Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum - Mehr gemacht als man darf
Christof_K
19.08.2007, 20:37
Mache gerade mein Praktikum!
Mono-Embolex spritzen, Antibiotika vorbereiten, Systeme anhängen, Verbände wechseln, Pin-Pflege und Maden einsetzen bzw. umsetzen
und sonst noch die ganzen normalen Sachen
Sommersprosse
19.08.2007, 20:41
Also ich habe jetzt mittlerweile 8 wochen hinter mir, und bin wirklich sehr zufrieden. wenn genug personal da ist kümmert sich meine stationsleitung darum, dass ich was "spannendes" zu sehen bekomme, magen-darm-spiegelungen, etc.
Darf auch sehr oft mit dem Assistenzarzt Visite machen. Der nimt sich sowieso viel Zeit für mich, hat mir Blutabnehmen beigebracht, nimt mich mit zu Untersuchungen und Aufnahmen und erklärt mir viel. Manchmal bleibe ich nach meiner regulären Arbeitszeit noch 6/7 Stunden im KH, weil er Dienst hat und mich überall mit hinnimt und mir sehr viel erklärt.
Evtl mache ich auch mal nen Nachtdienst mit dem Assistenzarzt.
Natürlich gibt es auch Tage, an denen das nicht möglich ist, und ich nur auf Station bin, aber das ist dann auch völlig okay und macht eigentlich auch echt Spaß.
Habe da glaube ich echt glück gehabt, sowohl mit dem Pflegepersonal als auch mit den Ärzten...
Hm, ich hab, dank Kombi aus alter und neuer AO, mein KPP auf 4 verschiedenen Krankenhäusern und Stationen gemacht. Beim ersten wurde ich ziemlich ausgenutzt, nur die üblichen Hilfsarbeiten, das 2. und 3. war super. 2. war in Emden, Ostfriesland, super Schwestern, durch Umbau chirurgische und intern. Pat., ich war bei Untersuchungen bei, durfte EKGs anlegen (extra Abt., wo ich Wartezeit auf Pat. überbrückt hab), Einweisung für Hygienestandards, kein Betten alleine usw, s.c-Injektionen, Blutzuckerkontrollen, Pinpflege ...
3. war Neuropädiatrie mit nem super PJler, der mich mitgeschleift hat.
Am schlimmsten war jetzt die letzte Station (Endokrinologie). Totaler Haß zw. Ärzten und Pflegekräften. Wir waren zu zweit, haben uns mit PJlern und Famulantin angefreundet und regelmäßig Streß mit Pflegepersonal gehabt. Visiten waren tabu, schließlich sind wir der pflege zugeteilt, zu den ärzten kommen wir später ja immer noch. Nierenultraschall auf Station und mal zugucken? Fehlanzeige, wir hatten nen Tablett im anderen Zimmer vergessen. s.c.-Injektionen, obwohl Haufen Diabetes-Pat.?! Der 2. praktikant durfte ein einziges Mal, ich hab mich da nicht aufgedrängt, da schon oft genug gemacht, für ihn war es sozusagen das Highlight des Monats. und das, obwohl wir beide Interesse gezeigt haben, ich mich, auch aufgrund vorheriger med. Ausbildung plus 60 Tagen erfolgtem Praktikums, nicht mehr als Anfänger bezeichnen würde ... wir wurden echt behandelt wie der letzte dreck. Ein glück, dass dies mein letzter Teil war, sowas beim 1. wär absolut frustrierend gewesen. "tröstend" war nur, dass die Station aufgrund ihrer Einstellung auch keine Schüler zugeteilt bekommt (worüber sie wiederum froh waren, "weil die eh nur arbeit machen und nix kapieren" ... )
Fazit: Interesse und Engagement reicht leider nicht immer, man muß schon auch ein wenig Glück mit der Station haben. Glücklicherweise hatte ich den überwiegenden Teil ne Menge Spaß auf Station und hab auch einiges lernen und tun dürfen.
(sorry für tippfehler, kaputter daumen verhindert benutzung der Shifttaste)
Schimmelschaf
19.08.2007, 22:29
3 mon. auf der Med.:
Da bezahlt, war es so gut wie nur Stat.arbeit.
