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THawk
14.11.2010, 22:14
... und hat außerdem einen großen Stellenwert bei Vd. neonatale Infektionen. Allerdings mit anderen Referenzwerten als in der Erwachsenen-Medizin. Es steigt i.d.R. schneller an als das CRP (die Kontrolle(n) im Verlauf erfolgen dann aber über's CRP).

dreamchaser
16.11.2010, 21:22
So, heute nun haben wir einen jungen Mann bei uns, der einen Kaliumwert von 1,0 mmol/l hat (auch in den Kontrollen und leider auch nach Substitution sehr zögerlicher Anstieg).
Mein höchster BZ-Wert lag bei 2556 mg/dl, dazu am ein Natrium von 109 mmol/l. der war auch etwas durch den Wind...war ne Erstmanifestation eines Diabetes.
Und der höchste Natriumwert lag bei 167 mmol/l - die Dame kam insgesamt 3 Mal mit dem gleichen Natriumwert, war am ehesten durch Psychopharmaka induziert.

hottentotte
16.11.2010, 23:31
Das IL-6 ist bei Kindern (v.a Neugeborenen) ein super Parameter zur Infektionsdiagnostik. Mein "highlight" war ein 3 Monate alter Junge, der sah richtig ******** aus, die Eltern haben das runtergespielt ("der kleine hat doch nur ein bisschen Husten"). CrP war kleiner 5 und in der gleichen Blutentnahme war IL-6 40.000 (Referenz kleiner 7,6).

Sebastian1
17.11.2010, 13:12
40000 ist ein Wort. Ich hab die >11.000 letzte Woche nochmal verdünnen lassen, mit dem Ergebnis >22.000. Weiter hab ich das Spielchen dann nciht mehr getrieben. Nach Sanierung des Herdes dann am Folgetag übrigens <100, was natürlich als Verlauf dann super ist. Das CRP fing da erst an, langsm zu steigen.

Flemingulus
17.11.2010, 15:46
Also hab ich wieder was dazugelernt... dankeschön! :-)

Ist denn das IL-6 nicht nur schneller sondern auch (in Bezug auf die Höhe des Anstiegs) sensitiver? Kann man damit also bei sehr kleinen Entzündungsherden, die keinen sooo krachenden CRP-Anstieg machen (keine Ahnung... Endophthalmitis vielleicht (???) oder eine lokal begrenzte Schwangeren-Cervicitis) sensitiver eine Entzündung bzw. ihren Verlauf verfolgen als mit CRP?

Muriel
17.11.2010, 16:55
Also hab ich wieder was dazugelernt... dankeschön! :-)

Ist denn das IL-6 nicht nur schneller sondern auch (in Bezug auf die Höhe des Anstiegs) sensitiver? Kann man damit also bei sehr kleinen Entzündungsherden, die keinen sooo krachenden CRP-Anstieg machen (keine Ahnung... Endophthalmitis vielleicht (???) oder eine lokal begrenzte Schwangeren-Cervicitis) sensitiver eine Entzündung bzw. ihren Verlauf verfolgen als mit CRP?

Eine Endophthalmitis kann aber auch gerne ein CRP von über 100 und deutlich darüber hinaus (Ref. <5) machen.

Flemingulus
17.11.2010, 18:38
Eine Endophthalmitis kann aber auch gerne ein CRP von über 100 und deutlich darüber hinaus (Ref. <5) machen.

Dang... ich habs mir halb gedacht.... und dazu ist wahrscheinlich auch das was man beim Glotzböbbelbegucken oder -besonographieren vorfindet für Aussagen zu Diagnose und Verlauf entscheidender. Naja... irgendwie sind mir halt grad keine dümmeren bzw. korrekteren Beispiele für (Erreger-bedingte) Entzündungen eingefallen, die mangels ausreichender Ausdehnung des Befundes evtl. nicht so stark aufs CRP durchschlagen.

Leelaacoo
18.11.2010, 20:30
Procalcitonin 634 ng/ml...(Referenz bei uns < 0,1!)... Bein ab, Patient trotzdem tot, man hätts sich denken können:-nix

Kreatinin kann ich schlagen 26 mg/dl:-notify (interessant dabei: Kalium normal..na ja)

LG Lee

derAnda
19.11.2010, 16:57
So, heute nun haben wir einen jungen Mann bei uns, der einen Kaliumwert von 1,0 mmol/l hat (auch in den Kontrollen und leider auch nach Substitution sehr zögerlicher Anstieg).
.

Ich hatte mal einen Patienten aus nem externen Haus (junger Mann, polyzystische Nierenerkrankung), der da mit nem Kalium von 7.9 aufgeschlagen war. Hatte sich da wohl wegen Anurie und Übelkeit vorgestellt.

dreamchaser
19.11.2010, 17:01
Kalium von 8,4 mmol/l hatte ich auch schon 2-3 mal im Rahmen von akutem Nierenversagen. Und auch schon 2 mal, wo die Hausärzte diese Patienten erst am Folgetag eingewiesen haben (das Kalium war wirklich so hoch, gab dann ne Dialyse).

John Silver
19.11.2010, 17:18
CK von 240.000. Gibt es manchmal, ist eine bestimmte Variante des Enzyms, die zu hohe Werte im Test verursacht. Trotzdem schwindelerregend.

CA 19-9 von 22.000 bei kindkopfgroßem Pankreaskopfkarzinom.

HonorisCausa
19.11.2010, 18:14
Glucose von 12

McBeal
19.11.2010, 18:29
Glucose von 12

Kann ich unterbieten mit 8mg/dl bei einem NG. Und das hatte zu diesem Zeitpunkt schon seit einer halben Stunde eine Infusion mit G10% laufen. :-((

LG
Ally

teletubs
19.11.2010, 23:15
Glucose von 12

Welche Einheit??? mmol/l? Laaaaaaaaaaaaaangweilig :-D

FataMorgana
20.11.2010, 06:15
Genau, bitte immer die Einheit dazuschreiben! Das sollte auch in Arztbriefen so gehandhabt werden.

Aus Laborsicht würde man einen Messwert idealerweise immer mit Einheit, Referenzbereich und Hersteller des verwendeten Tests angeben.

Ärztlicher Minimalkonsens sollte es aber sein, die Einheit mit anzugeben (auch um den Abstand dieses Threads vom Bildzeitungsniveau noch zu erhöhen ;-)). Referenzbereich wäre ebenfalls standardmäßig sinnvoll, Testhersteller nur in Spezialfällen nötig.

John Silver
20.11.2010, 09:13
Bei Enzymen ist es so gut wie immer U/l.

FataMorgana
20.11.2010, 16:10
Bei Enzymen ist es so gut wie immer U/l.

In den neuen Bundesländern ist auch die Einheit µkat/l gebräuchlich.

THawk
20.11.2010, 21:26
Wir haben, sofern ich mich nicht irre, µmol/(s*l) für ALAT, ASAT etc. (auch neue Bundesländer)

FataMorgana
21.11.2010, 12:05
Wir haben, sofern ich mich nicht irre, µmol/(s*l) für ALAT, ASAT etc. (auch neue Bundesländer)

Da 1 Katal = 1 mol/s ist, verbirgt sich hinter µmol/(s*l) genau das gleiche wie hinter µkat/l. Ist die SI-Einheit für Enzymaktivitäten, U/l ist hingegen die konventionelle Einheit.

teletubs
02.12.2010, 18:59
BMI von 61kg/m2 hatte ich so als Patienten auch noch nicht!!! :-oopss