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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leipzig: auf was wird im grundstudium besonders geachtet?



kahryn
29.04.2007, 11:35
sers zusammen!

aaalso... bin momentan mitten in der entscheidungsfindung, welchen studienort ich denn jetzt bei der vergabe nach wartezeit an erste stelle setzen soll. leipzig sagt mir dabei am meisten zu, nicht nur wegen den studienbedingungen sondern vor allem auch weil es mich reizen würde, dort zu leben und ich es dazu auch von freunden wärmstens empfohlen bekommen habe, was mich sozusagen noch darin bestätigt hat, dass leipzig vielleicht eine ganz gute idee wäre :-dance

jetzt mal zu meiner frage:
könnt ihr mir irgendwas von den ersten vier semestern erzählen?!? eine bekannte von mir meinte, es sei "anspruchsvoll"... naja, das ist ein medizinstudium wohl überall, egal an welcher uni, aber ich wollte einfach mal wissen, was grade in leipzig die besonderen hürden sind, worauf vielleicht im vergleich zu anderen unis besonders viel wert drauf gelegt wird oder ähnliches...

ist echt hart, jetzt hat meine bewerbung nach 5 jahren wartezeit zum ersten mal wirklich chancen und meine dn ist so dass ichs mir vielleiiiicht sogar aussuchen kann wo, und jetzt so...mit der qual der wahl.... macht sich auf einmal bombastische unsicherheit breit, WO denn jetzt eigentlich studieren :-))

Stromer
02.05.2007, 09:13
Hey,

ich kann dir leider keine Auskunft geben, würde mich aber freuen, wenn du auch nach Leipzig kommst...
Will ebenfalls im Wintersemester beginnen und kann dir nur sagen: Leipzig ist toll! Wohne selber hier und würde es schade finden, weg zu müssen.

@ all: Bitte antwortet, mich interessiert es auch brennend!

kahryn
02.05.2007, 21:33
ach was, wartest ja auch schon ne ganze weile... sehr sympathisch ;-)

Stromer
04.05.2007, 06:46
Moin Moin,

habe bis jetzt Büroarbeit im IT-Bereich gemacht. Ist aber zu langweilig und überhaupt nicht die Erfüllung fürs Leben. Gut zu wissen, wie was geht und wofür man was benötigt, ist schon toll, aber ein Leben lang Netzwerke planen, ist es nicht.

Abigail2k5
12.05.2007, 15:24
Leipzig ist eine echt schöne Stadt und an der Uni läuft zumindest im Grundstudium alles sehr gut organisiert ab. Allerdings sind die Leipziger Profs in einigen Fächern (v.a. Biochemie) echt böse zu uns armen Studenten, allerdings glaube ich, dass das an jeder Uni in dem einen oder anderen Fach so ist.

dermehlhorn
23.05.2007, 18:48
ja, nach Angabe des Hartmann Bundes soll ja Leipzig die beste Vorklinische Ausbildung liegern. ich kann das jetzt schlecht beurteilen, da mir so ein bißchen der Vergleich mit einer anderen Uni fehlt.

Fakt ist aber: Wir hatten einen vorgegebenen Stundenplan, den Kritiker zwar eien Verschulung vorwerfen, der aber garantiert, dass man nach 4 Semestern auch alles hat - im Normalfall.

Die Biochemie ist in Leipzig schon "anspruchsvoll". Was heißt anspruchsvoll: Man muss da eben wirklich am Ball bleiben, versuchen hinter de Vorlesung herzukommen und sich die zeit richtig einteilen. Dann kann man das auch ohen große Vorkenntnisse locker schaffen. Es wird nur zum Problem wenn man denkt: "ich lern die Altklausuren auswendig, das reicht" oder "ich les da jeden Tag mal was im Buch" oder "ich fang 1 Woche vorher mal kurz an". Also man muss da schond ranbleiben.
Es zahlt sich aber im Physikumj mehr als aus. ich hatte von den 60 Biochemiefragen gerademal 2 Fragen falsch - den Rest richtig. Da macht es sich wirklich bezahlt.
Auch, dass man "genötigt" wird, in vielen Fächern gleich mit dem "GK" zu lernen, macht vieles in Bezug auf die Prüfung leichter, weil dann manche Fächer nur noch ein "wiederholen" statt ein "Neulernen" sind.

