Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tut ihr um im PJ einen guten Eindruck zu machen?
Schade, dass Du darauf wartest, bis Dir jemand Arbeit gibt. Eigeninitiative ist gefragt! :-dafür Wie wäre es mit Durchsicht der Laborbefunde oder aktueller Untersuchungsergebnisse? Habe ich im PJ gemacht und bei Auffälligkeiten meinem Stationsarzt eine Notiz gemacht. Auch kann man trotz statt gehabter Visite durchaus nochmals die Kurven durchgehen. Überflüssige Medikamente, fehlende Tests usw. Man darf bei absoluter Langeweilse sogar nach den Patienten schauen. Im normalen Stationsalltag bleibt extrem wenig Zeit dafür. So habe ich als PJlerin so manch einem Patienten interessante Infos entlockt... In meinem 3. Tertial habe ich oft angefangen, Entlassungsbriefe zu schreiben, auch wenn Termin noch nicht fest stand. Ist eine gute Übung - ohne Druck und einem besserwissenden Assi im Rücken. Spätestens nach dem PJ muss man schreibsicher sein.
Wie gesagt, es gibt so viele Dinge auf Station zu tun. Assis schieben nicht umsonst so viele Überstunden. Klar ist es nicht Aufgabe des PJler, diese zu reduzieren, aber es trainiert für das eigene Berufsleben.
solche konkreten Tips sind total klasse. vielen Dank --
hab unterschiedlichen Erfahrungen gemacht - die GEfahr ist nur manchmal dass man vor lauter Tatendrang Dinge nicht richtig macht - da muss man aufpassen!
Rumpelstilzchen
13.11.2007, 14:31
... Nix ist schlimmer als eklige, kameradenschweinige, schleimende mit-PJler die alles besser wissen, sich beim Doc einschleimen und dabei auch noch toll vorkommen ...
Wem sagst Du das. Hier und da eine gezielte Anmerkung, die Wissen vorgaukelt, dazu ein Ego größer als das Krankenhaus und die Mit-Pjler vor dem Patienten häufiger mal darauf hinweisen, diese oder jene Untersuchung nicht zu vergessen und so weiter. Ganz großes Kino, da fängt jedes Mal mein Ulcus wieder an zu bluten.
Ansonsten gilt: die Arbeit sehen und nicht vor ihr weglaufen, nett zu den Schwestern und allen anderen sein, und schon klappt es.
Fersenbein
13.11.2007, 15:19
Ansonsten gilt: die Arbeit sehen und nicht vor ihr weglaufen, nett zu den Schwestern und allen anderen sein, und schon klappt es.
bin vor ein paar Monaten selbst noch im PJ gewesen und genau so würde ich es unterschreiben!
FUMANCHU
26.11.2007, 13:08
Auch nicht so gut: krass gestresstes umhergerenne als ob der letzte Tag angebrochen wäre und das wenn man zu 6 auf Station ist, immerzu über andere PJs ablästern, ( ich habe mich immer gefragt: was passiert, wenn ich gleich raus gehe...), usw...Kollegialität ist auch wichtig!!
Moorhühnchen
26.11.2007, 13:46
...und das wenn man zu 6 auf Station ist, immerzu über andere PJs ablästern, ( ich habe mich immer gefragt: was passiert, wenn ich gleich raus gehe...)
DAS frag ich mich auch immer wieder... :-))
Letztlich bin ich zu dem Fazit gekommen, daß es für meine Nerven besser ist, sich keine Gedanken darüber zu machen!! Denn wie oft erwischt man sich doch selbst ab und an beim Lästern, ohne daß man demjenigen, über den man gerade lästert etwas Böses will. :-oopss Meist lenkt es doch nur von der eigenen Unfähigkeit ab.......
Grüße vom Huhn, das gar nicht erst wissen will, was die französischen Studenten über mich reden. :-peng
Dr. Sziget
07.12.2007, 19:13
also ich wasch mich ab und zu, putz mir die zähne, geh manchmal zum frisör und wechsle die socken wenn nötig.
Sonst noch was nötig um nen guten EIndruck zu machen ??
Gruß
Dr.Sziget
alley_cat75
08.12.2007, 18:00
Liest sich so, als würdest Du einfach nur Du selbst sein. :-top Völlig ausreichend!
peter schlönzke
09.12.2007, 19:15
Ich denke, wenn man das PJ so gut wie möglich nutzt um ein gutes Lernergebniss zu erzielen, dann macht man automatisch einen guten Eindruck.
