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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kinder-Ecke



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annekii
27.07.2017, 22:00
Super, Milena und jw :) Ich glaube, ich habe beruflich noch nie einen Button gewechselt, aber mache es alle 2-3 Monate ja zuhause.

LP werde ich wohl nie wieder machen. Und es fühlt sich doch irgendwie toll an, wenn es dann so tropft, weil man es geschafft hat. Still halten bei der Freude ist dann gar nicht so einfach :)

McBeal
28.07.2017, 04:45
Einen Button habe ich auch noch nie gewechselt.
Dafür haben, obwohl ich feinmotorischen nicht die Beste bin, bisher wirklich alle LPs geklappt. Ich liebe sie!
Aber leider werde ich ja jetzt keine mehr machen, kommt ja ambulant doch eher selten vor.

LG
Ally

jw
28.07.2017, 17:26
Bei manchen Dingen ist es schade, dass man sie nicht mehr machen kann,weil man das Gebiet verlässt.
Ich mag LP s zum Beispiel gar nicht.
Das mit dem Button ist ja eigentlich einfach,wie vieles. Aber wenn man es noch nie gemacht Hat freut man sich wenn es klappt. Bin ja froh,dass ich noch so viel lernen darf.

weisskittel
22.08.2017, 11:37
Liebe Neonatologen,
ich suche einen Kollegen / Kollegin, der/ die bereit wäre gegen eine Aufwandsentschädigung mit mir die Ergebnisse meiner Doktorarbeit ( retrospektive Studie in der Neonatologie) durchzugehen und mir bei der Interpretation selbiger zu helfen. Leider lässt mein Doktorvater mich bei der Auswertung der Arbeit total hängen.Da ich nicht im Bereich der Neonatologie arbeite, habe ich keine Kollegen, die ich fragen könnte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand melden würde.

Madeleine88
04.09.2017, 17:59
Hey Ihr!
Ich bin gerade ziemlich verzweifelt, weil ich heute meine 4. erfolglose Lumbalpunktion hatte!
Mittlerweile bin ich seit 3 Monaten in der Pädiatrie und es hat leider noch nie geklappt....zwei Mal waren es zwar Säuglinge, das ist am Anfang sicher schwierig, aber die anderen beiden waren schlanke Teenies.
Vom Prinzip weiß ich ja wie es geht, ich hab mir auch viele Videos angeschaut, aber irgendwie klappt es einfach nicht. Mal bin ich etwas zu weit seitlich, mal zu hoch..ich weiß nicht genau woran es liegt.
Habt ihr vielleicht ein paar Tipps? :-)
Generell brauch ich bei praktischen Tätigkeiten leider immer etwas länger als der Durchschnitt. Auch Blutabnehmen/Zugänge legen war am Anfang schwierig für mich. Wenn ich es dann mal raus habe, klappt es aber meistens recht problemlos.
Aber vor den LPs hab ich mittlerweile auch einfach Angst. Mir ist es auch vor den Kollegen peinlich. Die meinen es sicher nicht böse, aber nach jedem Versuch wird man ganz erwartungsvoll gefragt, ob es geklappt hat....
Ich wäre wirklcih um jeden Tipp dankbar! Gibt es z.b. irgend eine Möglichkeit das zu Hause zu üben?? An irgendeinem selbst gebastelten Modell oder so?
Vielen Dank schon Mal!

Chaoskätzchen
04.09.2017, 18:48
Hallo.. begleitet Dich denn jemand bei den LPs und leitet dich an? Ich würde mich einfach an jemanden ranhängen, dem Du vertraust.. und von dem Du das Gefühl hast, er teacht Dich Schritt für Schritt ohne selbst schon mit der Nadel im Anschlag hinter Dir zu stehen. Ansonsten.. nicht verzweifeln und einfach weiter üben. Und wenn es geht, natürlich bei den Grossen anfangen und bei den Winzlingen enden. Und wie bei den meisten handwerklichen Sachen: Die Lagerung ist das A und O.

