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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Atmosphäre im Krankenhaus



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LAH_in_GAZ
05.05.2007, 01:35
@ Threadstellerin:

Ich geb dir einen kleinen Tipp. Lies dir das genauer durch von den Leuten hier, die schon studieren und schon in der Klinik sind. Die können annähernd beurteilen wie alles vielleicht mal sein wird, weil sie schon einige Zeit in der Materie stecken.

Zweiter Tipp: diese Rettungshengste und Elite-Retter haben vielleicht Ahnung wie man ne Omi von A nach B fährt und wo der Oxylog im Rettungswagen ist, aber von einem Krankenhaus haben sie keine Ahnung, weil sie das meist nur 2 Wochen lang von innen gesehen haben. Also haltet mal den Ball flach.

In der Tat ist ein KPP nicht besonders gut geeignet, um zu wissen, was ein Arzt später genau zu tun hat, aber du kriegst die Atmosphäre mit wie es in einem Krankenhaus zugeht.

Und jetzt von mir noch einen Nachtrag: Ich hab 9 Monate meinen Zivildienst im OP gemacht und war anschließend 8 Monate auf einer Intensivstation. Also insgesamt 17 Monate kontinuierlich in einem Krankenhaus mit verschiedenen Perspektiven.

Ärzte retten nicht nur Leben! Wie in Scrubs und Dr. House und wie sie alle heißen, im Gegenteil viele Patienten die ins Krankenhaus kommen ist kaum zu helfen, man macht nur palliativ was. Der Intensivjob ist oft ein undankbares Geschäft genauso wie der, eines Chirurgen. Fällt eine ältere Dame mit 80 und bricht sich den Schenkelhals MUSS er versorgt werden, sprich die alte Dame muss operiert werden, obwohl es absehbar ist, dass sie das Prozedere danach nicht überstehen wird. Sie kommt auf Intensiv und wird mit Arterenol und Dobutamin zugepumpt, dass der Blutdruck oben bleibt, die Ausscheidung wird mit Furosemid forciert .... sprich der Körper dieser Frau bekommt selbst eigentlich nichts mehr auf die Reihe .... beatmet wird sie vielleicht auch noch.

Ich sag dazu, ES MUSS NICHT SO SEIN ... es gibt durchaus auch rüstige alte Damen, die so einen Eingriff ohne große weitere Einbrüche wegstecken.
Sprich der Beruf kann ganz schön undankbar sein! Man rettet nicht jeden Tag Leben!

Dann zur Arbeit eines Arztes: Ein Arzt steht lang im OP, muss Blutabnehmen, muss diagnostizieren, muss verordnen, muss untersuchen ... ich denke das dürfte jedem bekannt sein!
Aber er muss noch viel mehr ... das Stichwort heißt Dokumentation!

Der Papierkam ist enorm, frag wirklich mal einen Arzt wie viel er in seinem Job ausmacht (bitte nicht die Anästhesisten, die nur für Prämedikationen und Intensivpläne zuständig sind). Internisten müssen haufenweise Briefe schreiben an Hausärzte, andere Kliniken usw. Müssen Tabletten umsetzen, müssen Sonos dokumentieren, und und und. Ein Chirurg muss OP Berichte dokumentieren, muss OPs verschlüsseln (der Internist muss Diagnosen verschlüsseln), muss Aufnahmezeugs machen, es ist ein Irrer Papierkram. Aufnahmen in der Ambulanz müssen dokumentiert werden, von dem Alter, zum Name über was er gemacht hat usw. ... so jetzt stell dir mal vor, du hast an nem Sonntag Dienst 24h lang und fertigst 45 Patienten ab ... also ich kann mir gut vorstellen, dass bei 30 Patient einem das irgendwann auf den Sack geht, so ein Formular auszufüllen, vor allem, wenn du zwischen durch immer wieder auf Station, im OP und sonst wo bist und deine Suppe schon seit 2 Std. wieder kalt ist.

