Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "falscher" Doktor
Autolyse
14.08.2007, 22:07
Ist ja berauschend! Und in Münster machen sich die Assis gleich ins Hemd, wenn du als Studi auf deinem weißen Kittel das Wappen der Uni trägst (wie alle Assis) und nicht einen rein weißen Kittel (wie alle Studis). Ich bin für einen Tag vom Kurs ausgeschlossen worden, weil ich solch einen Assi-Kittel getragen habe.
Aber jemandem, der unberechtigt einen Doktor-Titel führt, wird hier nur eine Bagatell-Ordnungswidrigkeit unterstellt.
Ab sofort möchte ich auch mit Herr Baron von und zu Kackstein angeredet werden. Bin zwar keiner, aber ist ja offensichtlich nicht so schlimm ...
Das Wunschkonzert kommt samstag Abends in der ARD...
Relaxometrie
15.08.2007, 06:41
Ich finde es nur "falsch", einen Titel anzugeben, wenn man nie Zeit und Arbeit in eine Diss investiert hat.
Diese Meinung teile ich absolut!!!
Ärzte, und natürlich auch alle anderen Spezies, die sich mit falschen Titeln schmücken, haben echt irgendein (Minderwertigkeits)-problem.
Abgesehen davon, ist es ja auch rechtlich bedenklich, sich mit nicht wirklich erarbeiteten Titeln zu beweihräuchern.
Aber ihr habt recht, es gibt wirklich wichtigere Sachen... :-))
Na klar gibt es wichtigere Dinge, aber laß Dich doch nicht verunsichern.
Jemand, der den von Dir geschilderten Sachverhalt nicht als problematisch ansieht, hat meiner Meinung nach ein mangelndes Unrechtsbewußtsein.
Erstmal *hüstel*: steht MD nicht für Medical Degree??
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber irgendwie habe ich das so im Kopf?
Ich glaube ich wäre schon irgendwie angefressen, wenn sich wer mit einem Dr. schmückt ohne Diss......jeder der sich durch seine eigene gequält hat, weiß warum.
Ich erinnere mich auf einer Station mal den Fall gehabt zu haben, das ich bei einem Patienten eine Anamnese machte und dabei auf die Stationsärztin verwies- als Dr. X.
Aus dem Off kam prompt die Stimme der Krankenschwester, die, deutlich angesäuert, einwarf die Dame sei nur Ärztin, keine Frau Doktor.
Der Patient kuckte etwas kariert...und ich beim nächsten Treffen auf ihr Namensschild. Und siehe da- nix mit Dr..
Durch solche Aktionen kann man es sich also denke ich auch gut mit dem Pflegepersonal verscherzen- und DAS ist etwas, was ich später als Stationsärztin mehr als vermeiden würde. :-wow
starbase135
15.08.2007, 15:44
Erstmal *hüstel*: steht MD nicht für Medical Degree??
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber irgendwie habe ich das so im Kopf?
Müssen hier im Forum immer Fehlinformationen verbreitet werden?
Also: M.D. ist definitv Doctor of Medicine. Weder "medical degree" noch "medical doctor".
Es gibt verschiedene Möglichkeiten in eine medical school zu kommen:
- Durchlaufen einen 4 Jahre langen pre-medical programs
- Durchlaufen eines verkürzten pre-medical programs
Im Falle des 4 Jahre langen Besuchs eines premed programs schließt der Student mit einem umfangreichen pre-medical bachelor ab. Dieser bedarf einer komplexen Abschlussarbeit, die diverse Forschungsanteile hat.
Im anderen Falle hat der Student bereits Naturwissenschaften studiert, bringt oft auch schon bachelor degrees mit. Er kann dann verkürzt an einem premed program teilnehmen.
So haben die Studenten mindestens 1 Bachelor, aber oft auch 2 oder 3. Je nach Prestige der Medical School (insbesondere an Ivy-League Unis, wie Yale oder Harvard) machen die Studenten evtl. noch 1 oder 2 master degrees.
Der Praktikant
28.08.2007, 18:44
Müssen hier im Forum immer Fehlinformationen verbreitet werden?
Also: M.D. ist definitv Doctor of Medicine. Weder "medical degree" noch "medical doctor".
Es gibt verschiedene Möglichkeiten in eine medical school zu kommen:
- Durchlaufen einen 4 Jahre langen pre-medical programs
- Durchlaufen eines verkürzten pre-medical programs
Im Falle des 4 Jahre langen Besuchs eines premed programs schließt der Student mit einem umfangreichen pre-medical bachelor ab. Dieser bedarf einer komplexen Abschlussarbeit, die diverse Forschungsanteile hat.
Im anderen Falle hat der Student bereits Naturwissenschaften studiert, bringt oft auch schon bachelor degrees mit. Er kann dann verkürzt an einem premed program teilnehmen.
So haben die Studenten mindestens 1 Bachelor, aber oft auch 2 oder 3. Je nach Prestige der Medical School (insbesondere an Ivy-League Unis, wie Yale oder Harvard) machen die Studenten evtl. noch 1 oder 2 master degrees.
Quelle?
