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Relaxometrie
20.06.2007, 19:41
Darf ich hier mal Werbung für eine Alternative machen?
:-love HNO :-love
Wie ist denn die Stellensituation in der HNO?

McZahnAG
20.06.2007, 19:44
Wie ist denn die Stellensituation in der HNO?

MEDI-LEARN Foren > Allgemeine Foren > Studium - Allgemeines > Zahnmedizin > Nach Dr. med. dent. noch Dr. med. ?

Relaxometrie
20.06.2007, 19:57
@blanko:
Ich schicke Dir eine PN, bevor hier die off-topic-Diskussion losgeht.
Einige Leutchens können es anscheinend nicht verkraften, mal einen Hauch vom ursprünglichen Thema abzuweichen, nachdem darüber schon seitenweise diskutiert worden ist.

McZahnAG
20.06.2007, 20:00
@blanko:
Ich schicke Dir eine PN, bevor hier die off-topic-Diskussion losgeht.
Einige Leutchens können es anscheinend nicht verkraften, mal einen Hauch vom ursprünglichen Thema abzuweichen, nachdem darüber schon seitenweise diskutiert worden ist.

Na wenn schon seitenweise diskutiert wurde, frage ich mich, wieso Du es scheinbar dennoch bis zum Ende gelesen hast .... und entschuldige, dass ich Ihre königliche Hohheit mit der zitierten Zeile gekränkt zu haben scheine ! :-love

Zahnsteinkratzer
20.06.2007, 20:05
Liebe Kollegen,

ich muss zugeben, dass ich das Thema sehr spannend finde und mich genötigt fühle (man möge es mir bitte verzeihen...), die bisher gemachten Angaben um einige Details zu ergänzen.

Ich habe NUR ZM studiert, habe jedoch unter anderem ein Jahr beim MKG`ler und ein Jahr beim Oralchirurgen gearbeitet, sodass ich gewisse Schlüsse ziehen kann...

Die Quintessenz vorweg: ich kann (abgesehen vom Wunsch, eine Hochschullaufbahn als MKG`ler einzuschlagen) absolut NICHT verstehen, warum sich manche diesen Ausbildungsweg zumuten (Hang zum Masochismus?). :-nix

Fakt ist, dass das Operationsspektrum eines NIEDERGELASSENEN MKG`lers nahezu IDENTISCH mit dem eines Oralchirurgen ist.

Sicher, einige haben die Zusatzbezeichnung "plastische Operationen" und könnten ein paar "Psychos" für viel Geld "verschönern" - diese Option bleibt den Oralchirurgen verschlossen.

Doch 1. wächst die Zahl derer, die als MKG`ler diese Zusatzausbildung vorweisen können kontinuierlich, 2. ist man als HNO´ler genauso berechtigt diese Zusatzausbildung zu absolvieren und somit die Bezeichnung zu führen (ich sag´nur: "Prof. Mang - Bodenseeklinik", ja, ja, der gute ist auch nur ein HNO-Arzt) und 3. gibt es inzwischen die (Facharzt-)Weiterbildung für plastische und ästhetische Chirurgie.

Somit muss der kleine "Psycho-Kuchen" zwischen immer mehr Mäulern verteilt werden...

Fazit: Ich wüsste, was ich täte... :-))

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. :peace:
Zahnsteinkratzer

PS: Vielleicht fühlt sich ja noch jemand genötigt, das bisher Gesagte zu ergänzen... Würde mich freuen! Tolles Thema !!!

jabba666
20.06.2007, 23:08
Liebe Kollegen,

i



Sicher, einige haben die Zusatzbezeichnung "plastische Operationen" und könnten ein paar "Psychos" für viel Geld "verschönern" - diese Option bleibt den Oralchirurgen verschlossen.

!
das ist mir neu.da hab ich anderes gehört.

shifty
21.06.2007, 16:55
Der breiten Masse ist jedoch weiterhin unbekannt, dass bereits seit 2005 ein Eckpunktepapier zur Zusammenführung der Gebiete der MKG- und Oralchirurgie vorliegt, das von Vertretern der DGMKG und des BDO entworfen wurde.

Die Umsetzung des Entfwurfs hätte eine Fusion der Weiterbildungen (MKG/Oralchirurgie) zur Konsequenz.

