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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fachgebietswechsel



s98310
06.05.2007, 11:00
Hallo,
Bin im Moment ziemlich ratlos: Ich arbeite seit in einem Fach mit ca. 50% operativem und 50 % konservativem Anteil und stelle zunehmend fest, dass mir Operieren nicht liegt. Das Problem ist (sonst wäre es einfach), dass mir das Fachgebiet an sich gut gefällt. Eine Möglichkeit wäre, es einfach bis zum Facharzt durchzuziehen und danach in die Niederlassung oder in einen Teilbereich zu gehen, wo man nicht operieren muss. Nur muss ich ja bis zum Facharzt zwangsläufig meinen OP-Katalog ableisten und da weiß ich nicht, ob es das sein kann (um es auf deutsch zu sagen: Ich hasse operieren). Auf der anderen Seite hab ich Angst, dass ich in ein anderes Fach wechsel, es mir dann nicht gefällt und ich mich totärgere, weil mir, wie gesagt, mein jetziges Fachgebiet, was den konservativen Teil angeht gut gefällt. Außerdem hab ich nun fast 2 J. in dem Fach gearbeitet, wo ich nicht recht weiß, ob das bei zukünftigen Bewerbungen so gut ankommt.
Was würdet ihr denn machen? Hat irgendwer Erfahrungen damit? Musstet ihr euch rechtfertigen, warum ihr nochmal wechseln wollt?
Vielen Dank für eventuelle Antworten.

Grombühlerin
06.05.2007, 11:35
willst du uns auch noch verraten, in welchem Facj du bist und in welches du wechseln willst? Würde die Sache einfacher machen....

Feuerblick
06.05.2007, 11:40
Wieso denn rechtfertigen? Du wirst in Bewerbungsgesprächen sicher gefragt werden, warum du das Fachgebiet wechseln möchtest, aber wenn du dann eine gute Begründung auf Lager hast (und sei es nur, dass du lieber konservativ arbeiten möchtest), wird das niemanden stören. Es zeigt nur, dass du dich mit dir und deiner Arbeit auseinandersetzt und dir Gedanken darüber machst, wofür du geeignet bist. Zukünftige Chefs haben damit kein Problem...

Ist eben nur die Frage, ob du nicht lieber die Augen fest zumachst und die fehlenden drei Jahre in deinem Fachgebiet - was dir ja eigentlich gefällt - durchziehst. Und vielleicht mit deinem Chef sprichst und ihm klar machst, dass du eigentlich nur für den Katalog operierst, weil du später eher konservativ arbeiten möchtest. Wirklich geleistete OPs und das, was in der Bescheinigung später drinsteht, sind in den meisten Fächern zwei paar Schuhe... :-))

s98310
06.05.2007, 21:22
O.K., ich mache im Moment HNO und würde in die Neurologie wechseln.

ob du nicht lieber die Augen fest zumachst und die fehlenden drei Jahre in deinem Fachgebiet - was dir ja eigentlich gefällt - durchziehst ...zeitweise denke ich auch, das wäre das Vernünftigste, auf der anderen Seite ist es auch echt frustig, wenn man dauernd etwas machen muss, bei dem man das Gefühl hat, man kann es einfach nicht.

statuscuriosus
09.05.2007, 17:05
Warum hasst du denn Operieren?
Liegt es wirklich am Operieren an sich, oder sind Chef / OÄ / OP-Personal / OP-Klima an sich oder alles zusammen vielleicht der Grund dafür?
Ich hab auch immer so Phasen, da hab ich absolut überhaupt keine Lust auf OP. Aber das liegt dann eher am betreffenden Operateur/Assistenten, mit dem ich da zusammen eingeteilt werde. Da kann einem manchmal die Lust am Operieren gewaltig vergehen bzw. vermiest werden. Ich weiss, dass es vielen so geht.
Aber solche Umstände lassen sich ja ändern und falls es bei dir auch so ist, dann solltest du vielleicht eher die Klinik wechseln, als das Fach.

Und ansonsten würde ich auch sagen, wenn irgendwie möglich, Augen zu und durch bis zum Facharzt und dann OP OP sein lassen.

LG status