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Papagei
16.02.2007, 19:49
Hallo,
bin jetzt im 1. klinischen Semester und habe heute schon wieder eine vier (diesmal in Patho) bekommen.Außerdem habe ich schon eine vier jeweils in Mikrobio und in Pharma kassiert.
Das macht mir echt Sorgen, weil es erstens allesamt wichtige Fächer sind (und ich war nicht faul, habe immer schön gelernt). Und weil ich befürchte, später mal keinen Job zu bekommen, weil ich so schlecht bin.
Weiß nicht mal, woran es liegt. Andere schaffen auch regelmäßig eine zwei oder drei.
Mein Physikum habe ich mit 3,5 bestanden, allerdings hatten mir ein paar Leute (darunter auch ein Psychologe auf dem Arbeitsamt) von einem Studium abgeraten, weil ich nicht intelligent genug sei. Mein Abischnitt lag bei 1,4.
Manchmal überlege ich echt, ob es Sinn macht, zu studieren, wenn man so grottenschlecht ist.
Sagt mir mal bitte Eure Meinung, wäre sehr dankbar,
liebe Grüße,
der Papagei.

Dr. Pschy
16.02.2007, 20:01
Meine ehrliche Meinung ist, dass Einzelnoten hinterher niemanden interessieren. Versuch auf jeden Fall, das Hammerexamen gut hinzubkommen, das ist viel wichtiger, vor allem weil das Physikum zu einem Teil in die Endnote eingeht und man die 3,5 bestimmt verbessern kann. Aber mit ein paar 4ern in der Klinik brauchst du bestimmt nicht den Sand in den Kopf stecken!

etlien
16.02.2007, 20:58
Hallo,
mir gehts genauso... Habe auch eine 4 in Patho, in Mibi und in Ortho. Der Rest sind alles 3en (darunter Pharma und Chirurgie) vereinzelt mal ne 2 und grandiose 1ser in GTE und Gesundheitsökonomie... mein Physikum ist ne 3,66 ;-) und mein Abi ne 2,1.
Ich habe nach alter AO angefanen zu studieren, d.h., in der Vorklinik gabs für mich keine Noten, sondern nur bastanden - nicht bestanden. Ich hab mich über jede bestandene Klausur wie ein Schneekönig gefreut (auch wenn ich ne Punktlandung gemacht hatte)! Aber jetzt kann ich mich über 78% richtig beantwortete Frage nicht mehr freuen, denn, eine Frage mehr richtig und es wäre ne 2 geworden... Furchtbar, diese Noten!
Aber Du bist erst im ersten klinischen, warte mal das nächste Semester ab, was für Fächer habt ihr denn da? Vielleicht liegt Dir da eines einfach mehr?

Lass Dich nicht unterkriegen,

etlien

mango25
17.02.2007, 11:36
Kopf hoch! Bei mir in der Gruppe gibt es auch welche, die immer wieder ne vier haben. Ich muss auch ehrlich sagen, dass mir die meisten Module gar nicht wirklich Spaß gemacht haben. Das einzige, was bis jetzt wirklich Spaß gemacht hat, war Radio und der U-Kurs.

Die nächsten Semester werden sicher interessanter und auch besser. Hattest du immer wieder Altklausuren zum Lernen oder hattest du überhaupt keine Anhaltspunkte, was drankommen könnte.

Dr. Jackyll
17.02.2007, 12:51
ich sags ja, Heidelberger Blöcke sind voooollll dooof! Es ist ja wohl klar dass man in einem Monat nicht die komplette Pharmakologie lernen kann, ich weiß gar nicht wie die sich das vorstellen. bei uns gibt es 4 Pharmaklausuren und die meisten haben ne 1, weils einfach viel besser hängen bleibt!

Dr. Jekyll
17.02.2007, 20:54
allerdings hatten mir ein paar Leute (darunter auch ein Psychologe auf dem Arbeitsamt) von einem Studium abgeraten, weil ich nicht intelligent genug sei. Mein Abischnitt lag bei 1,4.


das ist aber mehr als herb...

auf die würde ich aber nix geben. warum sollen andere wissen, was
für dich gut ist. und die empfehlungen des arbeitsamtes kann man sich echt
dahinstecken, wo keine sonne scheint. Die Leute beim arbeitsamt sind
so ziemlich die frustriertesten sachbearbeiter die es gibt.

gleich nach den LPA-Leuten
:-))

ich hab von den fertigen ärzten gehört, das die chefs eigentlich nicht auf
die noten gucken, wenn dann höchstens das letzte stex.
mach dir keinen kopf.

