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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wartezeit überbrücken im Rettungsdienst



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Ruan
20.05.2007, 19:33
Hallo,

ich werde dieses Jahr einen Lehrgang zum RS machen, weil ich noch das ein oder andere Semester warten muss bis ich Medizin studieren kann. Jetzt würde mich mal interessieren, ob man als RS eigentlich leicht einen Job findet, oder sind die Rettungswachen eher überlaufen ??? Und wie siehts mit der Bezahlung aus (hab mal gehört das man da so 1200 € im Monat verdienen kann)???

Weiss einer von euch über den Rettungsdienst bescheid ?

Adios

-Ruan-

Linda.1001
20.05.2007, 19:35
Hallo,

ich werde dieses Jahr einen Lehrgang zum RS machen, weil ich noch das ein oder andere Semester warten muss bis ich Medizin studieren kann. Jetzt würde mich mal interessieren, ob man als RS eigentlich leicht einen Job findet, oder sind die Rettungswachen eher überlaufen ??? Und wie siehts mit der Bezahlung aus (hab mal gehört das man da so 1200 € im Monat verdienen kann)???

Weiss einer von euch über den Rettungsdienst bescheid ?

Adios

-Ruan-


Wollte ich auch mal machen, aber bei einer privaten Schule für den Rettungsdienst wollten die ein Schulgeld von 4.000€ pro Semester o.ä.
Deswegen hab ich das nicht gemacht. Ist das eigentlich der Normalfall? :-((

Ruan
20.05.2007, 19:39
Hi,

also an meiner Schule kostet der Lehrgang so um 1000€. Das ist dann aber auch nur für Rettungssanitäter. 4000€ kostet die ausbildung zum Rettungsassistenten, soweit ich das verstanden habe.

LaTraviata
20.05.2007, 20:12
Ich empfehle zu diesem Thema die Suchfunktion, da wir schon häufiger solche Fragen, Dikussion etc. hatten.
Viel Erfolg dabei!

Constanze1983
20.05.2007, 20:48
ich habe 1,5 Jahre in dem Job als RS gearbeitet, die Stelle war leider befristet. Danach kannste dich echt schwarz suchen.. da gibt es nichts, aber auch gar nichts. Aushilfen werden machmal genommen, dann hast du vielleicht 2 bis 3 Dienste im Monat. Und als Frau ist es meiner Meinung nach noch ein Stückchen schwerer, aber du kannst es versuchen. Mach lieber ein FSJ, dann wird auch die Ausbildung bezahlt :-) Ja so siehts leider aus... es ist ein toller Beruf und man lernt viel dazu, aber leider sind die Aussichten mau

Ruan
20.05.2007, 20:56
Ich empfehle zu diesem Thema die Suchfunktion, da wir schon häufiger solche Fragen, Dikussion etc. hatten.
Viel Erfolg dabei!


Hi,

ich hatte schon gesucht,....niccht nur in diesem Forum. Aber zur Jobsituation hab ich nichts gefunden. Das es sooo schwer ist was zu finden, hätte ich gar nicht gedacht....zumal mir jemand gesagt hat das inszwischen wohl nicht mehr so viele Zivis für RS genommen werden...

naja

Ciao

Doctöse
20.05.2007, 21:01
Es werden auch nicht mehr soviele Zivis im RD eingestellt. Dafür machen umso mehr Ehrenamtliche den Job. Ich war auch so eine. Hab aber dann hingeschmissen, als sich die besagte Organisation weigerte, die übliche Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt zu zahlen. Soll heißen, ich musste die Anfahrten zum Arbeitsort selbst löhnen und was zu Essen gabs irgendwann nicht mal mehr am Rosenmontag bei 16 Stunden Einsatz. Sorry, Ehrenamt schön und gut, aber wenn man dann noch richtig draufzahlen soll, da bin ich, wie soviele andere auch, ausgestiegen.
Und ja, im richtig bezahlten Sektor siehts noch schlechter aus. Kaum Stellen. Schon gar nicht in der Großstadt.

little_lunatic
20.05.2007, 21:30
^ kann ich genau so unterschreiben!
und wie sagte ein RA mal zu mir im Vertrauen "im Prinzip verbringst du den Tag damit 100kg Leute durch die Gegend zu schleppen."
und du lieferst die Pat. meistens nur in einer Klinik ab. Welche Diagnose, Behandlung, etc bekommst du nicht mit.
eine mitschuelrin bei mir hat auch Rettungsassistenten-Ausbildung zur Wartezeitueberbrueckung gemacht. hat auch eine weile drin gearbeitet. und jetzt: Bandscheibenvorfaelle, Ruecken kaputt. Da gewinnst du dann auch keinen Blumentopf mit. :-nix