Und jetzt musst du dir vorstellen, du arbeitest in der Neurochirurgie oder Herzchirurgie zum Beispiel, wo man stundenlang am Tisch steht, nichts isst, nichts trinkt, vom Chefarzt noch angepflaumt wird, weil man die Hakenspitze nicht betont und dann darfst du nach der OP aus dem OP raus und Papierkram machen und die Station vielleicht noch auf Fordermann bringen.

Grey's Anatomy ... das wär für jeden Arzt wahrscheinlich ein Traum, wenn es so zuginge, aber es ist in Deutschland meiner Meinung definitiv nicht so oder würden die Ärzte sonst auf die Straße gehen? Die gehen ja nicht nur auf die Straße, weil sie keine Kohle haben, nein, sie gehen auf die Straße, weil sie keine Kohle kriegen, für das was sie leisten müssen. Unzufriedenheit ist das Stichwort.

Und jetzt meine persönliche Meinung: Jeder der sich mal zu etwas höherem Berufen fühlt ist in diesem Job fehl am Platz meiner Meinung nach. Der Job ist nichts für Leute, die meinen sie könnten trotz 24 h Dienst am Wochenende die Füße hochlegen, für Leute die pünklich beim Essen daheim sein wollen.

Und der letzte Punkt, der hinzukommt, zu diesem ganzen ist, die Verantwortung. Ich glaube, das kann oft sehr unangenehm werden mit so einer Verantwortung sich ins Bett zulegen.

Das was ich hier schilder sind Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, aber die ich auch durch Diskussionen und Anregungen erfahren habe von sowohl Pflegepersonal als auch Ärzten mit denen ich in meiner bisherigen Zeit mehr als genug zu tun hatte.

so long ...

P.S: Wenn du eine Frau bist, darauf hab ich jetzt nicht geschaut, solltest du dir auch noch die Kinderfrage stellen. Ich finde, das wird oft viel zu sehr vernachlässigt. In einem Krankenhaus kann man nicht allzu viel Karriere machen. Man macht nach 4-6 Jahren seinen Facharzt, kann irgendwann Oberarzt werden. Chefärzte werden die wenigsten Leute.

Du studierst 6 Jahre lang, sagen wir es läuft alles glatt und du fängst mit 19 an, bist du mit 25-26 Jahren Ärztin. Dann wirst du dir eine Stelle suchen müssen und deinen Facharzt machen, Facharzt bedeutet man muss untersuchen oft gemacht haben, bei vielen OPs dabei gewesen sein und ne Prüfung bestehen, mal laienhaft formuliert. Die Fachärzte dauern unterschiedlich lang. Machst du nen Facharzt in Chirurgie brauchst du 6 Jahre, wenn alles glatt läuft, dann bist du 32 Jahre. Wenn alles perfekt läuft und nahtlos ineinander übergeht. Du kannst deshalb aber noch nicht operieren! Sprich mehr Berufserfahrung muss her und so ist es in anderen Bereichen genauso. Sprich Kinder passen in diese Entwicklung oft nicht so rein, wie man sich das ausgemalt hat ...

ehem-user-02-08-2021-1033
05.05.2007, 08:37
Vorneweg, mein Nick ist ironisch gemeint.
2 Wochen sind die wenigsten im Krankenhaus.
Das ist dann meist das doppelte und mehr.
Als ausgebildeter RA "darfst" du auch noch Pflegepraktikum machen.
(Zwar keine 3 Monate mehr aber...)
Intensivstation ist als KPP Praktikum in den wenigsten mir bekannten Häusern möglich.
Warum ?
Weil der Bedarf an Arbeitskräften auf den Normalstationen größer ist....
Wird wohl nix mit 3 Monaten Intensiv für die Meisten...