Ich denke, dass Biochemie, auch wenn ich hier ins Forum schaue, an jeder Uni das vorklinische Fach ist, was Probleme macht. Lernen musst du eh übverall.

Also sag vielleicht mal, was dir im Leben wichtig ist, dann kann man ja mal schauen, ob Leipzig passt.

Stromer
24.05.2007, 07:51
Was war gleich der "GK"? :-blush

Ich will endlich auch mitmachen und von hier, wo ich jetzt mein Dasein friste WEG!

dermehlhorn
24.05.2007, 08:45
Was war gleich der "GK"? :-blush

Ich will endlich auch mitmachen und von hier, wo ich jetzt mein Dasein friste WEG!

naja - ganz kurz:
es gibt den GK (heute heißt die BuchReihe "1. Ärztliche Prüfung" und enthält eben die Fragen, die zur 1. ÄrztlichenPrüfung ( ehemals Physikum ) in den letzten Jahren gefragt wurden. jedoch nicht alle Fragen, sondern einen von den Autoren getroffene Auswahl mit der Intension mit den ausgewählten Fragen alles abzudecken, was so gefragt wurde. Man nennt sich Bücher auch Schwarze Reihe. Die gelbe Reihe gibts in Buch oder CD-From und enthält ALLE Fragen der letzten 10 Jahre.

Beide haben die Fragen dann halt auch kommentiert!

Eilika
24.05.2007, 20:58
GK=Gegenstandskatalog

Stromer
25.05.2007, 07:50
Das würde ich mir dann in der VK gönnen.

Jetzt habe ich mir erstmal den Zeeck geholt, weil er sich schön liest - sag ich jetzt mal. Kann nicht schaden, wenn ich meine "entschwundenen" Chemiekenntnisse ein wenig mobilisiere.

Was mir Angst macht, sind diese vielen Menschen um mich herum, die alle völlig schockiert sind über meinen Wunsch. Und alle gegenreden. Es fällt mir schwer, das alles an mir abprallen zu lassen. Ich bete jetzt immer die Sätze runter:
"Ich will das unbedingt versuchen! Wenn ich es jetzt nicht tue, wird es noch schwieriger! Ich schaffe das" :-D

Diese Sätze sage ich mir nach jedem demotivierenden Gespräch! Bis jetzt hilft es noch.

dermehlhorn
25.05.2007, 13:15
Das würde ich mir dann in der VK gönnen.

Jetzt habe ich mir erstmal den Zeeck geholt, weil er sich schön liest - sag ich jetzt mal. Kann nicht schaden, wenn ich meine "entschwundenen" Chemiekenntnisse ein wenig mobilisiere.

Was mir Angst macht, sind diese vielen Menschen um mich herum, die alle völlig schockiert sind über meinen Wunsch. Und alle gegenreden. Es fällt mir schwer, das alles an mir abprallen zu lassen. Ich bete jetzt immer die Sätze runter:
"Ich will das unbedingt versuchen! Wenn ich es jetzt nicht tue, wird es noch schwieriger! Ich schaffe das" :-D

Diese Sätze sage ich mir nach jedem demotivierenden Gespräch! Bis jetzt hilft es noch.

du solltest dir meiner Meinung nach vor Beginn schon ziemlich sicher sein, warum du Arzt werden willst. Dabei sollten folgende Gründ KEINE Rolle spielen:

