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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ist es in der Pathologie? (@Assis + FÄ)



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Mäuschen
27.02.2008, 20:17
An alle Assistenzärzte in der Patho...

Ich möchte gern als Assistenzärztin in der Patho einsteigen (mache gerade mein PJ-Wahltertial da), möchte aber unbedingt auch forschend tätig sein. Ist es für Assistenzärzte machbar, auch in der Forschung integriert zu werden? An welchen Unikliniken wird Wert auf die Forschung gelegt?
Eigentlich sollte Forschung ja an jeder Uni anstrebenswert sein. Aus eigenen Erfahrungen ist das aber in der Realität nicht so.
Also, ich warte gespannt auf eure Antworten ;-)

condorito
28.02.2008, 13:23
Forschen ist meines Erachtens nach nicht das große Problem, wird ja eh gefördert.
Welche Forschungsrichtung solls denn sein? Danach würde ich mir mal vielleicht die Institutshomepages durchschaun.
Vielleicht nicht grad so ein Riesenladen,wo man sich um jedes Präparat prügeln muss,ist für die Weiterbildung nicht ganz so günstig.
Vielleicht kann sich ja noch Yersinia äussern, die ist ja an der Uni.

Viel Spaß beim Berufsanfang!

Mäuschen
28.02.2008, 16:20
Danke für die Antwort, das klingt ja doch besser als gedacht. An unserer Uni ist das eher ein Problem, werde mich da aber nochmal genauer informieren. Jetzt, wo ich an der Quelle bin.
Von der Forschungsrichtung her bin ich auch offen für Neues, momentan beschäftige ich mich mit Lungentumoren, Grundlagenforschung. Ich möchte auch gern weiterhin, neben histologischen Methoden, biochemische und molekularbiologische Methoden anwenden.
Ich habe auch schon einige Uni-Homepages gelesen. Da findet man zumindest wesentlich mehr und bessere Artikel in Pubmed in Vergleich zu unserer Uni. Das macht mich nachdenklich. Aber vor einem Ortswechsel muss ich schon wissen, ob die Erwartungen erfüllt werden können (merkt man ja dann später erst selbst).

Vielleicht kann mir ja Yersinia mal einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben ;-) , gern auch als PM. Da habe ich mal einen Vergleich.

condorito
28.02.2008, 17:06
Wieso ist das bei euch ein Problem?
Andererseits ist vielleicht dann auch Neuropathologie noch was für dich,da liegt der Fokus noch mehr auf Forschung neben der diagnostischen Tätigkeit.
Als weiterer Tip: Schau dir mal die Abstractberichte von den Jahrestagungen an,da kann man ein wenig abschätzen,wer was wo macht.

Link gefällig? Aber gerne:
http://www99.mh-hannover.de/institute/pathologie/dgp/Z_Tagung_DGP.html

Mäuschen
28.02.2008, 17:33
Neuropatho macht man aber erst als Spezialisierung am Ende der Ausbildung, oder?
Also bei uns haben die AÄ eher keine Zeit für Forschung. Zuschnitt, Sektionen etc. Ich weiß eben nicht, ob es woanders "anders" ist, also (fast)täglich ein paar Stunden für die Forschung drin sind? Mir macht das eben viel Spaß und will es auch während der FA-Ausbildung nicht komplett aufgeben.

condorito
28.02.2008, 17:57
Neuropatho ist 2 Jahre common trunk und 4 Jahre dann weitere FA-Ausbildung.
Du hast da schätzungsweise weniger Routine als in der "allgemeinen" Pathologie.
Kommt halt auf deine Planung an, ob du für immer an der Uni bleiben willst und eine universitäre Karriere anstrebst.
In einem meiner Vorstellungsgespräche damals an der Uni war von Diagnostik garkeine Rede, hauptsächlich paper produziern*g*
Ist halt nich (mehr) meins, daher hab ich mich gegen weitere akademische Würden entschieden...

Mäuschen
28.02.2008, 20:23
Danke für die Info. Habe Dir noch eine PN geschrieben ;-)

Fly
03.03.2008, 17:08
Weiß jemand zufällig, ob man auch in Berlin einen Teil des PJs in der Patho machen kann?

capucine
04.03.2008, 06:56
In Berlin geht das leider nicht. Eine Freundin von mir, die jetzt auch seit einem halben Jahr in der Patho arbeitet, hat das damals ohne Erfolg versucht. Sie haette fastd ie Uni gewechselt und letztendlich hat sie Ortho Wahltertial gemacht... ;-)

Fly
06.03.2008, 12:39
Vielen Dank!
An wen kann ich mich wenden um rauszufinden, wo man PJ in der Patho machen kann?

Doctöse
06.03.2008, 13:27
Vielen Dank!
An wen kann ich mich wenden um rauszufinden, wo man PJ in der Patho machen kann?
Da hilft manchmal Google oder ein Anruf bei den Fakultäten. Die Informationen über ihre PJ-Wahlfächer werden von manchen Unis anscheinend wie ein Staatsgeheimnis gehütet.
Aus eigener Suche kann ich dir sagen, dass du Patho als komplettes Tertial an folgenden Unis ableisten kannst: Würzburg, Erlangen, München, Regensburg, Hamburg, Lübeck, Göttingen, Hannover, Marburg. In Leipzig und Dresden kannst du Patho anteilig 8 Wochen lang im PJ machen.
Dann muss nur noch der Wechsel klappen. Aber mit Berlin als Studienort wirst du auch sicher jemanden zum Tausch finden :-)

gitgott
12.03.2008, 08:58
Hi,
ich muss den Thread nochmal "aufwärmen":
Ich habejetzt des öfteren gelesen, dass es keine Nach und WE Dienste gibt!
Ist das an den Unikliniken auch so?
Wie läuft das mit der Schnellschnittdiagnostik? Solche Fälle kommen ja wahrscheinlich nicht nur in der täglichen "Normalschicht"?
Wie sieht's aus mit Feiertagen? Gibt es hier auch keinen Diensthabenden?

Mich interessieren vor allem makroskopische Fragestellungen! Nun ist ja der Großteil wirklich histologisch! Bin da noch am zweifeln!
Auf der anderen Seite empfinde ich Fächer wie Anatomie mittlerweile als "brotlose" Kunst!

DianeC
28.03.2008, 14:09
gitgott, wenn du mehr Spaß an Makroskopie hast, was ist mit Rechtsmedizin? Ich bin davon abgekommen, weil mich die Histologie mehr interessiert, und die kommt da doch sehr kurz. Ist aber ansonsten ein Traumfach. Und mit den Stellen, vor allem für Berufsanfänger, sieht es gar nicht SO schlecht aus wie man denkt, obwohl man natürlich bereit sein muss, umzuziehen.

milz
18.05.2008, 14:56
Da gerade in einem anderen Thread darüber diskutiert wird. Wie viel habt ihr denn im 1. WBJ an Gehalt bekommen (netto)? Wie groß sind die Unterschiede hinsichtlich Uni und Praxis sowie In- und Ausland?

Profihans
18.06.2015, 12:36
Das größte Problem in der Patho ist die Weiterbildung.
Das ist wie ein Nadelöhr oder wie ein 2.-Studium nach der Medizin.

Es ist nicht einfach alle Pathologen eines Krankenhauses zu überzeugen, daß Pathologie das einzig wahre ist.

Hans-Christian