Zum Thema sich intensiv mit einem Patienten beschäftigen:

Man lernt im Rettungsdienst nicht nur sich intensiv mit einem Patienten zu beschäftigen, sondern dies auch eigenverantwortlich.
Wenn deine "Omi" , mal wirklich krank ist und du hinten bei ihr drinnen sitzt, sollte man sich darauf als erstes sicher nichts einbilden.
Nur übersteigt das das Maß der Verantwortung und der Initiative eines KPP.
Denn es gibt durchaus auch mal Verlegungen mit einer Stunde und mehr dauer.
Und ihr wollt mir nicht erzählen, dass ihr im KPP eine Stunde lang am Bett des Patienten sitzt ?
Sorry,
und ja ich hab auch schon KPP gemacht.

Evil
05.05.2007, 09:39
Mit pflegeintensiven Patienten verbringst Du durchaus täglich insgesamt eine Stunde auf Station, teilweise sogar mehr, und das über einen längeren Zeitraum. Allerdings hast Du da in der Tat nicht die Möglichkeit, lässig herumzusitzen ;-)

Lifendhil
05.05.2007, 10:00
Zweiter Tipp: diese Rettungshengste und Elite-Retter haben vielleicht Ahnung wie man ne Omi von A nach B fährt und wo der Oxylog im Rettungswagen ist, aber von einem Krankenhaus haben sie keine Ahnung, weil sie das meist nur 2 Wochen lang von innen gesehen haben. Also haltet mal den Ball flach.
...
Ich hoffe mal, dass das nicht deine generelle Einstellung zum Rettungsdienstpersonal ist. Sonst zeigt das nur, dass du scheinbar noch keinen intensiveren Kontakt zu diesem Bereich hattest. (Außer vielleicht: "aaah, da kommt ja endlich das Sani-Taxi")

eins2drei
05.05.2007, 12:07
@ LAH, danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich sehe auch die Problematik die du beschreibst. Das Problem ist ja, dass man im Leben am Anfang von einer neuen Sache nie weiß wie es ausgeht, der eine lebt dann mit vielen Hoffnungen und der andere mit Bedenken und Ängsten... Die Menschen sind halt sehr unterschiedlich...

Naja, und falls der Hinweis mit dem Telefon auf mich bezogen war - was ist das eigentlich, ein Telefon?^^ - es ist ja nicht so, dass ich in die Schule gehe, noch von nix ne Ahnung habe, und mich auch noch nicht informiert habe und mir nur aus diesem Forum Informationen besorgen will. :-D Meine Eltern sind keine Ärzte, und auch sonst kenne ich wenig Mediziner/Medizinstudenten, die mir mal aus erster Hand berichten und meine Ansichten beurteilen können. Ich habe ja bereits einen Monat KPP gemacht und auch schon mal ein Schulpraktikum in der Gerichtsmedizin vor Jahren. Im Sommer nach dem KPP kamen dann die Bedenken, da es mir überhaupt nicht gefallen hat - und jetzt nicht von der Tätigkeit her. Ich muss halt jetzt genau herausfinden, warum es mir nicht gefallen hat, und da war meine erste Vermutung, dass es die Atmosphäre war, die ich eher als unangenehm empfunden habe. Von euch wollte ich ein Statement, danke noch mal dafür ;-) Ich denke auch, dass ich mich überfordert gefühlt habe, ich habe von anderen gehört, die eine Woche lang erst mal eine Einführung bekommen haben, das hatte ich jetzt nicht. Naja, und wie das nun mal ist beschäftigt mich das halt jetzt, weil die Frist bald abläuft und ich zu keiner Entscheidung komme...