Kackbratze
17.02.2007, 21:10
Manche schauen noch nichtmal auf die Noten, sondern darauf, dass sie ihre Stellen besetzt bekommen :-wow

test
17.02.2007, 21:22
Manche schauen noch nichtmal auf die Noten, sondern darauf, dass sie ihre Stellen besetzt bekommen :-wow

bzw. aus Mangel an Bewerbern können sie es sich gar nicht leisten nach Noten zu schauen ;-)
Zumindest in den großen Fächern (Chirurgie, Anästhesie, Innere) ist das nicht selten der Fall.

Papagei
18.02.2007, 09:19
Hallo, :-angel
danke für die aufmunternden Antworten!!!
Konnte ich echt gebrauchen.
@mango25: Hab schon mit Altklausuren gelernt. Hoffe auch, dass die nächsten Semester besser werden.
@etlien:Naja, jetzt kommt noch Radio und der u-kurs und dann Innere. Hoffe, dass mir die kommenden Fächer besser liegen
@Dr. Jeckyll: Das war echt ein Schock und eine Enttäuschung damals, das kannst Du mir glauben.
Vielen Dank noch mal an alle, die mir geantwortet haben!!!
Der Papagei. :-winky

gyrasehemmer
18.02.2007, 12:16
@Papagei: fuehle mich genauso :-nix Die Noten in diesem Semester waren nicht optimal, trotz sehr intensiver Vorbereitung :-nix

mango25
18.02.2007, 13:33
ich sags ja, Heidelberger Blöcke sind voooollll dooof! Es ist ja wohl klar dass man in einem Monat nicht die komplette Pharmakologie lernen kann, ich weiß gar nicht wie die sich das vorstellen. bei uns gibt es 4 Pharmaklausuren und die meisten haben ne 1, weils einfach viel besser hängen bleibt!

Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Man kann Pharmakologie in vier Wochen lernen, ne 1 schreiben und nicht vergessen. Außerdem ist es ja nicht die ganze gewesen. Klinische Pharmakologie kommt ja erst noch.

Außerdem ist es ja von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dir liegt das System in Mannheim eher und mir eher das in Heidelberg. Ich bin froh, dass ich mich nur auf ein Fach konzentrieren muss und nicht drei gleichzeitig. :-meinung

@Papagei: Radio und U-Kurs sind echt super. Ich darf mich als nächstes mit Prävention herumärgern. Genieß deine freie Woche!

cKone
18.02.2007, 17:13
Sehe momentan auch eher Vorteile für mich persönlich im Heicumed.
Bin ja mal auf Radio und U-Kurs gespannt.
@Mango
Prävention ist wie Urlaub, sehr sehr locker

0815doc
18.02.2007, 20:21
Wieso zum Henker gebt ihr denn alle so viel auf Noten? :-nix
Diese Uniklausuren kann man - meiner bescheidenen Meinung nach - sowieso grad mal in die Tonne treten.
Ist einfach murks, dass die Staatsexamen durch universitätseigene Prüfungen ersetzt wurden. Das IMPP ist zwar auch nicht grade "mein Freund" - aber das war immer noch besser als es jetzt ist.
Alle paar Wochen irgendwelche Klausuren oder Prüfungen - dann ist das Fach "abgehakt" und kommt nie mehr... SUPER!
Obwohl ich die "Modulbildung" (wie es sich hier nennt) ganz sinnvoll finde!


@Threadersteller zusammengefasst: Kopf hoch! ;-)


edit:
nur um das klarzustellen - hier schreibt kein Student mit "Punktlandungen"...
ich hab in der ganzen Klinik nur eine 4 und eine 3, bei den Scheinnoten keine einzige unter 2,0
aber wie gesagt: ich verstehe einfach nicht, warum alle so viel auf diese Noten geben

alley_cat75
19.02.2007, 08:25
Das macht mir echt Sorgen, weil ich befürchte, später mal keinen Job zu bekommen, weil ich so schlecht bin.

Wenn Du Dein Studium ingesamt mal mit "Befriedigend" abschließt, ist das eine tolle Leistung und Du musst Dir um Stellen keine Sorge machen. Selbst ein "Ausreichend" kann man exzellent mit einer guten Doktorarbeit und/oder Referenzen kompensieren. Die meisten Chefs interessieren sich tatsächlich wenig für Noten, sondern ob Du menschlich gut in ihr Team passt. Medizin ist ein schwieriges Studium; das überhaupt zu beenden, sagt eine Menge aus.