- gute Bezahlung ( ist nämlich nicht zutreffend, teilweise 1.000 Euro NETTO unter dem Tariflohn )
- geregelte Arbeitszeit ( kann man bis auf wenieg Ausnahmen vergessen )
- 8h Tag - also ein 12h Tag ist die Regel, wovoin du 8h schlecht bezahlt bekommst
- dankbare Patienten - wegen dem akuten Ärztemangel und der Unterbesetzung wird man den wenigsten Patienten - meiner Meinung nach - gerecht und muss sich teilweise berechtigte ( "ich liegt jetzt hier schon 2 Wochen udn außer Blutabnehmen macht ihr nichts..." ) teilweise unberechtigte Kritik anhören, die weh tut
- nach 6 Jahren Studium ( + X Jahre, wegen verpatzer Prüfungen / Prüfungsvorbereitung, Doktorarbeit ) trotzdem noch in der Hackordnung unten zu stehen
- Medizin schafft jeder - also auch da gibts Leute die abbrechen (müssen)


schaut am besten mal in unser studentisches Forum: http://www.leipzig-medizin.de/forum

:-)

medimädchen
25.05.2007, 13:33
Um mich mal den vielen Bekundungen der Leipziger Vorklinik anzuschließen, wenn ich wohl hier auch schon eine der "Dienstältesten" bin (Gott tut das weh *gg*) - die Vorklinik ist wirklich anspruchsvoll; das sollte einem ganz klar sein und man muss gut was dafür tun. Ich für meinen Teil musste mich im ersten Semester überhaupt erst mal ans Unileben gewöhnen und an den anderen Lernstil im Gegensatz zur Schule. Der Hammer war für mich das 2. Semester als die ganzen Anatomie-Testate kamen...und die ganzen anderen Fächer noch meinten auch Klausuren und x Testate veranstalten zu müssen (ich sag nur Physik....da gab´s doch dann 3 oder 4 Testate plus Klausur)....aber wie gesagt: mit Fleiß und dem nötigem Ehrgeiz ist das definitiv zu schaffen!!! :-D

Stromer
29.05.2007, 10:14
Das unverständliche für die anderen um mich ist gerade DIE Tatsache, dass ich mir all dieser "unhaltbaren" Umstände bewusst bin und ich das trotzdem vorhabe. Mein Vater ist säuerlich, dass ich sein UN für ein Studium verlassen will, wo ich bei ihm einen einfachen Job plus angenehme Arbeitszeiten plus angenehmes Gehalt haben könnte. (Mein lieber Pappili)

Meine Mutter denkt ich begebe mich auf direktem Weg in die Hölle. Mein Freund meckert schon jetzt wegen zu wenig Zuwendungen (--> ohoh)

Andere kommen mir mit "Alternativen" als wenn es soetwas gäbe!

Die Einzige, die "zu mir hält" ist meine Freundin: Die ist durchgeknallt und hat selber gerade eine sichere Ausbildung und das Nachholen des Abis (alleinerziehende Mutti) für ein Kamera-Balance Seminar und ein aufregendes Praktikantendasein an den Nagel gehangen.

Ich habe natürlich auch Angst es total zu versauen, aber das kann ich auch nicht als Hindernis gelten lassen - mal ehrlich ?!

Sorgen macht mir eindeutig meine finanzielle Lage, denn ich glaube von zu Hause habe ich da nicht allzuviel zu erwarten...

Monty
23.06.2007, 12:50
Naja, das ist doch dennoch eine gute Ausgangslage. Besorgte Eltern sind so wie ich sie kenne doch oft bereit für finanzielle Unterstützung und wenn es nicht klappt kannst du doch sicher bei deinem Dad wieder einsteigen, oder?

@dermehlhorn: Schlecht ist die Bezahlung für 8h sicher nicht, für 12h halt schon...

Stromer
25.06.2007, 12:38
Ach Mensch, meinste wirklich? (das mit den Eltern) Meine haben ganz schön sch*** reagiert :-(( Hätte ich nicht gedacht, dass ein Medizinstudium so negativ gesehen werden kann.

Ich selber bringe, glaube ich fast alles Notwendige mit. Habe mich die letzten Jahre ziemlich durchbeissen müssen, was mich allerdings gut abgehärtet hat. Nur universitäres Lernen fällt nicht in diese Sparte.

Habt ihr die Stunde Vor- und Nachbereitungszeit eigentlich ernst genommen?

dermehlhorn
29.06.2007, 13:19
Habt ihr die Stunde Vor- und Nachbereitungszeit eigentlich ernst genommen?

was meinst du damit eigentlich?