Es ist eben nicht alles Gold was glaenzt. und mir reicht es eigentlich nach Bedarf SanDienste oder Fahrten als 3. Person zu machen.

und jobsituation? im anerkennungsjahr ackerst du ohne Ende und dann wirst du eh nicht uebernommen. auch schon oft gesehen.also umziehen nach xy

Xylamon
21.05.2007, 10:42
Also prinzipiell ist das eine tolle Sache, aber da gibt es ein paar gravierende Nachteile:Die Ausbildungen kosten und die Stellensituation ist beschissen bis aussichtslos. Die gesundheitlichen Belastungen kann man sicher nicht wegdiskutieren, aber wenn man die Grundregeln des rückenschonenden Arbeitens zu befolgen versucht und nicht gerade große Vorbelastungen mitbringt sind solche Extrembeispiele wie sie meine Vorrednerin genannt hat selten. Es gibt einige Leute, die in dem Job bis zur Rente arbeiten (unglaublich, aber wahr.)

Falls du da mal reinschnuppern willst empfehle ich dir nen FSJ im Rettungdienst zu machen, so sind die meisten eingestiegen. Man bekommt in der Regel den Grundlehrgang, evtl sogar den kompletten RS bezahlt und bekommt ein Taschengeld von ~400€/Monat. Damit sammelst du schon mal erste Erfahrungen und - was noch wichtiger ist - evtl. entsprechende Verbindungen und Kontakte. Das macht es einem einfacher einen Platz für das Anerkennungsjahr im zweiten Teil der Ausbildung zu finden

Selber zahlen würde ich den RS nicht, das lohnt sich auf keinen Fall!

Rugger
21.05.2007, 11:14
Selber zahlen würde ich den RS nicht, das lohnt sich auf keinen Fall!Monetär vielleicht nicht, aber was ich in den vielen Jahren während des Studiums auf RTW & NEF gesehen, gelernt und gemacht habe, lässt sich mit Geld nicht aufwiegen.
Und es gibt sie schon noch, die gut bezahlten Jobs im Rettungsdienst, man muß halt nur flexibel sein und zB. nicht nur in der jeweiligen Unistadt direkt schauen, sondern auch in den umliegenden Landkreisen.
Ich halte den Rettungsdienst auf alle Fälle immernoch für die sinnvollste Überbrückung der Wartezeit (allerdings RS, nicht RA!) und in Kombination mit einem FSJ auch finanzierbar.

R.

Lifendhil
21.05.2007, 17:30
Bei uns bekommen FSJler im Normalfall nur den SanAB bezahlt. Wenn man danach dabei bleibt, dann gibt es unter Umständen auch den RDH und den RS. Ist aber auch sehr abhängig davon, wo man landet (Organisation, Ort, KV).
Zahlen würd ich dafür auch nicht. Lieber was anderes machen und den RS ehrenamtlich nebenher.

DeKl
21.05.2007, 20:36
kann rugger nur zustimmen

puschkin
22.05.2007, 07:17
^ kann ich genau so unterschreiben!
und wie sagte ein RA mal zu mir im Vertrauen "im Prinzip verbringst du den Tag damit 100kg Leute durch die Gegend zu schleppen."
und du lieferst die Pat. meistens nur in einer Klinik ab. Welche Diagnose, Behandlung, etc bekommst du nicht mit.
eine mitschuelrin bei mir hat auch Rettungsassistenten-Ausbildung zur Wartezeitueberbrueckung gemacht. hat auch eine weile drin gearbeitet. und jetzt: Bandscheibenvorfaelle, Ruecken kaputt. Da gewinnst du dann auch keinen Blumentopf mit. :-nix

Es ist eben nicht alles Gold was glaenzt. und mir reicht es eigentlich nach Bedarf SanDienste oder Fahrten als 3. Person zu machen.

und jobsituation? im anerkennungsjahr ackerst du ohne Ende und dann wirst du eh nicht uebernommen. auch schon oft gesehen.also umziehen nach xy

bin damit nicht ganz einverstanden:

1. Gehört es im RD dazu Patienten durch die Gegend zu schleppen und es gibt Patienten, die es weit über 100kg auf die Wage bringen, aber der Durschnitt würde doch noch deutlich drunter liegen.