Bei uns auf der Notfallstation gab es mal ein Puppenmodel - tatsächlich liebevoll Meningita getauft, an dem man üben konnte.. fand ich aber nur mässig lebensecht.. das war vor allem gut, um einfach die Basisschritte durchzusprechen...

Madeleine88
04.09.2017, 19:13
Eine richtige Anleitung durch einen erfahrenen Kollegen gab es bisher leider nicht. Wir sind zwar schon zu zweit bei den LPs (einer für die Sedierung, einer für die LP), aber da wir aktuell ein sehr junges Team sind, hat der Kollege meist auch nur 2-6 Monate mehr Erfahrung...aber vielleicht kann ich die nächsten Male wirklich versuchen ein bisschen mehr Teachin einzufordern. So eine Puppe kenne ich aus dem PJ, da hat es beim Üben eigentlich auch immer geklappt.
Ich denke ich müsste beim echten Patienten einfach mal ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt, wenn man richtig ist...

aschenputtel1977
04.09.2017, 19:57
Siehste, und daran krankt es... Ich kann doch niemanden auf eine LP loslassen (aus meiner Sicht ein invasiver Eingriff mit nicht ganz geringen Gefahren) OHNE das jemand das zumindest supervidiert hat. Ich bin bestimmt nicht die beste Praxisanleiterin und ich kann schlecht den Kollegen sagen, wo genau aktuell das Problem liegt wenn s nicht klappt. Aber einmal hat sogar funktioniert mich hinter den Kollegen zu stellen und immer nur zu flüstern "tiefer, tiefer, jetzt probier mal ob was kommt..." :-blush
LP´s sind nix, was man so einfach lernt finde ich, einfach weil man tierischen Respekt davor hat. Also ich zumindest und das immer noch, nach 9 Jahren! Es sagt sich immer so einfach, aber lass dich nicht entmutigen. Wir machen die meisten LPs ohne Sedierung und bei uns steht und fällt es mit der assistierenden Schwester! Ansonsten hab ich nem Kollegen mal gesagt, das ist n Gefühl wie in halbgefrorene Butter zu pieken... Lass dir die Zeit, die du brauchst! Taste, orientiere dich, bring die Nadel langsam aber stetig rein. Dieses berühmte "plopp" habe ich nie bemerkt, ich schaue manchmal einfach wieviel Nadel verschwunden ist und versuche ob was kommt. Wenn nicht, dann bisschen tiefer reinschieben oder (grade bei den ganz kleinen häufig) die Nadel ein Stückl rausziehen.

Viel Glück und bleib dran!

annekii
19.09.2017, 09:05
Ich brauche mal Ideen. 7 11/12 Jahre alter Junge war zur U10 bei mir mit ausführlicher Anamnese und Untersuchung. Explizit gefragt, ob es Anhalt für Allergien gibt (Heuschnupfen oder vom Essen her), Antwort nein, verträgt alles, nie Nasenjucken, Augenjucken, nächtliches Husten oder sowas.

Oft habe er Kopf- und auch immer mal Bauchschmerzen. Genauer kriege ich es durch Fragen nicht raus, auch Frequenz nicht gut zu eruieren.
Es gibt eine Überforderungsproblematik in der Schule, Kind ist nur wenige Tage vor Stichtag geboren und musste mit frisch 6 in die Schule. Meine Einschätzung: Wenn er ein Jahr später eingeschult worden wäre, wäre alles gut. Nun 3. Klasse und damit Noten und es zieht ziemlich an. Bei der Ganzkörperuntersuchung inkl. Neurologie keine Auffälligkeiten.
Wir vereinbaren das Führen eines Schmerzkalenders inkl. Nahrungsprotokoll bei Bauchschmerzen mit Auswertung 4 Wochen später.

