Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Effektive Fettverbrennung durch Frühsport?
Persephone
13.06.2007, 06:20
einen Job der körperlich anstrengend ist am Besten einer, wo es nicht immer Satz ist eine Essenspause zu haben und dann noch einige Nachtdienste - ist anfangs hart aber man gewöhnt sich dran und funktioniert gut.
Hab ich in meiner ersten Famulatur gehabt: in 4 Wochen fast 10 kg runter (damals hab ich mich noch nicht getraut nach einer Mittagspause zu fragen oder ob ich denn evtl. nach 8 Std am OP-Tisch mal abtreten dürfte :-nix - damals...).
Aber oh Wunder, ich habs bis auf 1 oder auch mal 2 kg halten können. Manchmal hilft wohl doch ne Crash-Diät und dann etwas weniger Schoki ;-) :-bee
(Nebenbemerkung: Ich mach nebenbei aber auch noch recht viel Sport und so ists irgendwie leichter sein Gewicht zu halten)
Flauscheding
13.06.2007, 10:25
Ganz arg vereinfacht:
Sport ist nicht gleich Sport.
Zur Fettverbrennung eignet sich nicht jeder Sport. Man muß Ausdauer- und Sprintsportarten unterscheiden. Wichtig hierbei ist das Schwellenkonzept (individuelle anerobe Schwelle, Lactatschwelle und was es da noch alles an (ähnlichen) Konzepten gibt). Der Körper hat einen Leistungsbereich (z.b. quantifizierbar mit der Pulsfrequenz), in dem er über lange Zeit Leistung erbringen kann ohne zu ermüden. Fast jeder kann z.b. 2h am Stück gehen, man ermüdet nicht wirklich, da man unter der Schwelle bleibt, Sauerstoffaufnahme und Nährstoffangebot reichen aus um den Bedarf zu decken. Kommt man drüber, z.B. beim Rennen, reichen Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr aus, der Körper muß eine Sauerstoffschuld eingehen, anaerobe Glykolyse machen, etc. und ermüdet, weil es trotzdem nicht reicht den Bedarf zu decken. Hierbei kann er u.U. so schnell ermüden, dass er gar nie in die Fettverbrennung eingetreten ist, weil er vorher schon erschöpft aufhören mußte. Hochleistungs- und Sprintsportarten bei denen kurz hohe Leistung gebracht wird, gefolgt von kurzen Ruhepausen in denen u.U. sogar wieder Nahrung aufgenommen wird (z.b. Tennis, Squash und die Banane in der Pause) bedienen sich in erster Linie aus dem im Blut zirkulierenden Zucker und dem Glykogen, ist der leer ermüdet man und Sport ist vorbei. Effektive Fettverbrennung findet nicht statt. Schiebt man zwischendurch einen Energieriegel nach, dann bedient sich der Körper auch leiber von diesen schnell resorbierten Kohlenhydraten und behält sein (evolutionär) kostbares Speicherfett
Anders bei Ausdauersportarten (Joggen, Schwimmen, Radeln): Nach 20-30min Sport konstant unterhalb der "Ermüdungsgrenze" (= individuelle anaerobe Schwelle) stellt der Körper auf Fettverbrennung um ohne vorher ermüdet zu sein.
Über das Thema kann man Bücher füllen, daher wie gesagt, sehr verinfacht und oihne Anspruch auf Vollständigkeit, bei Interesse einfach nach den Schwellen googeln.
Aaaaaaaaaaaaaaaber eines wird immer vergessen: man verbrennt im Fettverbrennungsbereich relativ mehr Fett, geht man in einen höheren Pulsbereich, wird relativ weniger Fett verbraucht, aber man erreicht ein höheres Kaloriendefizit. Wenn man dieses Defizit nicht gleich wieder voll deckt, wird letztlich in der Post-Sportzeit mehr an die Reserven gegangen um den Tagesbedarf zu decken. D.h. man verbraucht relativ weniger Fett, absolut aber mehr.
Sehr schön dazu auch mein Link ;-) .
Liebe Grüße,
Flausche
Sidewinder
13.06.2007, 11:46
Also ich muss sagen, ich mach das nicht so kompliziert, ich ess weniger und ich beweg mich mehr und den ganzen Süßkram lass ich weg.
Auf die Art und Weise hab ich bis jetzt 6,5 kg runter, Tendenz fallend.
Ich finde das auch weiter nicht belastend, weil ich eigentlich ganz normal esse, aber halt etwas bedachter und ein bißchen weniger, dazu noch täglich ein ausgiebiger Spaziergang und gelegentliches Joggen und schon purzeln die Pfunde.
Man muß sich nur ein bißchen zusammenreissen, aber es funktioniert prächtig, zumindest bei mir, ohne daß ich mir jetzt großartig Gedanken um Leistungsphysiologie mache.
Ich fühl mich auch hundertmal wohler, seit ich auf McDonalds, Chips und Cola verzichte - da hab ich gar keinen Ansporn mehr, wieder damit anzufangen.
Sebastian
little_lunatic
13.06.2007, 12:57
ich denke so ein bisschen ahnung was gut und schlecht ist für ne diät hat doch jeder. apfel ja, burgerking nein. :-nix
ansonsten mal einfach ne liste führen was man den tag über isst mit kcal, Fett, KH. ist halt nichts für neurotiker oder psychotiker ;-)
die chondropathia
13.06.2007, 19:03
Empfehlenswert -und imho unabdingbar- ist die Kombination von Ausdauersport mit einem anabolen Sport (am einfachsten: Krafttraining), da man damit verhindert allzu katabol (und damit irgendwann häßlich dünn) zu werden.
Im Themenzusammenhang würde ich da FRÜH-Krafttraining empfehlen, da morgens das endokrinologische Profil hierfür am günstigsten ist u.a.
Überhaupt muß das Ziel eine Stoffwechselbeeinflussung und -umstellung sein!
Wenn man das ganz bewußt betreibt, kann das richtig Spaß machen...
Und morgens sollte man härtere Ausdauereinheiten zur "absoluten" (s.o.) Fettverbrennung meiden, da der Kreislauf im Keller ist und sich submaximale Einheiten mit einigen Kohlenhydraten im Blut insgesamt besser machen...zumindest, wenn man das regelmäßig machen möchte.
my 2 cents, DC
Aaaaaaaaaaaaaaaber eines wird immer vergessen: man verbrennt im Fettverbrennungsbereich relativ mehr Fett, geht man in einen höheren Pulsbereich, wird relativ weniger Fett verbraucht, aber man erreicht ein höheres Kaloriendefizit. Wenn man dieses Defizit nicht gleich wieder voll deckt, wird letztlich in der Post-Sportzeit mehr an die Reserven gegangen um den Tagesbedarf zu decken. Das ist halt der Knackpunkt. Wenn man sich richtig verausgabt und die Rerserven leerfährt, dann läuft man halt Gefahr, dass das Hungergefühl danach so groß ist, dass man eben doch reinhaut und dabei durch das große Hungergefühl das maß verliert und wieder in die positive Kalorienbilanz rutscht. Das ist dann sozusagen ein instant-Jojo-Effekt...
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