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Dr. Jekyll
09.07.2007, 14:31
@ pfefferminz
komm doch nach hannover. viel freizeit, wenig arbeit, ordentliches wissen, kein physikum. lernen - klausur - für immer abhaken und vergessen - willkommen im modellstudiengang hanibal :-))

wer da keine freizeit hat, ist selber schuld... ;-)

leo11
09.07.2007, 14:39
Also, ich fand die Vorklinik auch total entsetzlich. Habe oft genug, drüber nachgedacht, nochmal was anderes anzufangen. Auch das KPP hat mir keinen Spass gemacht und ich hatte fast bis zum PJ immer wieder das GEfühl, einfach das ganz falsche zu studieren. Tja, und dann kam das PJ, und siehe da, Medizin machte richtig Spass. Es war sicherlich nach dem Physikum schon besser geworden, wobei ich eine echte Verbesserung eher im 7. Semester (bei uns noch nach dem 1. Stex (alte AO)) bemerkt hab. Und die wirklich letzten Zweifel wurden halt erst im PJ bei der praktischen Arbeit beseitigt.
Jetzt arbeite ich seit einem Monat als Assistenzärztin und bin total zufrieden, mich durchs Studium gebissen zu haben. Es ist WIRKLICH schön, dankbare Patienten zu haben, ihnen wirklich helfen zu können und auch einiges "besser" (oder einfach anders) zu machen, als Ärzte, die man im Studium erlebt hat.
Und die Arbeitszeiten sind nicht so dramatisch wie viele sagen (zumindest bei mir nicht). Ich arbeite in einem Schichtmodell, nachdem ich regulär von 8 bis 16:15 arbeite (meistens mach ich so 45 "Über-Minuten"). Alle acht Wochen gibts 7 Nachtdienste, danach 2 Tage frei. Zusätzlich hat man in 8 Wochen 5 Spätdienste (nach dem Normaldienst bleibt man bis 19:30) und zwei Wochenenden.
Wenn ich mir angucke, wie viel Freunde von mir oder meine Schwester als Anwältin arbeiten, bin ich ganz zufrieden. Die Möglichkeiten, halbtags zu arbeiten, wenn man ne Familie gründen will, werden auch immer besser.
Also ich finds schön, Ärztin zu sein :-)

hennessy
09.07.2007, 15:14
ich könnte mir nix anderes vorstellen, auch wenns manchmal extrem nervt. Jedes neue Lächeln und jedes "Danke" motiviert dermaßen und macht die negativen Aspekte wieder wett. Und wenn mich die Kinder mit ihren Zahnlücken im Wechselgebiss angrinsen, dann hab ich keine andere Chance als einfach zurück zu grinsen. I love this game!

gruß
hennessy :-))

Kieler Sprotte
10.07.2007, 21:25
ein lächeln sowie ein einfaches DANKE reichen schon aus, um sich selber vor augen zu halten, dass ich dieser person geholfen habe.

mein kpp lief soweit ganz gut ab...durfte mir sehr viel im op mit anschauen, hab das ein oder andere gelernt und das personal auf station war einfach klasse.

ich selber hatte auch schon phasen in denen ich mir dachte, dass die vorklinik absolut desaströs ist, aber wie bereits erwähnt, lernt man einfach nur die wichtigsten grundlegenden fakten, die man für den beruf des arztes benötigt.

auch wenn man eine prüfung oder ein testat in die hose gehen sollte...nicht den kopf hängen lassen, es kann nur besser werden.
wenn dann das ziel, ein testat bzw. eine prüfung bestanden zu haben, erreicht wurde, dann ist die welt wieder heile und man fühlt sich um einiges besser.

RettungsEngel
11.07.2007, 14:53
Was stellst du dir denn vor? Einen Beruf wo du fast nicht arbeiten musst,aber mit Leben kannst?

Mach mal ein Beispiel!

Rettungsassistentin !!!!!!!! :-))

Duncan84
11.07.2007, 15:15
Rettungsassistentin !!!!!!!! :-))

Dafür würden dich die RA's jetzt aber sicher steinigen *g*
Mal davon abgesehen, dass da die Berufsaussichten (zumindest momentan) extrem schlecht sind, stimmt das so auch nicht. Je nachdem, wo du arbeitst, hast du schon ordentlich was zu tun, zumal die Arbeitszeiten, zumindest hier in unsrer Gegend, drastisch angehoben wurden. (teils bis zu +5 Stunden pro Woche)

numerobis
11.07.2007, 20:49
Hi Pfefferminz,
sich zu motivieren ist leicht. Denk an später, wie hier schon geschrieben worden ist. Stell dir vor du bist Arzt. Wie wirst du aussehen? Spüre es mit allen 5 Sinnen. Was ist das für ein Gefühl? Was für ein Auto wirst du fahren usw.. Wenn du in einem Tief bist, dann denk bitte daran.
Wenn du noch weitere Frage hast, schau mal hier: www.derproblemloesungsweg.de/forum Da habe ich vieles gelernt.

