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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kann Blut vom Serumröhrchen in die Vene zurückgespritzt werden?



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Feuerblick
04.07.2007, 10:13
Hi Sally!

Wirklich gut informiert über seine Blutröhrchen scheint der Doc aber nicht zu sein... Wie auch immer: Ich glaube jetzt nicht, dass er - selbst wenn er dir etwas aus dem Röhrchen zurückgespritzt hat - dir damit Schaden zugefügt hat oder noch Schaden zufügen könnte.
Aber die Idee, Blut zurückzuspritzen, weil es ein so wichtiger Stoff ist, finde ich mal absolut schwachsinnig. Selbst wenn du hochgradigst anämisch wärest, würden dir die paar ml nicht wirklich helfen. *kopfschüttel* Wo bekommt man denn so einen Blödfug beigebracht??

Immer noch grinsende Grüße
Feuerblick

die chondropathia
04.07.2007, 12:57
Mir kommt es irgendwie trollig vor.

100% Zustimmung. Absoluter Totalschwachsinn und mit Sicherheit nicht dem Kopfe eines Arztes entsprungen, da Patienten ja immer befürchten, dass man sie angesichts der vielen Röhrchen "leersaugt", während der Arzt weiss, dass es sich um wenige ml handelt.

Don`t feed the troll, imho. :-sleppy

christo
04.07.2007, 13:36
Is in dem Adapter nicht ein Rückschlagventil?

Feuerblick
04.07.2007, 13:40
Hab ich auch schon überlegt, aber da ich noch nie auf die Idee gekommen bin, den schwer erkämpften Inhalt meiner Serum- oder sonstigen Blutröhrchen irgendwohin zu spitzen, hab ich das auch noch nie ausprobiert.

@DC: Für nen Troll ist das Thema aber nicht kontrovers genug, denke ich mal :-stud

actin
04.07.2007, 13:59
Egal,ob Troll oder nicht: Die Frage, ob es einen Schutz vor versehentlichem Injizieren des Inhalts dieser Röhrchen gibt, habe ich mir auch schon gestellt.
Einfach mal ausprobieren. Natürlich nicht an einem Patienten.

Flemingulus
04.07.2007, 14:01
Is in dem Adapter nicht ein Rückschlagventil?

I. d. R. nicht.
Hat ein PJ-Kollege seinerzeit mal eindrucksvoll demonstriert. :-)

Agitierter Patient mit selbst-/fremdgefährdender Tendenz, der sich mit einem Küchenmesser bewaffnet im Bett verschanzt hatte und niemanden an sich ran ließ: "Haut ab! Von Euch lass ich mir nix spritzen, Saupack!" - "Aber ich will Ihnen doch nur Blut abnehmen." - "Grmpf! Na gut!" ... und husch... Kügelchen aus der Serummonovette raus... Benzo rein... dann die 'Blutabnahme' im reverse-mode et voilà! Friede auf Erden... :peace:

actin
04.07.2007, 14:04
I. d. R. nicht.
Hat ein PJ-Kollege seinerzeit mal eindrucksvoll demonstriert. :-)

Agitierter Patient mit selbst-/fremdgefährdender Tendenz, der sich mit einem Küchenmesser bewaffnet im Bett verschanzt hatte und niemanden an sich ran ließ: "Haut ab! Von Euch lass ich mir nix spritzen, Saupack!" - "Aber ich will Ihnen doch nur Blut abnehmen." - "Grmpf! Na gut!" ... und husch... Kügelchen aus der Serummonovette raus... Benzo rein... dann die 'Blutabnahme' im reverse-mode et voilà! Friede auf Erden... :peace:
Dann sind ja meine Befürchtungen, dass mir mal jemand aus Schusseligkeit z. B. EDTA injizieren könnte, gar nicht so abwegig?

Edit: Ich meine jetzt nicht die Serumröhrchen (die Kügelchen würden wohl nicht durch diie Kanüle passen), sondern die anderen Röhrchen.

HorstHützel
04.07.2007, 14:28
Dann sind ja meine Befürchtungen, dass mir mal jemand aus Schusseligkeit z. B. EDTA injizieren könnte, gar nicht so abwegig?


Selbst wenn: Wieviel EDTA ist denn schon in den Monovetten ? 1ml ? 2ml ??
EDTA wird ja sogar therapeutisch bei Vergiftungen eingesetzt. Ich glaube nicht, dass die paar ml (maximal) pharmakologisch gesehen irgendwelche negativen Begleiteffekte haben.

Was mich nur interessieren würde: sind die Monovetten innen eigentlich steril ?

Nichts destotrotz sollte man ein Zurücklaufen lassen natürlich vermeiden, genauso wie man Luft im Infusionsschlauch vermeiden sollte, obwohl die paar ml Luft auch nicht wirklich schlimm sind.

