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Monty
21.04.2007, 22:51
Hey Leute
Danke, dass ihr so freundlich wart und versucht habt meine Frage zu beantworten. (ironie)
Natürlich ist das Physikum bzw. richtiger 1. ÄP überall gleich. Nur wie ist die Vorbereitung der Studenten auf diese Prüfung. Oder ist das völlig unwichtig, da jeder nur durch die schwarze reihe o.ä. die Prüfung meistert?

Hoffe zumindest auf diese Frage, eine informative Antwort zu bekommen. Bin ja optimistisch.
Wahrscheinlich war meine vorherige Frage einfach nicht richtig gestellt.

Nochmals Danke

Seit wann bereiten denn Unis auf Prüfungen vor? Die Veranstaltungen die ich bisher erlebt habe, hatten außer einem gewissen Beschäftigungs- oder Verärgerungsfaktor meist nicht mal etwas mit der Prüfung für den Schein im entsprechenden Fach zu tun. An GK-Relevanz ist da sowieso nicht zu denken (übrigens auch in der Klinik, so verstehen unsere Pathologen unter dem Begriff "allgemeine Pathologie" z.B. auch die Differenzialdiagnosen der Vaskulitiden).

Im übrigen: Wenn man ein Thema wirklich gelernt hat (also nicht nur entsprechende Kapitel in Büchern gelesen sondern eben gelernt), dann ist es eigentlich Wurscht, wie und in welcher Form, die Prüfung dazu stattfindet, da man dann die Fragen beantworten können müsste. Es wird im Allgemeinen immer nur verlangt, dass man sich Sachen merkt und diese reproduziert. Wann immer man also Fragen nicht beantworten kann, hat man nicht genug getan, da mit Nachdenken und kombinatorischen Fähigkeiten bei so Sachen wie den Abgängen der Carotis externa nicht viel zu holen ist. Und ob mir nun so ein blöder Fragebogen vom IMPP oder ein alter Typ im Kittel so eine Frage stellt, ist da dann auch egal.
Meiner Meinung nach können deshalb die meisten Univeranstaltungen der Vorklinikmedizin nix bringen, denn beim Zusammenkippen von farbigen Flüssigkeiten oder Pusten in ein uraltes Spirometer lerne ich extrem wenig neues (ich weiß ja schon dass ich Flüssigkeiten umfüllen und atmen kann), und durch die Themenüberfülle und ständig neues Zeugs wird auch in den Seminaren sichergestellt, dass man sich höchstens einen Bruchteil merkt, die Fragen vom alten Kitteltyp oder IMPP kann ich jedenfalls dadurch nicht beantworten. Meiner Meinung nach halten Univeranstaltungen nur vom Lernen ab und man muss das dann noch hintendran hängen und hat weniger Zeit für Sachen, die man lieber täte. Also such dir eine Uni, die möglichst wenig Veranstaltungen zu den möglichst günstigsten Zeiten anbietet, was anderes bringt dir sowieso nichts, zumindest hat mir das meistens nur die Zeit gestohlen.

Dr. Jekyll
22.04.2007, 11:00
da müss ich dir rechtgeben. den stoff zweier jahre hätte man ohne praktika
und seminare auch auf ein jahr vorklinik zusammenstreichen könne.

ich erinnere mal an 12 x 4 stunden chemisches oder physikalisches praktikum.

wozu? oder die unzähligen seminare, bei denen man stundenlang referate hört, keiner wirklich was versteht und man sowieso noch mal bei null im lehrbuch anfängt. seminare, die selbst dozenten todlangweilig fanden, die
einfach nur des haltens wegen gehalten werden, a la "na das haben wir doch
ausführlich im seminar besprochen", wenn man später noch mal nachfragt.


und das soll ja teilweise in der klinik auch nicht besser werden.

wobei in der medizin (fast) nur praxis zählt. üben, üben, üben.

du zeigst mir was, ich mache es nach.

aber wir machen das gegenteil. lesen, lesen, lesen.
und alles was man sich antrainiert, da muss man selbst hinterher sein.

und die famulaturen, das wirklich wichtige, da soll man auf eigene faust klarkommen. es sollte ein gegenstandskatalog geben, was der famulus mal
ausprobieren darf, und das es wirklich einen festen betreuer gibt,
der dem famulus was zeigt.

Grübler
22.04.2007, 13:39
Praktikumskoeffizient = (Langeweile)² / z

Diese Rechnung gilt nicht für z = 0! 0 = Überraschend geringe Wahrscheinlichkeit, dass mal etwas interessantes / wissensvermittelndes gemacht wird :-)

Ohne Praktika wäre es bestimmt nicht so ein Stress. Aber mehr oder effektiver gelernt hätte ich dadurch auch nicht. Ist einfach nur Stress. Man sollte mehr in Richtung PoL gehen, da lernt man wenigstens auch mal was! Einfach alles zu streichen halte ich aber nicht für die Lösung.