LAH_in_GAZ
05.05.2007, 12:19
Man lernt im Rettungsdienst nicht nur sich intensiv mit einem Patienten zu beschäftigen, sondern dies auch eigenverantwortlich.
Wenn deine "Omi" , mal wirklich krank ist und du hinten bei ihr drinnen sitzt, sollte man sich darauf als erstes sicher nichts einbilden.
Nur übersteigt das das Maß der Verantwortung und der Initiative eines KPP.
Denn es gibt durchaus auch mal Verlegungen mit einer Stunde und mehr dauer.
Und ihr wollt mir nicht erzählen, dass ihr im KPP eine Stunde lang am Bett des Patienten sitzt ?
Sorry,
und ja ich hab auch schon KPP gemacht

Und was machen bitte die Pfleger auf Intensiv? Die fahren mit dem Patienten nicht nur 1 Std in der Gegend rum und schauen auf die Vitalparameter, dass er einigermaßen kreislaufstabil ankommt, die versuchen ihn auch gesund zu pflegen. So einen Quatsch hab ich noch nie gehört. An vielen Kliniken kommt auf Intensiv ein Pfleger auf 2 Patienten, die intensivst betreut werden und du willst mir weiß machen, dass du deine Omi im Schockraumtaxi intensiver betreust als die? Wo lebst du bitte schön!

@ Lifendhil

Du hast Recht, ich bin kein Rettungssani oder Rettungsassi. Was ich aber sagen kann und sagen für mich persönlich ist: Wenn mir mal was passiert und ich brauch wirklich dringend Hilfe, hoffe ich, das gerade eine Intensivfachpflegekraft im NEF mitfährt oder beim RTW dabei ist. Die haben eine Ausbildung von 5 Jahren und beschäftigen sich in der Zeit intensiver mit Patienten als ein Rettungssani den man so nebenher im Zivi machen kann. Ich weiß, dass der Rettungsassi eine Ausbildung von 2 Jahren ist, aber das ist kein vergleich gegenüber einem Intensivpersonal.
Ich bezweifel nicht, dass du deinen Job nicht gut machst und dein bestes versuchst. Aber mit einem guten Intensivpersonal könnt ihr nicht mithalten. Die Rettungssanis schon gar nicht.

Ich weiß gar nicht, warum es diese Rettungssaniausbildung eigentlich gibt? Dass ihr euch auf jedem großen Event als Masse präsentieren könnt? Sorry das ist zu oft einfach lächerlich wie diese Schnössel mit ihren Sanitaschen rumlaufen und im KTW rumfahren und "Leben retten". Das macht euch nur unglaubwürdig, wenn so ein Schnössel zu nem Notfall kommt und erstmal daneben kotzt.

Es gibt sicherlich auch Rettungspersonal die sind Top ausgebildet, haben Erfahrung und bei denen läuft das alles wie am Schnürchen. Aber nicht bei so jungen Leutz wie euch die 2 Jahre mitgefahren sind ... und jetzt alle 3 Monate als Medis mal mitfahren.

Für mich ist das nur große Töne spucken, weil man auf der Straße schon auf ner 55 Jährigen rumgeritten ist und vielleicht als First Responder an den Unfallort kam und schon ne Schnellableitung gemacht hat, bis der NEF ankam.

Und jetzt noch zu eurem selbstständigen Arbeiten. Geht mal auf eine gescheite Intensivstation, dann seht ihr was selbstständiges Arbeiten am Patienten bedeutet. Das Intensivfachpersonal heilt den Patienten, der Anästhesist gibt nur den Rahmen vor wie er das zu tun hat. Das ist selbstständiges Arbeiten, nicht wenn man ne Omi selbstständig von A nach B fährt und schaut, dass der Oxilog noch Saft hat, wobei man ja als Rettungsani keine Beatmungen fahren darf.

Das es sicherlich eine Herausforderung ist, wenn man an einen Unfallort kommt mit schwerstverletzten und man unter schwersten Bedingungen operieren muss, keine Frage .... aber ihr seid nicht das Non Plus Ultra!

so long ...

Denüse
05.05.2007, 13:01
[Senf on] Also, ich hab schon so ziemlich überall gearbeitet... Arztpraxis, Rettungsdienst, Krankentransport, Chirurgie, Intensiv und OP....
Und ich denke, es gibt in jedem dieser Bereich fähige Menschen und solche, die eben nicht so viel drauf haben...

