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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ärzteversorgung wird wohl abgeschafft



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Leisure Suit Alex
28.04.2007, 17:06
Putzig finde ich auch die Idee mit dem Bestandsschutz für die Rente...könnte fast Originalsprech von Nobbi "die Rende is sischä" Blüm sein.

Das sind eben die Rentner, die derzeit bereits eine Rente von einem Privaten Versorgungswerk bekommen, die müssten wegen dem Bestandsschutz weiterhin die gleiche Rente bekommen. Das wäre zumindest ein Skandal, wenn dem nicht so wäre.
Für die angehenden Ärzte oder Assistenzärzte würde ich die Zerschlagung nicht so kritisch sehen, da muss man sich dann halt selber um eine Altersvorsorge kümmern - ich persönlich würde jedenfalls nur so wenig wie möglich in eine staatliche Rente einzahlen.
Ich denke aber auch nicht, dass sich sowas für die Bundesrepublik auf lange Frist lohnen würde, kurzzeitig wäre mal wieder mehr Geld in den Kassen, aber innerhalb von ein paar Jahren wäre das Ganze wieder das gleiche Faß ohne Boden wie vorher.

ehem-user-02-08-2021-1033
28.04.2007, 17:36
Auf Platz zwei folgen dann die (Verwaltungs)juristen. Beide Gruppen sind um den Faktor 6 gegenüber der Gesamtbevölkerung überrepräsentiert.


Also die Juristen stehen momentan auf Platz Nr.1:

http://www.bundestag.de/mdb/statistik/berufe.html

Daher stehen die Chancen für eine Ausnahme bei Juristen recht gut. :-oopss

tarumo
28.04.2007, 17:43
Das Problem der gesetzlichen Rentenversicherung ist doch, daß der "Bestandsschutz" gerade eben nicht gewährleistet (Sinken/Nullrunden und gerade eine lächerliche Steigerung von 5 Eur/m) ist und die heutigen Beitragszahler erheblich weniger bekommen werden, als ihnen eigentlich zustünde, weil zuwenig Leute einzahlen. Halblaut wird das von unseren Politikern ja auch so kolportiert.
Die Ärzteversorgung ist bis dato kapitalbasiert (vergleichbar einer Privatversicherung) und ist daher in der Lage, die spätere Rente auch halbwegs zu garantieren. Klar, daß das Begehrlichkeiten weckt.
Wie gesagt, das Thema ist nicht ganz neu. Anscheinend wurde aber in den letzten Wochen wieder verstärkt darüber nachgedacht. Und außerdem ähnelt die Problematik doch sehr der erfolgreichen Demontage der PKV zugunsten der desolaten GKV in der "Gesundheitsreform".
Heute scheint man sich aber über die Erbschaftsfrage so zu streiten, daß sich das Thema vielleicht doch noch ein wenig verschiebt...

Monas_Pseudo
28.04.2007, 17:48
Edit: Eigentlich interessiert mich das alles nicht, weil ich demnächst sowieso auswandern werde. :-dance

tarumo
28.04.2007, 18:50
Interessant ist übrigens die Interpretation einer eigentlich so simplen Sache wie der Beruf klar definierter Gruppenmitglieder. Während beim DÄ die PädagogInnen auf 57 total kommen, wird auf der Bundestagsseite fein säuberlich nach Schularten aufgedröselt und das Top-Ranking so auf diverse Einzelposten verteilt. Dafür werden kurzerhand so unterschiedliche Gruppen wie Bau/Agar/Wirtschaftsingenieure etc. in einen Topf geschmissen und landen so auf Platz drei.
...ein Schelm...
Sehr interessant ist auch ein Ranking der einzelnen von einer beliebigen Kommune beschäftigten Berufsgruppen, die jeweils aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand gingen (nachzulesen in den jeweiligen Kämmererberichten) . Ich hatte Platz 1 für Feuerwehrleute vermutet.

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:14
Die zahlenmäßig am stärksten vertretene Gruppe im Bundestag sind wiedereinmal ausgerechnet unsere Freunde aus dem Leerkörper, nämlich 57 von 300. Auf Platz zwei folgen dann die (Verwaltungs)juristen. Von welchem Bundestag redest Du eigentlich? Der Deutsche Bundestag hat meines Wissens und Laut dieser Quelle ( http://www.bundestag.de/mdb/index.html ) nicht 300, sondern 614 Abgeordnete.