Also, was ich weiß und auch von Wikipedia gedeckt wird (Bitte nicht mit "Wikipedia ist keine seriöse Quelle" kommen, für diese Belange reicht sie aus und ist konsistenter als der Müll, der hier OHNE QUELLEN verbreitet wird:
Um an einer Medical School angenommen zu werden, müssen eine bestimmte Anzahl an Stunden in den Fächern Bio/Chemie/Physik in einem undergrad-Programm belegt werden. Dies wird von nahezu allen Studenten im Rahmen Ihres Bachelors (4-jähriges undergraduate Programm) erledigt. Dabei ist das $cheißegal, was Dein major ist, das kann auch Informatik/BWL oder Theaterwissenschaften sein. Hauptsache, man kann diese Anzahl an Pflichtstunden nachweisen. Dieses Gerücht man könne Pre-Med als Fach studieren hält sich so hatnäckig wie das Märchen von der Verbesserung des Abiturs um 0,1 Notenpunkte pro Semester Wartezeit
:-???
Es gibt keinen Studiengang der PreMed heißt bzw. kann man nicht in Pre-Med majorn. Die Kombination der Fächer, die man belegt, um die Anzahl der Pflichtsunden zu erlangen, macht einen zum Pre-Med.
Außerdem ist dann noch der sogenannte MCAT notwendig. Dies ist ein standardisierter Studierfähigkeitstest für medizinische Studiengänge (am ehesten vergleichbar mit dem TMS). Mit diesen Voraussetzungen kann man sich an einer Med-School bewerben.
Quelle:
Gehe zu Punkt 1.34 (United States) (http://en.wikipedia.org/wiki/Medical_school)
Quelle?
Also, was ich weiß und auch von Wikipedia gedeckt wird (Bitte nicht mit "Wikipedia ist keine seriöse Quelle" kommen, für diese Belange reicht sie aus und ist konsistenter als der Müll, der hier OHNE QUELLEN verbreitet wird:
Um an einer Medical School angenommen zu werden, müssen eine bestimmte Anzahl an Stunden in den Fächern Bio/Chemie/Physik in einem undergrad-Programm belegt werden. Dies wird von nahezu allen Studenten im Rahmen Ihres Bachelors (4-jähriges undergraduate Programm) erledigt. Dabei ist das $cheißegal, was Dein major ist, das kann auch Informatik/BWL oder Theaterwissenschaften sein. Hauptsache, man kann diese Anzahl an Pflichtstunden nachweisen. Dieses Gerücht man könne Pre-Med als Fach studieren hält sich so hatnäckig wie das Märchen von der Verbesserung des Abiturs um 0,1 Notenpunkte pro Semester Wartezeit
:-???
Es gibt keinen Studiengang der PreMed heißt bzw. kann man nicht in Pre-Med majorn. Die Kombination der Fächer, die man belegt, um die Anzahl der Pflichtsunden zu erlangen, macht einen zum Pre-Med.
Außerdem ist dann noch der sogenannte MCAT notwendig. Dies ist ein standardisierter Studierfähigkeitstest für medizinische Studiengänge (am ehesten vergleichbar mit dem TMS). Mit diesen Voraussetzungen kann man sich an einer Med-School bewerben.
Quelle:
Gehe zu Punkt 1.34 (United States) (http://en.wikipedia.org/wiki/Medical_school)
Jetzt erst gesehen, was auf meine Frage geantwortet wurde.
Interessant, das eine offensichtliche Frage als "Fehlinformation" gebrandmarkt wird- nur um offenbar von weiteren Fehlinformationen gefolgt zu werden, wie man sieht wenn man dem Link der bei dieser Antwort gegeben wurde folgt.
Tscha......bevor man mit dem Finger auf andere zeigt.....
:-wow :-wow
Hier dazu noch mal ein Link direkt aus den USA, der genau das, was Praktikant sagte, unterstützt:
"In general, most medical schools will expect applicants to have taken the MCAT (Medical College Admission Test), and to have completed the following types of courses:
One year of Biology
One year of Physics
One year of English
Two years of Chemistry (through Organic Chemistry)
Applicants should consider volunteering at a local hospital or clinic to gain practical experience in the health professions. A well-rounded sampling of extra-curricular activities or work experiences, both related and unrelated to medicine, will help broaden an applicant's knowledge and development."
Hier sieht man auch, das man nur die Kurse haben muss- aber nicht darin den Major machen muss oder ähnliches, von umfangreichen Forschungsarbeiten ist auch nirgendwo die Rede.
Wenn man sich dann manche Seiten der unterrichtenden Institutionen ansieht, kann man auch sehen, das es kein "eigener" Studiengang ist, sondern- wie Praktikant sagte- die Fächerkombination es zum "Pre-Med" macht.
http://www.aamc.org/students/applying/about/start.htm
Kajana79
01.09.2007, 17:51
zurück zum Thema - habe zwar Doktortitel, stelle mich aber immer ohne vor ("mein Name ist blabla, ich bin die Narkoseärztin"). Namensschild macht sich im Einleitungsraum immer nicht ganz so gut (landet ja spätestens in der Mittagspause versehentlich im Wäschekorb). Denke mir, den Patienten interessiert es ja sowieso nicht, ob ich promoviert habe oder nicht. Beim Prämedizieren spare ich mir den Doktor auch - trage da zwar ein Namensschild, kann aber an einer Hand abzählen, wie oft da mal einer draufgeguckt hat. Ist doch wirklich wurscht. :-dance
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