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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rausschreiben



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Meuli
09.08.2007, 20:17
Ich schätze mal, das ist der Grund, warum bei uns in Wü so viele Mediziner zum Lernen in die Jura-Bib gehen :-))

bobbit
10.08.2007, 13:42
Ich habe mich einmal in der Medizinischen Bibliothek wegen Übermüdung einfach unter den Tisch gelegt und mehrere Stunden geknackt. Das Personal dachte wohl, was liegt'n da fürn Penner, und hat mich rausgeworfen, inklusive 2 Wochen Hausverbot.
In Göttingen kann man ohne Probleme auf und unter Tisch schlafen. Wozu sind denn die Tische sonst da? :-wow

Xylamon
10.08.2007, 15:27
Bei Bedarf hat's da auch noch ein paar urbequeme Couch-Ecken... wunderbar zum :-sleppy :-))

Jégvirág
12.09.2008, 23:43
Ich weiß, dass dieser Thread schon über ein Jahr nichts mehr an Beiträgen gesehen hat. Trotzdem ein paar Fragen an alle, die sich als "Rausschreiber" angesprochen fühlen...
Also, ich weiß nicht, wann es passiert ist, oder wie es dazu gekommen ist, aber ich gehöre auch zu der Rausschreiber-Fraktion. Einerseits finde ich das - wie alle anderen überzeugten Rausschreiber - natürlich auf eine Art praktisch, weil man so sein eigenes kleines Lernskript hat und die für einen überflüssigen Fakten aus dem Buch einfach weglassen kann. Allerdings ist das sehr zeitaufwändig, weil ich wohl nicht nur zu den langsamen Lesern, sondern auch langsamen bzw. hyperordentlichen Schreibern gehöre. Ich hab's deswegen auch schon mit "nur" konzentriertem Lesen versucht, allerdings vergesse ich dann schnell wieder so einiges auch nicht Unerhebliches. Das würd mir natürlich auch nach dem Rausschreiben passieren, aber da hab ich dann wenigstens meine Kurzfassung, die ich wiederholen kann. Wenn ich was nur gelesen habe, hab ich nichtmal das und ein schlechtes Gewissen, weil ich dann meine, gar nichts geschafft zu haben.
Und dann sieht man andere, die sie es schaffen, in scheinbar kürzester Zeit genau das wichtigste aus dicken Schinken rauszufiltern, das schön und bunt aufschreiben und dann auch noch die Zeit haben, alles mehrfach wiederholen zu können. Und das, auch wenn sie nicht 24 Std./Tag am Schreibtisch sitzen.
Deshalb meine Frage an alle erfolgreichen Rausschreiber: Wie macht ihr das? Wie entscheidet ihr, was ihr in Euer Skript packt und was nicht? Was macht ihr wenn es um so dicke Schinken wie den Herold oder den Schmidt/Lang/Thews geht? Auch abschreiben? Wär echt sehr dankbar für meinungen oder Tips. Immerhin ist Zeit im Studium ja goldwert und Mangelware! :-blush

tinach
13.09.2008, 09:24
ich bin zwar kein rausschreiber, aber antworte trotzdem mal..ich persönlich bin der "anstreichdazuschreibundmarkiertyp", weil ich durch einfaches lesen auch nich so viel behalten kann..finde aber, dass ich so einen guten mittelweg gehe..beim wiederholen les ich dann also nur noch das markierte durch..hat find ich nen ähnlichen effekt, wie rausschreiben, geht aber bedeutend schneller..versuchs doch mal..vielleicht kommst du damit besser zurecht..

Tinchen1988
13.09.2008, 09:28
hab auch immer alles rausgeschrieben für anatomie und biochemie größtenteils.....fürs physikum hat sich das aber recht wenig gelohnt, weils eben so viel zeit erfordert.
da hab ch dann tagsüber das physikum-exakt gelesen und abends gekreuzt, für anatomie viel in den prometheus geschaut und einfach nur geschaut, wo welches organ liegt, was davor, dahinter, daneben ist.

fürs mündliche viel mit altprotokollen...da hab ich dann auch wieder was rausgeschrieben, war ja n bisschen mehr zeit...und mit den sachen, die bei uns an der uni in den 2 jahren gemahct wurden...weniger mit büchern. hatte in biochemie zum beispiel nen prüfer, der sehr viel wert auf die vorlesung aus dem 2. semester gelegt hat.

my_precious
13.09.2008, 17:11
ich schreibe auch raus, z.t. auch weil ich was handfestes inner hand haben will und anstreichen will, weil ich das buch wieder abgeben muss.

alles, was man dabei beachten muss, um produktiv dabei zu lernen, ist:

- filtern, nur das aller wichtigste muss rausgeschrieben werden
- umforulieren und umstrukturieren, wenn man das kann, hat man naemlich auch den sinn verstanden. und wenn der sinn mal verstanden wurde und rekonstruiert durch das umformulieren, ist das schon halb gelernt.

wenn ich dann mein rausgeschriebenes wiederhole, ist in meinem koepfle meistens auch das unwichtigere aus dem buch noch mit dabei. falls ich das gefuehl habe, etwas vergessen zu haben oder so, schau ich dann wieder im buch nach.

ja und fuer die chemie gibts natuerlich nichts besseres, als immer wieder die reaktionen und strunkturformeln selbst zu malen und aufgaben zu rechnen.

ach ja und sch*** auf ordentlich! viele pfeile klingel und angemalte karos aufm karopapier gehoeren dazu!