Geplant ist das Vorliegen ENTWEDER der ärztlichen ODER der zahnärztlichen Approbation zu Beginn der Weiterbildung. Währen der WB soll der Erwerb der im Erststudium nicht vermittelten Kenntnisse erfolgen (unklar bleibt die Art und Weise > CRASHKURS?).

Die neue Gebietsbezeichnung soll lauten:"Zahn-, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie"

Für z.Zt. praktizierende Oralchirurgen soll es eine "Übergangsregelung" geben.


Kannst Du da vieleicht ein bisschen genauer drauf eingehen? Bin zwar noch entfernt vom Abschluss, aber man soll sich ja alles offen halten und informieren.
Stützt sich Dein Wissen nur auf einen Artikel vom BDO?

Gruß shifty

Just Smile :-)
21.06.2007, 22:23
Na gut, dann gibt es mal hier ein Pro für MKG !!

Als niedergelassener Zahnarzt muss man mittlerweile richtige Verkaufgespräche führen. Die Zuschüsse der Kasse decken noch nicht mal den Minimal- Umsatz eines ZA`s. Die zahnärztliche Chirurgie ist nach wie vor ganz gut bezahlt, wenn man Routineeingriffe zügig erledigt. Bloß kann man bspw. als Oralchirurg nicht bei jedem seiner Patienten (ohne Indikation) eine WSR oder eine Ex machen. Man ist auf Überweisung angewiesen. Und bekommt ein Oralchirug viele Überweisung? NEIN. für gewöhnlichmacht macht das ein ZA selber ODER er schickt ihn zu einem--> MKG`ler ! Der muss keine Verkaufsgepräche, HKP`s etc. machen.
Ich kenne keinen Kieferchirurgen, dem es finanziell schlecht geht, aber dafür einige Zahnärzte, die unter Bankenaufsichten stehen ( Bayern 15 %, Hessen sogar 33 %)...
Also aus ökonomische Sicht ist die Entscheidung vertretbar. Persönlich muß man sich überlegen, ob man Kieferchirurg werden möchte um FliessbandArbeit oder Ästhetisches Tuning machen möchte. Der Ausbildungsweg ist lang und nicht aus Pappe. Was mich persönlich stört, ist die Tatsache, dass eine richtige Familienplanung erschwert ist.. Klingt spiessig ich weiß :-) Kenne viele Mklèr, die aufgrund der Doppelbelastung es nicht schaffen eine richtige Beziehung zu führen..
Also wer Bock hat sich durchnudeln zu lassen. Nur zu! Ganz so schlecht ist es auch nicht.

Gruß

Zahnsteinkratzer
21.06.2007, 23:51
@ Just Smile:

Eine Sache vorweg: Die Tätigkeit eines Allgemeinzahnarztes ist in meinen Augen ein "riesiger brauner Haufen". Sicherlich kann man darüber geteilter Meinung sein, meine steht allerdings schon lange fest... :-kotz

Natürlich hat ein Oralchirurg, der auch allgemeinzahnärztich tätig ist, es nicht leicht, einen großen Überweiserstamm aufzubauen. Es drängt sich nur die Frage auf, warum derjenige überhaupt die Weiterbildung durchlaufen hat, wenn er hinterher doch nur als "besserer Zahnsteinkratzer" tätig ist???

Um einigermaßen sicher chirurgisch tätig zu sein, reicht ein Jahr "Nachschulung" beim Chirurgen (welcher Couleur auch immer) vollkommen aus. :-dance

Ein Oralchirurg, der ausschließlich chirurgisch tätig ist, wird es GENAUSO schwer oder leicht haben, einen ausreichenden "Kundenstamm" aufzubauen wie ein MKG`ler.

Ich wage zu behaupten, dass ein Oralchirurg die zahnärztliche Chirurgie eher BESSER beherrscht als ein MKG´ler. Ich kenne beide Seiten aus eigener Erfahrung und die spricht weiß Gott nicht für die MKG`ler, die ja schließlich in zahnärztlicher Chirurgie während ihrer Weiterbildung kaum ausgebildet werden.

Das Problem ist doch letzlich, dass ein NIEDERGELASSENER MKG´ler größtenteils "fachfremd" arbeiten muss. Dementsprechend ist dann meist auch das Ergebnis...