2. Es gibt in jeder Firma und in jedem Beruf Pflaumen, man soll versuchen die Anzahl der Pflaumen so gering wie möglich zu halten. Wie kann man den einen Patienten "nur" ins Krankenhausfahren ohne eine Verdachtsdiagnose gestellt zu haben? Bei jedem Rettungseinsatz(also auch ohne Akademiker) muß eine VDiagnose gestellt werden und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Ist ein Arzt dabei wirt auch fleißig therapiert, wie soll das bitte ohne eine diagnose gehen? Ein guter RettAss oder auch RS kann seine Patienten auch in der Klinik weiter verfolgen(von Übergabe, über Diagnostik, Therapie bis zur Entlassung), dazu muß man nur Lust und Laune haben und natürlich Zeit investieren. Dann kann man nochmal die getroffenen Maßnahmen überdenken.

3. So mal mitzufahren, oder SanDienste zu machen ist eins. Als RettAss im Einsatz über sowohl die medizinische, als auch die organisatorische Seite verantwortlich zu sein ist was ganz anders. Über Notkompetenz braucht man garnicht reden. Zuganglegen, Deffibrilation, Intubation und Gabe(Anamnese, Arbeitsdiagnose, Nebenwirkungen, etc) von bestimmten Medikamenten, sollte so ein Kofferträger beherrschen.

Jetzt sind wir wieder bei den Diagnosen. Wer von den Vertretern irgendeines med Berufes kommt in Versuchung eine umfangreiche Anamnese zu erheben und eine verdachtsdiagnose zu stellen? Diagnose, die auch weitere Folgen für die Therapie und den Patienten hat. Genau das, was ärztliche Tätigkeit auch ausmacht und wirklich Spaß macht. Eine KSchwester drückt auf den Knopf, da stehen schon ein Assi und ein Ober*****, beim RA kann es schon bis zu 15 min dauern bis ein studierter da ist.
Zuganglegen kann ein Handwerker, der fingerspitzengefühl hat, vielleicht sogar besser als irgendein Arzt. Anamneseerheben verlangt Fachwissen, Geduld, Menschenkenntnisse.....Als 3. auf dem Auto kannst du vielleicht was aus dem RTW holen, oder kräftig anpacken...

zum eigentlichen Thema:
wenn man als RS eine gute, nach Tarif bezahlte Stelle bekommt, können es ca.1800€ brutto sein, bei ca. 200 Std im Monat.
Die RS- Ausbildung würde ich auf keinen Fall selber bezahlen. Es gibt auch bessere überbrückungsmöglichkeiten. KP-Ausbildung oder BA-Studium, da bekommt man Geld und wird nicht ausgebeutet.

P.S. Habe großen Respekt vor allen med Berufen KP, AP, MTA, PhT......

gruß

Lifendhil
22.05.2007, 08:24
Als 3. auf dem Auto kannst du vielleicht was aus dem RTW holen, oder kräftig anpacken...

P.S. Habe großen Respekt vor allen med Berufen KP, AP, MTA, PhT......

gruß
Nur keinen Respekt vor dem dritten Mann/Frau. Ich mach da viel... nur nicht kräftig anpacken ;-) .
Auch da kommt es darauf an, wie man sich anstellt. :-top

puschkin
22.05.2007, 09:41
Nur keinen Respekt vor dem dritten Mann/Frau. Ich mach da viel... nur nicht kräftig anpacken ;-) .
Auch da kommt es darauf an, wie man sich anstellt. :-top

Es kommt überall drauf an wie man sich anstellt. mein beitrag zum 3. Mann/Frau war nur eine Wiedergabe dessen, wie es draußen abläuft. wenn jemand rennen muß, dann rennt best nicht der RA und wenn angepackt wird schaut dann der 3. zu?
entscheidet der 3. über die therapie, weitere maßnahmen und die zielklinik???

DeKl
22.05.2007, 10:09
dein bild eines ra ist mir ein wenig zu heroisch. in wie vielen einsätzen ist es denn wirklich (!) notwendig die notkompetenz anzuwenden? und in wie vielen einsätzen trifft der ra diese tollen von dir beschriebenen entscheidungen denn wirklich?

Elite RDH
22.05.2007, 10:22
Wie hat mal einer zu mir sinngemäß gesagt,
du bist 3. ?
Da sind unsere Koffer.
:-keks

Und zum Thema Diagnosen stellen.
Ich behaupte mal, dass die meisten Ärzte in der Notaufnahme dem Rettungsdienstpersonal höfflich zuhören... :-music,
und sich ihren Teil denken.
Diagnosen kann man stellen so viel man willl,
nur ob sie jemanden interessieren....

6 Jahre Studium + x Jahre Berufserfahrung
versus
520 h Ausbildung bzw. ~2 Jahre Ausbildung + x Jahre Berufserfahrung

Da würde ich die Bälle doch Flach halten.

