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Para-Don-Tose
04.12.2007, 23:37
Falsch, wenn Du dir mal den Lebenslauf von Herrn Schanz ankuckst, wirst Du sehen, daß er zuerst ein Humanmedizinstudium abgeschlossen hat und danach die NA-Fachkunde erworben hat.

Der Punkt geht an dich!
Ich meine dennoch, dass es für Zahnmediziner möglich ist, Notarzt zu werden. Zumindest doch, wenn er FA für Kieferchirurgie hat, sollte er die Anforderungen erfüllen. Aber ich bin auch kein Experte und bin über jeden stichhaltigen Gegenbeweis dankbar.
Zudem: Ich denke ja nicht, dass ein Chirurg oder Anästhesist nicht deutlich bessere Voraussetzungen hat, Notarzt zu sein/werden und mit Sicherheit im Notfall-Alltag (wenn man den so beschreiben kann) mehr Routine mit sich bringt. Es ist also eher wünschenswert, dass Ärzte mit dieser Fachausbildung auch als Notärzte arbeiten. Da man aber auch ohne FA (man belehre mich eines Besseren) Notarzt werden kann, stellt sich auch hier für Humanis die Frage mit den Schusterleisten: ist ein Allgemeinmediziner ohne FA und wenig tagtäglicher Erfahrung in Anästhesie und Notfallmedizin nicht ebensowenig wünschenswert für den Patienten wie ein Zahnmediziner, wenn beide die Ausbildung zum Notarzt erfolgreich absolviert haben?

freue mich auf Reaktionen

vlsime
05.12.2007, 14:21
Hallo!


Ich meine dennoch, dass es für Zahnmediziner möglich ist, Notarzt zu werden. Zumindest doch, wenn er FA für Kieferchirurgie hat, sollte er die Anforderungen erfüllen. Aber ich bin auch kein Experte und bin über jeden stichhaltigen Gegenbeweis dankbar.
In allen mir bekannten Bundesländern muß man - um als Notarzt tätig zu werden - den entsprechenden Fachkundenachweis oder sogar die Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin" haben; dafür ist IMMER die Approbation als Arzt zwingende Voraussetzung (neben einigen weiteren). Zusätzliche Qualifikationen (wie z.B. Approbation als Zahnarzt...) stören nicht...



Zudem: Ich denke ja nicht, dass ein Chirurg oder Anästhesist nicht deutlich bessere Voraussetzungen hat, Notarzt zu sein/werden und mit Sicherheit im Notfall-Alltag (wenn man den so beschreiben kann) mehr Routine mit sich bringt. Es ist also eher wünschenswert, dass Ärzte mit dieser Fachausbildung auch als Notärzte arbeiten. Da man aber auch ohne FA (man belehre mich eines Besseren) Notarzt werden kann, stellt sich auch hier für Humanis die Frage mit den Schusterleisten: ist ein Allgemeinmediziner ohne FA und wenig tagtäglicher Erfahrung in Anästhesie und Notfallmedizin nicht ebensowenig wünschenswert für den Patienten wie ein Zahnmediziner, wenn beide die Ausbildung zum Notarzt erfolgreich absolviert haben?
Entschieden NEIN: einerseits kann der Zahnarzt die Anforderungen und Voraussetzungen für die oben genannten Ausbildungen eigentlich nicht erfüllen oder gar Routine darin haben (Tätigkeit in Notaufnahme / Intensivmedizin / Anästhesie von einer bestimmten Dauer, bestimmte Anzahl an Intubationen, ZVKs usw....). Zum anderen besteht die "Notarztausbildung" meist aus einem Kurs von 80 Stunden (+ X dokumentierten Einsätzen unter Aufsicht). In diesem Kurs wird einem nicht die (Notfall-)Medizin von Anfang an beigebracht, sondern man wird lediglich auf die Besonderheiten der präklinischen Notfallmedizin ein wenig eingestimmt. Konkret: man lernt nichts allgemein über Herzinfarkte, deren Therapie, sondern nur noch einmal die Punkte, auf die es präklinisch ankommt. Viele Krankheitsbilder werden auch nur symptomorientiert und zusammenfassend dargestellt; die Kunst der Anamnese, Untersuchung und Diagnosestellung lernt man da nicht...

Was die ärztlichen Fachrichtungen angeht, ist hier schon viel gesagt worden: zusammenfassend kann man vielleicht festhalten, daß auf jeden Fall das individuelle Engagement des Einzelnen Notarztes oftmals mehr Einfluß auf seine Fähigkeiten hat, als seine Fachrichtung. Dennoch ist es sicherlich so, daß überwiegend (nicht ausschließlich!) Anästhesisten und Internisten am meisten Erfahrung mit Intensivmedizin haben, also mit der Betreuung von schwerstkranken bzw. schwerverletzten. Allgemeinmediziner müssen zumindest irgendwann im Laufe Ihrer Weiterbildung einmal in einem Krankenhaus internistisch tätig gewesen sein. Ob das reicht, ist aber - wie gesagt - von Fall zu Fall verschieden...

Grüße!

Neamtz
06.12.2007, 12:50
Der Punkt geht an dich!
Ich meine dennoch, dass es für Zahnmediziner möglich ist, Notarzt zu werden. Zumindest doch, wenn er FA für Kieferchirurgie hat, sollte er die Anforderungen erfüllen. Aber ich bin auch kein Experte und bin über jeden stichhaltigen Gegenbeweis dankbar.


Ich hab die Diskussion als solche zwar nur überflogen, aber wenn mich nicht alles täuscht, ist der FA für Kieferchirurgie, bzw. MKG-Chirurg sowohl Human- als auch Zahnmediziner, sprich er hat beides studiert. Wenn er auch Humanmedizin studiert und die Approbation erhalten hat, kann ein Zahnarzt natürlich auch Notarzt werden. Allerdings kann das unter den Umständen auch ein Jurist! ;-)

LG
Neamtz