Soweit kommen wir aber nicht, sondern der Junge wird mir etwa 1 Woche später (Donnerstag) wieder vorgestellt mit nächtlichen Bauchkrämpfen, bisschen Kopfschmerzen, sonst nichts, kein Erbrechen, normaler Stuhlgang, normale Diktion, Abd. weich, DG eher etwas vermehrt, HNO, Pulmo und Cor o.B.. Es geht gerade eine Gastroenteritis rum und schon viele waren an diesem Tag da, daher mein Verdacht beginnende GE. Montag kommt er wieder mit quasi identischen Beschwerden, immer noch Bauchschmerzen, auch nachts, wird davon wach, Kopfschmerzen irgendwie immer da. Wieder kein auffälliger Befund, Sono Abd. o.B., Blut abgenommen --> fast Normalbefund.
Auffällig: 15% Eosinophile, Nachfrage bei Mutter, ob Würmer gesehen, soll Stuhl bringen (bisher nicht geschehen), IgE nachgemeldet
---> > 5000 IU/ml ... ups?!

Nochmal zurückgeschaut:
- Kein Anhalt für Allergie berichtet und auch nicht von mir bemerkt?!?! Trotzdem Screening Nahrung und Inhalation nachgemeldet (noch nicht da)
- HyperIgE-Syndrom? Passt nichts. Das Kind hat weder jemals was mit der Haut gehabt, keine ausgedehnten Infekte, Abszesse oder irgendwas
- doch die Würmer?

Hat jemand eine Idee?

*milkakuh*
19.09.2017, 10:15
Ich hätte zunächst auch an Madenwürmer gedacht. Vielleicht kommt das Aufwachen ja auch eher durch einen Juckreiz als durch Bauchschmerzen? Hast du mal nach Juckreiz am After gefragt?

Ansonsten weil ich es im Rahmen meiner Diss ein paar mal gesehen habe: Echinococcuszyste? Die Leber war sicher ohne RF?

Gibt es eine Reise- und Familienanamnese?

epeline
19.09.2017, 10:20
Hätte auch als erstes an würmer gedacht. Mal nen Klebestreifen machen....
Hat er schon ein Bauchsono bekommen?
Hatten mal eine ähnliche Symptomatik hier, allerdings haben wir da kein IgE erhoben. War am Ende eine Porphyrie

McBeal
19.09.2017, 10:31
Ich halte sowohl Nahrungsmittelallergie als auch Oxyuriasis für gute Differentialdiagnosen. Halt uns bitte auf dem Laufenden!

LG
Ally

annekii
19.09.2017, 10:43
Den Anus habe ich mir angesehen, der war unauffällig. Und nach Juckreiz habe ich nicht gefragt und Abklatsch hab ich noch nicht mitgegeben. Das ist gut! Man vergisst immer, dass nicht alles von selbst gesagt wird. Ich denke immer, dass solcher Juckreiz doch eh berichtet wird, aber nachgefragt habe ich nicht.
Sono Abdomen war in Eile und sonderlich gut kann ich das auch nicht. Das mache ich einfach nochmal in Ruhe und überweise ggf. auch mal an bessere Kollegen.
Reise- und Familienanamnese war nicht weiterführend. Also keine Reise und keinerlei Krankheiten mit Bauch und Allergien.

Absolute Arrhythmie
19.09.2017, 11:10
Trichinellen machen auch GE- Symptome und eine deutliche Eosinophilie mit IgE-Erhöhung. Wär aber echt selten und er müsste Wild oder hausgeschlachtestes Fleisch gegessen haben?
An Porphyrie hätte ich auch gedacht, da wären die Laborwerte aber jetzt nicht so klassisch...
Parasitose ist ja schon recht wahrscheinlich, gibt's oder gab es sonst jemals irgendwas auffälliges? M. Fabry kann sich auch überwiegend intestinal präsentieren.

epeline
19.09.2017, 12:01
Für M. Fabry gibt's von Big Pharma übrigens kostenlose diagnosesets

annekii
21.09.2017, 15:58
Heute nochmals Sono ausführlich ohne Auffälligkeiten gemacht, aber es verdichtet sich auf Würmer. Auf Nachfrage nach Juckreiz am Po antwortete er sofort mit Ja, zum Erstaunen seiner Mutter. Auf die Frage, wann am Tag es denn jucke, kam "im Dunkeln", also im Bett, geradezu klassisch.
Das Nahrungsmittelscreen war neg., im Inhalationsscreen kam Birke mit Cap4, Beifuß mit Cap 3 und Lieschgras mit Cap 2. Symptome bzgl. Birke gab es noch nie.