Ich habe das Studium mit 1,3 beendet und musste mir von diversen Leuten anhören, ich sei überqualifiziert. :-oopss Viele haben auch gedacht, ich hätte nur Bücherwissen, aber keine Ahnung von echter Medizin. Eine Note schlechter und keiner hätte diese Bedenken gehabt. Von meinen Komillitonen sind die meisten 1er Kandidaten noch nicht untergekommen (nicht mal Uni-Klinik), die "Schlechten" schon - also, keine Sorge. Sei fleissig und kümmer Dich besser um Deine eigenen Noten, statt um die anderer Leute. :-meinung

Stromer
19.02.2007, 08:38
Hallo,

lass den Kopf nicht hängen und dich vor allem nicht verunsichern :-meinung

Ich denke, dass muss sich noch einspielen. Vielleicht liegt es an der Art wie du lernst. Besorge dir mal Informationen über die Arten des Lernens. Gerade beim Auswengiglernen brauchst du eine gute Technik. Soviel wie jetzt, musstest du im Prinzip noch nie auswendiglernen. Im ABi hast du meist Anwendungsaufgaben gehabt, wo man auch durch kombinieren auf Lösungen kam, wenn der Ansatz stimmte. Diesen Vorteil hast du jetzt nicht- sozusagen Präzisionslernen :-D

viel Erfolg weiterhin...

Duncan84
19.02.2007, 11:27
Von meinen Komillitonen sind die meisten 1er Kandidaten noch nicht untergekommen (nicht mal Uni-Klinik), die "Schlechten" schon - also, keine Sorge.

Das find ich ja mal interessant *g*
Was denkste worans liegt? Wirken alle so freaky auf den ersten Blick, dass sie bei Einstellungssgesprächen sofort an der Persönlichkeit scheitern? Oder sind die Vorbehalte vor sehr guten Noten so groß, dass sich keiner vorstellen kann, dass da nicht nur Bücherwissen da ist?

Kackbratze
19.02.2007, 12:16
Vielleicht sind es auch "menschliche Faktoren" die eine schnelle Einstellung erschweren...

-milka-
19.02.2007, 13:53
naja, ganz unwichtig sind die noten nicht. bitte nicht falsch verstehen, ichmeine nicht dass noten etwas über die qualität als arzt aussagen aber sie sind nun einmal außer pj-arbeitszeunissen das einzige was ein berufsanfänger vorweisen kann. und wenn der chefarzt 20 bewerbungen auf dem scheibtisch hat (was in einigen kleinen begehrten fächern durchaus üblich ist) werden nun einmal nicht unbedingt die dreier und vierer kandidaten zum gespräch eingeladen. das ist nunmal so. in den meisten fächern spielen noten aber bei der heutigen stellensituation wirkich keine rolle weil viele chefärzte froh sind die offenen stellen überhaupt besetzen zu können. ein freund von mir hat allerdings mit nur 4ern und 3ern im studium und insgesamt einem knapp befriedigendem endzeugnis ungefähr 2 jahre eine derma stelle gesucht ohne erfolg.auch wenn stellen besetzt wurden wurde er mit seinen noten nicht einmal zum gesräch eingeladen. jetzt bleibt er in der inneren, da war die stellensuche kein problem.

Stromer
19.02.2007, 15:26
Habe da eine für mich wichtige Frage:

Wieso bekommst du schlechte Noten? Hast du einen Blackout? Bekommst du das Wissen nicht in deinen Kopf? Oder fällt es gleich wieder heraus? :-))

Wie ist dein Lernverhalten? Lernst du unter Druck oder nach einer gewissen Ordnung?

[Daran sieht man, dass das Abi nur begrenzt der Gradmesser sein kann.]

Lass dir von keinem reinreden, der dir Argumente bringt, wie die Leute vom Amt. Die sind wirklich nicht besonders fähig. Und wenn der Psychologe nur diese Aussage trifft, dann ist er kein Psychologe, sondern ein Ar5chloch!

Es kann schon sein, dass einige Änderungen nötig werden, was dein Tun anbelangt, aber wenn es Erfolg verspricht, soltest du dir selber den Gefallen tun und es versuchen. Und solange du den Abschluss am Ende hast, bist du ein Gewinner. Auch bei normalen Ausbildungen wird am Ende selten geschaut, wie die Abschlussnoten waren, da gehts nur um den Gesellenbrief.

zonk
19.02.2007, 16:19
Mal um einen anderen Faktor ins Spiel zu bringen:
Hab auch schon von diversen Chefs gehört, dass man mit ner "guten" Doktorarbeit eher Eindruck macht als mit guten Noten.
Die wissen denk ich wie diese tollen MC-Uniklausuren zu bewerten sind...