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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Doping, immer wieder Doping - gestern im Sport Studio



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Doktor_No
25.05.2007, 08:29
schauen wir mal was herr riis heute zum besten geben wird...

Steffen V.
04.06.2007, 16:21
Hochboosten ist in dem Fall auch das falsche Wort.
In Radfahrerkreisen wird häufiger mal gesagt dass grade die Chemotherapie mit dem Gewichtsverlust ein Grund für Armstrongs Dominanz waren. Vor der Chemo war er nur ein durchschnittlicher Radfahrer.
Was man ihm allerdings zu Gute halten muss ist sein Wille, seine Fähigkeit sich quälen zu können...

Dass die Jungs alle bis Oberkante Unterlippe voll mit Stoff sind war doch eigentlich jedem klar, oder etwa nicht? 5 h mit 400 Watt fahren, 3 Wochen lang?! Ich kenne genug Leute in meinem Alter die 400 Watt nicht mal als Spitze hinbringen ;-)

Der Mann war immerhin Weltmeister vor seiner Erkrankung? Sicher kein durchschnittlicher Fahrer.

Doktor_No
04.06.2007, 16:32
Der Mann war immerhin Weltmeister vor seiner Erkrankung? Sicher kein durchschnittlicher Fahrer.

definitiv ein top-fahrer, aber anzunehmen, dass er auch vor seiner erkrankung gedopt war...

jan ullrich war auch von den voraussetzungen her ein weltklasse-athlet, keine frage. und auch er wird nachgeholfen haben, um noch ein extrakörnchen treten zu können.

Steffen V.
04.06.2007, 16:36
Von flächendeckendem Doping kann man halt ausgehen, worans dann trotz vermutlichem Doping bei Ullrich gehackt hat? Ich weiss es nicht, aber Stoff ist halt auch nicht alles.

Flauta
04.06.2007, 17:14
Ich bin eher besorgt als erfreut, dass "unser" Ändy Schleck 2. beim Giro geworden ist, als Neoprofi mit 21 (glaub) Jahren, ohne grosse Rennerfahrung bei grossen prof. Rennen.....
Er sei anscheinend talentierter als sein Bruder (Gewann die Alpe d'Huez Etappe letztes Jahr) aber die CSC Leute allgemein sind mir etwas suspekt geworden...Ich hoffe, dass ich mich täusche!!!!

Steffen V.
04.06.2007, 17:29
Fährt der nicht schon seit 1-2 Jahren bei CSC, also nicht direkt Neopro.

Doktor_No
04.06.2007, 17:55
Von flächendeckendem Doping kann man halt ausgehen, worans dann trotz vermutlichem Doping bei Ullrich gehackt hat? Ich weiss es nicht, aber Stoff ist halt auch nicht alles.

der ullrich hat sein talent in meinen augen verschleudert. wäre der so diszipliniert wie bspws. klöden oder bölts oder aldag gewesen hätte ihn auf jahre keiner geschlagen. kann mich an 1996 erinnern, als die freiburger sportmediziner in einem interview ellenlang über seine perfekten werte und idealen hebelverhältnisse geschwärmt haben, die haben sich schier nicht mehr eingekriegt.

aber da waren eben auch diese eskapaden mit ecstasy und besoffen den porsche geschrottet usw...

Steffen V.
04.06.2007, 18:24
Disziplin und Trainingsfleiss sind auch nur ein Teil des Erfolges -Talent macht auch im Radsport so unglaublich viel aus (wovon Ullrich eigentlich genug haben sollte) und dann ist da noch der Kopf (Umgang mit Druck, Renninstinkt/Killerinstinkt) da fehlte es bei Ullrich immer.

Flauta
04.06.2007, 20:05
Ja Steffen, glaube, ein Jahr oder so...
Aber er durfte bisher wegen Vorbereitung auf "richtige" Etappenrennen nichts grösseres fahren. Das hier war sozusagen sein Debüt....

Mitosch
26.11.2009, 10:48
...Doping, immer wieder Doping.