Im Endeffekt kommt es aber darauf an, wie die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gliedern dieser Kette funktioniert... Der Patient ist der, dem geholfen werden soll über diese (nennen wir es mal dramatisch) Rettungskette, die bis hin zu seiner vollständigen Genesung funktionieren sollte, im Idealfall.

Und wie heißt es so schön? Ein Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Wo dieses Glied zu finden ist, ist meiner Meinung nach, von Fall zu Fall, von Klinik zu Klinik, von Rettungsdienstler zu Rettungsdienstler unterschiedlich und lässt sich auf keinen Fall verallgemeinern.

Denn so viel ist sicher, so unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Erfahrungen und Sichtweisen.
Ein Intensivpfleger hat die Aufgabe, seinen Patienten adäquat zu versorgen, ein RA genauso... Und was bringt es dem Patienten, wenn er im RTW ******* versorgt wird und dann noch vor dem KKH wegstirbt? Nichts!
Und was bringt es dem Patienten, wenn er dann auf ITS angekommen ******* versorgt wird und wegstirbt? Nichts!

Exakt das ist es! Solange jeder sein Möglichstes tut und dabei darauf achtet, dass sein eigenes Handeln dem Leben und der Gesundheit des Patienten dient, finde ich, kann man ihn nicht dafür verurteilen oder sollte gar beurteilen, ob seine Arbeit wichtiger oder unwichtiger ist als die eigene...

Ich hoffe, ich konnte meine Meinung halbwegs verständlich darlegen... ;-)

Liebe Grüße, Denüse

[Senf off]

ehem-user-02-08-2021-1033
05.05.2007, 15:14
@ LAH_in_GAZ

Wir reden gerade von 2 ziemlich verschiedenen Dingen.

Ich vergleiche den Erfahrungswert eines Krankenpflegepraktikums auf einer normal Station mit einer Tätigkeit im Rettungsdienst.

Du vergleichst einen Intensivpfleger mit Leuten auf einem San Dienst.

Wenn wir über das gleiche Reden können wir uns gerne weiterunterhalten. ;-)

mezzomixi
05.05.2007, 16:38
kann ich mir das so ungefähr vorstellen, wie zb. bei Greys anatomie oder ist das ganz anderst,AUCH DIE BEZIEHUNG VON kSCHWESTERUND aRZT


Absolut! Jeder hat Sex mit jedem und sieht geil aus! :-love

eins2drei
05.05.2007, 16:39
ich kann mich denüse nur anschließen. es bringt ja nichts, darüber zu diskutieren, wessen arbeit die wichtigste, beste, angesehenste, oder hilfreichste ist, was weiß ich. :-peng naja, und eigentlich hatte ich den thread ja nicht eröffnet um eine derartige diskussion zu starten und unruhe zu stifen...

ehem-user-02-08-2021-1033
05.05.2007, 17:44
naja, und eigentlich hatte ich den thread ja nicht eröffnet um eine derartige diskussion zu starten und unruhe zu stifen...

Nicht,
oh schade. :-party


Aber mal im Ernst, wenn du die Chance dazu hast nimm sie wahr.
Mit einer philospophischen oder pragmatischen Betrachtungweise kannst du alles zerreden.
Entscheide nach deiner Intuition, frei aus dem Bauch heraus.
Die Zukunft liegt immer in der Hand des Zufalls.
Und den Zufall kannst du auch mit der längsten Überlegung nicht beeinflussen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,479900,00.html

Musti
05.05.2007, 18:51
:-keks
oh seid ihr alle geil.

schenky
05.05.2007, 18:53
Absolut! Jeder hat Sex mit jedem und sieht geil aus! :-love

So ist es ! Hach, ich liebe meinen Job ! :-))

Lifendhil
05.05.2007, 19:45
Und was machen bitte die Pfleger auf Intensiv? Die fahren mit dem Patienten nicht nur 1 Std in der Gegend rum und schauen auf die Vitalparameter, dass er einigermaßen kreislaufstabil ankommt, die versuchen ihn auch gesund zu pflegen. So einen Quatsch hab ich noch nie gehört. An vielen Kliniken kommt auf Intensiv ein Pfleger auf 2 Patienten, die intensivst betreut werden und du willst mir weiß machen, dass du deine Omi im Schockraumtaxi intensiver betreust als die? Wo lebst du bitte schön!