In der Freizeit und an freien Tagen (oder vor dem der Spätschicht), war auch ein Tag in der Notaufnahme und in der med. Diagnostik möglich. Da mich die Leuts aus der Anä schon kennen (jedenfalls ein paar OÄ und natürlich das Pflegepersonal... die Assis wechseln so oft), war auch ein Besuch im OPs dabei. Aber eben alles nicht während der Arbeitszeit.
In der Med. Diagnostik durfte ich EKG's anhängen und bei vielen Untersuchungen zuschauen, während der OA mich mit Fragen und Fachwissen gelöchert hat (sehr interessant!). Auf dem Notfall wars mehr zuschauen, war aber auch sehr spannend.
Im Ops wars erstmal eine ordentliche Einführung in das Monitoring von der Anä, Erklärungen von den TOAs (die sind sowas von nett! kann mir gar nicht vorstellen, dass es solche Hygienebesessenen Drachen sein sollen. Die Assis aus der Anä waren da viel mehr hinterher.. verkehrte Welt? :-))) und den Kardiologen, danach Herzschrittmacher einstellen unter deren Anleitung (********, hab ich mich da mal "verklickt" :-blush :-)) ). Auf Station warens dann halt wirklich NUR Hilfsarbeiten und Pflege. Keine BD- oder Pulsmessungen (max. Temperaturmessen [nach 3 Wochen!] oder Sauerstoff anhängen / Inhalation richten, gegen Ende des Prakt. auch mal Medis bringen :-sleppy), keine Visiten (oder jedenfalls selten und wenn, dann nur 1-4 Pat.) oder sonstige Dinge, die auch nur im Geringsten das Pflegepersonal in Schwierigkeiten bringen könnten.
Durch die besch...eidene Führungspolitik herrscht auf einigen Stationen ein grosser Personalmangel, leider war "meine" davon betroffen.
Wenns nicht sehr gut bezahlt worden wäre (man kann wirklich mehrere tausend verdienen), und das Personal, von ein paar Ausnahmen mal abgesehen, alles menschliche Är.... gewesen wären, hätts mich dort bestimmt nicht lange gehalten.
So, das war mein Aufsatz für heute. Gute Nacht :-winky
Stephan_003
20.08.2007, 07:56
3 mon. auf der Med.:
Da bezahlt, war es so gut wie nur Stat.arbeit.
I
Durch die besch...eidene Führungspolitik herrscht auf einigen Stationen ein grosser Personalmangel, leider war "meine" davon betroffen.
Wenns nicht sehr gut bezahlt worden wäre (man kann wirklich mehrere tausend verdienen), und das Personal, von ein paar Ausnahmen mal abgesehen, alles menschliche Är.... gewesen wären, hätts mich dort bestimmt nicht lange gehalten.
So, das war mein Aufsatz für heute. Gute Nacht :-winky
Wieso wurde es bezahlt? War das nach dem regulärem Praktikum? Also mir wurde auch angeboten, dass ich als Ferienjob dort arbeiten könnte.
Wieviel verdient man denn pro Stunde? Das hab ich noch gar nicht gefragt.
hennessy
20.08.2007, 08:21
die Eindrücke und Erfahrungen, die Ihr gemacht habt, werdet Ihr vllt mal in Euer Gedächtnis abrufen, wenn Ihr Stationsärzte seid. Vergesst es nicht!
bei mir wars anders, nach der dritten thoraxdrainage hab ich gesagt, daß die ihren laden jetzt wieder allein schmeißen können So war es bei mir auch. :-top Ob wir wohl unser KPP auf derselben Station gemacht haben?
moonshine
20.08.2007, 09:23
[QUOTE=Stephan_003]Wieso wurde es bezahlt? War das nach dem regulärem Praktikum? QUOTE]
Hallo,
tja, in der schönen Schweiz wird das Praktikum vergütet..... und wenn man das länger als ein paar Monate macht, dann kriegste u.U. sogar mehr, wie jemand, der sich gerade in einer Pflegeausbildung abrackert !
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