HH

HorstHützel
04.07.2007, 14:33
Habe grad gelesen (und ist auch logisch): EDTA-Infusionen können zu Hypokalziämie, Arrhythmie etc. führen. Aber ich denke nicht, dass das schon bei Monovetten-Größe passiert.

Flemingulus
04.07.2007, 14:40
EDTA wird ja sogar therapeutisch bei Vergiftungen eingesetzt. Ich glaube nicht, dass die paar ml (maximal) pharmakologisch gesehen irgendwelche negativen Begleiteffekte haben.


Wobei therapeutisch (Schwermetall-Antidot) üblicherweise Na-Ca-EDTA eingesetzt wird, damit kann es nicht zu einer Hypocalciämie kommen, die wie Du ja schon geschrieben hast, die zu fürchtende EDTA-Komplikation wäre.

In Monovetten werden natürlich Na und K als Gegenionen verwendet, weil man das Ca ja gerade chelatieren möchte. Insofern könnte eine entsprechend große Menge schon eine Hypocalciämie machen. Nur ist die Menge in Monovetten eben bezogen auf den Gesamtorganismus nicht groß genug: Zur Gerinnungshemmung in EDTA-Röhrchen stellt man m. W. (Fata möge mich korrigieren :-) ) eine Endkonzentration von ca. 1.5 mg/mL ein... dann müssten in einer üblichen 3 ml Monovette etwas weniger als 5 mg EDTA drin sein. Auf die Schnelle habe ich Berichte von tödlichen Zwischenfällen bei Kindern bei der Injektion von 300-1500 mg Di-Natrium-EDTA gefunden. Die Menge EDTA, die versehentlich über eine Monovette appliziert werden könnte, dürfte demgegnüber nicht einmal ausreichen, um einen messbaren Effekt hervorzurufen.

christo
04.07.2007, 15:04
Irgendwo wurde doch hier vor kurzem über Tierversuche diskutiert.
Hat nicht jemand mal nen Hamster oder so zum ausprobieren übrig? Wär mal ne sinnvolle Fragestellung mit echter Praxisrelevanz... :-stud :-stud

milz
04.07.2007, 15:10
Agitierter Patient mit selbst-/fremdgefährdender Tendenz, der sich mit einem Küchenmesser bewaffnet im Bett verschanzt hatte und niemanden an sich ran ließ: "Haut ab! Von Euch lass ich mir nix spritzen, Saupack!" - "Aber ich will Ihnen doch nur Blut abnehmen." - "Grmpf! Na gut!" ... und husch... Kügelchen aus der Serummonovette raus... Benzo rein... dann die 'Blutabnahme' im reverse-mode et voilà! Friede auf Erden... :peace:

Mit einem Küchenmesser würde ich es nicht aufnehmen. Hut ab!

Flemingulus
04.07.2007, 15:12
Mit einem Küchenmesser würde ich es nicht aufnehmen. Hut ab!

Der Kollege war auch ne coole Socke! :-top
Trotzdem liebe Kinder zuhause... nicht nachmachen! :-((

actin
04.07.2007, 15:55
Irgendwo wurde doch hier vor kurzem über Tierversuche diskutiert.
Hat nicht jemand mal nen Hamster oder so zum ausprobieren übrig? Wär mal ne sinnvolle Fragestellung mit echter Praxisrelevanz... :-stud :-studIch habs gerade mit einer grünen Monovette probiert - ohne ein Tier zu quälen. Hab einen Plastikbeutel mit Wasser gefüllt, mit einer Monovettenkanüle etwas Wasser entnommen und aus der Monovette wieder in den Beutel injiziert: Es geht! Ein Rückschlagventil kann da nicht drin sein.

Evil
04.07.2007, 16:59
Ja, hätte ich jetzt auch gesagt.
Wird das nicht ganz direkt gemacht, also eine Person nimmt mit ner normalen Spritze ab, der andere Arzt spritzt es direkt danach epidural?
Jap, so isses, wobei sowohl die Entnahme als auch die Injektion unter absolut sterilen Bedingungen erfolgen müssen.
Durch den epiduralen Thrombus (=Patch) soll die Duraperforation verschlossen werden, das macht man aber nur bei wirklich üblen Symptomen.

lala
04.07.2007, 18:33
Ja, hätte ich jetzt auch gesagt.
Wird das nicht ganz direkt gemacht, also eine Person nimmt mit ner normalen Spritze ab, der andere Arzt spritzt es direkt danach epidural?
Ja,so ist es - kann man auch alleine machen, sollte nur alles schön steril laufen, daher ist 2.Person zum Anreichen immer gut
:-top