlich ist und/oder chronisch krank. Das nennt man Solidaritätsprinzip! @alley cat: Ich meinte nicht die enormen Unterschiede zwischen den Versicherungsprämien, sondern die Unterschiede in der Behandlung.
Man hat da schon erhebliche Vorteile als PP (nicht nur die, die Feuerblick aufgezählt hat), aber man ist auch evtl. durch Überdiagnostik und Übertherapie gefährdet (nicht nur finanziell). Ich will das aber hier nicht diskutieren. ;)
Zum Thema Versicherungssystem: Ich plädiere für die Einführung eines Versicherungssystem ähnlich dem neuen niederländischen. Da gibts einen einkommensabhängigen Anteil (und ggfls. Steuerzuschüsse) und eine Kopfpauschale. Außerdem kann jeder selbst entscheiden, ob er eher eine Art Sachleistungsversicherung (incl. eingeschränkter Arztwahl) oder ob er ehrer so versichert sein will wie jetzt die PPs hierzulande. Außerdem kann jeder Versicherungen mit unterschiedlich hohen Eigenanteilen wählen.
Link 1 (http://www.denieuwezorgverzekering.nl/NR/rdonlyres/4B984730-4FEB-472D-B985-73EBA81860F4/0/VWS01709brochureGER.pdf)
Link 2 (http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=54361)
Ich denke, auch in Deutschland ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die privaten Kassen verschwinden. In einer Gesellschaft mit steigender Morbidität und Überalterung ist das auf Dauer nicht haltbar.Das wird wohl eher umgekehrt sein, mit der umgedrehten Alterspyramide sind entweder die GKV-Leistungen nicht mehr gedeckt, oder die Beiträge werden demnächst die 20% übersteigen.
Der Staat hat nicht ohne Grund für seine Beamten die PKV eingerichtet ;-)
Der Staat hat nicht ohne Grund für seine Beamten die PKV eingerichtet ;-)Wie meinst Du das? Die Beihilfe gilt als Ersatz des Arbeitgeberanteils an der Krankenversicherung, weil das den Staat ( eigentlich Bund, Länder, Kommunen) angeblich billiger kommt. Ob es daran liegt, dass man nur nach einer Gesundheitsprüfung verbeamtet wird?
Außerdem sind die Leistungen der Beihilfe bei uns immer mehr gesunken. Stätionäre Behandlungen ist nur noch auf GKV-Niveau beihilfefähig. Für Wahlarztbehandlung und bessere Unterbringung musste ich schon vor etwa 10 Jahren Zusatztarife abschließen. Bei Zahnbehandlungen wird auch nur noch GKV-Niveau anerkannt. Da brauche ich zum Glück keinen Zusatztarif, weil ich keine Zahnprobleme hab. Für Brillen bekomme ich auch keine Beihilfe mehr. Die Praxisgebühr wird mir vomzu erstattenden Betrag abgezogen. Bei Medikamenten wird mir der Betrag, den GKV-Pat. in dr Apotheke zuzahlen, vom zu erstattenden Betrag abgezogen. Der einzige Unterschied zur GKV besteht nur noch darin, dass mir ein bestimmter Anteil an den Arztrechnungen erstattet wird.
Meinetwegen könnte man die Beihilfe abschaffen. Wenn wir das holländische System, das hier schon mehrmals erwähnt worden ist, hätten, könnten Bund, Länder und Gemeinden genau wie alle anderen Arbeitgeber ihren verbeamteten Arbeitnehmern einen lohnabhängigen Zuschuss zur Versicherungsprämie zahlen. Dann fielen die Verwaltungskosten für die Beihilfe weg und die Beamten wären wie alle anderen Einwohner an der solidarischen Krankenversicherung beteiligt. In Holland scheint diese Umstellung geklappt zu haben.
Niveau hin oder her, sowohl die Beihilfe als auch die PKV haben Rücklagen und Sicherheiten... das trifft für die GKV nicht zu, die lebt von der Hand in den Mund.
Niveau hin oder her, sowohl die Beihilfe als auch die PKV haben Rücklagen und Sicherheiten... .PKV ja, aber Beihilfe und Rücklagen??? Der Staat lebt auch von der Hand in den Mund.
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