Davon sind nicht nur 57 LehrerInnen an, sondern sogar 77. Auf Platz eins stehen sie aber trotzdem nicht, denn dort stehen die 143 JuristInnen.

http://www.bundestag.de/mdb/statistik/berufe.html


Mediziner hat es ganze 5 (weniger als´n Zehntel davon), die sich allerdings NICHT unbedingt als Vertreter der Ärzteschaft sehen (und sich im Falle von Propeller-Karl sogar aktiv in Kollegenbeschimpfung üben)laut dieser Quelle http://www.bundestag.de/mdb/statistik/berufe.html sind es nicht nur 5, sondern 7 ÄrztInnen.

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:18
Die zahlenmäßig am stärksten vertretene Gruppe im Bundestag sind wiedereinmal ausgerechnet unsere Freunde aus dem Leerkörper, nämlich 57 von 300. Mediziner hat es ganze 5 (weniger als´n Zehntel davon), die sich allerdings NICHT unbedingt als Vertreter der Ärzteschaft sehen (und sich im Falle von Propeller-Karl sogar aktiv in Kollegenbeschimpfung üben)

Quelle:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv...c=heft&id=37982

Blöß, Timo Ärzte im Bundestag: „Politik ist eine Suchtkrankheit“ PP 2, Ausgabe August 2003, Seite 346
Fünf Ärzte sind derzeit unter den 603 Abgeordneten
im Deutschen Bundestag vertreten.
Der von Dir als Quelle angegebene Artikel stammt aus dem Jahr 2003. :-))

tarumo
28.04.2007, 19:21
Sorry, mein Fehler. Es sind 600 (603)

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv...c=heft&id=37982

Dort werden allerdings (und in anderen Quellen) die Juristen in Rechtsanwälte, Notare und Richter aufgedröselt, so daß die Spitzengruppe dann wieder an die Pädagogen fällt. Schon interessant, was man mit Daten so alles anstellen kann..

tarumo
28.04.2007, 19:25
>Der von Dir als Quelle angegebene Artikel stammt aus dem Jahr 2003.

Ja. Im Ärzteblatt ist seither kein neuer zu der Thematik erschienen. Und auch die Bundestagsstatistik hat sich seit dem Erscheinen sicher verändert. Ich versteige mich daher zu der kühnen Behauptung, daß auch die letzte Wahl mit ihrem sowieso knappen Ergebnis die Auflistung nicht signifikant beeinflußt hat. Immerhin sind es jetzt zwei Ärzte mehr als vorher;-)

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:30
Sorry, mein Fehler. Es sind 600 (603)
Nö,das war im Jahr 2003. Jetzt sind es 614 :-)

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:32
Der von Dir als Quelle angegebene Artikel stammt aus dem Jahr 2003. Ja. Im Ärzteblatt ist seither kein neuer zu der Thematik erschienen. Das Ärzteblatt ist ja schließlich auch nicht gerade die Standardquelle für Daten über den Bundestag.;-)

Du hast wohl die letzte Bundestagswahl verpennt ;-). Aber falls wir bald die nächste vorgezogene Bundestagswahl haben werden, werde ich Dich rechtzeitig daran erinnern.

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:41
JuristInnen, LehrerInnen und ÄrztInnen im Deutschen Bundestag.

Stand: 28. 4. 2007

http://www.bundestag.de/mdb/statistik/berufe.html

Jurist(en/innen) 143

Ärzte/Ärztinnen, Praktische Ärzte/Ärztinnen 7


Gymnasiallehrer/innen 34
Grundschullehrer/innen 10
Lehrer/innen an berufsbildenden Schulen 10
Realschullehrer/innen 8
Hauptschullehrer/innen 5
Lehrer/innen 4
Sonderschullehrer/innen 3 !!! (Ersatz für Ulla:-dafür )
Gesamtschullehrer/innen 1
Sportlehrer/innen, allgemein 1
Lehrer/innen in der Erwachsenen- und Fortbildung 1

Summe (falls ich mich nicht verrechnet habe): 77

KingLoui
28.04.2007, 19:44
Naja, wenn ich nur halbtags arbeiten würde, hätte ich auch genug Zeit um mich politisch zu engagieren. :-wow (Ist böse, ich weiß!)

Fino
28.04.2007, 19:45
Edit: Eigentlich interessiert mich das alles nicht, weil ich demnächst sowieso auswandern werde. :-dance

Wo soll's denn hingehen?

(sorry fuer's OT)

Monas_Pseudo
28.04.2007, 19:50
Falls es jemand interssiert (mich nicht):

Ganz ausführliche Berufsstatistik:

Bundestag Berufsstatistik: WP 16 (18.10.2005)
Bundestag Berufsstatistik: WP 16 (2005-2009)............................................. ..


http://www.bundestag.de/mdb/statistik/stat16.pdf

@Fino: Schweden.