In meinen Tertialen hat das prima geklappt, wurde aber von den Stationen, Ärzten und Chefs auch entsprechend gefördert.
Allerdings habe ich auch das Erlernen vom Briefediktieren und ähnliches für mich als Lernerfolg bewertet und habe die Aktenstapel deshalb nicht als Ausbeutung oder Zumutung entpfunden.
Die Assis waren dadurch nach einener Einarbeitungsphase tatsächlich soweit entlastet, daß sie sich ein bißchen Zeit für Sonder-PJ-Wünsche nehmen konnten. Auswertung LUFU, EKG Befundung in Ruhe besprechen ,.....
Und ein eigenes Zimmer mit 3 Patienten unter OA Aufsicht war dort auch normal.
Da war man dann vollwertiges Teammitglied, ganz selbstverständlich bei Assistententreffen mit eingeladen und am Ende vom tertial ein bißchen traurig, daß es so schnell vorbei war.
Aber ich weiß von engagierten Studenten, die am Uniklinikum mit all ihrer Motivation vor dicke fette Wände gelaufen sind.
Muss wohl von beiden Seiten aus passen.
alley_cat75
10.12.2007, 19:19
... habe ich auch das Erlernen vom Briefediktieren ... für mich als Lernerfolg bewertet...
Die Assis waren dadurch nach einener Einarbeitungsphase tatsächlich soweit entlastet, daß sie sich ein bißchen Zeit für Sonder-PJ-Wünsche nehmen konnten.
:-love Endlich mal jemand, der als PJ nicht seine Eitelkeiten auslebt, sondern einfach nur lernen möchte :-love
Das perfekte Opfer zum ausbeuten :-))
alley_cat75
11.12.2007, 17:18
Ich weiß nicht, was genau das mit Ausbeutung zu tun haben soll, wenn jemand dank Engagement im PJ sein Berufsleben mit grundlegenden Fertigkeiten beginnt. Und zu denen gehören leider Gottes Briefe diktieren, Befunde auswerten und verstehen, Patientenaufnahmen. Ich konnte mich zum Berufsstart auf die wesentlichen, interessanten Dinge des Arztdaseins konzentrieren und musste nicht abends 3 Stunden länger bleiben, um DRGs zu machen oder im Schneckentempo schlechte Briefe zu diktieren. :-sleppy
peter schlönzke
12.12.2007, 08:18
Ach, der Begriff "Ausbeutung" ist ja eher relativ und hängt stark vom Standpunkt ab.
Wenn ich in der Inneren Brief diktieren, diese nach dem Schreiben mit mir durchgesprochen werden und ich zum Ende des Tertials Briefe diktieren kann, die durch die Korrektur durchrutschen, dann würde ich nicht von Ausbeutung sprechen.
Da habe ich das stupide Haken halten im Chirurgie Tertial ohne daß Fragen beantwortet wurden und sinnfreie 3. Assistenten, bei denen man sich krampfhaft versuchte nicht unsteril zu machen, weil es so voll am Tisch war, viel eher als Ausbeutung betrachtet.
Oder Blutentnahmen im Uniklinikum während des Blockpraktikums am Wochenende ( dafür konnte man dann einen Nachmittag eher gehen... seltsamer weise an dem Nachmittag, an dem man in der Funktion hospitieren war... auch gaaaanz toll!)....
Soetwas ist nicht in Ordnung, finde ich.
Im PJ wurde bei uns nach der Visite eine Liste gemacht, was zu tun ist und die sehr gerecht auf Assis und PJ verteilt.
Ich habe da genauso Briefe geschrieben, mit Hausärzten telefoniert, Untersuchungen angemeldet, Chefvisiste vorbereitet, wie die Assis auch.
Aber ausgenutzt habe ich micht wirklich nicht gefühlt.
Dann müssten aich ja die Assistenten ständig ausgenutzt fühlen....
just my two cents
alley_cat75
12.12.2007, 17:49
stupide Haken halten ... sinnfreie 3. Assistenten, ... Oder Blutentnahmen ... am Wochenende ...