Memo an Annekii: Patienten sagen auch sowas wie auffälliges wie Juckreiz nicht unbedingt von selbst, auch nicht ihren Eltern.

Muriel
21.09.2017, 18:49
Und jetzt gibbet Klebchen für den Poppes? Interessant, was durch genaues Nachfragen doch noch so manchmal kommt.

weisskittel
25.09.2017, 13:25
Liebe Neonatologen,
ich suche einen Kollegen / Kollegin, der/ die bereit wäre gegen eine Aufwandsentschädigung mit mir die Ergebnisse meiner Doktorarbeit ( retrospektive Studie in der Neonatologie) durchzugehen und mir bei der Interpretation selbiger zu helfen. Leider lässt mein Doktorvater ( leitender Oberarzt der Abteilung) mich bei der Auswertung der Arbeit total hängen und einen weiteren Betreuer, der Ansprechpartner / helfende Hand wäre, gibt es leider nicht. Da ich nicht im Bereich der Neonatologie arbeite, habe ich keine Kollegen, die ich fragen könnte. Ich bin ziemlich verzweifelt, weil ich die Ergebnisse selber nicht ausreichend interpretieren kann.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand melden würde.
VG Weisskittel

Schorsche
07.10.2017, 12:11
Eine richtige Anleitung durch einen erfahrenen Kollegen gab es bisher leider nicht. Wir sind zwar schon zu zweit bei den LPs (einer für die Sedierung, einer für die LP), aber da wir aktuell ein sehr junges Team sind, hat der Kollege meist auch nur 2-6 Monate mehr Erfahrung...aber vielleicht kann ich die nächsten Male wirklich versuchen ein bisschen mehr Teachin einzufordern. So eine Puppe kenne ich aus dem PJ, da hat es beim Üben eigentlich auch immer geklappt.
Ich denke ich müsste beim echten Patienten einfach mal ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt, wenn man richtig ist...

Und, hat's jetzt geklappt? ;) Ich find im Gegensatz zu Aschenputtel LPs relativ easy - wenn man den Dreh einmal raus hat. Ich hatte das Glück, dass mein Berufsstart in eine Virusmeningitisepidemie hineinfiel, durfte am Anfang also gleich haufenweise punktieren. Das Ploppen merke ich auch fast nie, aber es kommt (wie auch schon geschrieben) ziemlich auf die Assistenz an: wenn das Kind achselgerecht gelagert wird, es einen schönen Buckel gibt und du gut getastet hast, dann kann man das Ziel eigentlich nicht verfehlen. Was aber richtig, richtig kritisch ist, dass niemand Erfahrenes für die Sedierung danebensteht. Schonmal einen respiratorischen Zwischenfall im Rahmen der Analgosedierung gehabt? Nicht? Dann sollte jemand die Sedierung jemand machen, der so einen Zwischenfall beherrschen kann (wird imho von der WAKKA mittlerweile auch ziemlich offiziell empfohlen). Und derjenige kann dann auch in der Regel die LP supervidieren. Viel Erfolg!

Jetzt eine Frage in eigener Sache: bei mir geht's so langsam in Richtung Facharzt, wahrscheinlich wird's April oder Mai '18. Womit habt ihr gelernt? Der Intensivkurs Pädiatrie als Grundlage ist der Klassiker, jedoch mittlerweile ziemlich alt (2011) und einen echten Nachfolger wird's nicht geben. Was würdet ihr nehmen? Die Moki lese ich eigentlich regelmäßig, werde aber wieder in den älteren Heften rumblättern. Ansonsten kommt hoffentlich noch rechtzeitig im Frühjahr ein Repetitorium von der DGKJ. Was bei mir noch problematisch wird: ich bummel jetzt seit Anfang des Jahres gewünschterweise auf Neo und Pädintensiv rum (das wird auch bis auf weiteres so bleiben), da ist man aus dem Allgemeinpädiateralltag schon ziemlich raus...

//stefan
07.10.2017, 13:31
...wenn das Kind achselgerecht gelagert wird....

du hast aber anatomisch komische landmarken... :-D