Grüße Num

HorstHützel
11.07.2007, 21:09
...Was für ein Auto wirst du fahren usw...

Grüße Num

Ein mindestens 10 Jahre altes...

Linda.1001
12.07.2007, 20:47
Nabend!

Wollte nur mal schnell etwas posten bzgl. alternativen Tätigkeitsfeldern als Arzt:

Gibt da nen Buch:

Titel: Arzt gesucht! Berufliche Alternativen für Mediziner
ISBN: 3-928256-092

Vielleicht ganz interessant.


LG Linda

RettungsEngel
13.07.2007, 18:50
Dafür würden dich die RA's jetzt aber sicher steinigen *g*
Mal davon abgesehen, dass da die Berufsaussichten (zumindest momentan) extrem schlecht sind, stimmt das so auch nicht. Je nachdem, wo du arbeitst, hast du schon ordentlich was zu tun, zumal die Arbeitszeiten, zumindest hier in unsrer Gegend, drastisch angehoben wurden. (teils bis zu +5 Stunden pro Woche)

Hey !

Bin selber Rettungsassistentin, arbeite allerdings "nur" auf 400€ Basis. Mein Freund, ebenfalls Rettungsassistent, ist fest angestellt schon seit mehr als 10 Jahren.
Klar sind die Berufsaussichten schlecht, aber wenn du erstmal drin bist, bist du drin. Und was die Arbeitszeiten betrifft - 2 1/2x die Woche nen 24h Dienst - damit kann man doch gut leben ?? Dazwischen schön frei... Und wer kann schon von sich behaupten zur Arbeit zu kommen und sich gleich wieder schlafen legen zu können ? Oder während der Arbeit Fern zu sehen ? Oder den ganzen Tag im Netz zu surfen ? Selbst wenn du in 24h deine 8 - 10 Einsätze hast - na und ? Also ich finde nicht, dass das groß was mit Arbeit zu tun hat... :-dance

Tina (die Ihren Job liebt und sich wünschen würde, dass das Paramedic-System in Deutschland eingeführt würde - oder das Rettungsoffizier-System wie in Ungarn *träum*)

Musti
17.07.2007, 20:45
aber das ganze Leben als RA fahren?
Ich weiß ned. Bin früher selbst gefahren und muß sagen, daß ich das ned mein Leben lang machen möchte.

milz
17.07.2007, 21:01
Mir hat die Vorklinik sehr gut gefallen. Es ist doch höchst spannend zu erfahren, wie die Maschine funktioniert, mit der man sich so fortbewegt.

HorstHützel
17.07.2007, 21:24
Nabend!

Wollte nur mal schnell etwas posten bzgl. alternativen Tätigkeitsfeldern als Arzt:

Gibt da nen Buch:

Titel: Arzt gesucht! Berufliche Alternativen für Mediziner
ISBN: 3-928256-092

Vielleicht ganz interessant.


LG Linda

Top aktuelles Werk von 1996. Bei amazon sogar noch 2x gebraucht erhältlich.

Selbst gelesen ?

RettungsEngel
19.07.2007, 16:19
aber das ganze Leben als RA fahren?
Ich weiß ned. Bin früher selbst gefahren und muß sagen, daß ich das ned mein Leben lang machen möchte.

Geht ja nicht um dich ! Die Aussage war:

Zitat von Sirat: "Was stellst du dir denn vor? Einen Beruf wo du fast nicht arbeiten musst,aber mit Leben kannst?
Mach mal ein Beispiel!"

Und da hab ich ja wohl Recht oder nicht ? Und wem es Spaß macht ? Muss halt jeder für sich entscheiden !

Tina (die es kaum erwarten kann am Sonntag nach langer Zeit wieder gaaaaaaanz viel Rettungswagen zu fahren !)

Musti
21.07.2007, 11:53
@ Tina,
hast ja Recht.
Jeder soll das machen, was ihm Spaß macht.
Dir macht es Spaß, dann mach es!

Mir hat es solange Spaß gemacht bis ich mit Med. anfing. Jetzt als Arzt würd ich nicht mehr RA sein wollen.


Es grüßt,
Musti

Solara
21.07.2007, 12:21
Zum Anfangspost ;-)

Vorklinik finden die meisten nicht besonders prickelnd!

Ich würde zumindest bis zum Phyikum weitermachen (ist ja nur noch ein Jahr) - schaden tut dir das bis dahin erworbene Wissen ja nicht und es bringt dir definitiv auch was in den anderen, von dir genannten, alternativen Berufszielen.

Ich weiß jetzt nicht, wie's mit den Bewerbungsfristen für deine Alternativen ausschaut, denke aber, dass die mittlerweile (für den Herbst) auch schon abgelaufen sind.

Von daher würde ich dazu tendieren, zumindest die Vorklinik zu absolvieren incl Physikum und bis dahin zeitgleich überlegen, was du denn wirklich (alternativ) machen möchtest!