@ Lifendhil

Du hast Recht, ich bin kein Rettungssani oder Rettungsassi. Was ich aber sagen kann und sagen für mich persönlich ist: Wenn mir mal was passiert und ich brauch wirklich dringend Hilfe, hoffe ich, das gerade eine Intensivfachpflegekraft im NEF mitfährt oder beim RTW dabei ist. Die haben eine Ausbildung von 5 Jahren und beschäftigen sich in der Zeit intensiver mit Patienten als ein Rettungssani den man so nebenher im Zivi machen kann. Ich weiß, dass der Rettungsassi eine Ausbildung von 2 Jahren ist, aber das ist kein vergleich gegenüber einem Intensivpersonal.
Ich bezweifel nicht, dass du deinen Job nicht gut machst und dein bestes versuchst. Aber mit einem guten Intensivpersonal könnt ihr nicht mithalten. Die Rettungssanis schon gar nicht.

Ich weiß gar nicht, warum es diese Rettungssaniausbildung eigentlich gibt? Dass ihr euch auf jedem großen Event als Masse präsentieren könnt? Sorry das ist zu oft einfach lächerlich wie diese Schnössel mit ihren Sanitaschen rumlaufen und im KTW rumfahren und "Leben retten". Das macht euch nur unglaubwürdig, wenn so ein Schnössel zu nem Notfall kommt und erstmal daneben kotzt.

Es gibt sicherlich auch Rettungspersonal die sind Top ausgebildet, haben Erfahrung und bei denen läuft das alles wie am Schnürchen. Aber nicht bei so jungen Leutz wie euch die 2 Jahre mitgefahren sind ... und jetzt alle 3 Monate als Medis mal mitfahren.

Für mich ist das nur große Töne spucken, weil man auf der Straße schon auf ner 55 Jährigen rumgeritten ist und vielleicht als First Responder an den Unfallort kam und schon ne Schnellableitung gemacht hat, bis der NEF ankam.

Und jetzt noch zu eurem selbstständigen Arbeiten. Geht mal auf eine gescheite Intensivstation, dann seht ihr was selbstständiges Arbeiten am Patienten bedeutet. Das Intensivfachpersonal heilt den Patienten, der Anästhesist gibt nur den Rahmen vor wie er das zu tun hat. Das ist selbstständiges Arbeiten, nicht wenn man ne Omi selbstständig von A nach B fährt und schaut, dass der Oxilog noch Saft hat, wobei man ja als Rettungsani keine Beatmungen fahren darf.

Das es sicherlich eine Herausforderung ist, wenn man an einen Unfallort kommt mit schwerstverletzten und man unter schwersten Bedingungen operieren muss, keine Frage .... aber ihr seid nicht das Non Plus Ultra!

so long ...

Also, dieses "Euch" und "ihr" stört mich mal massiv an deinem Beitrag. Auch das zeigt, dass du in diesem Bereich alle über einen Kamm scherst. Ich bin weder Rettungsassistent (hab ich das irgendwo behauptet???) noch Rettungssanitäter (wenn gleich auch auf dem Weg dahin), doch mache ich diese in deinen Augen lächerlichen Sandienste und fahre nebenher RTW. Und ich kenne genug Assistenten und Sanitäter, die ich lieber sehen würde, als so manchen Notarzt, wenn mir was zustoßen sollte. Natürlich gibt es da auch Idioten, aber die gibt es überall.
Ich hatte einen Intensiv-Pfleger in meiner San-Ausbildung, der so eine ******* erzählt hat, dass ich mir mehrfach das Lachen (und das Weinen - wenns um Notfallsituationen ging) verkneifen musste. Also auch dort gibt es Leute, die nicht fähig sind. Auch wenn das für dich scheinbar die absoluten Götter sind.