bobbit
13.09.2008, 18:35
Deshalb meine Frage an alle erfolgreichen Rausschreiber: Wie macht ihr das? Wie entscheidet ihr, was ihr in Euer Skript packt und was nicht? Was macht ihr wenn es um so dicke Schinken wie den Herold oder den Schmidt/Lang/Thews geht? Auch abschreiben? Wär echt sehr dankbar für meinungen oder Tips. Immerhin ist Zeit im Studium ja goldwert und Mangelware! :-blush
Kenne das :-(
Schreibe auch recht viel raus, probiere mich dabei auf das nötigste zu beschränken und dieses in eigene Worte zu packen. Je mehr Zeitdruck man hat, umso schneller klappt das ganze auch, dann schreibt wirklich nur die Fakten auf :-))

Wobei ich nach einem Jahr Anatomie gemerkt habe, dass ich mit meinem Lernskript sehr gut zurecht kam und anhand dieser Sachen lernen konnte. Viele haben sich dann Bücher geschnappt und anhand dieser gelernt (den Moll durchgearbeitet) - hätte bei mir nicht geklappt.

Sind ja nur noch fünf Jahre und ein paar kleine Prüfungen bis zum Ende :-oopss :-))

EzRyder
13.09.2008, 19:13
Hab zu Beginn des Studiums auch rausgeschrieben und dann festgestellt, dass ich gar nicht der Typ dafür bin. 1. hab ich immer nur schön sauber angefangen und je weiter ich vorankam wurde es nur Gekritze,l dass bald schon schwer zu entziffern war :-(( Außerdem hatte ich immer das Gefühl mein Geschreibsel wäre redundant.
2. War dass, was ich mir rausgeschrieben hatte überhaupt nicht im Kopf! Eine einzige Katastrophe.
Mittlerweile wird gar nix mehr rausgeschrieben, da kauf ich mir lieber für jedes Fach ein schönes dickes Buch wo ich mich interessenhalber und mit viel Zeit einlese und dazu noch ein KLB oder Intensivkurs für die unmittelbare Prüfungsvorbereitung und während knapper Zeit im Semester. So komme ich bis jetzt sehr gut durch alle Prüfungen, mal sehen wie es zum Physikum wird.
Das ganze ist wirklich ne Typfrage. Bin halt der dicke-Bücher-Wälzer-Typ :-lesen

Scienceman
13.09.2008, 20:17
ich schreib auch raus und ich denke, dass es mir auch viel bringt.
ich beschränk mich auch - wie schon oft gesagt wurde - auf das wichtigste, eben das was fürs verständnis wichtig ist. und das eben in eigenen worten. bei mir ist es so, dass ich wenn ich etwas einmal rausgeschrieben habe, es sehr lange hängen bleibt - v.a. wenn ich die 1,2 tage danch das geschriebe nochmal durchgehe!
auf langzeit gesehen vergesse ich schon einiges, eben die details, aber irgendwas bleibt hängen. hab jetzt keine wirkliche relation zum "ohne rausschreiben" lernen, aber ich denke, dass es bei den anders lernenden auch so ist, dass sie so einiges wieder vergessen.
für mich ist wichtig, dass ich keine romane schreibe, weil das bringt es echt nicht. lieber auf den punkt gebrachte sätze, das wichtige - also was in den meisten klausuren abgefragt wird, auch wenns teilweise totaler blödsinn ist, das so detailliert zu lernen (anderes thema..)

das geheimnis liegt auch im ständigen wiederholen. je öfter man sich mit der marterie beschäftigt, umso mehr hat mans "drauf".

was das konzentrierte lesen angeht: ich weiß, dass es solche lerntypen gibt. für mich ist das rausschreiben nichts anderes, nur dass ich einen "kanal" mehr nutze..

ps:
die diskussion weicht etwas auf das thema "Lernen" an sich aus. da gehört sicherlich mehr dazu, als rausschreiben - sich etwa motivieren, planung etc.

PPS:
höhere semester haben mir so einiges mal empfohlen, das wesentlich aufzuschreiben und v.a. aufzuheben. eben für situationen, wie weitere klausuren zum thema.. son lernskript ist da echt praktisch :)

lg

Jégvirág
14.09.2008, 16:19
Hey,

danke für Eure Antworten erstmal. Ist echt toll zu wissen, dass man selbst mit so banalen Problemen wie der Lehrstoffbearbeitung nicht ganz allein ist.

Im Grunde sind die Rausschreiber wohl alle geich gestrickt und schreiben raus, weil sie was handfestes in der Hand haben wollen, sei es zum besseren Wiederholen oder weil man die eigens verfassten Skripte später nochmal für Abschlussprüfungen rauskramen kann.

Wobei mein Problem nicht so die technik ist, also nur das nötigste filtern, umschreiben des Gelesenen zum besseren Verständnis, sondern vielmehr das Know-How. Mein problem ist eher, dass es schon beim "Filtern" hapert, weil ich immer denke, doch irgendwas wichtiges vergessen zu haben. Meistens kostet mich das dann viel zu viel Zeit. Umgekehrt klappt es immer ganz gut. Unter Zeitdruck kann ich echt gut das Wichtigste aus dem Text filtern, aber sobald ich mehr Zeit habe, hat das Sieb mehr Maschen und das "Rausfiltern" wird mehr und mehr zu einem "Textabschreiben". Hab auch schon versucht, mir jedesmal vorzustellen, ich hätte keine Zeit, bloß würd ich auch mal ganz gerne ohne Stress und Simulation besser filtern können. :-kotz

Kann jemand zufällig ein gutes Buch mit Lerntips empfehlen? :-))

zvesda
14.09.2008, 18:17
"garantiert erfolgreich lernen" von christian grüning. auch mit tipps zum schneller lesen;)