Universitäts-MKG-Chirurgie "reduziert" sich zur zahnärztlichen Chirurgie (Oralchirurgie), sobald sich der Kollege erstmal niedergelassen hat. Und dafür gibt es ja bekannterweise bereits einen Fachmann... Und schon schließt sich wieder der Kreis.

Auch der ökonomische Aspekt ist ganz interessant...
Mach Dir doch bitte mal die Mühe und vergleiche das Honorar für "oralchirurgische" Eingriffe nach "BEMA" und "EBM 2000". Letzteres entspicht dem "BEMA", wenn man eine Leistung als MKG´ler über die KV (statt KZV) abrechnen möchte.
Das Ergebnis vorweg: Es ist ein Witz!!!!
Ein MKG´ler bekommt für die gleiche Leistung einen Bruchteil dessen, was einem "dummen Zahnsteinkratzer" nach lediglich fünf Jahre Studium laut "BEMA" zusteht.

Es ist ein Witz!!! :-nix

...Und immer schön vor Augen halten:

MKG= 10 J.(solange dauert es mind. bis zur Doppelapprobation)
+5 J.(solange dauert die Weiterbildung - waren früher 4 J.)
+3 J. (solange dauert die Zusatzausbildung "plastische Operationen" - waren früher 2 J.)

Oralch.= 5 J.(ZM-Studium)
+4 J.(Weiterbildung)

Also, noch einmal die Ausgangsfrage:
Was zum Teufel bringt einen vernunftsbegabten Menschen dazu, unbedingt Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg werden zu wollen???

Ganz ehrlich...
ICH WEISS ES NICHT.

In diesem Sinne... :peace:
Zahnsteinkratzer

Nip//Tuck
22.06.2007, 08:57
Darf ich hier mal Werbung für eine Alternative machen?
:-love HNO :-love
Nähen im Gesicht? Yup.
Kosmetische OP's? Yup.
Gute Praxisbedingungen? Yup incl. OP's.
Dafür aber kein Doppelstudium. Am Unterkieferrumschleifen tun wir ja auch des öfteren.
Aber wer halt auf Zahnstein (und Umstellungsosteotomien) steht, dem entgehn die Feinheiten der Ohrchirurgie und der Spaß der Massentonsillektomien. :-)) Selber schuld!

verloren habt ihr aber am uk nicht wirklich viel...
ist schon klar, es besteht eine gewisse zwist zwischen hno und mkg

wie ich es erlebt habe, "pfuschen" hno'ler häufig im operationsgebiet der mkg'ler herum... mkg'ler anderherum eher selten.

die weitläufige Meinung unter medizinern ist: plastische Operationen im Gesichtsbereich fallen den MKG'lern zu (mit fachspezifikation plastiker)
und nicht HNO...

so sieht es nunmal aus!

Nip//Tuck
22.06.2007, 09:00
Liebe Kollegen,

ich muss zugeben, dass ich das Thema sehr spannend finde und mich genötigt fühle (man möge es mir bitte verzeihen...), die bisher gemachten Angaben um einige Details zu ergänzen.

Ich habe NUR ZM studiert, habe jedoch unter anderem ein Jahr beim MKG`ler und ein Jahr beim Oralchirurgen gearbeitet, sodass ich gewisse Schlüsse ziehen kann...

Die Quintessenz vorweg: ich kann (abgesehen vom Wunsch, eine Hochschullaufbahn als MKG`ler einzuschlagen) absolut NICHT verstehen, warum sich manche diesen Ausbildungsweg zumuten (Hang zum Masochismus?). :-nix

Fakt ist, dass das Operationsspektrum eines NIEDERGELASSENEN MKG`lers nahezu IDENTISCH mit dem eines Oralchirurgen ist.

Sicher, einige haben die Zusatzbezeichnung "plastische Operationen" und könnten ein paar "Psychos" für viel Geld "verschönern" - diese Option bleibt den Oralchirurgen verschlossen.