Ich finde es schon ganz schön dreist, wie du über Sanitätsdienste redest, die ehrenamtlich übernommen werden. Ich halte es nach wie vor für eine gute Sache (merkwürdiger Weise tun das hier einige - und wir haben auch genug Ärzte, die das machen - komisch oder?). Was machst du denn ehrenamtlich?

Also... ich wünsch dir gutes Rettungspersonal und einen guten "dritten Mann", der dich nicht ankotzt, wenn dir mal was passiert.

LG Lif (die gerade völlig rettungsgeil von ihrer RTW-Schicht mit lauter Krankentransporten kommt und sich bei den Fahrten mehrfach übergeben hat - es lebe die einfache Welt der Klischees und Vorurteile)

eins2drei
06.05.2007, 20:48
@ Elite : Der Artikel ist echt gut :) Steh aber grad auf dem Schlauch, wenn ich welche Chance habe soll ich sie wahrnehmen?

tine74
07.05.2007, 18:15
Also ich finde schon, dass es im KH mindestens wie bei Scrubs ist:
* in "meinem" KH gibt es keine Frauenumkleide
* in meinem KH gibt es einen fast identischen Bekleidungsautomaten

Aber mal im Ernst: Mein Pflegepraktikum war eigentlich Horror, dank der Oberschwester Hildegard (ja, die hieß wirklich so) und der arroganten Ärzte, die mich mit dem Hintern nicht anguckten...
Mir hat es aber sehr geholfen, irgendwelche Berührungsängste mit Schwerkranken Menschen abzubauen, zu lernen, mit ihnen zu reden und und und... (zudem ist es nun auch im PJ ganz hilfreich, den einen oder anderen pflegerischen Handgriff zu kennen, sonst hätte ich nämlich heute, bei der sehr immobilen Patientin, die während der Abschlussuntersuchung aufs Klo mußte, peinlicherweise eine Schwester rufen müssen).

Mit der Tätigkeit, die ich jetzt im PJ mache (und ich habe anscheinend seeeeeeeeehr viel Glück mit meiner Station und dem Team) hatte das ganze aber nicht die Bohne zu tun und ich bin froh, dass ich mich nicht hab abschrecken lassen :).

Skalpella
07.05.2007, 19:10
OffT: @nüse: Danke! Es kommt nicht darauf an, welchen Job man macht, sondern dass man ihn gut macht.
Verallgemeinerungen aller Art (ALLE RAs, RSs, Internisten, Schwestern haben keine Ahnung, sind blöd, zickig...) sind unkonstruktiv, unwahr und zeigen lediglich mangelnde Differenzierungsfähigkeit auf.

OnT: @123 mach doch mal in einem anderen Krankenhaus ein Praktikum, um zu sehen, ob dich die Atmosphäre nur in diesem einen Haus stört, sprich ob es am Haus oder am Krankenhaus generell liegt.

eins2drei
07.05.2007, 20:32
danke! ja das hatte ich mir auch schon überlegt, vielleicht mal nicht auf einer inneren station sondern mal gyn oder so, halt was ganz anderes.

zu scrubs kann ich nix sagen außer I'm no superman. hab da nur eine folge gesehen :-))

ehem-user-02-08-2021-1033
08.05.2007, 11:06
@eins2drei

So wie ich es verstanden habe reicht dein Abi um einen Studienplatz zu bekommen. :-lesen
Das könnte man als Chance betrachten. :-dafür

roger rekless
08.05.2007, 13:13
zu scrubs kann ich nix sagen außer I'm no superman. hab da nur eine folge gesehen :-))

das solltest du aber ändern =)