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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fibrosescan?



Thomas24
31.05.2007, 01:53
Jedes Fach hat ja so seine Igel, mal mehr oder weniger sinnvoll.

Ich habe gehört, dass es in der Gastroenterologie jetzt eine sonographisches Verfahren zur Beurteilung des Fibrosegrades der Leber geben soll (der Gedanke an eine invasive Stanze mit Blutungsrisiko ist ja nicht unbedingt jedem geheuer).

Ist hier ein Gastroenterologisch bewanderter Forenteilnehmer, der mal was über Sinn/ Unsinn/ Möglichkeiten/ Grenzen des Fibrosescans erzählen könnte?

LG!

Lava
31.05.2007, 08:33
Fibroscan war Standard in der Inneren im Inselspital Bern. Zumindest in der Rheumatologie hat das dort jeder routinemässig bekommen, der eine MTX Langzeittherapie oder einfach nur persistierend erhöhte Leberwerte hat. Ich weiss keine Zahlen zu Sensitivität und Spezifität, aber ich glaube, der Test ist ganz gut. Es gibt verschiedene Stufeneinteilungen zu Schädigungsgraden und bei einem pathologischen Test haben wir dann immer eine Leberbiopsie gemacht. Bei einem negativen Fibroscan ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass eine Fibrosierung vorliegt. Es kommt also darauf an, wie der Test eingesetzt wird. Bei Langzeit MTX Einnahme halte ich ihn z.B. für vernünftig.

Skalpella
31.05.2007, 12:56
Beruhigend zu hören, da ich in meiner Diss (die nächste Woche beginnt) versuchen werde, Fibroscan mit diversen Markern im Serum zu korrelieren :-))
Dann kann ich vielleicht auch Näheres dazu berichten.