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Dr. House
01.09.2007, 06:53
Also "Stochern" tut wirklich nicht weh. Sieht nur gruselig und irgendwie unprofessionell aus. Man merkt es fast gar nicht. Bei mir wird nicht selten gestochert, weil ich fast unsichtbare Venen habe.

Das ist angenehmer als drei Versuche und dann den nächsten Arzt rufen, der auch nicht besser sieht :-)) .

Stochern paßt schon.

test
01.09.2007, 09:46
Viele Patienten gucken immer doof und meckern, wenn man stochert (obwohl sie sagen, dass es nicht weh tut), aber wenn man dann dochBlut kriegt, was fast immer der Fall ist, sind sie dann plötzlich wieder ganz brav. :-)) :-angel

Shakespeareslady
01.09.2007, 10:38
ui ui ui, wenn ich DAS höre...... machen auch etliche leute bei uns, ich hab den sinn darin nie verstanden, denn bei mir hat's auch mit gerader kanüle funktioniert und durch das biegen verengst du ja den stichkanal und kannst u U zelluläre bestandteile des blutes zerstören..... ja ja, korinthenkackermäßig ohne ende, aber irgendwie leuchtete mir die erklärung ein :-meinung



mh, klingt schon einleuchtend. habe es eben von zwei ärzten so gezeigt bekommen, vonwegen "dann ist die gefahr geringer, dass man die vene durchsticht"....was meint der rest, zerstöre ich da wirklich so viel? lasse mich gerne belehren, was das angeht, wollen das ja schliesslich anständig machen :-dance :-nix

hennessy
01.09.2007, 10:53
das ist wahrscheinlich wie bei so vielen anderen Dingen eine Glaubensfrage. Die einen schwören drauf, die anderen lehnen es ab. Funktionieren tuts mit beiden Methoden. Probiers einfach aus und verwöhne Deinen Chef mit der Erfüllung seiner Vorgaben, so lange er Dir über die Schulter sieht. Die sehen es mitunter nicht so gerne, wenn Du ihre Methode nicht anwendest.
Dass Du zelluläre Bestandteile killst, halte ich für eine gewissensberuhigende Erklärung der Anwender der geraden Methode. In aller Regel biegst Du die Kanüle ja vor dem Einstich. Und da sind ja noch keine zellulären Bestandteile in der Kanüle, die Du quetschen könntest. Und dann sind ja die Zellen verformbar, die kommen da schon durch, auch wenn das Kanülenlumen evtl. auch etwas enger ist. Meine Meinung: Keine Gefahr.
gruß
hennessy

Mylolo
02.09.2007, 13:46
Vielen Dank für eure Antworten!

Hab mir gerade überlegt, dass es eigentlich keinen Grund geben sollte warum man mit derselben Nadel nocheinmal ein 2.Mal einsticht sofern es immernoch im vorher desinfizierten Bereich liegt...Man kann ja aus infektiologischer Sicht keine Bakterien verschleppen ausser die evt. im Blut enthaltenen und wenn man jetzt wieder einsticht ist's ja dasselbe Blut wie vorher...Klingt doch logisch, oder?:)

M.

Hellequin
02.09.2007, 14:23
1. Entfernt man selbst bei einer völlig korrekten Desinfektion nicht alle Hautkeime.
2. Ist auch nicht völlig auszuschließen, das du selber beim herumhantieren (insbesondere wenn du nochmal stechen willst) die Kanüle kontaminierst.
3. Von dem erhöhten Risiko sich bei solchen Aktionen selbst zu verletzen, mal ganz abgesehen.

Was für einen Vorteil soll es den bringen eine Kanüle nochmal zu benutzen?

gossenschlampe76
02.09.2007, 14:25
Warum willst du ein 2. Mal in der selben Region nochmal reinstechen? Sobald du die Nadel aus dem 1. Loch rausziehst beginnts dort zu bluten, logisch, oder? Und rumstochern solltest du sowieso net, wenn du die Nadel ansetzt, solltest du wissen, wo die Vene ist. Einen millimeter links oder rechts, ok, aber net gross rumpopeln hier Mann. Such dir dann ne andere Stelle. Und das mit den zellulaeren Bestandteilen und so is Quatsch. Wenn du net ne halbe Stunde staust dass dem Patienten fast der Arm abfaellt, dann macht das genau NULL auf Zell und E'lyte-Zahl. Und net vergessen, Venen sind subkutan, und die Kutis ist nunmal so vielleicht 0.75mm. Was bedeutet, dass die Vene genau unter der Haut ist. Wenn du da dann in nem Winkel von 45+ Grad oder so reinstichst, dann ist die Spitze der Nadel schon wieder durch die Hinterwand der Vene durch, bevor das Schliffloch im Lumen liegt.

Net zuviel nachdenken, macht Kopfweh. Lass dir das ganze (im 8. Semester??) von nem netten Arzt oder ner netten Schwester/Pfleger zeigen. 5x zeigen lassen, 5x unter Aufsicht, und dann bist du der furchtbare Nadel-Tschango...

Mylolo
02.09.2007, 14:31
O.K.! Werd's mir genügend zeigen lassen, M.

Xela
02.09.2007, 14:35
Vielen Dank für eure Antworten!

Hab mir gerade überlegt, dass es eigentlich keinen Grund geben sollte warum man mit derselben Nadel nocheinmal ein 2.Mal einsticht sofern es immernoch im vorher desinfizierten Bereich liegt...Man kann ja aus infektiologischer Sicht keine Bakterien verschleppen ausser die evt. im Blut enthaltenen und wenn man jetzt wieder einsticht ist's ja dasselbe Blut wie vorher...Klingt doch logisch, oder?:)

M.
du sterilisierst die haut nicht, du desinfizierst sie nur. damit reduzierst du die bakterienzahl, aber beseitigst auf keinen fall alle bakterien. dann musst du dich kritisch fragen: lasse ich das desinfektionsmittel wirklich 30sek einwirken? ich kenne keinen, der das tut.. eine übertragung von bakterien ist nicht ausgeschlossen.

ich benutze nadeln nur einmal, ich will nichts riskieren und so hygienisch wie möglich arbeiten. außerdem sind nadeln ja nur pfennigartikel, daran sollte man echt nicht sparen.

das viel wichtigere argument ist für mich aber, dass die meisten nadeln (sowohl viggos als auch die blutentnahme-kanülen) eine art sichtfenster haben, in das blut einströmt sobald man die vene punktiert hat. benutze ich die nadel ein zweites mal kann ich nicht so gut beurteilen, ob ich richtig getroffen habe, weil schon blut in der nadel drin ist. (das gilt natürlich nur, wenn man die vene beim ersten versuch auch getroffen hat..) oft ist bei einer fehlpunktion auch luft ins röhrchen gedrungen, was zumindest bei der gerinnung zu fehlern führt.

dann passiert es immer wieder, dass man mit einer bereits verwendeten (blutigen!) nadel einen riesenfleck im bett hinterlässt. das freut die schwestern und steigert deine popularität immens.

also: verwendete kanülen in den abwurf. ich hatte zu innere-zeiten immer ersatznadeln und -röhrchen in der tasche.