Doch 1. wächst die Zahl derer, die als MKG`ler diese Zusatzausbildung vorweisen können kontinuierlich, 2. ist man als HNO´ler genauso berechtigt diese Zusatzausbildung zu absolvieren und somit die Bezeichnung zu führen (ich sag´nur: "Prof. Mang - Bodenseeklinik", ja, ja, der gute ist auch nur ein HNO-Arzt) und 3. gibt es inzwischen die (Facharzt-)Weiterbildung für plastische und ästhetische Chirurgie.

Somit muss der kleine "Psycho-Kuchen" zwischen immer mehr Mäulern verteilt werden...

Fazit: Ich wüsste, was ich täte... :-))

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. :peace:
Zahnsteinkratzer

PS: Vielleicht fühlt sich ja noch jemand genötigt, das bisher Gesagte zu ergänzen... Würde mich freuen! Tolles Thema !!!


Mang wird aber bald den facharzt für plastische Chirurgie absolviert haben um weiteren anfeindungen, er sei nur ein hnoler zukünftig zu entgehen-...

Plotin
22.06.2007, 11:34
Dann wird er vielleicht sein zweibändiges Manual of Aesthetic Surgery nochmal überarbeiten. Laut Vita ist Mang seit seinem 30. Lebensjahr Facharzt für HNO und plastische Operationen. Unglaublich, wie seine Patienten verschaukelt werden. Aber wenn er den Facharzt tatsächlich nachholt, hat er erstmal Ruhe im Karton.

ESEL
22.06.2007, 11:36
Nach der neuen Weiterbildungsverordnung für den Facharzt MKG muss die Approbation in Zahnmedizin erst zum Schluß der Facharztausbildung vorliegen.
Sprich nach dem Humanmedizinstudium arbeitet man in 1/2 Stelle der MKG und studiert parallel Zahnmedizin.Ich kenne einige die das so machen.
Vorteil: die Zeit des Zahnmedizinstudiums wird auf die Facharztweiterbildungszeit angerechnet.
:-stud

Recall8
22.06.2007, 15:36
Sprich nach dem Humanmedizinstudium arbeitet man in 1/2 Stelle der MKG und studiert parallel Zahnmedizin.Ich kenne einige die das so machen.
Vorteil: die Zeit des Zahnmedizinstudiums wird auf die Facharztweiterbildungszeit angerechnet.
:-stud

FUnktioniert. Macht auch ganz viel Spaß, wenn man nach dem Nachtdienst noch bis abends an der Uni ist :-)

Naja. es gibt in Deutschland auch einige Profs für MKG,die erst ZM studiert haben. Im Endeffekt ist es glaub ich relativ egal, es sei denn, man rechnet das ganze Leben in Semester auf. Auch als Zahnarzt kann man in der MKG als Assi arbeiten mit halber Stelle. Gibts alles-

Recall8
22.06.2007, 15:40
Wie ist denn die Stellensituation in der HNO?

ah.die 5 löcher medizin :-wow

Recall8
22.06.2007, 15:43
was ich nicht verstehe:

wieso sollten die zahnischeine nicht als humanmedscheine angerechnet werden?

alle scheine die wir hier in der Vorklinik gemacht haben sind absolut äquivalent zu den Humanmedizinerscheinen. Gibt es da unterschiede an anderen Unis? also abgespeckte Fächer für Zahnis?

es gibt unterschiede, klar. dabei geht es nicht um "abgespeckte" kurse sondern meist um begrenzte kursplätze, seminarkapazitäten usw. die bundesländer kriegen es ja schon jetzt kaum noch auf die reihe vernüfntige studienbedingungen zu schaffen. man will sich vor "quereinsteigern" schützen und kann so ganz probat den quereinstieg erschweren( ist jedenfalls meine theoerie :-) deshalb werden scheine an vielen unis nicht erkannt.


übrigens ist mir mal so aufgefallen,dass die eltern vieler mkgler zahnärzte sind.
ohne mist! :-micro

blanko
22.06.2007, 16:47
verloren habt ihr aber am uk nicht wirklich viel...
ist schon klar, es besteht eine gewisse zwist zwischen hno und mkg

wie ich es erlebt habe, "pfuschen" hno'ler häufig im operationsgebiet der mkg'ler herum... mkg'ler anderherum eher selten.

die weitläufige Meinung unter medizinern ist: plastische Operationen im Gesichtsbereich fallen den MKG'lern zu (mit fachspezifikation plastiker)
und nicht HNO...

so sieht es nunmal aus!

