schmittrich
22.02.2007, 12:32
Erst die Prohibition schafft die Grundlage, welche den Drogenhandel zum lukrativen Geschäft macht. Tatsächlich erfasst das Verbot nur einen kleinen Teil der bekannten Rauschmittel, doch der Handel im grossen Stil beschränkt sich fast ausschliesslich auf die illegalen. Aus einem einfachen Grund: Ohne das Verbot und die dadurch bedingte «Risikoprämie» ist die Produktion der Drogen zu billig, die Marge zu gering, als dass sich das Geschäft rechnen würde. Jede Repressionsmassnahme treibt die Preise zusätzlich in die Höhe und sorgt damit für neue Anreize. Gerade bei Stoffen wie Alkohol oder Heroin, die eine schwere Sucht erzeugen können, ist diese Preisspirale gegen oben offen. Und siehe da: Seitdem alle Süchtigen in der Schweiz ihren Stoff legal vom Staat beziehen können, sind der illegale Heroinmarkt und vor allem auch die Zahl der Neueinsteiger massiv zurückgegangen. Heroin hat überdies gerade für Junge die Faszination des Verruchten verloren, seit die Opiatsucht als das behandelt wird, was sie ist – eine Krankheit.
Dieser Abschnitt aus dem von milz verlinkten Artikel der Weltwoche scheint mir der Schlüssel zum Verständnis des Mechanismus zu sein, der zur Folge hat, dass die Prohibition gerade das Gegenteil von dem bewirkt, wofür sie eigentlich ins Leben gerufen wurde. Man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten *paranoia on* die Drogenmafia und die Politik zögen hier absichtlich an einem Strang. *paranoia off*
Wie schon mehrfach in diesem Thread angeklungen: es geht hier nicht darum, dass sich der Staat als Dealer betätigt. Vielmehr gilt es ganz pragmatisch mit Tatsachen, die nicht schön sind (und der Anblick eines heruntergekommenen Junkies ist alles andere als das) auf einer von Menschlichkeit getragenen Ebene umzugehen. Es ist wie mit allem Elend dieser Welt: schauen wir weg oder stehen wir in der Pflicht, unseren leidenden Mitmenschen zu helfen. Gerade wir als werdende Ärzte sollten uns da keinesfalls ausnehmen. :-meinung
Dieser Abschnitt aus dem von milz verlinkten Artikel der Weltwoche scheint mir der Schlüssel zum Verständnis des Mechanismus zu sein, der zur Folge hat, dass die Prohibition gerade das Gegenteil von dem bewirkt, wofür sie eigentlich ins Leben gerufen wurde. Man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten *paranoia on* die Drogenmafia und die Politik zögen hier absichtlich an einem Strang. *paranoia off*
Wie schon mehrfach in diesem Thread angeklungen: es geht hier nicht darum, dass sich der Staat als Dealer betätigt. Vielmehr gilt es ganz pragmatisch mit Tatsachen, die nicht schön sind (und der Anblick eines heruntergekommenen Junkies ist alles andere als das) auf einer von Menschlichkeit getragenen Ebene umzugehen. Es ist wie mit allem Elend dieser Welt: schauen wir weg oder stehen wir in der Pflicht, unseren leidenden Mitmenschen zu helfen. Gerade wir als werdende Ärzte sollten uns da keinesfalls ausnehmen. :-meinung