Klinik ist nicht mehr so theoretisch und viel mit Patientenkontakt und praktischem Unterricht - aber nicht unbedingt weniger Lernen!

Sehr nützlich sind in der Klinik profunde Physio-Kenntnisse - ausserdem schadet es nicht, die Anatomie nicht ganz zu vergessen ;-) !

Blondi
26.07.2007, 20:25
Ich glaube dass es egal ist was man macht, es werden immer Phasen im Leben kommen wo man alles anzweifelt, denn alles, wirklich alles, hat seine Vor-und Nachteile. Es gibt kein Traumfach und keinen Traumberuf, die nur Traum wären. Außerdem gibt es ja nicht das eine Ziel, auf das ein Studienfach führt, selbst wenn man in Medizin beispielsweise einen Hausarzt auf dem Land mit dem Professor für Chirurgie und einem Forscher in der Pharmaindustrie vergleicht, so handelt es sich um komplett verschiedene Lebensverläufe. Manche finden die Vorklinik am besten, andere am schlechtesten. Nützlich ist sie denke ich auf jeden Fall und dass alles uninteressant ist kann denke ich wirklich keiner sagen. Es gibt immer interessante und weniger interessante Dinge. Das Problem ist wohl nicht die Motivation, sondern vielleicht eher die diffusen Vorstellungen die man hat und die Ungewissheit ob und wie alles klappen soll, eine Portion Zukunftsangst und Planlosigkeit. Mir geht es genau so, aber wenn man das einsieht, denkt man nicht mehr, es sei die Motivation; der Mangel an selbiger ist nur Ausdruck eines anderen Problems, dessen Ursache vor allen Dingen Mangel an Information ist.

Theodor
29.08.2013, 23:03
Guten Abend liebes Forum,

ich weiß der Post ist schon nahezu 6 Jahre alt, aber mir geht es ähnlich wie Pfefferminz und wenn ich ein neues Thema erstellt hätte, wäre die Antwort wohl auf "Forensuche" hinausgelaufen.

Deswegen meld ich mich einfach mal hier, vllt hat ja der ein oder andere Lust nochmal zu Antworten. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen.

Also ich stehe noch vor dem Studium, bin aber etwas skeptisch ob ich es schaffe und ob es sich lohnt.
Der Grund warum ich Medizin studieren möchte ist, da mir der Beruf sehr gefällt. Ich habe bereits ein Praktikum gemacht, welches mir sehr zugesagt hat, jedoch fand ich die Arbeitszeiten in der Klinik schon erschreckend. Die Ärzte dort haben mir wegen der Arbeitssituation auch eher abgeraten, was mich dann doch ins Zweifeln gebracht hat.

Mein Plan war eigentlich Zähne zusammenbeißen und Studium schaffen um dann einen schönen Beruf zu haben.
Und nicht 6 Jahre im Studium Zähne zusammenbeißen und dann danach im Krankenhaus.


Geld ist für mich, wie auch bei Pfefferminz ebenfalls kaum ein Motivationsgrund. Freizeit wäre mir lieber, weshalb ich später von einer Teilzeitstelle träume. Das wäre doch für mich die ideale Lösung? (Wäre für Pfefferminz vor 6 Jahren vllt ebenfalls eine Lösung gewesen)

Wie realistisch schätzt ihr das ein? Oder sollte ich mich damit abfinden, dass wenn ich ein Medizinstudium anfange, später eine Ehe mit meinem Beruf eingehe. So war jedefalls der Eindruck im Praktikum bei mir.

Grüße Theo

Kackbratze
29.08.2013, 23:09
Nein, das ist nicht so. Ich hab die Ehe und den Beruf und das trenne ich strikt. Klappt auch. Man darf sich nicht zu sehr vereinnahmen lassen.

Nilani
30.08.2013, 13:39
Also nach 6 Jahren Studium wirst du schon noch eine Weile im KH arbeiten, Großteil der Facharztausbildung wird nämlich dort laufen, wobei man sicher auch einen Teil ambulant absolvieren kann oder sich gleich nach alternativen Berufsfeldern umsieht (Pharma usw).

Ansonsten bist du mit deinen Plänen und Wünschen nicht allein. Wir werden schließlich schon als "Generation Y" betitelt, die nicht mehr mit der Arbeit verheiratet ist, sondern denen Familie und Freizeit mindestens genauso wichtig sind. Es ist halt ein Job, wie bei vielen anderen auch, und irgendwann ist Feierabend. Leider klappt das in der Realität noch nicht überall und 100%ig, aber ich denke, die Arbeitsbedingungen sind heute zum großen teil schon besser geworden als vor einigen Jahren. Ob sich das schon so umsetzen lässt, kann ich dir demnächst sagen, gibt aber vielleicht welche, die schon ne Weile in dem Job stehen und eher was dazu sagen können