Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2, Frage B 105/ A 75 Behandlung nach Apoplex
also ich hab da ja ganz anders überlegt:
schluckbeschwerden ----> risiko einer aspiration ----> peg zur aspirationsprophylaxe
wenns so weitergeht ist jede antwortmöglichkeit richtig (deshalb heisst es wohl auch "antwortmöglichkeit") :-wow
aber dantrolen, hatte ich an sich ziemlich schnell ausgeschlossen.
wieviele facharzttitel bekommt man eigentlich wenn man dieses stex mit einer "1" besteht? :-D
naja das Risiko einer Aspiration ist aber bei PEG auch sehr hoch...
naja das Risiko einer Aspiration ist aber bei PEG auch sehr hoch...Da verwechselst Du jetzt aber was!
Zudem wird in der Anamnese explizit beschrieben, daß einen erhaltenen Schluckreflex und unauffälligen Schluckakt hat...
Aber vielleicht haben wir ja auch was falsch gelesen und das ist die gesuchte Falschantwort... :-keks
R.
FUMANCHU
17.04.2007, 18:20
ich bin auch für HWI, denn bei so einem CRP Anstieg ist es entweder der oder ein anderer Infekt, deswegen kalkulierte Antibiose....
Da verwechselst Du jetzt aber was!
Zudem wird in der Anamnese explizit beschrieben, daß einen erhaltenen Schluckreflex und unauffälligen Schluckakt hat...
Aber vielleicht haben wir ja auch was falsch gelesen und das ist die gesuchte Falschantwort... :-keks
R.
Ne, ich verwechsle nichts... frag mal unsere Allgemeinmediziner in Düsseldorf... das habe ich nämlich damals in der Klausur im schönen Fach "Medizin des Alters und des alten Menschen" auch falsch gemacht und ich habe mich eines besseren belehren lassen, das nämlich die PEG das Aspirationsrisiko nicht wirklich senkt...
Und von dem normalen Schluckakt mal ganz abgesehen, ich habe die Antwort ja auch nicht genommen, sondern die Bettruhe....
Ich bin gegen Dantrolen und zitiere hierzu aus den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
Die orale antispastische Behandlung ist eine Ergänzungstherapie, die besonders bei schwerer Muskelspastik, z. B. bei immobilen Patienten, indiziert ist.
...
Mittel der ersten Wahl sind Baclofen und Tizanidin aufgrund der relativ geringen Nebenwirkungen und des relativ geringen sedierenden Effekts.
...
Dantrolen kann eingesetzt werden, wenn eine schwere Spastik anders nicht zu beherrschen ist. Dieses Medikament sollte wegen der potenziellen Hepatotoxizität und der Verstärkung der Paresen nur unter strengster Indikationsstellung eingesetzt werden
also selbst wenn Dantrolen prinzipiell bei Spastik nach insult eingesetzt wird, ist es doch so eine Art Reservemittel und also unwahrscheinlich. Und schon gar nicht zur Prophylaxe! Weil die Paresen ja verstärkt werden, und bei der Patientin stehen nun nicht eindeutig die Spastik vor der Parese!!
Gar nicht so unwahrscheinlich ist dagegen die Antibiotikatherapie. Selbst wenn man das CRP+Fieber als Insultbedingt wertet und die Bakkis als asymptomatische Bakteriurie: "im weiteren Verlauf zur Behandlung möglicher Komlikationen... am ehesten indiziert" Nosokomiale Infektionen sind bekanntlich superhäufig! Und die gute Frau is jetzt erst mal im Krankenhaus, dann in Reha und "im weiteren Verlauf" hat sie für weitere KH-aufenthalte erhöhtes Risiko! Z. B. gestörtes Gangbild, Sturz, Hüfte kaputt und schon bekommt sie gar nicht so unwahrscheinlich kalkulierte Antibiotika!
Eher als Dantrolen noch Carbamazepin: (natürlich nicht als Prophylaxe bevor sie einen ersten Anfall bekommt, aber:) einen Anfall zu bekommen ist nicht so unwahrscheinlich ("im weiteren Verlauf") und dann bekommt sie zur Prophylaxe (weiterer Anfälle), als Behandlung der Komplikation Anfall, eben Carbamazepin.
Ich bin für die Therapie der signifikanten Bakteriurie/ HWI. Antiepileptika nützen prophylaktisch nichts. sh. AWMF-Leitlinien!
http://www.leitlinien.net/
Stichwort: HWI Therapie
Dr.Virus
17.04.2007, 19:14
... wird Zeit, dass es geändert wird :-D
Mir erscheint Dantrolen auch sehr wild, und der HWI erschien mir doch naheliegender.
naja, man gibt sie nicht zur Prophylaxe bevor nicht ein Anfall aufgetreten ist. Aber gefragt ist nach "Behandlung einer möglichen Komplikation im Verlauf". Anfall ist Komplikation eines Schlaganfalls, Prophylaxe weiterer Anfälle mit Carbamazepin ist die Behandlung. Ist vom IMPP sicher nicht so gedacht, aber evtl. in dieser Richtung anfechtbar
Unregistriert
17.04.2007, 19:45
ich verstehe schon dass man die Antibiose machen sollte aber "kalkulierte??????
Unregistriert
17.04.2007, 19:53
die frage ist meiner meinung nach nur zu beantworten, wenn man den zeitpunkt kennt!
am ehesten indiziert im rahmen des gesamten verlaufes ist nix!
A peg sonde eher nur bei schluckstörungen (hat sie wohl nicht)
B am anfang ist bettruhe indiziert (ist ja ordentlich antikoaguliert)
C bei klinik sind antibiotika indiziert (übrigens die einzige angabe ohne bezug!)
D carbamazepin kann indiziert sein, wenn sich "im weiteren verlauf" eine epileptische störung entwickelt
E dantrolen kann bei spastik indiziert sein, ist aber umstritten und auch nicht zu jedem zeitpunkt im verlauf der behandlung angebracht.
habe b genommen. denke mal impp will auf c raus. meiner meinung nach muss die frage aber raus, denn der zeitpunkt ist nicht klar...
Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Neurologie steht:
"Dantrolen kann eingesetzt werden, wenn eine schwere Spastik anders nicht zu beherrschen ist." (http://www.dgn.org/130.0.html)
Auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Neurologie steht:
"Dantrolen kann eingesetzt werden, wenn eine schwere Spastik anders nicht zu beherrschen ist." (http://www.dgn.org/130.0.html)Das ist zum einen nichts Neues, zum anderen hättest Du das auch gerne in den schon existierenden Thread schreiben dürfen...
R.
Feuerblick
17.04.2007, 21:11
*schmunzel* Rein klinisch würde ich mal auf Antibiose bei HWI tippen nach euren Schilderungen. Aber leider sollte man nie den Faktor IMPP unterschätzen...:-D
Rein klinisch würde ich mal auf Antibiose bei HWI tippen nach euren Schilderungen. Aber leider sollte man nie den Faktor IMPP unterschätzen...:-DJa, das wollte das IMPP auch so haben.
Bin allerdings überrascht, daß diese Frage nicht aus der Wertung genommen wurde...
R.
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