Aktuell wurde gerade das Urteil und die Sperre im "Fall Pechstein" vom Internationalen Sportgerichtshof bestätigt.
"Bei Doping-Tests während der Mehrkampf-WM in Hamar seien bei der 37 Jahre alten Berlinerin Retikulozyten-Werte von 3,49, 3,54 und 3,38 Prozent gemessen worden. Der Grenzwert liegt bei 2,4. Am 8. Januar 2009 seien es nur 1,74 Prozent gewesen, am 18. Februar 1,37 Prozent. "Diese Abnormalität konnte nicht vernünftig durch die verschiedenen Rechtfertigungen der Athletin oder einen medizinischen Hintergrund ausgeräumt werden." (vollständiger Artikel unter http://www.sportschau.de/sp/wintersport/news200911/25/pechstein_urteil.jsp)

Neu und bemerkenswert ist, dass erstmals der indirekte Nachweis zur "Dopingüberführung" herangezogen wurde.

Ohne es wirklich beurteilen zu können, bleibt für mich doch ein schlechter Beigeschmack, gerade weil sich die Sportlerin so vehement gegen den Dopingvorwurf wehrt: "Wie man mich ohne Beweis, aufgrund eines einzigen Indizes, das zudem in der Wissenschaft noch sehr umstritten ist, sperren kann, wird mir für immer unbegreiflich bleiben". :-nix

Coxy-Baby
26.11.2009, 19:43
1. Nett reanimiert
2. Wie schafft man es mit physiologischen Umständen (ohne krank zu sein) auf
Retikulozyten Werte von 3,50????

Mitosch
26.11.2009, 22:45
Retikulozytenwerte außerhalb des Referenzbereiches wurden wohl auch im Rahmen einer Studie gemessen, die zur Prüfung der Durchführbarkeit des indirekten Doping-Nachweises gemacht wurde und auf die das Urteil jetzt Bezug nimmt. So gab es unter 10000 Probanden 8 mit Werten über dem Normwert, einer vergleichbar hoch wie nun bei der Sportlerin.
Selten wird das also sein, aber nicht ausgeschlossen.
(Hab keine Quelle dazu, nur ein Interview mit einem Dopingfachmann, der darauf Bezug nimmt http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/doping-experte-zum-fall-pechstein-ich-bin-misstrauisch-705495.html )

Wobei in die Urteilsbegründung dann ja nicht nur der erhöhte Wert, sondern auch der zeitliche Verlauf mit dem Abfall der Retikulozytenzahl miteinfloss.
Wie auch immer, ich werds hier von der Couch aus nicht beurteilen können, aber spannend find ichs schon.

PS: ja, ich wollte deswegen keinen Extrathread aufmachen. Das Interesse hält sich ja auch in Grenzen ;)

alphawelle
07.12.2009, 10:21
Also, mir ist eingefallen, ich würde eigenblutdoping mit epo kombinieren. Das transfundieren SENKT die retikulozytenzahl, und epo steigert sie. Weiters muss es ein china-produziertes epo sein, was nicht leicht vom test erkannt wird, dann klappts vielleicht. Würde raten, dass es schon jetzt so gemacht wird. Ach wtf, es spielt ja sowieso keine rolle, jeder kann legal dopen, wenn er halt nicht mitglied vom uci ist, und dann meldet er sich halt in einem verband ein, nachdem er jahrelang gedopt hat, und sich aufgebaut hat. Man verzichtet dann bloss auf ein teil des dopings in den letzten monaten bevor man bei den deutschen meisterschaften antritt, und macht halt ein noname-Ciolek.

Ich würde sogar sagen, das ist ein pflicht zu dopen. Jeder sportfan, der gegen doping ist, gehört verarscht. Das sind nichts ausser egoistische, heuchlerische, besch**ene idioten, die der Meinung vertreten, sportler müssten ihre eigene gewinnchancen rausschmeissen, um die moralische preferenzen der zuschauer entgegenzukommen. :-kotz

Doping ist das gefangenendillemma. Ohne doping hat man immer ein nachteil. Weiters braucht man bloss die ergebnislisten der letzten 10 Jahren bei TdF anschauen, um draufzukommen dass die besten 5-10 fahrer fast ubiquitär nachhinein aufgeflogen sind, oder unter starkem verdacht, gedopt zu haben, sind.

Wer das nicht einsehen will, und nicht versteht, dass ein junger sportler der was gewinnen möchte, keine alternative hat, ist ein egoistischer zuschauer-a-loch.