Nettes Beispiel:
Lese auf der Einweisung "Lumbago", weiß nicht was das ist.
Mein Erfahrener Kollege antwortet nur:
" Keine Ahnung, ja Hr. Müller, dann setz ich Sie mal auf unseren Tragestuhl."
"Patient schreit auf." Kollege:"Haben sie Schmerzen?!?!"
Nachdem ich in einem Buch nachgelesen hatte wusste ich es.
Das ist dann wohl "learning by doing..."
Da ist mir studieren, dann doch lieber. :-)

Lifendhil
22.05.2007, 10:34
Es kommt überall drauf an wie man sich anstellt. mein beitrag zum 3. Mann/Frau war nur eine Wiedergabe dessen, wie es draußen abläuft. wenn jemand rennen muß, dann rennt best nicht der RA und wenn angepackt wird schaut dann der 3. zu?
entscheidet der 3. über die therapie, weitere maßnahmen und die zielklinik???
Hm... das scheint dann wohl auch abhängig von den Kollegen zu sein. Ich muss tatsächlich selten anpacken. Wenn ich mit zwei männlichen Kollegen fahre, muss ich äußerst selten irgendwas tragen. Hängt aber sicher mit meinem Geschlecht und meiner Statur zusammen. Tragen kann ich, aber man lässt mich meist nicht ;-) .
Und rennen tut meist irgendwie auch jemand anderes, da mir häufig gesagt wird: "bleib du lieber hier, schau dir das genau an, das ist interessant und lehrreich". Meine Kollegen haben das ja meist schon 100fach gesehen, ich nicht.
Und wenns was nicht so schwieriges/spektakuläres/gefährliches ist, dann darf doch auch mal der dritte Mann (unter Aufsicht) Anamnese erheben usw. .
Meine Kollegen sind scheinbar sehr interessiert daran, mich gut auszubilden :-top . Aber ich such mir die Leute auch sehr genau aus, mit denen ich fahre. Schließlich will ich viel lernen und das geht halt nicht, wenn man immer nur daneben steht und den Läufer/Träger/Anreicher spielt.

netmanmeiser
22.05.2007, 20:31
Nettes Beispiel:
Lese auf der Einweisung "Lumbago", weiß nicht was das ist.
Mein Erfahrener Kollege antwortet nur:
" Keine Ahnung, ja Hr. Müller, dann setz ich Sie mal auf unseren Tragestuhl."
"Patient schreit auf." Kollege:"Haben sie Schmerzen?!?!"
Nachdem ich in einem Buch nachgelesen hatte wusste ich es.
Das ist dann wohl "learning by doing..."
Da ist mir studieren, dann doch lieber. :-)[/QUOTE]


Das hat mit " learning by doing" recht wenig zu tun. Meiner Ansicht nach mangelt es deinem "erfahrenen" Kollegen wohl doch eher an Fachkompetenz.

Zurück zum eigentlichen Thema. Zur Überbrückung der gesamten Wartezeit zw. 4 und 5 Jahre) halte ich den RD für relativ ungeeignet, da die Stellensituation recht bescheiden ist. Dies variiert jedoch wieder von Bundesland zu Bundesland und von Organisation zu Organisation. Um einen ersten Einblick in den RD zu bekommen empfehle ich wie meine Vorredner das FSJ. In diesem Zeitraum, erhält man eine Ausbildung zum RS ( jedenfalls wird dies bei uns so durchgeführt) und kann erste Erfahrungen sammeln.

puschkin
22.05.2007, 21:48
Wie hat mal einer zu mir sinngemäß gesagt,
du bist 3. ?
Da sind unsere Koffer.
:-keks

Und zum Thema Diagnosen stellen.
Ich behaupte mal, dass die meisten Ärzte in der Notaufnahme dem Rettungsdienstpersonal höfflich zuhören... :-music,
und sich ihren Teil denken.
Diagnosen kann man stellen so viel man willl,
nur ob sie jemanden interessieren....

6 Jahre Studium + x Jahre Berufserfahrung
versus
520 h Ausbildung bzw. ~2 Jahre Ausbildung + x Jahre Berufserfahrung

Da würde ich die Bälle doch Flach halten.


Nettes Beispiel:
Lese auf der Einweisung "Lumbago", weiß nicht was das ist.
Mein Erfahrener Kollege antwortet nur:
" Keine Ahnung, ja Hr. Müller, dann setz ich Sie mal auf unseren Tragestuhl."
"Patient schreit auf." Kollege:"Haben sie Schmerzen?!?!"
Nachdem ich in einem Buch nachgelesen hatte wusste ich es.
Das ist dann wohl "learning by doing..."
Da ist mir studieren, dann doch lieber. :-)

Einer der bei der übergabe nicht zuhört ( Arzt oder Pfleger)
ist selber schuld!

über die pflaumen(dein "erfahrener" kollege ist eine) habe ich schon geschrieben s.o.