So lange es keine Kontinuitätsunterbrechung gibt bekommen wir das gut hin.
Im übrigen sind mir MKG'ler, die irgendwelche Nasen-OP's machen auch sehr suspekt. Da ist Pfusch am Bau auch nicht gerade selten. (septumplastik und Conchotomie, aber die polypöse Sinusitis mal wieder glatt übersehen)
Außerdem ist die MKG für einen Zweittumorausschluß ständig auf uns angewiesen. Wir auf die MKG wirklich eher selten. :-keks

McZahnAG
22.06.2007, 17:06
So lange es keine Kontinuitätsunterbrechung gibt bekommen wir das gut hin.
Im übrigen sind mir MKG'ler, die irgendwelche Nasen-OP's machen auch sehr suspekt. Da ist Pfusch am Bau auch nicht gerade selten. (septumplastik und Conchotomie, aber die polypöse Sinusitis mal wieder glatt übersehen)
Außerdem ist die MKG für einen Zweittumorausschluß ständig auf uns angewiesen. Wir auf die MKG wirklich eher selten. :-keks


Oh man, jetzt kommen wieder die Heulereien zum Thema:" Aber der mischt doch auch in meinem Brei rum ..."

turinep
15.07.2007, 11:37
FUnktioniert. Macht auch ganz viel Spaß, wenn man nach dem Nachtdienst noch bis abends an der Uni ist :-)

und wie...

Einen ökonomischen Aspekt möchte ich hier noch ergänzen, in dem sich niedergelassene Oral- und MKG-Chirurgien unterscheiden:

Oralchirurg = 1 Budget
MKG-Chirurg = 2 Budgets (z.B. Zahnextraktion über zahnmedizinisches und Antibiotika über medizinisches Budget)

Dass ein niedergelassener Facharzt in der Praxis weniger macht als an der Uni-Klinik ist wohl klar. Der niedergelassene HNO'ler baut auch keinen Larynx mehr aus, der niedergelassene plastische Chirurg transplantiert wohl keine freien Lappen mehr. Die Frage, die sich also jeder Facharzt stellen muss ist demnach eher: Klinik oder Praxis.

EzRyder
12.08.2007, 16:21
Ein schönes Thema! :-top
Spielte auch mit dem Gedanken in die MKG zu gehen, aber auch wenn das Studium bis jetzt gut läuft und Spass macht bin ich mir mittlerweile sicher, dass ich nach 6 Jahren dann doch mal Geld verdienen will.
Theoretisch klingt es ja ganz toll, erst HM und dann während der Facharztausbildung noch die Zahnkurse absolvieren. Problem ist nur auch eine halbe Stelle in der MKG zu finden wo man dann studiert. Haben hier auch nen Kommilitonen der genau die nicht findet und jetzt arbeitslos nach abgeschlossenen Studium rumeiert und sich in der vielen Freizeit die Zahnkurse antut.

Die Frage nach der Berechtigung für dieses Fachgebiet und die geforderte Ausbildung stellt sich für mich erst recht wenn die neue AO für Zahnmediziner kommt. Dass sie kommt steht ja fest, muss nur noch durch die Gremien gehen.
Diese sieht folgendes vor: Angleichung der Zahnmedizin an die Humanmedizin! Die Zahnärzte sollen zeitgemäß zu "Fachärzten für Oralmedizin" ausgebildet werden(was hier in Leipzig schon länger ein Anliegen ist) und nicht die akademischen Dentisten sein dir nur am Zahnstein kratzen! Somit soll die Vorklinik für Zahnis identisch mit der für humnis sein und nach einem gemeinsamen Physikum kommen dann 2 Sem. die Zahnkurse und 4 Sem. klinische Ausbildung. Soviel dazu.

Also: Wozu braucht man noch die MKG mir ihrem unmenschlichen Ausbildungsmarathon? Fallen Neck Dissections nicht eigentlich ins Gebiet der HNOler? Die Oralchirurgie als Fachspez. könnte doch sicher auch auf den Kiefer-Lippen Bereich ausgedehnt werden; müsste eben die Weiterbildungsordnung dementsprechend geändert werden. Ja und plastische Ops machen die plastischen Chirurgen. Was meint ihr?