Das ist in der Tat Ausbeutung allererster Güte. :-dagegen Nur fürchte ich, dass derartige Aufgaben vermehrt vreteilt werden, wenn PJler nun Geld bekommen. Nach dem Motto: Du machst das jetzt, ob stupide oder nicht, bekommst ja Geld dafür. :-top
Moorhühnchen
12.12.2007, 18:07
Das ist in der Tat Ausbeutung allererster Güte. :-dagegen Nur fürchte ich, dass derartige Aufgaben vermehrt vreteilt werden, wenn PJler nun Geld bekommen. Nach dem Motto: Du machst das jetzt, ob stupide oder nicht, bekommst ja Geld dafür. :-top
Nun ja, bei uns ist das ja noch alles in der Anfangsphase und wir müssen sicher noch ausprobieren, was in den "Diensten", die wir für die 400 Euro machen müssen, so alles geht. Prinzipiell hat der PJ-Beauftragte festgelegt, daß diese "Dienste", die jeweils 4 bis 5 Stunden dauern, hauptsächlich dazu da sind, Blutentnahmen zu machen und die Assis in der Aufnahme, bzw. den Hausdienst zu entlasten...
Von denjenigen, die jetzt schon die ersten Dienste gemacht haben, habe ich aber gehört, daß das selbst in der Inneren in einer Stunde zu schaffen sein soll und daß man den Rest der Zeit dann in der Aufnahme zusammen mit dem Assi verbringen oder aber auch NEF mitfahren kann - kommt halt immer drauf an, wer von den Assis Dienst hat.
Und in unserer Neuro werd ich sicher nicht nur mit BE's beschäftigt sein........
sinnfreie 3. Assistenten
Wer soll das denn bitteschön sonst machen? Ich freu mich schon darauf, wenn ich irgendwann als Assi nicht mehr 2. Assistenz machen muss, weil es ja PJler und Famulanten gibt. :-))
peter schlönzke
12.12.2007, 20:12
Wer soll das denn bitteschön sonst machen? Ich freu mich schon darauf, wenn ich irgendwann als Assi nicht mehr 2. Assistenz machen muss, weil es ja PJler und Famulanten gibt. :-))
Sinnfrei im Sinne von 4 Personen um einen Op Tisch bei einer Leistenhernie..... Ich rede nicht von OPs, bei denen die PJ Hände wirklich gebraucht werden....
Ich war im Chirurgie Tertial bei mehr als einer OP damit beschäftigt meinen Körper zu verbiegen, damit ich niemanden unsteril gemacht habe, als Haken festzuhalten....
Soetwas hilft niemand, weder den Assis, noch den PJlern und das sollte wirklich niemand machen :-top
Das stimmt. Ist mir aber selten passiert. Du hättest ja mal was sagen können, dass du nicht gehen kannst, wenn du da so sinnlos rumstehst. Oder wollten die dir einen Gefallen tun, damit du "mal was siehst"?
Wer soll das denn bitteschön sonst machen? Ich freu mich schon darauf, wenn ich irgendwann als Assi nicht mehr 2. Assistenz machen muss, weil es ja PJler und Famulanten gibt. :-))
Wozu gibt es OP Schwestern ? :-)
peter schlönzke
13.12.2007, 06:56
Das stimmt. Ist mir aber selten passiert. Du hättest ja mal was sagen können, dass du nicht gehen kannst, wenn du da so sinnlos rumstehst. Oder wollten die dir einen Gefallen tun, damit du "mal was siehst"?
Also gesagt habe ich schon etwas, aber das wurde dann leider gleich mit Desinteresse übersetzt, schade!
Und die Krönung war, daß man dann noch nicht mal nähen durfte, sondern daß alles getackert wurde. ( Trotz freundlicher Nachfrage und trotz gutem standing beim Op Personal)
Ob das ein "Gefallen" war, sie mal dahingestellt ;-)
Naja, aber die anderen Tertiale waren prima, und Chirurgie ist ja auch rumgegangen und hatte auch seine guten Seiten.
Wozu gibt es OP Schwestern ? :-)
Nicht zum Hakenhalten. Das machen die höchstens mal, falls im Dienst Not am Mann ist. Ist ja auch nicht deren Job.
Allerdings bin ich bei Hüften immer sehr dankbar, wenn die Schwester irgendwie mit einer Hand den Fußfesthalten kann, damit ich mich mit meinen ganzen Haken nicht noch verrenken und das mit dem Ellbogen oder so bewerkstelligen muss :-D
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